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Viel Wind um Windkraft
Alternativenergie - Standorte stehen fest, aber Anwohner wollen die Rotoren nicht

ODENWALDKREIS. Wo die Windräder hinkommen sollen, weiß man im Odenwaldkreis. Nur ob die Anlagen gebaut werden und welche der möglichen, im Regionalplan Südhessen vorgeschlagenen Standorte tatsächlich aus-gewählt werden, darüber herrscht noch Unklarheit.

Einig sind sich die 15 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet bis jetzt nur so weit, dass man sich angesichts der Lage im Landschaftsschutzgebiet auf nur wenige Bauplätze beschränken sollte. Als Standorte in Frage kommen nach einem vom Odenwaldkreis in Auftrag gegebenen Gutachten Flächen bei Kirchbrombach, Rehbach-West (nahe der früheren ESA-Anlage), dem Vielbrunner Weiler Bremhof, Würzberg, Sensbachtal (Krähberg) und Hainhaus (früheres Munitionslager). Zurzeit sind dort jeweils Untersuchungen zum Schutz der teilweise einzigartigen Vogelwelt im Gange.

Scheitern könnten die Planungen unter anderem am Bürgerprotest, der sich in Rothenberg, Mossautal und Lützelbach erhoben hat. Rothenberg klagt gegen den Regionalplan, die Lützelbacher Gemeindevertretung hat eine Veränderungssperre für das frühere Munitionslager erlassen, und in Unter-Mossau haben eine Bürgerversammlung und der Gemeindevorstand der Windkraft auf der Mossauer Höhe eine Absage erteilt.

Nicht geklärt sind ferner die Eigentumsverhältnisse an den vorgesehenen Standorten. Deshalb sind nun die Kommunen auf-gerufen, die Orte der Windräder in ihre Flächennutzungspläne zu integrieren. Für die sich daraus er-gebenden Abweichungen vom Regionalplan Südhessen stellt dann der Odenwaldkreis zentral für alle Städte und Dörfer Anträge beim Regierungspräsidium in Darmstadt. Danach besteht Rechtssicherheit, und die Beschlüsse können in örtliches Recht umgesetzt werden. e
 

Darmstädter Echo vom 14.6.2002, Druckausgabe
 

 

23.06.2002http://WilfriedHeck.tripod.com