Make your own free website on Tripod.com
Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre FolgenPageRank Checker
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung
 regenerativer Energieträger. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit dem 'Naturstrom' 
Der ökologische Energiemix - ein Mix aus Lügen, Halbwahrheiten und Suggestionen
Wind- und Solarstromanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie können auch den  'gesetzlichen Atomausstieg' nicht beschleunigen. Jede Medaille hat zwei Seiten - hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Kommentare, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie.
Europa bei Nacht
Europa bei Nacht
... und wo ist die Sonne - die unerschöpfliche Energiequelle?
Haben Sie es schon bemerkt? Je mehr Wind- und Solarstromanlagen in unseren Landschaften umher stehen, desto dramatischer werden die täglichen Unwettermeldungen und Klima-Abnormalitäten.
Um auch in Zukunft damit weiter machen zu können, wird es auch in den Folgejahren zunehmend schlimme und von politisch gesteuerten Institutionen zuvor prophezeite Unwetterkatastrophen geben!
Es geht ums Geld und nicht um den Schutz der Natur und ihre Belange - schon gar nicht um den Klimaschutz. 
Energiewende-so-nicht.jpg
Möchten Sie mit Ihrem eAuto nur dann fahren, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint? Welche Kern- und Kohlekraftwerke wurden bisher - außer zwangsweise von der Politik abgeschaltet - durch Wind- und Solarkraftwerke ersetzt?
Kathedralen des Glaubens Kathedralen des Glaubens. Energiewende - Nein danke!
Nicht in meinem Hinterhof, nicht in unserer Landschaft, nicht in unseren Wäldern!
 

Die grüne Bewegung hat sich zu einem profitablen Geschäft...

Energiegenossenschaften in Deutschland

Naturschutz für die Küste
Rodung für Windkraftanlagen im Wald
 
31.07.2015
Was liegt näher - die 'Dekarbonisierung der Energiesysteme'
gemäß dem "Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation", wie es die Akteure des "Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU) propagieren oder die globalen Realitäten einer sich weiter entwickelnden Welt?
"Im Zentrum jeder Dekarbonisierungsstrategie muss der massive Ausbau der erneuerbaren Energien und der dafür erforderlichen Infrastruktur stehen" - flüstert der WBGU unserer Regierung ein. In dessen Hauptgutachten kommt allein das Wörtchen 'global' 1.309 mal vor. Dass es solche wissenschaftlichen Berater offenbar nur bei uns gibt, mögen die folgenden Meldungen aus einem größeren Teil des globalen Energiesystems zeigen - aus Asien.

Aus TETRA-ENERGIE
: Nachrichten aus der Energiewirtschaft in Osteuropa und Asien - Elektronischer Nachrichtendienst, Ausgabe 7, Juli 2015: Inhalt der Ausgabe:
Nord Stream und Gazprom: BASF will bei Nord Stream-Ausbau einsteigen.
Deutsche Unternehmen zunehmend abhängig von russischem Erdgas.
Russischer Ölkonzern will Mehrheit bei PCK übernehmen (Raffinerie PCK Schwedt in der Uckermark). 
OMV prüft Einstieg in Russland. (OMV - Österreichischer Erdöl- und Erdgaskonzern).
Russland bietet Europa Kooperation bei der Laufzeit-Verlängerung ihrer Kernkraftwerksblöcke an.
China beginnt mit dem Pipelinebau für Gas aus Russland.
Indien ist ein attraktiver Markt für Rosatom (Föderale Agentur für Atomenergie Russlands).
Errichtung des KKW Baltisk im Gebiet Kaliningrad soll wieder aufgenommen werden.
Rosneft wird 49 % der Anteile an der indischen Raffinerie Essar übernehmen (Rosneft - an der Börse notiertes russisches Mineralölunternehmen).
In der Slowakei sind 2 russische Druckwasserreaktoren mit je 440 MW im Bau.
Rosatom stellt seine Kompetenzen im Kraftwerksbau in Afrika vor
(Föderale Agentur für Atomenergie Russlands).

Windkraft-Branche will jetzt die Wälder verspargeln - Die WELT 22.07.2015
"Ginge es nach dem Willen vieler Klimaschützer und der Windkraft-Lobby, sollten auch bisher geschützte Mittelgebirge im großen Stil für Anlagen genutzt werden. Die Deutschen allerdings begehren auf."

30.07.2015
"Die Stromverbraucher in Deutschland
haben im vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Euro für nicht ins Netz eingespeisten Strom aus Windkraft bezahlt und damit so viel wie noch nie. Diese sogenannte Zwangsabregelung - also die Entschädigung an die Betreiber von Anlagen für regenerative Energien - fiel damit mehr als doppelt so hoch aus wie im Jahr 2013 mit knapp 44 Millionen Euro, wie das Wirtschaftsmagazin „Capital“ berichtet. Allein die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und 50Hertz, in deren Versorgungsgebieten im Norden und Osten des Landes der weitaus größte Teil der deutschen Windkraftleistung installiert ist, zahlten zusammen rund 80 Millionen Euro für nicht ins Netz eingespeisten Strom. Die Netzbetreiber erwarten eine weitere Steigerung 2015. Die sprunghaft steigenden Kosten für die Abregelung von Windrädern sind eine Folge des rasanten Ausbaus der regenerativen Energien. Entlastung versprechen sich die Netzbetreiber von den Netzausbau-Plänen." Das berichtet die Zeitung "Stuttgarter Nachrichten" vom 23. Juli 2015 in ihrer Druckausgabe.

Wie es sich in diesem Jahr mit den von EEG-Einspeisungen verursachten 'Engpasskosten' im Netz verhält, das stellt die folgende Tabelle mit den Daten der vier deutschen Übertagungsnetzbetreiber dar. 
Redispatch bezeichnet den Eingriff in den marktbasierten Fahrplan der Erzeugungseinheiten zur Verlagerung der Kraftwerkseinspeisungen, um Leitungsüberlastungen vorzubeugen (präventiver Redispatch) oder Leitungsüberlastungen zu beheben (kurativer Redispatch). Strombedingter Redispatch dient dazu, kurzfristig auftretende Netzengpässe in Leitungen und Umspannwerken zu vermeiden oder zu beseitigen. Spannungsbedingter Redispatch zielt hingegen auf die Aufrechterhaltung der Spannung im betroffenen Netzgebiet durch die zusätzliche Bereitstellung von Blindleistung ab. Redispatch-Maßnahmen können regelzonenintern und -übergreifend angewendet werden. 

Engpasskosten.png
Datenquelle: transparency.entsoe.eu/congestion-management

Redispatching: Hierbei wird der Kraftwerkseinsatz (Dispatching) entsprechend bestehender oder drohender, durch EEG-Anlagen verursachte Netzengpässe an die Anforderungen des Netzes angepasst (ständige Änderungen des vorgesehenen fossilen Kraftwerkseinsatzes). Netzengpässe entstehen, wenn innerhalb eines Netzbereiches aufgrund miserabler Planung mehr Erzeugungskapazitäten errichtet sind, als die Leitungen und Umspannanlagen weiterleiten bzw. verarbeiten können. Das Erneuerbare-'Energien-Gesetz EEG ermöglicht dies. Jeder kann entsprechend seinem Vermögen EEG-Stromerzeuger errichten, und zwar wann und wo er will. Und muss sich keine Gedanken darüber machen, was mit den vorrangig eingespeisten Strommengen passiert.
Nach Einschätzung der Übertragungsnetzbetreiber und der Bundesnetzagentur
kann in näherer Zukunft nicht davon ausgegangen werden, dass der Redispatch-Bedarf abnimmt. So ist es in diesem Zusammenhang bedeutsam, dass im Süden die Kraftwerksblöcke Irsching 4 und 5 weiterhin für Redispatchmaßnahmen zur Verfügung stehen. Daher wurde zwischen TenneT und Kraftwerksbetreibern vereinbart, dass den Gaskraftwerksblöcke Irsching 4 und 5 auf Grundlage einer Festlegung der Bundesnetzagentur auch ein jährliches Leistungsentgelt zugesichert wird.
Mit der von EEG-Kraftwerken verursachten Steigerung der Redispatchmaßnahmen begründet die Bundesnetzagentur die Notwendigkeit von Netzverstärkungen und den Netzausbau. Am stärksten betroffen sind die Netze und deren Elemente von TenneT, gefolgt von  50 HzT. Dort stehen auch die meisten Windkraftanlagen. Redispatch-Maßnahmen (Anpassungen des konventionellen Kraftwerkseinsatzes an vorrangige EEG-Einspeisungen) sind unbedingt erforderlich, um eine Verletzung des (n-1)-Kriteriums zu verhindern. Dieses Kriterium besagt, dass in einem Netz bei prognostizierten maximalen Übertragungs- und Versorgungsaufgaben die Netzsicherheit auch dann gewährleistet bleibt, wenn eine Komponente, etwa ein Transformator oder ein Stromkreis, ausfällt oder abgeschaltet wird (Sicherung der Reservevorhaltung). Das bedeutet, in diesem Fall darf es nicht zu unzulässigen Versorgungsunterbrechungen oder zur Ausweitung einer Störung kommen. Zudem muss die Spannung innerhalb der zulässigen Grenzen bleiben und die verbleibenden Betriebsmittel dürfen nicht überlastet werden.

Während im Norden Deutschlands ein Überschuss an Kraftwerksleistung - insbesondere Windkraft - vorliegt, besteht in südlichen Netzregionen ein Defizit an gesicherter Kraftwerksleistung. Das bedeutet, bei kritischen Netzsituationen ist in
 Deutschlands Süden nicht genügend Kraftwerksleistung in ausreichendem Umfang zur Durchführung von Redispatch-Maßnahmen vorhanden. Vor diesem Hintergrund mussten die Übertagungsnetzbetreiber bereits seit dem Winter 2011/2012 vertraglich zusätzliche Reservekraftwerke aus dem südlichen Ausland beschaffen.

Zwangsabregelung von Windrädern erreicht neuen Rekord - FAZ 22.07.2015

EEG: Stromkunden auf die Barrikaden! - mmnews.de 30.07.2015
 

 
18.07.2015
Die sommerliche Hitze unterm blauen Himmel lässt die Gedanken schweifen:
Wie wäre es, wenn man für die eigene Stromversorgung bloß die extreme Sonneneinstrahlung speichern könnte! Geht doch - sagt der einst langjährige Berufssoldat Wolf von Fabeck vom Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) in seiner Präsentation zur Speicherung der PV-Einspeisung ab Seite 114. Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee -  zudem technisch interessant. Aber taugt sie auch was für die große Masse der Allgemeinheit - also für die Millionen, welche sich mangels Besitztümer diesen Spass vom eigenen Dach nicht leisten können - letztlich aber für ein derartiges Vergnügen der gehobenen sozialen Klasse unserer Öko-Gesellschaft aufkommen müssen? Denn je mehr sich aus der allgemeinen Stromversorgung ausklinken - auch teilweise - desto höher steigen die Belastungen für den Rest der Gesellschaft.

Im Kern geht es hier um die Produktion und Speicherung des zu manchen Tageszeiten anfallenden Überschusses aus der solaren Stromgewinnung. Überschüsse entstehen immer dann und dort, wenn der nachgefragte Bedarf geringer als die produzierte Menge ist und wo mangels kompetenter Anlagenplanung höhere Leistungen installiert sind, als die vorhandene Netzinstallation abführen kann. Ende 2014 waren in Deutschland ~39.000 MW solar installierte Leistung registriert. Weil es noch eine Vielzahl anderer Öko-Netzeinspeiser und herkömmliche Netzeinspeiser gibt, steht das Problem des gegenseitigen Massakers an. Verlierer sind derzeit die politisch geächteten herkömmlichen Kraftwerke, welche bisher für eine verlässliche Stromversorgung standen. Aber was ist, wenn auch das gesamte Öko-Kraftwerkspotential mehr Leistung einspeisen möchte, als die Summe aller Verbraucher benötigt? Dann müssen eben nicht nur die herkömmlichen, sondern auch EEG-Potentiale abgeregelt werden. Die politische Bevorzugung besteht darin, dass im Vergleich zum EEG-Potential die Betreiber der herkömmlichen Kraftwerke bei Abregelung nicht entschädigt und daher in den Ruin getrieben werden.  

Der weitere Ausbau des EEG-Potentials ist politisch gewollt und wird seit Jahren im großen Umfang mit gesetzlich verordneten Maßnahmen gegen die Menschen und die Natur, sowie ohne Rücksicht auf die vorhandene Netzinfrastruktur durchgepeitscht. Kein Wunder, wenn es zu Problemen bei der Weiterleitung der hierbei erzeugten Ökostrommengen kommt, welche zudem nicht einmal verbraucht werden können.   

Pufferspeicherung lautet die Lösung des SFV für den solar erzeugten Überfluss. Für die Einspeisung sollen Solarstromgeneratoren maximal nur ein Drittel ihrer installierten Leistung ins Netz einspeisen und den darüber hinaus reichenden Rest in dazu bereit gestellte Pufferspeicher. Ein weiteres Milliardengeschäft für die EEG-Industrie. "Bei Einspeiseobergrenze von 30% kann die tagsüber gespeicherte Energie auch nach einem sonnigen Tag am Abend, in der Nacht und am nächsten Morgen vollständig eingespeist werden" - lautet die Argumentation.

Im folgenden Diagramm wird diese Aufgabe für die solare Einspeisung in DE ab Beginn des Jahres bis aktuell den 17.07.2015 06:45 Uhr hinterfragt. Bei einer installierten Leistung von 38.236 MW (~39.000 MW) weist das gelbe Balkendiagramm den gesamten Ertrag mit 20.894.495 MWh aus, die rote Linie die Obergrenze der Einspeisung mit 13.000 MW und das grüne Balkendiagramm den mit der SFV-Methode abgezweigten Überschuss von 2.953.679 MWh zum Abspeichern in Akkumulatoren. Die abgeregelte und unmittelbar ins Netz eingespeiste Menge (unter der roten Linie) beträgt 17.940.816 MWh.

Wendet man den SFV-Vorschlag auf die in DE installierte PV-Leistung an, dann ergibt sich ein Verhältnis von 6 : 1 aus der ins Netz eingespeisten Menge (unter der roten Linie) zur der speicherbaren Menge (in grün).

Unter dem Aspekt einer angestrebten nächtlichen Bedarfsdeckung ein sehr mageres Ergebnis, wenn man in Betracht zieht, dass ohne Speicherung selbst die gesamte solar erzeugte Strommenge nicht geeignet ist, den Bedarf eines 24 Stunden-Tages zu decken.
  
solare_Einspeisung_DE_01.01.2015-17.07.2015.png
Datenquelle: transparency.entsoe.eu - Actual Generation per Production Type
Wäre die vorgeschlagene SFV-Methode
Solar-Einspeisungsspitzen kappen -
In der PV-Anlage zwischenspeichern -
Und abends und nachts einspeisen -
bereits Realität, dann macht das obige Diagramm deutlich, dass die ersten, geringfügig speicherbaren Mengen (grün) in diesem Jahr mit großen Abständen erst nach dem 19. Februar auftreten. In der dunkleren Jahreszeit bleibt daher nur die Möglichkeit, die Speicherbatterie im Keller mittels anderen Stromerzeugern aus dem öffentlichen Netz auf Ladespannung zu halten. Die Sonne tut es offensichtlich nicht. Ein schlechtes Geschäft für angehende Solarteure mit Speicherbatterie im Keller. Damit es sich trotzdem lohnt, schlägt der SVF eine Erhöhung der Einspeisevergütung auf 40 Cent/kWh vor. Fazit: Die Energiewende gibt es offenbar nur mit umzuverteilendes Geld, aber nicht mit einer volkswirtschaftlich vernünftigen Technik.

 Sommergeschäft: Unter der Vorraussetzung Einspeisegrenzwert = 0,3 Ppeak beginnen auch im Sonnenländle Baden-Württemberg die spürbaren, zum Speichern geeigneten Einspeisephasen (grün) erst im Februar. (Ppeak = Pinstall).
solare_Einspeisung_BW_01.01.2015-17.07.2015.png
Datenquelle: transparency.entsoe.eu - Actual Generation per Production Type
 
 
13.07.2015
Die Energiewende verliert zunehmend an Attrakitivität -
nun schaltet sich auch der Bund der Steuerzahler ein.  "Heute, 11. Juli, ist der Steuerzahlergedenktag 2015. Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler arbeiten die Bürger und Betriebe seit exakt 6:14 Uhr wieder für ihr eigenes Portemonnaie. Das gesamte Einkommen, das die Steuer- und Beitragszahler vor diesem Datum erwirtschaftet haben, wurde rein rechnerisch an den Staat abgeführt. Damit liegt die volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote im Jahr 2015 bei voraussichtlich 52,4 Prozent. Von jedem verdienten Euro bleiben also nur 47,6 Cent übrig." Doch mit den Steuern allein ist es längst nicht getan.
Wie Sie mit Quasi-Steuern abkassiert werden - der Bund der Steuerzahler erläutert, wie diese Verschleierung von Abgaben dazu führt, dass die Bürger über den Umfang der Staatstätigkeit und die Abgabenbelastung nur unzureichend informiert werden. 

Zitat: "Ein weiteres Problem ist die pauschale Erhebung der Quasi-Steuern. Wie der Rundfunkbeitrag werden zum Beispiel auch die Strom­umlagen pauschal erhoben. Die individuelle Leistungsfähigkeit spielt bei der Erhebung keine Rolle. Das heißt, Menschen mit niedrigem Einkommen zahlen einen prozentual höheren Beitrag (in Bezug zum Einkommen) als Menschen, denen am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung steht. In der Folge werden einkommensschwache Menschen bzw. Haushalte im Vergleich zu einkommensstarken höher belastet."
 
10.07.2015
Wenn der Öko-Kapitalismus den Turbokapitalismus trifft -
dann gibt es beeindruckende Geschichten für das Volk. In Frankfurt/M. ging ein vom Bundesumweltministerium gefördertes und wissenschaftlich begleitetes Mehrfamilienhaus 'Aktiv-Stadthaus' in Betrieb, welches mehr Energie erzeugt, als es selber verbraucht. "Strom aus Sonne, Wärme aus dem Abwasserkanal - das 160 Meter lange und neun Meter schmale Mehrfamilienhaus in der Frankfurter Speicherstraße ist nicht nur Wohnhaus, sondern ein kleines Kraftwerk...."
Ein Wohnhaus als Kraftwerk - FAZ 08.07.2015
Und für unsere Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von der SPD hat damit die Zukunft bereits begonnen. Womit sie wohl ihre kapitalkräftige öko-soziale Oberschicht meint. Im Frankfurter Mietspiegel für Hundertausende Bewohner sind derartig geförderte Wohnungen nicht zu finden, auch die Begriffe 'Sonnenkollektor' - 'Wärmepumpe' - 'Wärme aus dem Abwasserkanal' - 'Sonnenstrom' - 'Batterie im Keller' - 'Carsharing' - 'Elektroauto' etc. haben als Ausstattungsmerkmale darin noch keinen Einzug gehalten. Sind eben alles Statussymbole der Besserverdienenden Gutmenschen in unserer Gesellschaft. Die benötigen derartige bürokratielastigen Armutsregelungen für die Masse der Bevölkerung nicht. Und kein Versorger wird ihnen mangels Geld für die Stromrechnung den zunehmend teurer werdenden Strom abstellen. Denn nur mit dem finanziellen, materiellen und energetischen Aufwand aus der Allgemeinheit unserer Gesellschaft sind "Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit kein Widerspruch" und nur so lassen sich derartige Häuser errichten und betreiben.

Wenn der Turbokapitalismus den Öko-Kapitalismus trifft - dann können gewisse Spezialisten auch mit einem karbonfaserverstärktem Solarflugzeug um die Welt fliegen und zugleich einen Weltrekord verbuchen.  
- SPIEGEL online 03.07.2015            

"Auf dem Weg zur Weltumrundung ohne Treibstoff und Schadstoffausstoss will Solar Impulse einen Beitrag zur Forschung und Innovation im Dienste der erneuerbaren Energien leisten" - lautet die Botschaft zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das vorgeschobene Ziel besteht auch darin, nach der Erprobungsphase umweltschonende Motorflugzeuge ohne Verbrauch von Brennstoff zu konstruieren. Wird möglicherweise sogar funktionieren - für jene Leute, bei denen Zeit und Geld keine Rolle spielen und die sich für ihre Visionen jeden geeigneten Finanzpartner suchen und jeden denkbaren energetischen Aufwand leisten können. Da wird sich die Verwirklichung des karbonfreien Zeitalters wohl noch etwas hinziehen müssen.

08.07.2015
"LEITET DER SUEDLINK AUCH STROM WENN DER WIND NICHT WEHT UND AUS WELCHER QUELLE WIRD ER BEZOGEN?"

"Immer wieder sieht man Grafiken in denen gezeigt wird, dass die Kernenergie durch Windenergie ersetzt werden soll. Auch in einem Vortrag auf einer Veranstaltung von Ihnen in Bad Münder habe ich das wieder gesehen. Windenergie ist volatil und Kern- oder Kohlekraft stetig. Mich interessiert wie sicher gestellt wird, dass die Stromlieferung in den Süden unablässig über den SuedLink läuft. Im Norden müssen 4 GW und im Süden 8 GW ersetzt werden. Windenergie geht aber oft auf Null zurück. Speicher stehen in diesen Größenordnungen nicht zur Debatte. Welche Kraftwerke ersetzen also bei Windstille die fehlende Windenergie in der Größenordnung von 12 GW?"
So lautet eine der Fragen, welche auf der Webseite des von unserer Regierung geförderten "Bürgerdialogs Stromnetz" wie folgt beantwortet wird:

"In der Tat müssen bei "Dunkelflaute" (kein Wind, keine Sonne) andere Kraftwerke einspringen. Zur Zeit sind dies aus Wettbewerbsgründen fast immer Kohlekraftwerke, sie können den Strom am billigsten erzeugen, weil die CO2-Kosten nicht eingepreist sind. Speicher sind deutlich teurer und werden deshalb im Moment nicht ausgelastet und es werden auch keine neuen geplant. Der Suedlink wird deshalb auch zum Transport von Kohlestrom vom Norden in den Süden nach Wegfall der Kernenergie genutzt."


Für die zahlreichen Bürgerinitiativen gibt es auf dieser Seite immerhin die Möglichkeit, beim dem von unserer Regierung initiierten Netzausbau mit seinen gewaltigen Trassen mitzureden. Zumindest besteht hier die Möglichkeit, die von der Politik immer wieder gepriesene "Transparenz" bei staatlichen Planungen und Handlungen zu überprüfen. Die obige Antwort ist eindeutig: Die sog. Südlink-Leitungen dienen nicht allein der Ableitung des Offshore-Windstromes, sondern auch dem des an der Küste mit den Kohlekraftwerken produzierten Stromes. Die Antwort offenbart zugleich den wirtschaftlichen Unfug dieser HGÜ-Trasse. Erstens gibt es für Kohlekraftwerke die genannten Wettbewerbsgründe nicht - Windstrom wird konkurrenzlos vorrangig und hoch subventioniert eingespeist - und zweitens entstehen für das in die Atmosphäre emittierte CO2 keine Kosten.  Oder wie hoch sind sie denn in Wirklichkeit, wenn man den künstlich geschaffenen CO2-Handel außer Betracht lässt? Bewusst oder unbewusst erläutert die Antwort auch, dass mit dem Bau einer superteuren Leitung der billige Kohlestrom kompensiert werden soll. Also kein wirtschaftlicher Vorteil. Zudem sollten ja auch die auf allen Ebenen politisch getriebenen Preisscharmützel des CO2-Handels nicht vergessen werden.   

Die Bedrohung der Menschheit geht nicht von dem für alles Leben unverzichtbaren CO2-Molekül aus, sondern entstammt einer ökosozialen Religion, welche die Gefahr einer drohenden Klimakatastrophe in die Welt gesetzt hat, um die Menschheit in Angst- und Panikstimmung zu versetzen und darauf eine Gutmenschen-Diktatur zu errichten. Wer die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft anstrebt und zum ultimativen Ziel erhebt, soll erst einmal erläutern, wie eine Dekarbonisierung der Nahrungsmittel funktionieren soll? Das CO2-Molekül hat weder etwas mit dem Wetter noch mit den Temperaturen dieser Erde zu tun. Dieses Spurengas in der Luft dient einzig und allein dem Prozess der Fotosynthese als Nahrungsmittel für die grünen Pflanzen.

Das kleine, mitten in Europa plazierte und dicht besiedelte Deutschland benötigt grundsätzlich keine Overlay-Leitungen, welche auf einer mit über der bisher gängigen 400 kV-Spannung funktionieren und zudem als Gleichstromleitungen nicht in das elektrotechnische Regelsystem des europäischen Wechselstromverbundes passen. Derartige Leitungen machen Sinn, wenn sie als Punkt-zu-Punkt-Verbindung hohe Leistungen über Meerengen, zu Kontinenten oder fernen Ballungszentren mit unterschiedlichen Frequenzen und Netzregelungen verbinden sollen  (HGÜ Cahora Bassa in Afrika, Pacific DC Intertie im Westen der USA, HGÜ Yunnan-Guangdong in China, Nelson-River-Bipol in Kanada etc.), siehe Wikipedia.
   

   
07.07.2015
Dr. Angela Merkel: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" -
Dieser Satz lässt sich ergänzen: Scheitert die Energiewende, dann scheitert Europa. Wenn beispielsweise fachliche Laien des "Rates für Nachhaltige Entwicklung" sich zu einem vorwiegend technischen Thema - hier die Energiewende - äußern, dann kommt dabei allenfalls politisch geprägtes Elaborat einer öko-sozial gebildeten Oberschicht heraus. Ist ja auch kein Wunder. Denn die Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung wird aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages vom Bundeskanzleramt finanziert. Der Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Prof. Dr. Günther Bachmann und studierter Landschaftsplaner versucht in seinem Beitrag nicht technisch bedeutungsvolle Fakten darzulegen, sondern in politisch korrekter Sprache die Energiewende schön zu reden.
Warum so viele Menschen die Energiewende schlechtreden - manager magazin online 06.07.2015    
"Erneuerbare Energien als angebliches Milliardengrab: Die Energiewende ist ein langfristiges Projekt mit vielen Akteuren in Unternehmen, Politik, Kommunen, Verbänden, Wissenschaft - bis hin zur Lebenswirklichkeit von uns allen als Bürger. Auf zehn Jahre erstreckt sich der vollständige Ersatz der Kernenergienutzung. In rund fünfunddreißig Jahren soll die Gewinnung von Strom vollständig erneuerbar erfolgen. Deutschland soll bis dahin (fast) klimaneutral werden." Ein naturwissenschaftlich-technisch orientierter Leser dieses Artikels erhebt Widerspruch und verbreitet in einem offenen Brief seine Entgegnung:

Sehr geehrter Herr Professor Bachmann,
im Manager-Magazin haben Sie am 06.07.2015 den Artikel "Warum so viele Menschen die Energiewende schlechtreden" veröffentlicht. Es ist sagenhaft, wie viele sachliche Fehler dieser Artikel enthält. Ihr Artikel schädigt das Ansehen des Manager-Magazins. Ich habe den Eindruck, daß durch diesen Artikel absichtlich falsch informiert werden soll, um die Fehler der Bundeskanzlerin zu überdecken.
 
Fehler 1 - "Erneuerbare Energien"
Nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik kann Energie nur umgewandelt, aber niemals erneuert werden. Die korrekte Bezeichnung von Sonne- und Windenergie ist "Unstete Energie". Selbst wenn genügend Solarzellen und Windräder vorhanden sind, können diese jeweils nur etwa 10% der erforderlichen Energie bereitstellen. Wenn es heißt, ein Windpark könne eine Kleinstadt mit Strom versorgen, dann ist diese Stromversorgung nur möglich, wenn Wind weht.
 
Fehler 2 - "Klimaneutrale Stromversorgung"
Auch Kohlekraftwerke sind "klimaneutral", weil CO2-Emissionen keine nachteilige Wirkung auf das Klima haben. Das CO2 der Luft beeinflußt das Klima, weil es die 15µm-IR-Abstrahlung der Erdoberfläche absorbiert. Diese Absorption ist jedoch längst gesättigt, wie schon der Enquete-Bericht des Bundestages 1988 feststellte. Steigt der CO2-Gehalt der Luft weiter, kann nicht noch mehr IR-Strahlung absorbiert werden, weil schon alles absorbiert wurde.
 
Fehler 3 - "Kohle hat keine Zukunft"
Das ist falsch. Der zunehmende Weltbedarf an Strom kann ohne Kohle nicht gedeckt werden.
 
Fehler 4 - "Windstrom kommt in den Süden". Er kommt eben nicht in den Süden, sondern es müssen völlig sinnlose verlustreiche  Stromleitungen gebaut werden, um Strom von der Nordsee nach Bayern zu bringen. Der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands beruhte auch darauf, daß der Strom dort erzeugt wurde, wo er gebraucht wird.
 
Fehler 5 - "Die effiziente Nutzung ist eine Energiequelle". Das ist Unsinn. Außerdem sind lange Stromleitungen alles andere als effizient.
 
Fehler 6 - "Die Energiewende wird als Milliardengrab vorgeführt". Sie wird nicht als Milliardengrab vorgeführt, sondern sie ist tatsächlich ein solches.
 
Fehler 7 - "Deutschlands Bemühung sei für das globale Weltklima ohne Belang". Keine Bemühung um Emissionssenkung ist für das Klima von Belang.
          
Fehler 8 - "Energiewende ist und bleibt ein essentieller Beitrag zum globalen Klimaschutz". "Klima" ist der statistische Mittelwert des Wetters, den man überhaupt nicht schützen kann.
 
Fehler 9 - "Es ist ein kurzsichtiger Vorwurf, dass die Regierung die Bürger mit zusätzlichen Milliarden belastet". Das ist kein kurzsichtiger Vorwurf, das ist ein Faktum.
 
Fehler 10 - "Die populistische Warnung vor dem Milliardengrab ist ein Schlechtrede-Muster". Das ist kein Muster, sondern eine sachlich fundierte Feststellung.
 
Fehler 11 - "Marktwirtschaft kann aus Kosten Nutzen machen". Nein, das kann keine Marktwirtschaft.
 
Fehler 12 - "Deutschlands Energiewende eine international beachtete Referenz". Die Energiewende wird beobachtet, aber nicht nachgemacht. 
 
Fehler 13 - "Nach der Fukushima-Katastrophe löste der Energiewende-Vorschlag einen greifbaren und neuartigen Konsens (hinsichtlich Kernenergie) aus". Zwischen Schwarz und Weiß kann es niemals einen Konsens geben.
 
Fehler 14 - "International gilt Deutschland seither als Zukunftslabor". Deutschland ist Vorreiter, aber es gibt keine Nachreiter.
 
Fehler 15 - "Energiewende sollte über Steuern finanziert werden". Das ist sozialistische Planwirtschaft pur.
 
Fehler 16 - "Das Fördergesetz für Erneuerbare Energien hat sein historisches Verdienst". Nein, das EEG ist eine Katastrophe.
 
Fehler 17 - "Das EEG hat Innovationen in die Fläche gebracht". Nein, Windräder sind nicht innovativ. 
 
Fehler 18 - "Das EEG hat für eine neue Machtbalance am Markt gesorgt". Nein, das EEG hat den Markt zerstört. 

Mit freundlichen Grüßen zivile-Nutzung-der-Kernenergie-in-Europa.png
Dr. Hans Penner 

Haben Sie es auch schon registriert?  Während in Deutschland die zivile und friedliche Nutzung der Kernenergie geächtet wird und die für die elektrische Energieversorgung leistungsfähigen Kernkraftwerke abgeschaltet werden, bemühen sich unser Außenminister Frank Steinmeier samt den Kollegen aus den UN-Vetomächten USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich um ein Abkommen, welches sicherstellen soll, dass der Iran die Kernkraft zivil nutzen kann, ohne in den Besitz einer Atombombe zu gelangen. Ist doch seltsam, oder etwa nicht?
Atomverhandlungen mit Iran - tagesschau.de 06.07.2015
"Bei den Atomverhandlungen mit dem Iran sind die entscheidenden Stunden angebrochen..."
Nun, vielleicht sind es auch 'entscheidende Stunden' für die Fortsetzung des fossilen Ölzeitalters.
Alle anderen sollen die fossilen und nuklearen Energieformen nutzen dürfen, nur DE nicht? Wo bleibt eigentlich das Geschrei der Umweltaktivisten à la Greenpeace und Co.? Ob diese Leute in einem asiatischen Land wie Russland, China, Indien, Japan etc.
auch schon schnell mal ein Kernkraftwerk entern und ihre Transparente am Kühlturm anbringen?
 
 
03.07.2014
Geld regiert die Welt -
ein uralter, bisher nicht widerlegter Satz aus der Ökonomie - und nicht das Spurengas Kohlendioxid CO2 in unserer Atmosphäre. Doch mit viel Geld wollen offensichtlich sämtliche Parteioberen von links bis rechts diesen Grundsatz umkehren und somit aus der Welt schaffen. Die Transformationsstrategie ("Welt im Wandel") des Wissenschaftlichen Beirats unserer Bundesregierung in eine karbonfreie Welt lässt grüßen. Den wohldotierten Mitgliedern des WBGU aus der gesellschaftlichen Oberschicht fehlt eigentlich nur noch der Dalai Lama als geistliches Oberhaupt. Geld hat die Welt verändert, zweifellos. Das Kohlendioxid wird es nicht tun, auch wenn weiterhin Unmengen Geld in das Klimasystem unserer Regierung reingesteckt werden - das Wetter wird weiterhin machen was es will und folglich das sich daraus entwickelnde Klima ebenso.
Klimapaket mit Milliarden-Kosten ersetzt Kohle-Abgabe - Reuters online 02.07.2015
"Das Konzept zur Umsetzung der Energiewende wird um fast zehn Milliarden Euro teurer als ursprünglich geplant..." - darf wieder Mal registriert werden. Kennen wir doch längst - derartige Sprüche als die einzig funktionierende Politik in Ökostromland DE. Frage: Wie viele CO2-Emissionen stecken in jedem des dafür erst einmal zu erwirtschaftenden Euro? Und wieder einmal eine Ankündigung darüber, nach einer Entlastung von Haushalten und Mittelstand zu suchen!   

Den Umweltkatastrophen an Land
werden jene auf See folgen, wenn erst einmal ein Öl- oder Chemietanker mit einer der vielen Windkraftanlagen kollidiert. Was in Niederbayern passiert ist, geschieht im kleineren Maßstab andauernd in ganz Deutschland und wächst sich zunehmend zum großen Maßstab aus. Die bestialisch stinkende Biogas-Gülle, die ja in vollem Umfang übrig bleibt, da nur das Methan-Gas verwertet wird und fehlt, wird auf die landwirtschaftlichen Flächen rings um die Biogas-Kraftwerke (oder sogar noch aus Holland importiert!) ausgebracht und landet deshalb beim nächsten Regenereignis in Bächen und Flüssen, weil die Flächen überhaupt nicht so viel von dem Nährstoff-Unrat aufnehmen können. Letztlich werden alle Gewässer vollends kaputt und tot gemacht.
Gülle aus Biogasanlage verseucht Fluss - Süddeutsche Zeitung 26.06.2015
Das ist grüne Politik heute! Der Wald - CO2-Verwerter und Sauerstoff-Spender wird abgeholzt - 'biologisch' werden die Gewässer landesweit zerstört und die Turbinen der kleinen 'ökologischen' Wasserkraft töten und rotten die Arten aus.
So funktioniert die Energiewende! Und für das ehrgeizige Ziel unserer Regierung sollen wir uns immer mehr und weiterhin anstrengen. Schließlich ist es laut Wirtschaftsminister Gabriel "klar, dass die Energiewende Geld koste."  
 
Zum obigen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung passend jener im Handelsblatt vom 06.03.2015:
Windräder sind Umweltzerstörung - von Wolfram Weimer
"In Deutschland sind 2014 mehr Windräder aufgestellt worden als jemals zuvor. Es ist die größte Naturzerstörung der deutschen Geschichte, denn weite Teile der Landschaft sind verspargelt. Wo bleibt das grüne Gewissen?"
 
 
02.07.2015
 Nun sollen sie gebaut werden.
Zwei neue HGÜ-Gleichstromleitungen vom Norden in den Süden Deutschlands. Nach monatelangem Widerstand hat nun auch Bayern den Weg für den weiteren Netzausbau frei gemacht - jedoch noch ohne Festlegung auf den genauen Trassenverlauf. Nun sind die Bürger dran. Die teure Erdkabelvariante soll vor Ort deren Widerstand gegen Höchstspannungsleitungen und ihren Masten verringern. Na ja, bei der Umsetzung der 'Energiewende' spielt das liebe Geld ja grundsätzlich keine Rolle. Das zeigt sich schließlich auch beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Für die Nordsee listet das Portal windguard.de bis Ende 2014 bereits 236 fertige Windkraftanlagen mit Netzeinspeisung, 251 fertige Windkraftanlagen ohne Netzeinspeisung und 186 Fundamente auf. In der Ostsee sind es 22 WKA mit, 34 WKA ohne Netzeinspeisung und 34 Fundamente ohne WKA. Typisch Öko-Deutschland: Erst die Kraftwerke errichten und danach schauen, was mit den produzierten Strommengen geschehen soll und wohin sie abfließen sollen. Für die rechnerisch zu ermittelnden, aber mangels Netzanschluss praktisch nicht durchführbar erzeugten Kilowattstunden Strom muss natürlich schon mal vorab Otto Endverbraucher bezahlen. Weil das an Land bereits vorhandene Wechselstromnetz überlastet ist und der ominöse Gleichstrom-Südlink für die Fortleitung des Offshorestromes wohl noch einige Jahre auf sich warten lassen wird, dürfen sich alle Stromverbraucher schon mal mit dem Gedanken abfinden, auch hierfür solange die Kosten für nicht produzierte Kilowattstunden bezahlen zu müssen, bis ... na ja, schaun mer mal.  
Koalition einig über zwei neue Gleichstromleitungen - FAZ 02.06.2015
Und der "CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich rundum zufrieden: „Sämtliche Monstertrassen sind vom Tisch. Das ist ein Riesenerfolg.“ darf der interessierte Leser zur Kenntnis nehmen.

Gäbe es einer dieser Trassen bereits, dann zeigt das folgende Diagramm die zu erwartende Auslastung dieser 'Nicht-Monstertrasse', generiert aus den aktuellen TenneT-Daten der Offshore-Windkrafteinspeisung aus der Nordsee. 
Auslastung-einer-zwei-Gigawattleitung.png
 Erläuterung: Um die 2 GW-Leitung nicht zu überlasten, beträgt die maximal zulässige Anzahl 400 Windkraftanlagen á 5 MW = 2 GW. Werden mehr als 400 WKA an die Leitung angeschlossen, müssen sie bei entsprechender Windstärke wegen überhöhter Leistung auf den zulässigen Wert von 2 GW abgeregelt werden.

Generell gilt: Je höher und länger sich die Auslastung einer elektrischen Übertragungsleitung ihrem Grenzwert - hier 2 GW - nähert, desto wirtschaftlicher ist ihr Betrieb. Eigentlich keine besondere Neuigkeit - eher eine Selbstverständlichkeit. Welche für das Projekt Energiewende geradezu grundsätzlich außer Kraft gesetzt wird. Denn die Auslastung einer Energie-Übertragungsleitung kann ja nicht anders sein, als die Auslastung der einspeisenden und vom Wind und Wetter abhängigen Windkraftanlagen an ihrem Anfang. Der obige Kurvenverlauf offenbart die kümmerliche prozentuale Auslastung einer 2 GW-Übertragungsleitung anhand realer Offshore-Einspeisedaten.

Beispiel: Im 1. Halbjahr 2015 gab es die 10 % Auslastung = 200 MW nur an 3.080 innerhalb der 4.380 Stunden des Halbjahres, 50 % Auslastung = 1 GW gab es nur noch innerhalb 444 Stunden während des 1.Hj. 2015. 90 % Auslastung und darüber fanden bereits mangels Wind schon nicht mehr statt (NULL Stunden). Je mehr sich die Auslastung (x-Achse des Diagramms) dem Wert von 100 % = 2 GW nähert, desto geringer die Anzahl der Volllaststunden (blaue Balken). Oder anders: Je höher die Einspeisewerte, desto seltener kommen sie vor. Aber wie schon erwähnt: Wirtschaftlichkeit spielt bei der Energiewende keine Rolle. Eine wesentlich größere Rolle spielt der Eingriff in die Natur und Landschaft samt deren nachhaltige Zerstörung, welche wie üblich als "so verträglich wie möglich" feil geboten werden.

Stete Forderungen nach Abschaltung von nuklear und fossil betriebenen Kraftwerken dürften zunehmend dazu führen, die
"Verordnung zu abschaltbaren Lasten" in den Fokus zu rücken. Abschaltbare Lasten gelten als Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit und sollen einer absinkenden Netzfrequenz entgegen wirken. Mit zunehmend weniger verlässlich steuerbaren Kraftwerken im Netz besteht diese Gefahr besonders dann, wenn beispielsweise mangels Wind und Sonne vorrangig einspeisende EEG-Kraftwerke versagen, aber die Stromnachfrage sehr hoch ist. Entsprechende Situationen finden sich besonders an trüben Tagen in der kalten Jahreszeit. Der sogenannte, vom Netzbetreiber veranlasste Lastabwurf wird mit dafür geeigneten Industriebetrieben vereinbart und ihnen zu Lasten der Endverbraucher vergütet. Abschaltbare Lasten von mindestens 50 MW finden sich vor allem in der verarbeitenden Aluminium- und Chemie-Industrie, welche gegen Vergütung kurzzeitig ihre Produktion herab fahren und so das Netz entlasten können. Der Sinn hinter dieser Verordnung: Es müssen weniger Kraftwerke ineffizient im unausgelasteten Betrieb laufen, deren Kosten ja schließlich auch auf den Stromrechnungen der Endverbraucher landen.   
 
Energiegenossenschaften-in-Deutschland.png Nun stellt sich aber verstärkt die volkswirtschaftliche Frage, wie weit sich die Nachteile von kurzzeitigen Produktionseinstellungen gegen den Vorteil einer Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit aufrechnen lassen. Diese Frage wird zudem dringlicher, je mehr chaotisch einspeisende EEG-Kraftwerke die Netz- und Systemsicherheit zunehmend beeinträchtigen. Immer noch können potentielle Betreiber nach Gutdünken und Vermögen einen Park aus Windkraft-, Solar- und Biostromanlagen in die Landschaften stellen, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen, was denn mit dem erzeugten Strom geschehen und wohin er abgeleitet werden soll. Oder was im Netz abläuft, wenn ihre Anlagen wetterbedingt ausfallen. 
Bildquelle: Wikipedia
Wäre es da nicht gerecht und sinnvoll, die Verursacher der Misere einer Frequenzabsenkung in die Verordnung zu abschaltbaren Lasten einzubeziehen? Von denen gibt es genug. Zum Beispiel die zahlreichen Energiegenossenschaften, welche zu Wind- und Schönwetterphasen von den EEG-Anlagen profitieren. Aktuell hat sich sogar eine neue Energiegenossenschaft aus 75.000 Anlegern gebildet, mit denen sich das Unternehmen Prokon verhoben hatte.   
Windenergiefirma Prokon wird Genossenschaft - Focus Money online 02.07.2015

Hilfreich und wirkungsvoll für den Fall der Frequenzstabilisation könnte die Installation einer vom Netzbetreiber veranlassten Fernsteuerung sein, welche für die erforderliche Dauer und die notwendige Lastabsenkung den EEG-Betreibern zu Hause den Strom so lange abstellt, bis der notwendige Normalzustand wieder hergestellt ist. Damit als Verursacher auch sie merken, was sie mit ihren EEG-Anlagen bewirken. Wirkungsvoll schon aus dem Grund, weil diese Maßnahme dezentral und deutschlandweit greifen würde. Natürlich ohne Vergütung, denn EEG-Profiteure sollten nicht noch mehr zu steigenden Stromrechnungen beitragen, welche bereits von hundertausenden Haushalten in prekären Situationen nicht mehr beglichen werden können und denen letztlich vom Versorger der Strom abgestellt wird.   
 
 
30.06.2015
 "Die Flaute im Offshore-Geschäft ist vorbei. Jetzt will die Industrie die Kosten drücken. Doch die Bundespolitik könnte ihnen einen Strich durch die Rechnung machen – und den Ausbau in vollem Lauf ausbremsen..."
- Handelsblatt 29.06.2015
"Das schwierige Geschäft mit Meerwindparks kommt zwar endlich auch in Deutschland in Gang – mehr als 260 Windräder drehen sich bereits in Nord- und Ostsee, bis Jahresende wird sich die Kapazität von rund einem Gigawatt auf mehr als drei Gigawatt verdreifachen..."
Anmerkung: "Bis zu 300.000 Haushalte wird der Windpark versorgen" - lautet wieder einmal die Windmühlensuggestion. Stimmt aber nur, wenn der Wind ordentlich weht. Meistens tut er das nicht, manchmal bläst er auch gar nicht. Und dann sind es bis zu NULL Haushalte, welche so ein Windpark versorgen kann.

Nun ist es auch vom Netz gegangen - das bayerische Kernkraftwerk Grafenrheinfeld für eine CO2-freie Stromerzeugung. Aber wir haben ja schon längst Ersatz - bloß an der verkehrten Stelle -  die Offshore-Windkraftwerke in der Nordsee. Mittels dem sogenannten Südlink - eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) - soll der im Norden überschüssige Windstrom nach Bayern transportiert werden. Doch dessen Fertigstellung steht noch in den Sternen. In Deutschland ist es eben zur Mode geworden, überall erst die EE-Kraftwerke zu bauen und erst danach über die Fortleitung des von ihnen erzeugten Stromes zu sinnieren. Ergo müssen die noch vorhandenen Kohlekraftwerke den Part der verlässlichen Stromversorgung übernehmen.

Lückenstrom für Bayern - TenneT-Offshore-Einspeisung 2015
Offshorestrom_fuer-Bayern.png
Datenquelle: https://transparency.entsoe.eu/generation

Wie sich der Ersatz für das bayerische Kernkraftwerk gestalten wird, lässt sich schon mal aus dem obigen Diagramm entnehmen. In diesem Jahr wurde die Mindestleistung mit Null MW immerhin schon 7 Mal zu je 15 Minuten erreicht. Elektrische Leitungssysteme müssen generell für die maximal auftretende Leistung ausgelegt werden, selbstverständlich auch die Umrichterstationen am Anfang und Ende einer HGÜ-Leitung. Nimmt man laut obiger Grafik beispielsweise die erreichte Höchstleistung von 1.795 MW als zulässige Übertragungsleistung, dann deutet sich hier mit dem erreichten Mittelwert von 456,8 MW
a) rein rechnerisch lediglich ein 35-prozentiger Ersatz für das 1.300 MW-KKW Grafenrheinfeld, wobei der Rest von 843 MW durch fossil betriebene Kraftwerke gedeckt werden muss (8 KKW stehen für die Abschaltung noch an), und
b) unmissverständlich eine miserable Auslastung der teuersten aller Leitungsvarianten an. Zudem, wenn sie auch noch in der Erde verlegt werden soll.
Gäbe es diese Leitung schon, dann wäre sie seit Beginn des Jahres gerade mal zu 25,45 % ausgelastet. Bei den anvisierten 2.000 MW pro Übertragungssystem sinkt die Auslastung schlicht auf 22,84 %.

Die Leitungstrassen des Südlink von Wilster nach Grafenrheinfeld sollen nach den bisherigen Planungen größtenteils als Freileitung mit einer Gleichspannung von ±500 kV betrieben werden und eine Übertragungsleistung von 4 Gigawatt besitzen, jeweils 2 Gigawatt pro Übertragungssystem. Das entspricht einer maximalen Einspeiseleistung von 800 Windkraftanlagen à 5 MW oder - sofern das zweite System entsprechend dem (n-1)-Kriterium als Reserveleitung dient, nur noch für 400 Windkraftanlagen á 5 MW. Um jedoch ca. 30 Mrd kWh/a nach Bayern liefern zu können, würden etwa 2.000 Offshore-Windkraftanlagen á 5 MW benötigt - es geht hier ja nicht nur um die zu übertragende Leistung sondern auch um die erforderlichen Strommengen/Jahr. Beide Faktoren sind zu berücksichtigen. Bei starken Winden ist deren Gesamtleistung aber zu hoch (2.000 x 5 MW = 10.000 MW = 10 GW), und sie müssen auf den zulässigen Übertragungswert der Leitung abgeregelt werden. Ergo müssen sie stets im wirtschaftlich unausgelasteten Fall mit ca. nur 3.000 Volllaststunden/a (bei mittelmäßigen Winden) einspeisen.   
 
Alle Planungen und Maßnahmen ändern aber nichts daran, dass es auch auf dem Meer länger anhaltende Flauten oder Windstille gibt. Mit der Folge, dass sich Bayern dann seinen Strom entweder aus dem Ausland beschaffen oder zusätzlich verlässliche Kraftwerke errichten muss. Mit der HGÜ-Leitung von der Nordsee nach Bayern nimmt ein ökonomischer Unfug im großen Stil seinen Lauf. 

Mit dezentral in Bayern verteilten Gaskraftwerken lassen sich doppelt so viele und darüber hinaus Volllaststunden erzielen, was den gesamten Süd-Link-Unfug überflüssig machen würde.  

Doch für einen Ingeniör ist nichts zu schwör! Und für jedes Problem findet sich eine Lösung. Sollte mangels Wind in der Nordsee nicht ausreichend Strom in Bayern ankommen, dafür haben wir ja gemäß Energiewirtschaftsgesetz die "Verordnung zu abschaltbaren Lasten" für Industriebetriebe, welche gegen Entgelt ihre Produktion herunterfahren und somit das Netz entlasten können. Das Entgelt bezahlt natürlich der Endverbraucher über seine Stromrechnung. NULL-Produktion gegen Bezahlung - ein famoses Geschäft, oder? Erinnert irgendwie an Betreiber, deren Windkraftanlagen bei Netzüberlastung vom Netzbetreiber herabgeregelt werden, die also keinen Strom liefern und trotzdem für die nicht gelieferten Kilowattstunden Strom vergütet werden. So funktioniert eben grüne Ökonomie in Kombination mit der größten zentralen Stromeinspeisung aller Zeiten - von Offshore - und einer damit einhergehenden massiven Landschafts- und Naturzerstörung. Und last but not least: Mit der Abschaltung von Kernkraftwerken enfällt natürlich auch die Möglichkeit aus deren Stromverkauf eine Rücklagenbildung zur späteren Entsorgung ihrer nuklearen Überbleibsel zu leisten.
 
Es gibt viele vorangehende Informationen von dieser Webseite

Dies ist eine private Webseite

copy but right! 

im Archiv
Enter text
or URL for translate
a Website in 50 languages
Alexa Certified Site Stats for http://wilfriedheck.tripod.com Webmaster
wilfriedheck.de@googlemail.com
Fax, Phone, MMS und SMS:
Rufnr. +49(0)1803551861517
Keine Haftung für die Inhalte fremder Seiten, welche mit dieser verknüpft sind. Die Seite für den GEGENWIND - fachlich, informativ, kompetent, unabhängig, nicht kommerziell, nicht gesponsort.