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Des Kaisers neue Kleider

So sicher wie das Amen in der Kirche kamen auf den kritischen Aufsatz zum Thema Windenergie im Flugblatt 2/2001 auch einige ablehnende Stimmen aus der Leserschaft. Unbeeindruckt von allen aufgebotenen Fakten und Zahlen. 

Grundsätzlich erfreulich war, daß zum ersten Mal überhaupt Reaktionen auf einen Beitrag im "Flugblatt" erfolgten. Nicht zu rechnen aber war mit einer so überwältigenden Menge an  positiver Resonanz. Sie deckte ein bis dahin unsichtbares Netzwerk von Windenergiegegnern und entsprechenden Initiativen ("Gegenwind") auf. Der Aufsatz fand Verbreitung weit über unseren Kreis hinaus. Zuschriften und Anrufe kamen aus dem gesamten norddeutschen Raum, die entfernteste  kam aus dem Postleitzahlgebiet "6", mit der Bitte, den Aufsatz dem umweltpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Hessen zur Verwendung überlassen zu dürfen.

Zugleich setzte ein Zufluß an Informationen ein, der eine verblüffende Erkenntnis transportierte: Im ganzen Land, durch alle politischen Parteien, hat sich bereits massiver Widerstand gegen die anhaltende Landschaftsverschandelung formiert. (Als Prominenteste zu nennen: Jürgen Möllemann, FDP, sowie Kurt Biedenkopf, CDU.) 

Im Gegensatz zu ihrem Bundesverband sind inzwischen die NaBu-Landesverbände Sachsen sowie Schleswig-Holstein zu vehementen Gegnern dieser "nutzlosen Monster" (Zitat NaBu Sachsen) geworden. 
Obendrein einige NaBu- Kreisverbände und Ortsgruppen. 

Das alles macht Hoffnung, zumal sich zu den emotionalen Kritikern nun auch die  s e r i ö s e Wissenschaft zu Wort meldet. Eine  Wissenschaft  war, wie man weiß, auch bisher an der Diskussion beteiligt, ja, hat sie erst ausgelöst. Sie hat die Warnung vor der Klimakatastrophe in die Welt gesetzt und der Politik eingeredet,  sie könne den Klimawandel stoppen. Und die Politik erlag national wie international dieser Massenssuggestion und trat die Flucht nach vorne an. Sie erklärte sich zum Klimaretter. Somit ist die ganze Diskussion um Sinn oder Unsinn der Windenergieförderung untrennbar mit der künstlich geschürten "Klimahysterie" verbunden. Dessen muß man sich bewußt sein.

Dieses Vehikels bedient sich nicht nur die Windenergie-Industrie. Nutznießer sind gleichermaßen die s.g. Klimaforscher, die mit ihrer Theorie ein Klima schufen, das ihnen ein optimales Ertragsklima garantiert. Nach konservativen Schätzungen fließen weltweit jährlich 10 Milliarden DM an Forschungsgeldern aus den Steuertöpfen in die Taschen dieser "Forscher". 
Ein einträgliches Geschäft. Und das seit dreißig Jahren!! Kein Wunder, daß man sich die Kritiker vom Leibe halten möchte, u.a.  mit der Behauptung, das seien wissenschaftliche Außenseiter, die den Interessen der Kraftwerklobby gerecht werden müssen.!! 
Herausgekommen ist in all der Zeit nichts Neues. Aus immer neuen Computersimulationen wird immer wieder nur herausgelesen, daß nur die Eindämmung des "Treibhausgases" CO2 die verhängnisvolle Erderwärmung stoppen kann. 

Dagegengehalten  wird von der klassischen Wissenschaft, daß  der Unfug schon damit beginnt, CO2 als schädlich anzusehen. Sie nennt CO2  das Gas des Lebens, ohne das viele für die Natur wichtigen Abläufe nicht möglich wären. Vorkommende Schwankungen seines Anteils an der Atmosphäre würden darüber hinaus durch die natürlichen Reaktionsmechanismen der Erde ausgeglichen. Wälder, Steppen und das Plankton der Ozeane absorbieren große Mengen Kohlendioxyd.  Alleine die Ozeane so 70 mal mehr als die Atmosphäre. Für sie ist es Dünger. 

Und was ist mit dem "Treibhaus"? 

Dazu der Dipl. Meteorologe Dr. Thüne, den Älteren noch als ZDF-Wetterfrosch in Erinnerung: "Die Erde hat keine Lufthülle, weil die unter einem Glasdach eingesperrt ist, sondern weil sie eine Kraft auf die Luft ausübt, mit der sie die Lufthülle festhält. Die Erde ist kein Treibhaus", stellt er fest. Und weiter: "Auch wenn die Lufthülle nur aus Kohlendioxyd bestünde, ein "Fenster" wäre immer noch offen, um die Wärmestrahlung der Erde ins Weltall entweichen zu lassen. Wenn dies nicht ginge und am nächsten Tag von der Sonne neue Energie ins System gepumpt würde, dann wären wir schon längst in der Treibhaushölle gebraten. Nein, dann hätte sich die Erde nie abkühlen und Leben ermöglichen können. 

Wer sich nachts in des "Kaisers neuen Kleidern" auf den wärmenden Treibhauseffekt verläßt, sei es in der Sahara oder Sibirien, wird frieren, ja, erfrieren."

Und was ist der Zweck der Klimagipfel?
Nun, zum einen ergeben sich eine Reihe schöner Konferenzen, die vom Steuerzahler finanziert werden. Wenn sich 6.000 Diplomaten aus 180 Staaten treffen, kostet das die hübsche Summe von 100 Mio. Dollar. Marrakesch ("Klima-Basar") war die siebte. Vom einen Klimazirkus zum anderen. Das dort ausgegebene Ziel, den CO2-Ausstoß bis 2012 um 5,2 Prozent zu senken, bedeutet nach den Berechnungen der Experten eine Reduzierung des Temperaturanstieges um 0,02 Grad Celsius, d.h. um einen Wert, der knapp an der Grenze des Meßbaren liegt. Also keinerlei Effekt. Ein typisches Beispiel, wie  Politiker und Funktionäre Sachverstand ignorieren.

Die Politik will den "Klimawandel" stoppen, weil "Klimaexperten" ihr eingeflüstert haben, dieser sei vom Menschen gemacht. Dabei ist seit etwa 1750 bekannt, das Klima war noch nie konstant. Einer, der es wissen muß, ist Professor Wolfgang Anders, Sprecher der Deutschen Forschungsgemeinschaft: "Abrupte  Klimaänderungen und ausgeprägte Klimaschwankungen haben die letzten 15.000 Jahre mehr bestimmt, als man bisher dachte." Die für Europa  wichtigste war der Übergang der letzten Eiszeit in die heutige" Warmzeit". Also - auch ohne den Eingriff des Menschen hat es schon früher nachhaltige Klimaänderungen gegeben.

Viel zu wenig, genau genommen gar nicht, wurde bisher in den Computermodellen die Bedeutung der Sonne berücksichtigt. Zweifelsfrei haben jüngste Forschungen ergeben, daß einen wesentlichen Einfluß auf das Wettergeschehen der Erde die Sonnenflecken sowie in deren Abhängigkeit und im Zusammenspiel mit der kosmischen Strahlung der atmosphärische  Wasserdampf haben. Wie ein Motor treibt die Sonne die klimawirksamen Prozesse in der Atmosphäre, den Ozeanen und in der Biosphäre an.

Fazit: 

Um weiteren Schaden abzuwenden, sollte in allererster Linie die Politik schnell erkennen, daß sie hier einem wissenschaftlichen Popanz aufgesessen ist und wie Don Quichote gegen ein Schreckgespenst kämpft, das es nur in der Einbildung gibt. Es ist die Stunde des gesunden  Menschenverstandes. Doch noch hört man vom Klimagipfel nur Katastrophengesänge. Eine Stimme der Vernunft ist noch nicht auszumachen.

Die katholische Kirche hat 400 Jahre gebraucht, um ihr Unrecht gegenüber Galileo einzugestehen. Es ist zu hoffen, daß Dogmen heutzutage schneller fallen. Abgesehen davon, daß sie ihre sicheren Pfründe verlieren, was hindert die s.g. Klimaforscher daran, einzugestehen, daß sie geirrt haben? 

Selbst der göttliche Einstein irrte gelegentlich.

Wer hat den Mut, als erster zu rufen:  "Aber der Kaiser ist doch nackt !"?


 

U. Löbert



 

13.02.2002http://WilfriedHeck.tripod.com