Make your own free website on Tripod.com
  
Unfälle und Eiswurfgefährdung durch Windkraftanlagen
Letzte Änderung am 30. November 2000

Windkraftanlagen müssen aus Sicherheitsgründen 600 m von Straßen und Wegen (Wirtschaftswegen, Wanderwegen, Reitwegen) entfernt sein.

Eiswurf erfolgte bis über 300 m Entfernung.  Die Untätigkeit der Genehmigungsbehörden ist grobfahrlässige Pflichtverletzung.


Eiswurfgefährdung durch Windkraftanlagen

- Im Urteil des Verwaltungsgerichts Oldenburg, betreffend Familie Gertrud und Hermann Zeiger, Strenge Weg 8, 26427 Bensersiel, Tel./Fax 04971 1351, spielt der Eiswurf auch eine Rolle.


- Seit über einem halben Jahr steht eine Windturbine zwischen Werdum und Buttforde (Kreis Wittmund, Ostfriesland) still, weil -so Werdums Bürgermeister Friedhelm Hass- "nachweislich kiloschwere Eisbrocken auf die Straße geschleudert" wurden (Ostfriesen-Zeitung vom 8.11.1996).


- Bei Borgholzhausen im Sauerland berichten Jäger von 30 cm großen Eisbrocken auf den Wanderwegen neben der Windkraftanlage, die Baumverletzungen verursachen.

- Eine ostfriesische Zeitung berichtet am 29.10.1996 über den Ort Krummendeich: "Im Winter schleuderten die Rotoren Eisbrocken durch die Luft...Wir wurden ausgetrickst

(Zitat eines Gemeinderates zu der Genehmigung).


- Zwischen dem 8. und 10. Januar 1997 erfolgte von der Windkraftanlage in Selbitz-Sellanger (Kreis Hof, Bayern) Eisabwurf. Durch Fotoaufnahmen sind diese an 5 Stellen zwischen 35 und 85 m dokumentiert. Die Probe in 40 Meter Abstand wog 490 Gramm und in 60 Meter Abstand 445 Gramm.

Rückfragen: Beyerlein Ewald und Petra, Rothenbürger Weg 20, 95152 Selbitz-Sellanger, Tel./Fax 09280 5695, oder

Pfadenhauer Hans, Possek 55, 96332 Pressig, Tel./Fax 09265 8490


- Schreiben des Ortsbürgermeisters Edgar Schmidt der Gemeinde Stein-Neukirch, Neukircher Str. 3, 56479 Stein-Neukirch, 02667 242, an die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises, Montabaur, am 22.1.1997:

Gefährdung durch die Windkraftanlage Lichtenthäler auf dem Salzburger Kopf

Sehr geehrte Damen und Herren,

bei einer Besichtigung am Hochbehälter der Verbandsgemeinde Rennerod mit meinem Kollegen, Herrn Orstbürgermeister Spornhauer, erfolgte gestern, am 21.1.1997, 11,15 Uhr, von der Windkraftanlage Lichtenthäler ein Eisflug auf den vorbeiführenden Weg zur Wintersportanlage in der Gemeinde. Bei dem Eisflug handelte es sich um einen Eisbrocken, größer als ein DIN-A 4-Blatt, der meinen Kollegen Spornhauer auf dem Weg nur um knapp

2 m verfehlte. Nach meiner Meinung ist dies eine erhebliche Gefahr, zumal dieser Weg im Winter von sehr vielen Besuchern benutzt wird.

Ich ersuche Sie, durch geeignete Maßnamen diese Gefährdung abzustellen.

Keine Antwort.


- Aus "Südwest Presse" vom 29.11.1997. Lokalredaktion Reutlingen, Verfasser: Jürgen Herdin, 07121 9302 60, Fax 9302 46. Privat Tel./Fax 260899:

Volltreffer. Bei der Diskussion um Nutzen und Risiken der Windkraft - wie diese Woche in Eningen - wurde neben dem Vogel- und Landschaftsschutz offensichtlich ein wichtiger Punkt nicht ins Feld geführt: Die Gefahren des Eisschlags. Auf der Suche nach einem der wenigen Windräder der Region, verirrte sich der Autor dieser zeilen im dichten Nebel auf der Willmandinger Alb. Endlich am Himmelberg vor obigem Schild (Vorsicht! Eisabwurf möglich! Bitte ausreichend Abstand halten!) angekommen, ignorierte der Reporter fahrlässig die entsprechende Warnung und stellte seinen alten Ford diret unter den Rotorblättern der Windanlage ab. Es tat einen infernalischen Schlag - Volltreffer! Aus über 50 Metern Höhe war ein tennisballgroßer Eisbrocken ins Dach des Autos eingeschlagen. Der Reporter war nicht schlecht geschockt und konnte den Rat eines Technikers, der mit Helm am benachbarten Windrad zugange war, leicht nachvollziehen: Bei Eiswetterlagen die Nähe einer solchen Anlage meiden.


Am "Gebrannten Rücken" bei Bromskirchen im Kreis Frankenberg (Hessen, an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen) sah der Jagdpächter Andrä Schräder Anfang Januar 1999 vormittags von seinem Auto aus etwa 20 Eisbrocken fliegen. Einer zerschlug das Faltverdeck seines Kabrio Suzuki und blieb hinter dem Beifahrersitz liegen.

Die über 100 m entfernte Windkraftanlage war wegen des Nebels nicht zu sehen.

Der Weg ist nur für Anlieger frei, wozu auch Jäger gehören.

Rückfragen: Andrä Schräder, Anne-Frank-Str. 5, 59320 Enniger, 02528 3840, Firma 8875, Fax 8304


In der Woche vor dem 27. April 1999 entdeckte der Leiter des Forstamts Grebenhain, Jürgen Fornof, an der Kreisstraße Engelrod-Helpershain, Einbiegung "Engelröder Fahrweg", "große rechteckige Platten im Neuschnee..., zu denen keine Spuren hin- und wegführten... Es waren Eisplatten, die sich von den im Nebel nicht sichtbaren Windrotoren gelöst hatten und weit fortgeschleudert waren. Fornof wurde nachdenklich und fragte sich, ob hier nicht Gefahren unterschätzt werden. Er weiß, was zum Beispiel herabfallende Äste bei Fällarbeiten anrichten können. Genügt da ein kleines Hinweisschild am Mast der Windräder?, fragt sich Fornof zurecht. Es ist das alte Lied: Erst muß etwas passieren, damit etwas passiert."

(aus Lauterbacher Anzeiger vom 27. April 1999)

Die Eisbrocken waren bis zu einem halben Meterund 70 bis 80 Meter von der Windkraftanlage entfernt.

Rückfragen: Michael Schier, Lauterstr. 25, 36341 Lauterbach, 06641 3565,

oder Forstamt Grebenhain, Tel. 06644 215


Unfälle
 

Die Stromzuleitungen sind 90 cm tief, der Graben 100 cm. Gepflügt wird teilweise 1 m tief.

Aufklärung über diese Gefahr: Nikolaus Lentz, Landwirt, Dorfstraße, 54608 Oberlascheid, 06555 630.


Europarekord im Weitwurf von Windkraftanlagenteilen ist 460 m.

In Schleswig-Holstein müssen nach einem Erlaß Windkraftanlagen 100 m von hochbelasteten Bundesstraßen und 50 m von den übrigen Bundesstraßen, Landes- und Kreisstraßen entfernt sein. Statt 50 m schreibt der rheinland-pfälzischen Windkraft-Erlaß "mindestens Kipphöhe der Anlage" vor. Dabei umfaßt die Kipphöhe nicht nur die Nabenhöhe, sondern die Flügelspitzenhöhe. Auch bei diesen Abständen -die nicht eingehalten werden- besteht keine Verkehrssicherheit, abgesehen von der optischen Ablenkung der rotierenden Turbinen.


Zum Leserbrief in den Lübecker Nachrichten vom 16.4.1997 "Gefährlicher Leichtsinn"

des Physikers und Luftwaffenoffizier i.R. Hans Waldt aus 23858 Reinfeld.

Seine Forderung nach Absperrung einer kreisförmigen Sicherheitszone zum Schutz von Mensch und Tier mit einem Radius von mindestens der "dreifachen größten Bauhöhe" versteht er bis zur Flügelspitze. Wir fordern bis 500 m Abstand auch von Straßen und Wegen, weil Rotorteile und Eisbrocken so weit geschleudert wurden. Jedenfalls ist seine Forderung immerhin das dreifache der Richtlinie von Rheinland-Pfalz mit mindestens Kipphöhe, worunter der Verfasser der Richtlinie auch einschließlich Flügelspitze versteht.

Windkraftanlagen seien "hochrotierend", weil ihre Vortriebsgeschwindigkeit höher als bei Flugzeugen (Hubschrauber) sei, trotz der niedrigen Drehzahl, wegen der großen Flügellänge. Die Blattverstellung sei nur zwischen 3 und 6m/sec zu vertreten. Ansonsten müsse abgestellt werden. Windkraftanlagen dürften nicht für spielende Kinder zugänglich sein.


"Oma, am Windrad bricht was" berichtet die Märkische Oder-Zeitung am 18.7.1995

über den Abbruch eines 11 m langen Rotorblatt-Teiles einer Windkraftanlage in Rüdersdorf in Brandenburg neben einer Kleingartenanlage. Ein Fachmann gesteht zu, daß Hersteller schon "ein paar Probleme mit den Rotorblättern" hatten.


"Teile der Rotorblätter flogen bis in den Garten" schreibt das Ostfriesische Tageblatt am 22.2.1996 über Windmühlenflügel, die bereits zum dritten Mal abrissen.


Die Rotorblätter einer Windkraftanlage an der Straße von Satrup-Esmark in Richtung Havetoft (Kreis Schleswig-Flensburg) brachen infolge eines Materialfehlers während eines Sturms (Windstärke nur 9). Trümmer flogen auf die vorbeiführende Kreisstraße und beschädigten eine benachbarte Windkraftanlage (Schleswiger Nachrichten vom 30.10.1996).


1997

Auf der Insel Nordstrand (Kreis Nordfriesland) zerfetzten am 18.2.1997 gegen 19,30 Uhr bei Nordwestwind die Flügel einer kaum 30 m von der Gemeindestraße entfernten Windkraftanlage. Sie flogen über die Straße hinweg bis über 300 (dreihundert) m.

Redakteur: Jens Voß, 04841 4982, Handy 01724526516.

Der Nachbar der Windkraftanlage ist Georg Kulick, Elisabeth-Sophienkoog 9,

25845 Nordstrand, 04842 8529, Fax 1610.

Der Eigentümer der Windkraftanlagen ist ein bekannter Fürsprecher der Windkraftpolitik, der Bundestagsabgeordnete Diplomagraringenieur Peter Harry Carstensen aus Nordstrand.

Er ist u.a. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Agrar- und Umweltpolitik und Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Das Nordfriesland Tageblatt berichtet am 20.2.1997: Ursache für Rotorenunglück unbekannt :

Crash-Alarm im fernen Bonn

Nordstrand (th) Heute soll, wenn die stürmischen Winde es denn zulassen, auf Nordstrand die angeschlagene Windkraftanlageabgebaut werden. Die Husumer Schiffswerft will den von ihr produzierten Rotor gründlich durchchecken. Dies teilte gestern Winfried Gerold, einer der Geschäftsführer der privaten Windpark-Betreibergesellschaft, auf Anfragen mit.

Der Nacht zu gestern hatten Sturmböen zwei der drei Rotorblätter der HSW-250 zerfetzt. Gerold betont: "Der Generator ist nicht explodiert." Teile der Rotorblätter seien allerdings durch die Gegend geflogen, der Turm habe zwei Beulen.

...Carstensen selber war es, der am stürmischen Crash-Abend das Malheur im fernen Bonn an seinem Computer entdeckte: Fehlermeldung bei Mühle 2. Telefonisch setzte er einen Nachbarn in Marsch - der fand dann die abgebrochenen Rotorblätter im Graben und alarmierte Feuerwehr und Polizei. Carstensen: "Wir können von Glück sagen, daß zum Unglückszeitpunkt keiner vorbeikam."

Probleme mit HSW-Anlagen hatten die Husumer Stadwerke, die diese Rotoren in ihrem Park in der Südermarsch aufgestellt haben. Im vergangenen Jahr mußten etliche Getriebe ausgewechselt werden. Unterdessen bemängelte Dieter Schönfelder aus Emmelsbüll als Sprecher des Bundesverbandes Landschadtsschutz die Vorschriften für den Mühlen-Betrieb im Außenbereich: "Diese spektakuläre Panne zeigte es: eindeutig zu lasch."


?? vom 21. 2. 1997: Orkan knickte Rotorblatt einer Windkraftanlage bei Waldaubach

Herborn/Dillenburg (hk) "...Die Besitzer der Windkraftanlagen auf dem Westerwald freuen sich ja eigentlich über eine kräftige Brise. Daniela hatte aber auf der Waldaubacher Höhe dann doch ein wenig heftig gepustet und einem dort installierten Spargel ein Rotorblatt weggeweht..."

Günter Menk, Willinger Weg 8, 56479 Liebenscheid-Löhnfeld, Tel./Fax 02667 364, sagt dazu: Teile der Enercon-Windkraftanlage wurden bis rund 500 m geschleudert. Er fand Teile bei über 400 m. Teile flogen in das Wochenendhausgebiet, dessen nächstes Haus höchstens 300 m von der Windkraftanlage entfernt steht. Am gleichen Tag wurden lose Teile abgeschraubt und eilig Teile eingesammelt.


Nordwest-Zeitung vom 5. April 1997: "...Ein wegen starker Windböen abgebrochenes Oberteil einer Windkraftanlage hat im Windpark der Firma Windtest in Kaiser-Wilhelm-Koog (Kreis Dithmarschen) einen 42 jährigen Monteur aus Hattstedt (Kreis Nordfriesland) erschlagen." Der Mann sei in der Maschinengondel von Teilen des Mühlenkopfes getroffen worden. Die Teile des Prototyps der Windkraftanlage der Husumer Schiffswerft bohrten sich "metertief in den Boden, während die Rotorblätter zum Teil auseinandergerissen wurden und Teile davon bis zu 500 Metern um die Unfallstelle herum verstreut lagen."

Mehr Sicherheit für Windkraftanlagen gefordert

In letzter Zeit häufen sich technische Unfälle bei Windkraftanlagen.

Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) lehnt die Stromerzeugung durch Windkraftanlagen grundsätzlich ab wegen der maximalen industriellen Landschaftsverfremdung/-verschandelung sowie der volkswirtschaftlichen und energetischen Nutzlosigkeit dieser Form der sogenannten regenerativen Energiegewinnung, sagte der BLS-Vorsitzende Dr. Dieter Schönfelder.

Der tragische Unfall vom 4. April 1997 durch eine 600 kW-Prototypanlage der Husumer Schiffswerft im Kaiser-Wilhelm-Koog, Schleswig-Holstein, mit tödlichem Ausgang für einen Monteur mache deutlich, daß diese gigantischen Strommaschinen noch lange nicht technisch ausgereift seien. Demzufolge sei es zwingend erforderlich, die Sicherheitsbestimmungen für Bau und Betrieb von Windkraftanlagen zu überprüfen und zu verschärfen.

BLS-Sprecher Professor Dr. Lothar Hoischen, Marburg, bemerkte, daß der BLS -ebenso wie viele Leserbriefschreiber- des öfteren darauf hingewiesen haben, daß von den Windkonvertern eine erhebliche Gefahr für Menschen und Umgebung ausgeht. Dies sei noch erheblich risikoreicher durch die viel zu geringen Abstandsregelungen zu Gebäuden, Straßen und Wegen (Forderung mindestens 500 m) bei Wurfweiten von Rotorblatt-Trümmern bis 500 m wie in diesem Falle -bei Frostwetter auch von Eisbrocken.

Die Behörden (z.B. auch TÜV und Straßenverwaltung) seien daher dringend aufgerufen, Sofort-Maßnahmen zu ergreifen, um die in der Nähe von Windkraftanlagen lebende und arbeitende Bevölkerung sowie Straßenbenutzer (auch Touristen) vor jeglichen Gefahren, die durch den Betrieb von Windkraftanlagen ausgehen, zu schützen.

Daneben würden gesundheitliche Schäden durch Windkraftanlagen vermehrt beobachtet und hätten bereits zu erfolgreichen Prozessen gegen die Betreiber geführt.


Am 12.4.1997 um 14,30 Uhr wurde von unserem Mitstreiter Werner Hansen, Erlenweg 6, 25862 Goldelund, 04673 313, Fax 1052, folgendes beobachtet:

Zwischen Großenwiehe und Wanderup (südwestlich von Flensburg, westlich der A 7, ca. 2 km nach der Abfahrt von der B 200 in Richtung Bredstedt, auf der linken Seite) ist von einer der 6 Windkraftanlagen des Herstellers Tacke ein Flügel abgerissen. Er lag 50 m entfernt auf der Koppel. Ein Drittel des Flügels hing noch an der Anlage. Die nur 20 m entfernte Straße oder ein in der Nähe zufällig befindlicher Landwirt wären getroffen worden, wenn die Windrichtung anders gewesen wäre.


Schleswiger Nachrichten, 27. 12. 1997: Aus dem Polizeibericht: Windböe löste Flügel

(ft) Die Feiertage verliefen aus Polizeisicht relativ ruhig. Es gab einige Fehlalarme, vermutlich ausgelöst durch den starken Wind, der im Norden des Landes fegte.

Durch eine Windböe löste sich in Dollrottfeld der Flügel einer Windkraftanlage und stürzte zu Boden. Personen kamen dabei nicht zu Schaden...

Anmerkung: Unser Mitstreiter Botho von Zitzewitz, Baumhof, Tel./Fax 04641 2264,

24392 Nottfeld, schickt Fotos der Tacke 600 kW-Anlage. Dollrottfeld ist zwischen Schleswig und Kappeln, nördlich der Schlei. Die Straße ist nur 20 m entfernt.


1998

Husumer Nachrichten vom 5. März 1998: "...Der größte anzunehmende Unfall Gau) an einer Windkraftanlage ereignete sich gestern in Simonsberg bei Husum: Bei Sturm ist das Maschinenhaus vom Mast abgerissen und 30 bis 40 Meter tief abgestürzt..."

Hersteller: Enercon


Am 9. Juni 1998 zerstörte ein Sturm über ein Drittel von über 300 Windkraftanlagen in Gujarat zwischen Ahmadabad und Bombay in Indien in den Windfarmen Lamba, Navadra und Bhogat entlang der Saurashtra-Küste. Verschiedene Hersteller, z. B. Bonus, Vestas, Micon


Lübecker/Mecklenburger Nachrichten vom 20. 9. 1998:

Beim Brand einer Windkraftanlage in Sarow im Kreis Demmin ist ein Schaden von rund 250 000 DM entstanden. Aufgrund eines technischen Fehlers sei der Motor des Generators heiß gelaufen, sagte gestern ein Polizeisprecher. Dabei sei die Gondel an der Rückseite des Propellers in Brand geraten und zerstört worden. dpa


1999

1. Emsland (Niedersachsen)

An einer 80 m von der Kreisstraße zwischen Neusustrum und Sustrumermoor befindlichen Windkraftanlage des Typs Micon, 1,5 Megawatt, lösten sich im Sturm am 16. Februar 1999, vielleicht durch Blitzschlag, Rotorblätter aus Holz-Expoxid. Von den beiden etwa 7 bis 8 m langen Teilen flog ein Teil über zweihundert Meter weit. Die Windrichtung verhinderte, daß Teile auf der Kreisstraße landeten. Über 10 Teile waren etw 1 m lang und eine Reihe Splitter unter 0,50 m. Die anderen WKA sind Tacke-Anlagen.

Erst am 5. Februar 1999 hatte es einen ähnlichen Unfall an einer baugleichen Anlage in dem etwa 8 km entfernten Windpark Renkenberge gegeben.

Inzwischen wurden alle 32 Windkraftanlagen des Herstellers Micon in den beiden Windparks Sustrum und Renkenberge aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

Die Interessengemeinschaft Rütenbrocker Moor forderte vom emsländischen Oberkreisdirektor Hermann Bröring eingezäunte Sicherheitszonen um Windkraftanlagen. Dieser räumte einem Bericht der Meppener Tagespost vom 4. März 1999 zufolge ein, daß infolge von Eisschlag und sich lösenden Anlagenteilen "eine Gefährdung des Straßenverkehrs nicht auszuschließen sei". Er sicherte eine Überprüfung "der Abstände zu öffentlichen Straßen zu."

2. Vogelsbergkreis (Hessen)

Nachdem am 16. Januar 1999 in Rebgeshain und am 1. März 1999 in Helpershain im Vogelsbergkreis in Hessen die Generatoren von Enercon E 40 Windkraftanlagen mit Rotorblättern aus 63 Meter Höhe stürzten, hat der Vogelsbergkreis alle 17 baugleichen Anlagen stillgelegt. Nach der Nachrüstung durch den Einbau von Sensoren erfolgte die Wieder-Inbetriebnahme.

Der Kreistag des Vogelsbergkreiseses, Alsfeld/Hessen, beauftragte am 15. März 1999 den Kreisausschuß mit der Prüfung, ob für Windräder ein besonderer Sicherheitsabstand zu öffentlichen Straßen und Wegen vorgeschrieben werden muß. Der Antrag war vom Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Hans Heuser, Mücke.

Im benachbarten Main-Kinzig-Kreis wurden Windräder abgesperrt und stillgelegt. Nach der Nachrüstung durch den Einbau von Sensoren erfolgte die Wieder-Inbetriebnahme.

3. Landkreis Uckermark (Brandenburg)

Am 5. Februar 1999 lösten sich während eines Sturms Flügelteile einer seit Sommer 1998 laufenden Windkraftanlage (Fabrikat AN Bonus, 1 MW) in Wilsickow, Landkreis Uckermark, Brandenburg. Mindestens 20 Teile von unter 1 m Abmessung flogen im Umkreis -nicht nur in einer Richtung- mindestens dreihundert Meter weit. Frau Drews sah diese Teile dort. Am gleichen Tage erfolgten Unfälle in Renkenberge im Emsland (Niedersachsen), bei Hachenburg (Rheinland-Pfalz) und bei Wijnaldum (Holland).

4. Westerwaldkreis (Rheinland-Pfalz)

Am 5. Februar 1999 flog bei Hachenburg während eines Gewitters ein Flügelteil der verbandsgemeinde-eigenen Windkraftanlage, Fuhrländer, 250 kW, "fast 40 Meter weit und ging direkt neben einem stark frequentierten Wanderweg nieder." Dies berichtete die Rhein-Zeitung in ihrer Lokalausgabe "Westerwälder Zeitung" am 6. Februar 1999 unter "Wie gefährlich sind Windräder?"

5. Wijnaldum (Holland)

Am 5. Februar 1999 zerstörte ein Blitz einen Flügel einer Windkraftanlage vom Typ Vestas V 39/500 bei Wijnaldum in Holland. quelle: WSH-WINDNIEUWS. http://home.wxs.nl/-windsh/nieuws.html

6. Kreis Wittmund (Niedersachsen)

Am 5. Februar 1999 brach während eines Sturms bei einer Windkraftanlage des Herstellers Tacke, Typ 600 kW Nennleistung, bei Burmönken bei Wittmund.ein Flügel ab und fiel zu Boden.

7. Seglaberga in Halland (Sweden)

A part of a wing from a windmill (Vestas) fell of and flew almost 150 meters in Seglaberga in Halland (Sweden) in early february this year.

In the daily paper Hallandsposten 12/3 1999 it says that Vestas kept quiet about the accident and didn`t report about it at a security-meeting a month later.

8. Kreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt)

Am 1. März 1999 wurden auf dem Galgenberg zwischen Allstedt und Nienstedt zwei über 20 m lange Rotorblätter einer Windkraftanlage, Hersteller GET 41, abgerissen und über 150 Meter weit weg geschleudert. (Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 2. März 1999 und Volksstimme vom 3. März 1999, Fotos von Peter Ebert)

9. Kreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt)

Am 12. April 1999 stürzte bei Blankenheim ein Flügel zu Boden (Mitteldeutsche Zeitung vom 13. April 1999). Hersteller: Tacke TW 600.


Für Rückfragen stehen folgende örtliche Windkraftkritiker zur Verfügung:

Emsland: Heinz Kamphuis, Rüthenmoor West 5, 49733 Haren- Rütenbrock, Tel./Fax 05934 681 oder Horst Fink, Johann Sjauken Str. 16, 49762 Sustrumermoor, 05939 910583.

Uckermark: Iris Drews und Werner Karsch, Kastanienallee 62, 10119 Berlin, 030 4494363, di 030 28286 72, Fax di 28286 88 oder Milower Weg 14, 17337 Lübbenow, Tel./Fax 039745 20620


Der Landkreis Aurich sieht nach Angaben seines Sprechers Gerrit Fuhrman keinen Anlaß dafür, die Windenergieanlagen des Typs "E-40" stillzulegen.Es seien dort "andere Windverhältnisse als im Binnenland. Bei uns weht der Wind konstanter." Wegen des flachen Landes komme es kaum zu Verwirbelungen.....


Ministerium für Bauen und Wohnen des Landes Nordrhein-Westfalen

Elisabethstr. 5-11, 40217 Düsseldorf, 0211 3843 0, Durchwahl 3843 222, Fax 3843 601

An die oberen Bauaufsichtsbehörden des Landes NRW

-laut beiliegendem Verteiler- 12. März 1999

Aktenzeichen: II B 474.203

Windenergieanlagen E 40 der Firma Enercon

Schadensfälle an Windenergieanlagen vom Typ E 40 der Firma Enercon. Aurich (Bruch des Königszapfens als Verbindungselement Maschine/Turm) veranlassen mich zu folgender Anordnung:

Die Windenergieanlagen sind im Umkreis von 30 m unverzüglich abzusperren; an den Absperrungen sind in deutlich lesbarer und dauerhafter Schrift Hinweisschilder (mindestens DIN A 3) aufzustellen, die folgenden Text enthalten müssen:

Windenergieanlage!

Sperrbereich - Betreten verboten - !

Die unteren Bauaufsichtsbehörden haben in eigener Zuständigkeit unter Würdingung der örtlichen Verhältnisse darüber zu entscheiden, ob die Absperrungen in allen Fällen und in vollem Umfang erforderlich sind. Bei besonderer Gefahrenlagen (z. B. bei erhöhtem Verkehrsaufkommen) hat die untere Bauaufsichtsbehörde im Einzelfall zu entscheiden, ob eine Betriebsstellegung der Anlage zur Gefahrenabwehr erforderlich ist.

Bis zur Klärung der Schadensursache sind diese Maßnahmen aufrechtzuerhalten. Zum weiteren Vorgehen ergeht ein neuer Erlaß.

Ich bitte die unteren Bauaufsichtsbehörden in Kenntnis zu setzen. Über das Veranlaßte bitte ich um einen Bericht. Zur Geschäftserleichterung füge ich eine Liste der Standorte von E 40-Anlagen bei. Im Auftrag (Dahlke).


Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) Pressemitteilung vom 25. März 1999

Windkraftanlagen bleiben ein Sicherheitsrisiko

Der Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) fordert ausreichende Sicherheitsabstände zwischen Windkraftanlagen und Straßen und Wegen.

Im dringenden öffentlichen Sicherheitsinteresse müsse ein Bereich von über 300 m durch Einzäunung für die Allgemeinheit unzugänglich sein. Anlagenteile und Eisbrocken seien bis über 400 m geschleudert weit worden.

Die in Nordrhein-Westfalen durch Erlaß des Bauministeriums vom 12. März 1999 verfügte Absperrung "im Umkreis von 30 Metern" mit Beschilderung "Windenergieanlage! Sperrbereich - Betreten verboten - !" müsse mehr als verzehnfacht werden, um die öffentliche Sicherheit wieder herzustellen. Scheitere dies am Vorhandensein von Straßen und Wegen, bleibe nur die Stillegung.

Der Einbau von Sensoren in Windkraftanlagen der Fa. Enercon beseitige nicht die Gefahr durch wegfliegende Flügel, was in diesem Jahr bei sechs Herstellern vorkam.

Am 5. Februar 1999 flogen Flügelteile (AN Bonus, 1 MW) in Wilsickow im Landkreis Uckermark, Brandenburg, über dreihundert Meter weit, flog ein Flügelteil (Fuhrländer, 250 kW) bei Hachenburg im Westerwald, Rheinland-Pfalz, fast 40 Meter weit neben einen stark frequentierten Wanderweg, fiel der abgebrochen Flügel (Fabrikat Tacke, 600 kW Nennleistung) bei Burmönken im Kreis Wittmund zu Boden, zerstörte ein Blitz einen Flügel (Vestas, V 39/500) bei Wijnaldum in Holland und in Seglaberga in Halland (Schweden) flog ein Flügelteil (Vestas) über 150 Meter weit.

Auf dem Galgenberg zwischen Allstedt und Nienstedt im Kreis Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) wurden am 1. März 1999 zwei über 20 m lange Rotorblätter abgerissen und über 150 Meter weit weg geschleudert.

Am 5. Februar 1999 flog ein Flügelteil (Micon, Typ 1,5 Megawatt, Dänemark) im Windpark Renkenberge im Emsland, Niedersachsen, weg. Nachdem sich bei der baugleichen Anlage dieser Unfall im benachbarten Windpark Sustrum am 16. Februar 1999 wiederholte, wobei ein etwa 7 m langer Teil über zweihundert Meter weit geschleudert wurde, sind alle 32 Windkraftanlagen des Herstellers Micon in den beiden Windparks Sustrum und Renkenberge aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

Nachdem am 16. Januar 1999 in Rebgeshain und am 1. März 1999 in Helpershain im Vogelsbergkreis in Hessen die Generatoren von Windkraftanlagen des Auricher Herstellers Enercon vom Typ E 40 mitsamt Rotorblättern aus 63 Meter Höhe stürzten, hat der Vogelsbergkreis alle 17 baugleichen Anlagen stillgelegt, aber nach dem Einbau von Sensoren wieder in Betrieb genommen. Der benachbarte Main-Kinzig-Kreis verfuhr ähnlich

Am 9. Juni 1998 zerstörte ein Sturm über ein Drittel von über 300 Windkraftanlagen in Gujarat zwischen Ahmadabad und Bombay entlang der Saurashtra-Küste.

"Hinsichtlich der Sicherheit gibt es weder britische noch europäische Normen, nach denen Windparks oder Windturbinen auf ihre Sicherheit geprüft werden könnten." Dies schreibt Prof. M. A. Laughton, PEng., University of London, in einem im Juni 1998 dem Trade and Industry Committee, Energy Policy, vorgelegten Memorandum.

Für Rückfragen: Schriftführer Dieter Krämer, Friedrich-Ebert-Str. 13, 57577 Hamm, 02682 4354, Fax 969618. Sprecher der Regionalgruppe Mitte: Professor Dr. Lothar Hoischen, Renthof 25, 35037 Marburg, Tel./Fax 06421 66488


Ostfriesische Nachrichten, Aurich vom 26.03.99

Materialfehler ließ Königszapfen brechen (26. März 99)

wit Aurich. Der Absturz von zwei Enercon-Windenergieanlagen ist auf Materialfehler zurückzuführen. Dieses Ergebnis der umfassenden internen Untersuchungen teilte Enercon-Inhaber Aloys Wobben den ON in einem Gespräch mit. Zum einen habe dem Stahl der in beiden Fällen gebrochenen Königszapfen ein gewisser Magnesiumanteil gefehlt; außerdem seien Sandeinschlüsse festgestellt worden; beim Guß der Teile sei vermutlich Gießsand abgeplatzt  und habe sich mit dem flüssigen Stahl vermischt. Mit Königszapfen wird das sich nach oben verjüngende Bauteil bezeichnet, das gewissermaßen  die Spitze des Turmes bildet, auf der sich Kopf der Maschine mit Generator und Flügeln dreht.

 Wobben sagte weiter, weder für seine Kunden noch für sein Unternehmen seien diese Materialfehler ein schwerwiegendes Problem. Überall wo  Menschen arbeiteten, würden Fehler gemacht, das sei auch bei der Windenergie so. Wenn man jedoch bedenke, daß Enercon von der E 40 mittlerweile 1.600 Maschinen produziert habe und dagegen diese zwei Fälle halte, dann sei die Fehlerzahl enorm klein; die  Betriebssicherheit der Maschinen sei ausgesprochen hoch, die Konstruktion bewährt und die Qualitätskontrollen wohl durchdacht .

 Kein Verständnis hat Wobben für die Medien, die sein Unternehmen sofort zu einer Erklärung gedrängt hätten, statt die Untersuchungen abzuwarten. Er sei nicht bereit, solch kurzfristigem Denken genüge zu tun. Solange man die Ursache nicht kenne, könne man darüber auch nicht reden. Die Gefahr, hinterher als fahrlässiger Spekulant dazustehen sei ihm viel zu groß. Bedauerlicherweise hätten sich die Medien die Zeit des Wartens mit Spekulationen vertrieben. Das sei verwerflich und habe seine Mitarbeiter verunsichert. Der Glaube jedoch, ihn mit solchen Spekulationen von seinem Prinzip, erst zu analysieren und dann zu reden abzubringen, sei abwegig.


Fortsetzung hier



Lister unliebsamer Vorfälle
http://members.tripod.de/WilfriedHeck/unfall.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/unfall1.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/bruchl.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/gondel.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/ulrich2.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/kinzig.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/bls4.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/eis.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/pm230999.htm

http://www.jbendfeld.de/crash.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/blitz0.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/blitz2.htm

http://members.tripod.de/WilfriedHeck/blitz.htm

http://WilfriedHeck.tripod.com/feuer.htm

http://WilfriedHeck.tripod.com/eiswurf.htm 

http://WilfriedHeck.tripod.com/brand.htm

http://nature2000.tripod.com/Current/doebeln.htm

Bitte vor Verwendung wegen zwischenzeitlicher Aktualisierung bei Dieter Krämer anfragen.

10.07.2002http://WilfriedHeck.tripod.com