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Hermann Norff
Schulstr. 3
46487 Wesel, 25.02.01
Aktualisiert am 28.10.2001

Windkraft ökologisch ein Unglück, ökonomisch eine Mogelpackung



Vorwort

Die fortschreitende Verunstaltung unserer kulturhistorisch gewachsenen Landschaften durch Windindustrieanlagen gibt Anlass, Menschen ohne wissenschaftliche Vorkenntnisse über den fragwürdigen Einsatz der sogenannten Windkraftnutzung anhand des vorliegenden Konzentrats aus mehreren wissenschaftlichen Arbeiten zu informieren. Ebenso soll auf die von den Medien verbreitete politisch-ideologisch motivierte "Treibhauspsychose" und "CO2-Hysterie" aufmerksam gemacht werden. Dem "drohenden Klimakollaps", so die Suggestion, sei wirkungsvoll mit "erneuerbaren Energien", insbesondere mit der Windnutzung zu begegnen. Zudem sei damit die gefährliche Kernenergienutzung zu ersetzen. Beide Unwahrheiten werden immer wieder von renommierten Wissenschaftlern entlarvt.

Der vorliegende Aufsatz möchte auch Mandatsträger und Verwaltungsleute informieren.

Der Klima-Flop
Ist der erhöhte CO2-Gehalt der Atmosphäre durch menschliche Einflüsse verursacht, oder sind global-wetter-klimatische Zusammenhänge ursächlich für den Anstieg des CO2-Gehaltes der Atmosphäre? Letzteres scheint der Fall zu sein, denn schon vor der intensiven Kohleverbrennung (Industriealisierung) im letzten Jahrhundert gab es einen Anstieg des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre. Die Erde erwärmt sich seit der letzten Minieiszeit (17. Jahrhundert), vermutlich aufgrund solarer Einstrahlungsänderung, löst dabei verstärkt CO2 aus dem Meerwasser, der Mensch ist kaum an diesem Geschehen beteiligt. Ein anthropogener (vom Mensch verursachter) Effekt konnte auch von keiner Seite reproduzierbar signifikant nachgewiesen werden. 

Renommierte Wissenschaftler kommen sich in ihren Aussagen zur Klimaerwärmung sehr nahe: Von minimaler Abkühlung um 0,2 °C über gleichbleibende Temperaturen bis hin zu 0,6 °C Erwärmung in 100 Jahren – alle bleiben im Zehntelgrad-Bereich! 

  • Die zur Zeit beobachtete leichte Erwärmung der Erde ist solar bedingt und kaum vom Menschen verursacht (und auch nicht von ihm in irgend einer Weise beeinflussbar)!
  • Die "Erfindung" des "Treibhauseffektes" kann als der größte Wissenschaftsskandal des 20. Jahrhunderts angesehen werden. Seine "Erforschung" hat bisher mehrstellige Milliardenbeträge verschlungen, ohne dass auch nur die geringste Wetterreaktion zu erkennen ist. ... Die Politik sollte sich schnellstmöglich von der "CO2-Treibhauspsychose" befreien, die verantwortlichen "Wissenschaftler" zur Rechenschaft ziehen und nicht weiter wertvolle "Energien" nutzlos in das unsinnige utopische Vorhaben "Klimaschutz" vergeuden. 
Dipl. Met. Dr. Wolfgang Thüne teilt dem Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in dem Schreiben vom 26. Juli 2000 u.a. mit: Ich möchte Sie dringend ersuchen, per Blitzanweisung zu verfügen, dass alle Bemühungen um "Klimaschutz" im BMU eingestellt werden ... . Als "ökosteuergeplagter" Bürger werde ich anderenfalls alle straf- und verfassungsrechtlichen Hebel in Bewegung setzen, um dem Treibhaus-Schwindel ein Ende zu bereiten. In einem weiteren Schreiben vom 8. August 2000 schreibt Dr. Thüne u.a. an die Deutsche Physikalische Gesellschaft: Es gehört schon ein anhaltend hohes Maß an betrügerischer Energie dazu, über Jahrzehnte in internationaler Abstimmung ein klimatisches "Horrorszenario" in die Welt zu setzen und die Politik regelrecht `ex cathedra` zu nötigen, dem "Schutz des Weltklimas" oberste Priorität beizumessen. (Dipl.-Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne). 
 
 

Die Meeresoberflächentemperatur im Laufe der Geschichte der Menschheit,
nach ROBINSON, Uni Oregon.

Deutlich zu erkennen sind die zwei "kleinen Eiszeiten" um 400-500 n. Chr. und um 1700 n. Chr. sowie die Klimaoptima um 500 Jahre vor Chr. und im hohen Mittelalter. Die griechische Demokratie blühte auf, als es 2,0 Grad wärmer als heute war. Und ausgerechnet 2000 n. Chr. soll es schrecklich warm sein, oder werden? 

Wer diese Kurve sieht, kann doch nicht mehr bedingungslos dem Klimaflop des "global warming" folgen!!
(Dipl. Phys. P. Krahmer)

Bei diesem wissenschaftlichen Kenntnisstand sind Windenergieanlagen völlig fehl am Platze. Sie haben keinerlei Einfluss auf die CO2-Reduktion der Atmosphäre und den "Treibhauseffekt" (Erhöhung der mittleren Erdtemperatur), weil der anthropogene Anteil an diesen global-wetter-klimatischen Vorgängen nach Aussagen der Wissenschaftler vernachlässigbar gering ist und auch nicht durch menschliche Einflüsse verändert werden kann.

Politische Zielsetzung 
Auf der Rio-Konferenz 1992 der internationalen Völkergemeinschaft, spielte die Forderung "nichterneuerbare" Energien durch "erneuerbare" Energien zu ersetzen eine herausragende Rolle. Durch "erneuerbare" Energien will die Politik erreichen, den Kohlendioxyd-Gehalt (CO2-) der Atmosphäre (an der zur Hälfte "Treibhausgase" beteiligt sein sollen) zu reduzieren. Mit großen staatlichen Hilfen (Subventionen) werden diese erneuerbaren Energien, insbesondere die Windenergie, in die Stromwirtschaft eingeführt. Durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) und Ländergesetzgebung, in NRW durch den Windenergie-Erlass (WEE), ist der Bau von Windenergieanlagen (WEA) im Außenbereich nach BauGB eine privilegierte Maßnahme, die nur durch entgegenstehende öffentliche Belange neutralisiert werden kann. Die Bundesrepublik Deutschland hat auf der internationalen Umweltkonferenz in Argentinien angekündigt, eine 25-prozentige Reduktion der CO2-Immissionen bis zum Jahre 2005, bezogen auf das Jahr 1990, zu erreichen. Bei seinem letzten Umweltbericht musste Umweltminister Trittin bereits Abstriche vom gesetzten Ziel eingestehen. Anstatt der gewünschten CO2-Minderung ist ein Anstieg von zwei Prozent zu verzeichnen. Umweltminister Trittin führt dies zurück auf den verstärkten Einsatz von CO2-trächtigen "alte Kohlen-Möhren" (konventionelle Kohlekraftwerke), und den Anstieg des Verkehrs.

Verschärfung der Koyoto-Ziele oder Ausstieg aus CO2-Psychose 
Auf der 18. Weltenergiekonferenz in Buenos Aires hat die Diskussion über die Verschärfung (!) der Klimaschutzziele von Kyoto begonnen. Die zuständige EU-Kommissarin sagte, sie halte das Ziel, CO2-Emmissionen bis 2005 um 25% abzubauen, ohne Einsatz von Kernenergie nicht für erreichbar. Der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Energiekonzerns, Dietmar Kuhnt, warnte mit Hinweis auf "drastische Preissteigerungen" und drohenden Arbeitsplatzabbau davor, das Reduktionsziel auf 40% bis zum Jahr 2020 zu erhöhen. In den deutschen Kraftwerken müsste der Einsatz von Steinkohle um 40% und der von Braunkohle um 80% zurückgehen. (Die Welt, Ausgabe vom 25.10.01, Seite 11).

Der (noch) hochtechnisierte Industriestaat Bundesrepublik Deutschland sollte die Warnungen renommierter Wissenschaftler vor der "CO2-Treibhauspsychose" ernst nehmen und dem Klimaflop des "global warming" nicht folgen, so wie Amerika, England und Japan es getan haben. Wirtschaftsunternehmen werden die Energiepreiserhöhungen nicht hinnehmen und den Standort Deutschland meiden bzw. verlassen.

CO2-Reduktion durch WEA 
Im Zeitraum von 1993 bis 1995 konnten durch 186 verschiedene Maßnahmen zur Wirkungsverbesserung fossiler Kraftwerke in Deutschland knapp sieben Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Die technische Verbesserung der Turbinen (neue Beschaufelung) war hierbei ausschlaggebend. Weitere Verbesserungen im Zeitraum 1995 bis 1996 erzielten zusätzlich fast zwei Millionen Tonnen CO2-Reduktion. Gemessen an dem Ziel einer 25-prozentigen Minderung der insgesamt 360 Millionen Tonnen CO2 verursacht durch die Energiewirtschaft, erscheinen diese Zahlen zunächst gering. Sollte dieses CO2-Reduktionspotential (9000 Tonnen) durch WEA erzielt werden, müssten ca. 14.000 WEA mit 0,5 MW elektrischer Leistung an einem küstennahen Standort installiert werden (im Binnenland bedeutend mehr). 

Durch Verbesserungen in Braunkohlekraftwerken wurden in Deutschland beispielsweise zusätzlich 240 MW Nettoleistung bei unverändertem Brennstoffverbrauch erzielt. Dafür wurden 500 Millionen DM aufgewendet. Bezogen auf den Grundlastbetrieb der Anlagen und übliche Tilgungsraten wird die zusätzlich gewonnene kWh Elektrizität mit etwa drei Pfennig erzeugt. Daraus ergibt sich, dass die vermiedene Tonne CO2 unter 30 DM kostet, wenn man alle diese Kosten ausschließlich der CO2-Reduktion anlastet. Bei dieser Betrachtungsweise liegt die Windenergienutzung im mittleren Bereich. Die Stromerzeugungskosten liegen bei WEA je nach Standort und Alter der Anlage zwischen 12 und 20 Pfennig pro kWh. Bei Reduktion von einer Tonne CO2 im deutschen Energiemix (bezogen auf 0,65 kg CO2/kWh) errechnen sich Verminderungskosten bei WEA von etwa 180 bzw. 310 DM je Tonne CO2. Wird hingegen nur auf der Grundlage von Kohlestrom gerechnet, verringern sich die Kosten auf 130 - 210 DM pro Tonne CO2 (Prof. Dr. Ing. Hermann-Josef Wagner).

Der größte Kosten-Nutzen-Effekt bei der CO2-Reduktion wird erzielt durch technische Verbesserungen in den bestehenden konventionellen Kraftwerken. Es besteht kein zusätzlicher Flächenbedarf, diese Maßnahmen sind landschaftsschonend. Die größte durch fossile Kraftwerke verursachte CO2-Reduktion, wäre durch Modernisierung bzw. Erneuerung der maroden osteuropäischen Kraftwerke zu erzielen. "Treibhausgase" machen vor Landesgrenzen keinen Halt. Hier sollte die EU investieren, anstatt durch uneffiziente Windkraft mit einer kaum nachweisbaren CO2-Reduktion, Milliardenbeträge zu vergeuden und ganze Landschaften zu verunstalten. Nebenher hätte diese Vorgehensweise noch einen positiven beschäftigungsfördernden Nebeneffekt für die EU bzw. unser Land. 

WEA können keine konventionellen Kraftwerke ersetzen 
Wind, eine unstete Größe, lässt eine gleichmäßige Stromerzeugung nicht zu. WEA sind daher nicht in der Lage den Strombedarf der Verbraucher kontinuierlich und zuverlässig zu decken. WEA sind nicht autark und immer auf konventionelle Reservekraftwerke angewiesen. Dieses Problem wird kaschiert, indem man den WEA-Strom in den allgemeinen Strommix des Leitungssystems integriert. Die Aufrechterhaltung von Spannung und Frequenz sowie die Versorgungssicherheit gewährleisten allein die herkömmlichen Kraftwerke und Netzbetreiber. Eben diese fundamentalen Faktoren einer zuverlässig stabilen Stromversorgung können WEA niemals erfüllen, und deshalb können sie nie konventionelle Kraftwerke ersetzen. Die unabdingbare Versorgungssicherheit und Netzstabilität macht einen Ersatz von konventionellen Kraftwerken durch WEA unmöglich (Dipl. Ing. Wilfried Heck).

Ohne gleichzeitig arbeitende Großkraftwerke können WEA aufgrund des additiven Einspeiseverfahrens in den Leitungsverbund selbst bei Wind keine einzige Kilowattstunde (kWh) Strom erzeugen. Der wohl wichtigste Grund, weshalb keine Sekunde lang auf mitlaufende konventionelle Kraftwerke verzichtet werden kann: In jedem Speisebereich kann es einen totalen Stromausfall geben. Nur von Kraftwerken, niemals von WEA, kann nach Störungsbeseitigung die für den Speisebereich notwendigen Lieferleistung zum Hochfahren der Netzspannung kommen. Erst danach können WEA ihren Betrieb wieder aufnehmen (falls es gerade windig ist).

WEA sind ihrerseits zwangsläufig vom Einsatz fossiler Energieträger und der Kernenergie abhängig. Der nuklear produzierte Strom wird durch den Mix mit Windkraftstrom nicht umweltfreundlicher. Das bedeutet: Der ökologische Nutzen der Energieerzeugung aus Windkraft wird durch die realisierte Verwendung in Form eines additiven Beitrages zum Strommix im Leitungssystem wieder aufgehoben. Für Naturschutzverbände und politische Gruppierungen stellt sich die Frage, ob nicht durch die gemeinsame Nutzung des Netzes ihre eigentliche Forderung, der strickte Ausstieg aus der Kernenergie, zuwider läuft. Die WEA-Einspeisung hat nur eine politisch-ideologische, aber keine wirtschaftliche Basis. Stirbt das EEG aus politischen Gründen, sterben alle WEA im Land.

Energiemix 
Die Stromwirtschaft wirbt mit dem "Energiemix" für ein gutes Ansehen. Der Energiemix aus Kohle, Kernenergie, Wasserkraft, Wind, Biomasse, Sonne und Energiesparen wird als dauerhafte sichere Stromversorgung und Symbol für Energievernunft präsentiert. Mit WEA erhält die herkömmliche Energiewirtschaft ihr ökologisches Feigenblatt. Erst durch die staatlich verordnete Abnahme zu überhöhten Preisen (EEG), die auf alle deutschen Stromverbraucher umgelegt werden, lohnt sich das Geschäft mit dem Wind sogar an absolut unwirtschaftlichen Binnenstandorten. 

Die "Effizienz" der WEA 
Bei Windstille und Sturm gehen WEA vom Netz, bei schwankender Windstärke liefern sie schwankende Leistung. WEA arbeiten im Windstärkebereich zwischen 3 m/s und 25 m/s bezüglich der Leistungsangaben zwischen 0 bis Nennleistung (nach dem Gesetz v hoch 3).Wenn bei 12 m/s Windgeschwindigkeit die Nennleistung z.B.1.500 kW abgegeben wird, so sind es bei 3 m/s weniger als 1/64 also weniger als 23 kW, quasi 0 (Prof. Dr. Alt). Konventionelle Kraftwerke müssen diesen Mangel ausgleichen. Im Binnenland ergibt sich aus der unsteten Energie-Lieferung der WEA übers Jahr ein Auslastungsgrad von deutlich weniger als 20 Prozent. An den Küstenstandorten ist es etwas mehr. Als Auslastungsgrad wird hier das Verhältnis der Lieferleistung zur installierten Leistung einer WEA definiert. 

Die im Vergleich zur Nutzleistung fünf- bis zehnfach höhere installierte Leistung bestimmt jedoch die Baugröße der WEA und damit das Ausmaß der landschaftlichen Eingriffs sowie die davon ausgehenden Beeinträchtigungen. Überall in Deutschland sind WEA-Planer und –Investoren bemüht, Genehmigungen für den Bau von WEA zu erhalten. Aufgrund der geringen Leistungsdichte des Windes von 150 Watt pro Quadratmeter (W/m²) an der Küste und 11 W/m² im Binnenland (Dipl. Ing. Wilfried Heck), müssen immer größere Anlagen errichtet werden. Derzeit werden Anlagen mit 1,7 Megawatt (MW) installierter Leistung mit 150 Meter Höhe bis zur Rotorspitze und 80 Meter Rotordurchmesser gebaut. 172 m hohe, drei Rotoren tragende Riesen (Monster) bis 5 MW sind in der Planung.

Während Windkraftbefürworter in veröffentlichen Bilanzen mit installierten Leistungen (= Nennleistung) geradezu protzen, sollte nüchtern gesehen werden, dass in Wirklichkeit lediglich ein Fünftel bis ein Zehntel dieser angegebenen Nennleistung erbracht wird.

Kostenvergleich der Energietypen 
Nach Prof. Dr. Alt (RWE) sind die Kosten (ohne administrative Kosten wie Steuern und gesetzliche Abgaben von 21,2 Pf/kWh) für die Strombeschaffung der Energietypen wie nachfolgend beschrieben:

- Sonne 106,61 Pf/kWh

- Wind 23,42 Pf/kWh

- Biogas 20,61 Pf/kWh

- Wasser 11,44 Pf/kWh

- Kohle 9,72 Pf/kWh

- Kernenergie 6,27 Pf/kWh

Man erkennt auf einen Blick, nur die Wasserkraft ist von den erneuerbaren Energien gegenüber dem Strom aus Kohle und Kernenergie wettbewerbsfähig. Die Stromunternehmen kaufen aus kommerziellen Gründen auf dem europäischen Markt einen preiswerten Strommix aus Wasser-, Kohle- (Gas-, Oel-) und Kernenergie ein. Nicht nur deutscher Atomstrom, sondern auch solcher aus französischen und den unsicheren osteuropäischen Kernkraftwerken wird in das deutsche Stromnetz eingespeist. Aus der Steckdose kommt überwiegend Strom aus Kohle, Wasser und Kernenergie; die Anteile von Sonne, Wind und Biogas sind (und bleiben) vernachlässigbar gering. Die Streiter für erneuerbare Energien haben nun die Möglichkeit, bei Stromunternehmen Verträge über Stromlieferungen nur aus "erneuerbaren Energien" für den drei- bis vierfachen Preis des normalen Strommixpreises abzuschließen. Es wäre sehr interessant zu erfahren, wie viele Befürworter der erneuerbaren Energien bereit sind, diese erhebliche Verteuerung für den von ihnen gewollten "grünen" Strom zu zahlen.

Landschaftsverbrauch, Landschafts- und Naturschutz 
WEA verursachen ganz erhebliche Eingriffe in das Landschaftsbild. Sie bewirken eine nachhaltige Verunstaltung alter, gewachsener Kulturlandschaften nie dagewesenen Ausmaßes. Diese für den Natur- und Landschaftsschutz unseres Landes sehr dramatische Entwicklung muss aufgehalten werden.

Der durch die Privilegierung fortschreitende landschaftsverunstaltende Ausbau der Windenergie widerspricht Artikel 1 des Bundesnaturschutzgesetzes, in dem es heißt: "dass Natur und Landschaft ... im besiedelten und unbesiedelten Bereich so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln" ist, damit... "die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft als Lebensgrundlage des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig gesichert sind." 

Der Endausbau der Windenergie wird mit 35.500 Megawatt für das Festland angestrebt. Nach Prof. Dr. Binswanger würden dafür 37.000 WEA mit einem Raumbedarf von 6.000 km² benötigt. Immerhin eine Fläche von mehr als das Doppelte des Saarlandes bzw. ein Viertel der gesamten Siedlungsfläche Deutschlands. Wegen des großen Landschaftsverbrauches und der nur geringen Einsparung fossiler Energien und "Treibhausgase" durch die Windkraftnutzung muss dem Landschaftsschutz besondere Bedeutung beigemessen werden. Der Schutz darf sich nicht auf kleinräumige Naturschutzgebiete beschränken, sondern muss sich weiträumig auf die Landschaftsschutzgebiete in ihrer Gesamtheit ausweiten. Diese müssen grundsätzlich als Ausschlussgebiete für WEA gelten. Wegen der Unbedeutsamkeit der Windenergie für eine "Energiewende" ist den Landschaftsschutzinteressen Priorität beizumessen.

Durch die verfassungsrechtlich bedenkliche Privilegierung der Windenergieanlagen im Außenbereich (§ 35 BauGB) nimmt die Verunstaltung des Landschaftsbildes immer mehr zu. Um den verschwenderischen Landschaftsverbrauch einzudämmen, lehnt auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Privilegierung ab. Er fordert die sofortige Änderung des Paragraphen 35 des Baugesetzes. 

Das Oberverwaltungsgericht NRW hat in dem Urteil Az: 10 A 97/99 vom 7.7.2000 wegen der "grob unangemessenen" Verunstaltung des Landschaftsbildes in einem nicht unter Landschaftsschutz stehenden Bereich den Bau von zwei Windenergieanlagen untersagt. Das Landschaftsgesetz NRW verstößt gegen Artikel 4 des Bundesgesetzes (Rechtsanwalt Dipl. Fw. (FH) Patrick Habor, Göttingen).

Sicherheit 
Die zur Zeit gültigen WEA-Abstände zur Wohnbebauung, zu Straßen und Wegen entsprechen nicht den menschlichen und sicherheitstechnischen Erfordernissen. Eine Anpassung an die (zukünftige) Größenentwicklung der WEA ist längst überfällig.

Durch die Schall- und Schattenschlagimmissionen der sich unablässig drehenden Rotoren sind die betroffenen Menschen nachweislich gesundheitlichen Gefährdungen ausgesetzt (Berichte Betroffener liegen vor). Tiere, insbesondere die Vögel, werden durch die Windrotoren verscheucht, verletzt und getötet (zahlreiche Erfahrungsberichte liegen vor). Durch Rotorbrüche und Eisschlag wurden in einem Umkreis von 500 Meter Sachen beschädigt und Menschen gefährdet (Unfallstatistik vorhanden). Im Radius von 500 Meter um eine Anlage besteht für Menschen und Tiere Lebensgefahr! Es reicht nicht aus, auf die Haftungspflicht der Windradbetreiber zu verweisen, wenn die Gefahrenstellen bekannt sind und durch einfache Maßnahmen (verbesserte Abstandsregelung) schadlos gemacht werden können, stehen die Behörden in der unbedingten Pflicht. 

Zusammenfassung 
Die zur Zeit beobachtete leichte Erwärmung der Erde ist primär solar bedingt und kaum von Menschen verursacht. Die "Erfindung" des "Treibhauseffektes" kann als der größte Wissenschaftsskandal des 20. Jahrhunderts angesehen werden. Die Politik sollte sich schnellstmöglich von der "CO2-Treibhauspsychose" befreien, die verantwortlichen "Wissenschaftler" zur Rechenschaft ziehen und nicht weiter wertvolle "Energien" nutzlos in das unsinnige utopische Vorhaben "Klimaschutz" vergeuden. Somit ist der Existenzberechtigung der Windindustrieanlagen die Grundlage entzogen.

Das Versprechen der Bundesrepublik Deutschland eine 25-prozentige CO2-Reduktion bezogen auf das Jahr 1990, bis 2005 zu erreichen, ist mehr als fraglich. Im Gegenteil, gegenwärtig ist sogar eine Zunahme zu beklagen. 

Die EU hält das Ziel ohne Einsatz von Kernenergie für nicht erreichbar. Die auf der Weltenergiekonferenz in Buenos Aires angesprochene Verschärfung der CO2-Redukrtion auf 40 % bis zum Jahre 2020, wird nach Auffassung des größten deutschen Energiekonzerns RWE zu "drastischen Preissteigerungen" und Arbeitsplatzabbau führen.

Das Effektivste für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes in die Atmosphäre, verursacht durch fossile Kraftwerke, ist die technische Modernisierung bzw. Erneuerung der zum Teil maroden Kraftwerke in Osteuropa und anderswo. 

Ohne gleichzeitig arbeitende Großkraftwerke können WEA aufgrund des additiven Einspeiseverfahrens in den Leitungsverbund selbst bei Wind keine einzige kWh Energie liefern. 

Wegen der minimalen Leistungsdichte des Windes ist nur eine absolut unbedeutende Strommenge durch WEA zu erzielen.

Im Binnenland ergibt sich aus der unsteten Energie-Lieferung der WEA übers Jahr ein Auslastungsgrad von weniger als 20 Prozent. An den Küstenstandorten ist es etwas mehr. 

Der geringe ökologische Nutzen der Energieerzeugung aus Windkraft, wird durch die realisierte Verwendung in Form eines additiven Beitrages zum Strommix im Leitungssystem wieder aufgehoben.

Die Windstromeinspeisung hat nur eine politische, keine wirtschaftliche Basis. Nur durch Subventionen drehen sich die Windräder. Stirbt das EEG aus politischen Gründen, sterben alle WEA im Land (besonders im Binnenland). 

Windkraftbefürworter protzen in öffentlichen Bilanzen mit installierten Leistungen, real erbringen WEA nur ein Fünftel bis ein Zehntel der angegebenen Nennleistung (= installierte Leistung).

Technische Verbesserungen zur Effizienzsteigerung (Ertüchtigung) fossiler Kraftwerke erzielen (ohne landschaftlichen Verbrauch) im Vergleich zu WEA eine wesentlich größere und kostengünstigere CO2-Minderung. Die vermiedene Tonne CO2 kostet bei technischer Kraftwerksmodernisierung weniger als 30 DM, dagegen kostet die Tonne CO2-Reduktion durch WEA 130 bis 210 DM.

Der überteuerte Strom aus erneuerbaren Energien (außer Wasserkraft) ist nicht wettbewerbsfähig und wird sich am Markt nicht durchsetzen. Die Streiter für die erneuerbaren Energien müssen um glaubhaft zu bleiben, Farbe bekennen und Stromverträge für "grünem" Strom (drei- bis vierfach teurer gegenüber dem normalen Strommix) abschließen. 

Immer mehr und größere WEA verursachen eine nachhaltige Landschaftsverunstaltung erheblichen, nie gekannten Ausmaßes. Der enorme Landschaftsverbrauch der Windenergieanlagen ist im Verhältnis zum "Nutzen" (CO2-Reduktion der Atmosphäre kaum nachweisbar) und aus Landschafts- und Naturschutzgründen nicht akzeptabel. 

Das Landschaftsgesetz NRW verstößt gegen Artikel 4 des Bundesgesetzes.

Die zur Zeit gültigen WEA-Abstände zur Wohnbebauung, zu Straßen und Wegen entsprechen nicht den menschlichen und sicherheitstechnischen Erfordernissen. Eine Anpassung an die (auch zukünftige) Größenentwicklung der WEA ist längst überfällig.

Die Menschen fühlen sich durch WEA bedrängt. Allein die Allgegenwärtigkeit macht die Menschen krank. Die für die Industrie geschaffene Technische Anleitung Lärm (TA-Lärm) ist für den Wohnbereich der Menschen unzumutbar, deswegen entspricht die TA-Lärm nicht dem Stand der Technik für die Bewertung der durch WEA erzeugten zulässigen Schallimmissionen an Wohnhäusern. Andauernde Lärmbelastungen führen zu gesundheitlichen Schäden.

Der durch WEA verursachte Immobilienverlust schädigt die Betroffenen und bedarf einer grundgesetzlichen Überprüfung. 

Die Parteien und die Entscheidungsträger in den Genehmigungsbehörden müssen sich ihrer Verantwortung für Menschen und Natur bewusst sein und entsprechend handeln. Der "Verspargelung" der Landschaft muss dringend Einhalt geboten werden. Das verfassungsbedenkliche EEG muss eliminiert werden, die zuständigen Gesetze und Erlasse (WEE, BauGB § 35, TA-Lärm) müssen dringend verbessert werden. Mehr Rücksichtnahme auf die Menschen und die Natur sind dringend geboten. 

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Quellen:
GAIA, Ökologische Perspektiven in Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften, herausgegeben vom Verein Gaia-Konstanz, St. Gallen, Zürich, Ausgabe 2/1999 - daraus die folgenden Aufsätze:

  • Die Windenergie im Energiemix, das Substitionsziel wird verfehlt, von Wilfried Heck, Dipl.Ing. der Elektrischen Energietechnik
  • Emmissionsminderung durch Windenergienutzung unter Kosten-Nutzen-Erwägung – die Sichtweise eines Ingenieurs, Hermann-Josef Wagner, Professor Dr. Ing. der Elektrischen Energietechnik
  • Zur Landschaftseinwirkung der Windkraftanlagen, Hans Christoph Binswanger, Prof. Dr. der Umwelt- und Ressourcenökonomie, Geldtheorie, Europäische Integration, Allgemeine Volkswirtschaftslehre, sowie 
  •  
  • Helmut Alt, Professor Dr. Ing. der Kerntechnik
  • Dipl. Phys. P. Krahmer
  • Dipl. Met. Dr. phil. Wolfgang Thüne


Verteiler: 
Landrätin des Kreises Wesel, Frau Birgitt Amend-Glantschnig

Fraktionen des Kreistages

  • Bürgermeister der Stadt Wesel, Herrn Jörn Schroh
  • Fraktionen des Rates
  • Bürgermeisterin der Stadt Rheinberg, Frau Schreyer
  • Bürgermeister der Stadt Xanten, Herrn Strunk
  • Bürgermeister der Gemeinde Alpen, Herrn Jansen
  • Bezirksregierung Düsseldorf, Dez. 54, Herrn LRD Marten
  • MdB Ilse Falk
  • MdL Wolfgang Hüsken
  • Biologische Station im Kreis Wesel, Herrn Dr. Mooij
  • Bundeslandschaftsschutz e.V., Herrn Krämer
 
30-10-2001