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Dämmstoff im Vergleich Bald soll die neue Energieeinsparverordnung EnEV in Kraft
treten. Die auch von der Baubranche unterstützte "Initiative kostengünstig
qualitätsbewußt Bauen" des BMBau fordert unser aller Unterstützung.
Damit kommt es künftig noch mehr darauf an, die richtigen baulichen
Maßnahmen zur effektiven Einsparung von Energie zu wählen. Hierfür
taugliche Baustoffe einzusetzen, ist die zentrale Frage für Architekten
und Ingenieure, für Verarbeiter und Hausbesitzer. Sie tragen für
die von ihnen geplanten und durchgeführten Maßnahmen und Konstruktionen
die Hauptverantwortung, Fehler lösen Regreßansprüche aus.
Welche Dämmstoffe können den Energieverbrauch und den Verlust
von Heizenergie an die Umwelt am besten verringern?
Der Wärmeeintrag am Bauwerk in Dach und Wand erfolgt überwiegend durch Strahlung. Die Qualität verschiedener Dämmstoffe wurde anhand ihrer Temperaturveränderungen bei Wärmebestrahlung von der Autorengruppe experimentell ermittelt. Der Versuchsablauf: Ein Wärmestrahler (150 W Infrarotlampe) mit gleichbleibender Entfernung und konstanter Strahlungsdauer von 10 Minuten bewirkt für unterschiedliche Baustoffplatten in 4 cm Tiefe (Unterseite Platte) unterschiedliche Temperaturerhöhungen. Die geringfügig abweichenden Ausgangstemperaturen entstanden aus der meßbedingt leicht ansteigenden Umgebungstemperatur. Der sich nach 10 Minuten Bestrahlung ergebende Temperaturunterschied läßt Rückschlüsse auf die Thermostabilität und Dämmwirkung der Baustoffe zu. Das Ergebnis:
Der Versuchsaufbau (vorn) und die Autoren: (stehend v. l.) cand. Ing. Henryk Parsiegla, Bausachverständiger Rolf Köneke, Dipl.-Ing. Konrad Fischer, Frank Lipfert, sitzend: Prof. Dr.-Ing. habil. Claus Meier. Versuchs- und Meßeinrichtung: Fa. Lipfert Naturbaustoffe, Lichtenfels. Analyse:
Die Praxis am Bau belegt das: Hohe Temperaturamplitudendämpfung und Phasenverschiebung beim "Durchschlagen" einseitiger Temperaturänderungen auf die andere Seite sind als Vorteile der Massivbaukonstruktion seit jeher Stand der Technik. Auch Bosserts und Fehrenbergs langjährig erhobene Meßergebnisse des Heizenergieverbrauchs am Altbau beweisen die Wirkungslosigkeit von Leichtbaustoffen und die von der k-Wert-Berechnung stark abweichenden günstigen Energieverbrauchswerte von Massivbauten. Hinzu kommen die Oberflächenschäden auf Leichtbaustoffen infolge ihrer hohen Temperaturbeanspruchung und schnellen Auskühlung. Fazit:
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