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Über alle Höhen - die Kabinenbahn "Panoramic Mont-Blanc" - unterwegs von der französischen "Aiguille du Midi" (3.842 m) zum italienischen "Pointe Helbronner" (3.466 m) im Mont-Blanc-Massiv. Aber nicht mit Solarstrom!

100% Vollversorgung mit erneuerbaren Energien per Netzeinspeisung fordert z.B. der Solarenergie Förderverein Aachen (SFV) und viele Politiker unterstützen das. Das Risiko einer Vollversorgung ist bisher noch niemand eingegangen, auch wenn neulich im EEG die 350 MW-Begrenzung für Solarstromanlagen auf 1.000 MW angehoben wird. Statische Solargeneratoren können z.B. Elektromotoren (für Seilbahnen u.a.) nicht antreiben. Motoren für elektrische Antriebe (Traktionsmaschinen) haben die für ihren Zweck angenehme Eigenschaft, mit hoher Zugkraft und einem vielfachen ihres Nennstromes langsam aber zügig anzufahren. Dazu bedarf es umlaufender elektrodynamischer Generatoren für die Stromerzeugung. Statische Solargeneratoren schalten in solchen Fällen bei Überlast ohne Pufferbatterie augenblicklich ab. Dazu, daß alle Solargeneratoren für das 100.000-Dächer-Programm mit Pufferbatterien ausgestattet werden sollen, hat sich der SFV bisher noch nicht geäußert. 

Man darf also annehmen, daß sich dieser Verein samt aller ihn unterstützenden Politiker um die Stromversorgungssicherheit und die Nützlichkeit der Solarstromerzeuger bei Endverbrauchern keine Gedanken machen. Schließlich gibt es ja die konventionellen Kraftwerke mit dauernd umlaufenden elektro-dynamischen Generatoren der herkömmlichen Kraftwerke. Die lassen sich im selben Netz sehr gut für die Pufferfunktion (bei Stoßbelastungen) und für die Speicherfunktion (bei wetterbedingtem Ausfall) benutzen - dem sogenannten Regelenergiebetrieb. 

Während die Kabinenbahn in luftigen Höhen ca. alle fünf Minuten stehen bleibt, um dem Betrachter einen beeindruckenden Panoramablick zu ermöglichen, röhrt tief unten im Bauch des Massivs der Tunnel vom Aostatal nach Chamonix. Ausgestattet mit einer komplett neuen Beleuchtung und Sicherungsanlagen ermöglicht er seit kurzem wieder den Transit von Italien nach Frankreich und umgekehrt. Auch für diesen Anwendungsfall - Beleuchtung und Sicherungsanlagen - verlassen sich die Betreiber auf keinen Fall auf "Erneuerbaren Energien". Erstens gäbe nicht einmal genügend Platz für die Stromproduktion aus diesen Energiequellen und zweitens stehen sie ja nicht dauernd zur Verfügung. Wer möchte schon im Tunnel sein, wenn der Strom mangels Energiequelle plötzlich ausfällt? 

Die öffentliche Forderung nach 100% Vollversorgung kann u.a. also nur dazu dienen, von in der Elektrotechnik unbedarften Leuten das notwendige Kapital für teure Solarstromanlagen einzuwerben. Ein Geschäftsmodell - kein Umweltmodell. 

Fotos: wh
"Abstieg" vom Aiguille du Midi.
Fassungsvermögen: 72 Personen bei 10 m/s Geschwindigkeit. 

Und noch eine interessante Klima-Information aus dem Internet (auf der Webseite rechts unten den Text anklicken):

Sinngemäße Übersetzung: Die aktuelle Höhe des Mont Blanc, 4810,40 m, wurde September 2001 mit Hilfe von GPS (Global Positioning System), das ein Netz von amerikanischen Satelliten nutzt, gemessen. Diese Messung wurde aufgrund der Initiative der "Chambre departementale des Geometres Experts de Haute-Savoie" durchgefuehrt. Die Fehler-Marge liegt bei plus/minus 10 cm. Diese Messung beachtet die Dicke der Eisschicht auf dem Gipfel und wird sofort in die Datenbank des IGN (Institute Geographique National) aufgenommen.  Die letzte Messung, die im Jahr 1986 - dem Jahr des 200. Jubiläums der ersten Besteigung des Mont Blanc - durchgeführt wurde, ergab eine Höhe von 4.808 m. Das heißt, die Spitze des Mont-Blanc [welche nicht aus Gestein sondern aus Eis besteht, Red.] wird trotz Erosionen an anderen Stellen höher. 

Welchem Klima-Katastrophen-Szenario ist dieser Vorgang zuzuordnen - einer bevorstehenden Eiszeit oder dem "Treibhauseffekt", wenn die Eisschicht auf dem Gipfel innerhalb von 15 Jahren um über 2 m wächst? 
 
 
 
 

24.06.2002http://WilfriedHeck.tripod.com