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Zu Eintrag Nr. 165 in das Gästebuch

Vielen Dank für die kritische Teilnahme. Ich habe aber nicht von der Energiegewinnung mittels WKA gesprochen, sondern von der verbleibenden Energie im Bereich des Windschattens. Der Windschatten beginnt am Windrad und dehnt sich dahinter aus. Das Betzsche Gesetz gilt für das Windrad in der Rotorebene und nicht für den Windschatten. Der Energieentzug des Windes in der Rotorebene errechnet sich aus der Anfangswindgeschwindigkeit v1 minus der mittleren Windgeschwindigkeit (v1+v2)/2 in der Rotorebene. W = ½ m (v1 - (v1+v2)/2))2 . Im Windschatten bzw. am Ende des Windschattens berechnet sich der Energieverlust aus der Differenz von Anfangs- minus Endgeschwindigkeit
W = ½ m (v1 - v2)2 .

Beispiel: Setzt man die Geschwindigkeit der anströmenden Luft v1 = 1 und die Geschwindigkeit der abströmenden Luft v2 = 1/3, so ist die Energiedifferenz
deltaE = 12 - (1/3)2 = 1 - 1/9 = 0,89.

89% der Bewegungsenergie des Windes werden ihm auf diese Weise entzogen.

Meine Betrachtungen gelten in der Hauptsache den Umweltfolgen und die sind entgegen vielen Behauptungen doch sehr erheblich. Der Wind hinter dem Rotor ist ein "entspannter Wind" und hat im Vergleich zu dem Wind vor dem Rotor eine höhere Affinität zur Umgebungsfeuchte und entzieht dem Boden mehr Feuchte als zuvor und trägt sie woanders hin. Der Landwirt Norbert Lentz in der Eifel hat mit seiner guten Wahrnehmung gegenüber Umweltbelangen diesbezüglich seine schlechten Erfahrungen gemacht (seine Felder trocknen aus!) und verzichtet deshalb auf WKA innerhalb seiner Ländereien. Er ist halt ein schlauer Bauer. Leider unterstützt ihn niemand mittels eines sachdienlichen lokalklimatischen Gutachtens.

Wilfried Heck

 

30.08.2001wilfriedheck.de