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Watten-Rat - Ost-Friesland
unabhängiger Naturschutz für die Küste
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Watten-Rat bei der EU-Kommission in Brüssel: Windkraft, Vogelschutz und Beschwerde gegen das Nationalparkgesetz.

Brüssel/Esens. Auf Einladung der EU-Kommission, Generaldirektion Umwelt, trug eine Delegation des Watten-Rates Ost-Friesland Details zu den eingelegten  Beschwerden gegen Windkraftstandorte in wichtigen Vogelschutzgebieten Ostfrieslands und das novellierte Nationalparkgesetz Niedersächsisches Wattenmeer in Brüssel vor.

Seit 1997 ist eine Beschwerde gegen den Windkraftstandort Wybelsum bei Emden und weitere 14 Windkraftstandorte in wichtigen europäischen Vogelschutzgebieten Ostfrieslands in Brüssel anhängig, die teilweise von der EU in ein Klageverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die  Bundesrepublik Deutschland eingearbeitet wurde. Juristen und Naturschutzexperten der Generaldirektion Umwelt hatten  Mitglieder des Watten-Rates zur Berichterstattung nach Brüssel eingeladen, um Einzelheiten über die Auswirkung von Windkraftwerken auf besonders geschützte Vogelarten der Europäischen Vogelschutzrichtlinie in wichtigen  Vogelschutzgebieten an der Küste zu erfahren.

Der Watten-Rat bemängelte, dass das Land Niedersachsen seiner Meldepflicht  von EU-Vogelschutzgebieten in ausreichender Zahl an der Küste nicht  nachgekommen sei und statt dessen den Ausbau der Windenergie in diesen  weltweit wichtigen Vogelzuggebieten politisch forciert habe.

Der Watten-Rat übergab den Mitarbeitern der Generaldirektion Umwelt  zusätzlich die umfangreiche Beschwerde gegen das novellierte Gesetz des  Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Mitglieder des Watten-Rates hatten in fünfmonatiger Arbeit  alle bereits an die EU gemeldeten  Flora-Fauna-Habitat-Gebiete und Europäischen Vogelschutzgebiete einschließlich der betroffenen Tier- und Pflanzenarten des  Nationalparks aufgelistet, die nach dem novellierten Nationalparkgesetz in  Ostfriesland nun touristischen und anderen Nutzungen zugeführt werden sollen. Die Beeinträchtigung oder Zerstörung dieser Flächen hält der Watten-Rat mit dem europäischen Naturschutzrecht für unvereinbar.

Manfred Knake, Uilke van der Meer (als Delegationsmitglieder des Watten-Rates)

Presse-Info Nr. 2/ 2001,19. Dez. 2001

20.12.2001http://WilfriedHeck.tripod.com