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Windkrafteuphorie in Deutschland

Datum aufwärts weiter
11.12.1999
..Gegenwind aus Groningen (Holland) und WKA-Sturmschäden
Weil in der Nachbarschaft von 9948 PP Termunterzijl die Gemeinde einen 50 MW Windpark errichten will, gründete sich vor ca. sechs Wochen eine Initiative dagegen. "They want to build 40 towers with a heigth of 120 meter tipheight. We started opposition because of very bad rendement, noise and destruction of our landscape" - lautet u.a. die Mitteilung. "Yesterday they stopped a windpark here due to 2 times failure with broken rotorblades. They expect that the park will be stopped until May 2000. This all happend after a retrofit costing 10 milion guilders where they replaced all the rotorblades. Now they expect the costs will be several millions again.Welkom bij de Stichting Windhoek 

Windturbines op landlocaties!! 
Nee, bedankt!


10.12.1999
..Vorrang für die Natur oder für die Windenergie?
Das "Schreiber-Gutachten"
Umweltminister Jüttner: "Der Windenergienutzung zur Gewinnung elektrischer Energie kommt im Hinblick auf die Belange der Luftreinhaltung, des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung steigende Bedeutung zu. Verglichen mit der Nutzung fossiler Energieträger und der Atomenergie hat sie den Vorteil, dass sie sich einer nahezu unerschöpflichen Energiequelle bedient und dabei im Betrieb weder Luftschadstoffe noch Abfälle oder Abwärme verursacht."
Anmerkung: Um der Windenergienutzung Vorrang und Bedeutung zu verleihen, benützen Naturstromschützer im Verein mit Politikern den Begriff "unerschöpfliche Energiequelle" für eine windige Argumentation: Im Hinblick auf ihre Dauerhaftigkeit ist die Energie des Windes bis in menschliche Ewigkeiten durchaus unerschöpflich. Im Hinblick auf ihre verfügbare Leistung vor Ort ist sie aber sehr beschränkt und kann deshalb nur additive Strom/Spannungsquellen (Generatoren) betreiben. Zusätzliche Energiequellen im Netz dienen jedoch nicht dem nebenbei propagierten Energiesparen - sie vermitteln lediglich das Bewußtsein, daß es genügend Strom gibt. Je höher die Anzahl der Generatoren (Megawatt statt Negawatt), desto größer wird auch der Verdrängungswettbewerb. Solchen wirtschaftlichen Mechanismen mußte die Natur bisher immer weichen. Nicht weichen mußte bisher - trotz über 7.000 Windräder in Deutschland - die Nutzung konventioneller Wärmekraftwerke, wie Jüttner suggeriert. Mit der Nutzung der Windenergie hat die Vogelfreiheit ein scharfe Konkurrenz bekommen. Wenn Jüttner meint "Es ist in Niedersachsen genug Raum, die Belange des Naturschutzes aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die Windkraft dynamisch weiter zu entwickeln", dann ist ersichtlich, auf welcher Seite er steht. Nicht "einfach so" haben die echten Naturschützer deswegen Beschwerde eingelegt. Dazu Jüttner wiederum: "Die Debatte, wieviele Windparks nicht hätten gebaut werden dürfen, ist müßig. Für die bereits existierenden Anlagen gebe es einen Bestandsschutz." (TAZ, Bremen 6.11.98 Nr. 5679) www.taz.de/../ra_T981106.337.html  09.12.1999. Natürlich auch für die Fehlplanungen!


09.12.1999
..Mit einem Schreiben an die Parlamentarier und an die Bundes-, Landes- und Gemeindeverwaltungen machen sich die Bürgerinitiativen gegen Windturbinen bemerkbar.

09.12.1999
..in einer dpa-meldung vom 3.12.1999 heißt es. "... Energiepolitiker aller im Parlament vertretenen Parteien - mit Ausnahme der PDS - setzten sich am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung dafür ein, die Überarbeitung des Stromeinspeisungsgesetzes in einem »fraktionsübergreifenden Konsens« zügig auf den Weg zu bringen. ...Die Unterzeichner der Erklärung sind Dietrich Austermann (CDU), Walter Hirche (FDP), Michaele Hustedt (Grüne),  Peter Ramsauer (CSU),  Hermann Scheer (SPD) und Dietmar Schütz (SPD)..."

09.12.1999
..Auf Veranlassung seines Umweltarztes und des medizinischen Dienstes wurden Ludger Schepers aus Bocholt-Hemden eine Kur für ihn und Familie wegen der Belastungen durch eine Windkraftanlage genehmigt.

09.12.1999

..Familie Gertrud und Hermann Zeiger in Bensersiel (Ostfriesland) hat eine WKA aus unter 200 m Entfernung auf Umsetzung auf über 500 m Entfernung weggeklagt. Auch dagegen klagt sie. Außerdem ist demnächst ein Termin am Landgericht Aurich wegen ihrer Schadenersatzklage aufgrund des jahrelang erlittenen Unrechts.

09.12.1999
..Mit Urteil vom 16. September 1999 Aktenzeichen A 2 S 88/98/4 A 503/95-VG Magdeburg hat das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt in Magdeburg den Vorbescheid zur Errichtung einer Windkraftanlage im förmlich festgesetzten Landschaftsschutzgebiet "Harz" für rechtswidrig erklärt. "Dem gegenüber kann sich der Kläger nicht auf vorhandene Masten und Leitungen der Stromversorgung berufen, weil diese anders als die vom ihm geplante Anlage keine besonderen Wirkungen durch Bewegung erzeugen." Gibt es da nicht eine Menge rechtswidriger Baugenehmigungen in deutschen Landschaftsschutzgebieten? "Dazu" heißt die Devise der Naturstromschützer - nicht "anstatt"!
09.12.1999

..Kommentar aus DIE RHEINPFALZ vom 4.12.1999: »Der Kampf geht weiter. Don Quichotte kämpfte erfolglos gegen Windmühlen, die Bürgerinitiativen in der Verbandgemeinde Otterberg dafür umso erfolgreicher gegen den geplanten Windpark mit 29 Windrädern. Auf diesen kurzen Nenner läßt sich die Meldung der Woche bringen. Vom Widerstand der Windkraftgegner offenbar frustriert, zog der private Investor seine Pläne zurück. Während Sancho Pansa seinem herrn meist keine große Hilfe war, könnten die vielen kleinen Sancho Pansas im Landkreis mit zum Erfolg der Bürgerinitiativen beigetragen haben: der Kreistag mit seiner Resolution, die Verbandsgemeinde Otterberg mit ihrem Widerstand, die betroffenen Ortsgemeinden, die sich ebenfalls engagierten. Für die Bürgerinitiativen ist ihr Sieg aber nur ein vorläufiger: Sie wollen weiter dafür kämpfen, dass die nach wie vor geplanten vier bis fünf Windkraftanlagen nicht aufgestellt werden. Es bleibt also spannend.« Laut BLS hat der Sprecher der BI Heiligenmoschel, Nachbardorf von Schallodenbach, Wolfgang Adam, den Behörden, falls sie WKA genehmigen, eine Schadenersatzklage von 610.000 DM angekündigt.

08.12.1999
..Die Freunde der Erde als strahlende WKA-Teilhaber?

Bürgerinitiativen gegen Windturbinen
Im Gegensatz zu den "staatlich anerkannten" Naturschutzverbänden setzen sich die echten Freunde der Erde für den Schutz und die Schonung der Landschaft ein. Die Bürgerinitiative in 19205 Vietlübbe nennt sich z.B. "Schönes Land".


05.12.1999
"..wir ziehen die Bauanträge zurück"..

Unsere Heimat wird brutal zerstört
Sieg der Pfälzer Bürgerinitiativen.


03.12.1999
..Zitat von http://ost-friesland.de/zeitung/jost02.asp vom 30.11.1999:

«Was geschieht mit ausgebrannten Windkraftanlagen?
Antwort noch offen / Betreiber will reparieren -m- Schortens.
Die Gemeinde Schortens hat einen Windpark. Darin befanden sich ursprünglich 14 Anlagen, mittlerweile sind es 16 geworden. Lücken im Gesetz machten es möglich, dass der Park noch etwas größer wurde. Jetzt beschäftigte sich der Planungs- und Verkehrsausschuss mit dem Bebauungsplan "Windpark Ostiem". Mit Hilfe dieses Planes und entsprechenden Vorschriften soll erreicht werden, dass keine weiteren Anlagen gebaut werden. BfB-Ratsherr Gerhard Schwagmeier begrüßte dies und wollte indes von der Verwaltung wissen, wie Vorschriften bei Windkraftanlagen überprüft werden. Außerdem stellte Schwagmeier die interessante Frage, was mit einer ausgebrannten Anlage geschehe? Bei Sillenstede in Hohewarf stehe eine solche Windkraftanlage. Schwagmeier sagte außerdem, dass die Entsorgung von ausgebrannten oder ausgedienten Windkraftanlagen entgegen allen Zusagen nicht geregelt sei. SPD-Ratsherr Michael Fischer befürwortete grundsätzlich den Plan, um "das Gebiet vor weiteren Anlagen zu schützen". Es mache ihn allerdings stutzig, dass die Entsorgung angeblich nicht geregelt sei. Auch Gemeindedirektor Wolfgang Schmitz konnte die Antworten nicht liefern. Der Landkreis sei dafür zuständig, so Schmitz. Beim Landkreis Friesland laufen indes die Mühlen der Prüfung. Es sei noch nicht geklärt, was im besonderen Fall der ausgebrannten Windkraftanlage bei Sillenstede passiere. Es würden die unterschiedlichen Aspekte des Baurechts geprüft. Der Kreis werde in diesem besonderen Fall die Bezirksregierung einschalten, berichtete der zuständige Dezernent. Der Betreiber indes steht auf dem Standort, dass er die defekte Anlage so schnell wie möglich reparieren will. Es gilt wahrscheinlich der Bestandsschutz. Steht eine Anlage länger als ein Jahr still, dann verfällt die ursprüngliche Baugenehmigung. Interessant ist auch für alle anderen Gemeinden: Was passiert mit defekten Einzelanlagen im Außenbereich, wenn es einen Windpark gibt?»
Anmerkung: "Das Recycling der Rotorblätter ist bei den heute überwiegend eingesetzten glasfaserverstärkten Kunststoffen noch ungelöst", vermittel Prof. Dr.-Ing. H.-J. Wagner von der Universität GH Essen, Fachbereich 12, Ökologisch verträgliche Energiewirtschaft in seiner Publikation: Emissionsminderungen durch Windenergienutzung unter Kosten-Nutzen-Erwägungen - die Sichtweise eines Ingenieurs

02.12.1999
..wie Bürgerinitiativen über Windkraft denken...

Schwindelräder
Protest aus Goldelund und Umgebung - doch das Stromeinspeisegesetz wird novelliert. Nach Informationen der WELT vom 13.11.99 sollen die privaten Verbraucher in den kommenden fünf Jahren mit einem Beitrag von 0,06 bis 0,1 Pfennig pro grüner Kilowattstunde zusätzlich belastet werden. "Damit soll unter anderem eine ausreichende langfristige Förderung von Windenergie und anderer regenerativer Energieformen sichergestellt werden." Als mögliche durchschnittliche Einspeisevergütung für Windkraft wird 17 Pfennig/kWh genannt, wobei den Betreibern diese Vergütung über einen "Zeitraum von 20 Jahren" garantiert werden soll. Die Mehrkosten sollen auf alle Stromverbraucher umgelegt werden. Das Gesetz stelle somit "ein Signal an die Finazbereiche" dar, in erneuerbare Energien zu investieren. Und wo bleibt das Signal für die erneuerbaren Landschaften? Keine Aussage gibt es, daß mit der gesetzlichen Strompreiserhöhung eventuell ein Atomausstieg finanziert werden könnte. Der wird noch extra Kosten verursachen!


30.11.1999
..haben die Japaner wieder einmal die Nase vorne? Mit der Nutzung von Methangashydraten könnten sie wohl einen erheblich höheren Gewinn einsteichen als mit der Nutzung von Solarzellen.
Energie der Zukunft
Nur mit Energieträger hoher Dichte können wir in unserem Land "zukunftsfähig" bleiben. U. a. solllten wir sie auch dafür einsetzen, die Leistung von elektrischen Verbrauchsgeräten stets weiter zu reduzieren, also der Entwicklung von Energiespartechniken. Auch das schfft Arbeitsplätze. Strategische Szenarien mit dem Pflänzchen einer dünnen Oberflächenenergie der einstrahlenden Sonne, auf tausende Hektar Landschaft verteilt und "nachhaltig" vom Staat bzw. den Verbrauchern gedüngt (oder zwangssubventioniert), dienen lediglich einer flächendeckenden Geldverteilung - keineswegs einer gesicherten Leistungsbereitstellung für die Endverbraucher. Die immer wieder ins (Wort)Spiel gebrachten solaren Energiemengen (Potentiale!) - weitflächig auf unserer Erde verteilt  - lassen sich nicht in eine brauchbare Leistung vor Ort umwandeln, es sei denn, man würde die Zeit von tausenden Jahren raffen. Dieser Vorgang erübrigt sich bei fossilen Energieträgern, dort ist es bereits geschehen. Wer Angst um die irdischen Vorräte hat und sich Sorgen über kommende Generationen macht, sollte die Energiesparlehre von Prof. Binswanger beherzigen und sich nicht auf die weithin mittels 'Kredit auf fossile Energieträger' produzierte additive Naturstromproduktion verlassen, bei der einerseits die Natur und Umwelt zusätzlichen Schaden und unsere Nachfahren noch die Zinsen zu tragen haben. Binswanger erläutert, daß bei einer Minderungsrate von bzw. 0,3% nach 3'500 Jahren sogar noch Zweidrittel der Vorräte übrig wären. Im Glauben an den Treibhauseffekt könnte dabei für manche Leute die Nutzung neu erschlossener Gasvorräte sogar noch einen angenehmen Nebeneffekt haben - global könnte es zu Lebzeiten ein paar Zehntel Grad Celsius wärmer werden.


29.11.1999
.."Wahrnehmungsgeographische Studien zur Regionalentwicklung" - ...schon mal sowas gehört?
Bildstörung
Dem Universitätsprofessor Dr. Otfried Wolfrum vom Fachbereich Landesvermessung und moderne Rechenverfahren hat man schon vorgeworfen, er solle doch "bei seinen Leisten" bleiben, als er sich mit seinen Publikationen in die Windenergienutzung einmischte. Von einer "Bildstörung" spricht ein anderer Fachmann: Universitätsprof. Dr. Jürgen Hasse - ebenfalls nicht von der elektrotechnischen Disziplin.


28.11.1999
..Windkraft: Kein Rückbau, sondern weiterer Ausbau der Leitungsnetze...auf Kosten anderer! 
Windkraftsubventionen und kein Ende!
SPD und Grüne planen Ausbau der Windkraft - auch auf Kosten von Natur, Gesundheit und Umweltbelange. Laut taz vom 26.11.1999 sollen 230 Mill. Mark für die Energieforschung ausgegeben werden. Das sind Forschungsgelder für zusätzliche Stromgewinnung, nicht für sparsamere Elektrogeräte. So hat z.B. ein 150 Watt-Kühlschrank bei einer Grundfläche von 60 x 60 cm eine Leistungsdichte von 416 W/m2. Weshalb kommen die grünen "Ökologen" eigentlich nicht einmal auf die Idee, sich mit dem vielen Geld für die Forschung zur Reduzierung von Geräteleistungen einzusetzen? So werden wir erleben, daß die Jobmaschinen der Zukunftsenergien mit ihrer geringen Leistungsdichte - abbhängig von den Windbedingungen - zwischen 150 W/m2 an der Küste und 11 W/m2 im Binnenland - weiter immer noch tausende Hektar freie Landschaften beanspruchen werden. Aber mit Strom produzieren kann man besser Geld verdienen als mit Strom sparen - oder?
26.11.1999
..Haltet das Allgäu sauber!
Mogelpackung Windkraft
Der Allgäuer, von Natur aus sparsam und bedächtig, müßte eigentlich fragen: "Was bringt uns die Windkraft? Wieviel müssen wir dafür hergeben, um für das ständige Wuff, Wuff etwas zu bekommen?"


26.11.1999
..Advent, Advent, ein Lichtlein brennt...

Idylle


25.11.1999
..WKA-Boom - aber kein Kunden-Boom: Die Berliner halten der Bewag die Treue. 95 Prozent der 1,75 Millionen Berliner Haushalte beziehen ihren Strom nach der Teilöffnung des Markts weiterhin vom Berliner Stromerzeuger. Nur 0,6 Prozent der Kunden kündigten ihre Verträge. "Zufrieden" sei die Bewag auch mit dem Absatz ihres Ökostroms ÖkoPur (39,4 Pfennig), der nur aus Solar- und Windenergie gewonnen wird, meldet www.berlin-online.de vom 24.11.99: Rund 4000 Kunden bestellten den »grünen« Strom aus Solar- und Windenergie. Das sind knapp 2,3‰ aller Haushaltskunden.

23.11.1999
..Die Wirkungsgradsteigerung von Großkraftwerken bringt mehr CO2-Einsparung als additive Strom-/Spannungsquellen im Netz. Groß-Maschinen für die Stromerzeugung haben ihren optimalen Wirkungsgrad bei Nennleistung im Dauerbetrieb. Sinn und Zweck von WKA ist jedoch, konventionell betriebene Großkraftwerke - bei Wind - in den Standby- oder Niedrig-Last-Bereich zu fahren. Damit verschlechtert sich aber wieder der vorher auf ein Optimum geförderte Wirkungsgrad konventioneller Kraftwerke. Bei großen Maschinen spielt aber nicht nur der Wirkungsgrad eine bedeutsame Rolle sondern auch deren Nutzungsgrad, also die Auslastung übers Jahr (die Vollast-Betriebsstunden, nicht die "Verfügbarkeit"). Deutschlands Windkraftanlagen hatten im Jahresschnitt 1997 nur eine Auslastung von 17,2 %, GuD-Kraftwerke können bei gezieltem Einsatz auf über 80% kommen. Aufgrund ihrer unkalkulierbaren Verfügbarkeit hat die Windkraft keine stabile Position im Energiemix und kann deshalb keinen Beitrag liefern, Abhängigkeiten von politisch unerwünschten Energieträgern zu vermindern. Im Gegenteil: Jede WKA trägt zum Erhalt und zur Verlängerung von Hochspannungsleitungen bei, welche von Naturschützern in der Vegangenheit stets kritisiert wurden.
Beanstandung
Der Bundesverband Landschaftsschutz bittet, bei der Novellierung des Stromeinspeisegesetzes doch auch das »Darmstädter Manifest« und die »Resolution der Bürgerinitiativen« zu bedenken.


22.11.1999
..Bürgerprotest in Berlin

..Geldanlage, Rendite, Finanzen...

Ob die Rendite stimmt, merken Geldanleger relativ schnell. Ob WKA aber wirklich das Klima schützen, werden die meisten erst in in vielen Jahren merken. Deshalb brauchen Politiker und Geschäftemacher sich über den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen keine Gedanken machen. WKA und ihr Strom werden vorab einfach als umweltfreundlich definiert - basta! Damit das Risiko der Geschäftemacher auf Kosten von Natur und Umwelt möglichst gering bleibt, geht das


Einspeisegesetz wieder in eine neue entscheidende Runde. Nach dem Willen der Grünen sollen alle Stromabnehmer einen Beitrag für die zustätzliche Zerstörung von deutschen Landen bezahlen. Welche Großkraftwerke und welche Hochspannungsleitungen zum Ausgleich von welchem Geld abgeschaltetet werden sollen, wird stets verschwiegen. Mittels additiven Solar- und Windkraftwerken kommen jedoch über die kostendeckende Vergütung einerseits additve Kosten und andererseits additive Landschaftsbeeinträchtigungen auf den Verbraucher zu. Ob er das wirklich will?

15.11.1999
..Während die von WKA in Norddeutschland eingespeisten Strommengen die politisch gesetzte 5%-Grenze erreichen, nimmt der Widerstand gegen die Windmonster in unseren Landschaften zu und hat mit seinen Ausläufern die Hauptstadt Berlin erreicht. Netzbetreiber wollen für neue Anlagen ab dem Jahr 2000 die Kassen für den Strom, den niemand will, zu machen. Trotzdem sucht in Pfalzdorf/Brokzetel eine Windpark-Betreibergesellschaft für 18 WKA á 1,5 MW noch den Anschluß an das Stromnetz. Standort: Pfalzdorfer Moor. "Das Gutachten der DASA falle positiv aus" (http://www2.nordwest.net/partner/rl_on _lokales_on_lok_1499.asp) - weiß man dort bereits im voraus. "700.000 Mark haben die künftigen Windmüller bereits in die vorbereitende Planung des Windparks gesteckt. Der Park wird pro Stunde eine Leistung von 27 Megawatt liefern. Sollte Enercon zum Zuge kommen, werden modifizierte Maschinen des Typs E-66 mit einem Flügel-Durchmesser von 70 Metern aufgestellt. Das ist immerhin eine Investition von 60 bis 70 Millionen Mark." Dazu wird eine "-zig Kilometer lange Leitung quer durch Aurich bis zum Umspannwerk an der Emder Straße gezogen", berichtet nordwest.net am 13.11.1999. Obwohl es Strom im Überfluß gibt, scheint das Geld für derartige Investitionen keine Rolle zu spielen. Unsere Regierung wird's schon regeln!

Resolution gegen WKA
Iris Drews, Berlin, verteilte an alle Bundestagsabgeordneten:
1. Die Resolution der Bürgerinitiativen gegen Windturbinen in Deutschland
2. Ein Schreiben des Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) mit Artikeln von Rechtsanwalt Thomas Mock, Remagen, und Professor Binswanger, St. Gallen (Schweiz).

Pressemitteilung des BLS



12.11.1999
..WKA: Nachhaltig bei der Energieproduktion oder bei der Umweltzerstörung?

Traum oder Realität
Worldwatch - eines der "renommierten" Institute in Amerika...


11.11.1999
.."Krieg ums Öl oder Frieden durch die Sonne? Die Sonne, so Franz Alt, sei eine »demokratische Energieform«, sie scheine für alle. Die Bürger dürften nicht abwarten, »dass oben etwas passiert«, sondern müssten selbst einsteigen. Die Solaranlage auf dem Dach muss schicker werden als der Mercedes in der Garage.«" Aus http://www.main-echo.de/HTML/lok/loh/2710msp_alt.html vom 27.10.1999.
Warum gibt es Krieg ums Öl? Möglicherweise, weil es in unserer Zivilisation kein freies Gut ist. Die Sonne ist für jeden frei, aber ihre Energie auf der Erdoberfläche reicht nicht für jeden aus. Sonst bräuchten wir das Öl (und andere Energieträger) nicht. Ständen uns nur solare Oberflächenenergien zur Verfügung, wären wir in hiesigen Breiten noch auf dem Kulturniveau des Neandertalers.
Bingo-Politik


10.11.1999
..Wußten Sie schon...
"Deutsche Stromerzeugungsunternehmen erfüllen in den alten Bundesländern seit Mitte der 80er Jahre bei ihren fossil befeuerten Kraftwerken die strengen Anforderungen der deutschen Großfeuerungsanlagen-Verordung. Seit Anfang der 90er Jahre werden mit gleicher Konsequenz auch die Kraftwerke der Stromerzeugungsunternehmen in den neuen Bundesländern mit Verfahren zur Rauchgasreinigung ausgestattet. Insgesamt wurden zur Rauchgasentschwefelung, NOx-Minderung und Entstaubung von den Kraftwerksbetreibern allein bei Altanlagen Investitionen in Höhe von insgesamt rund 28 Mrd. DM getätigt. Der Betrieb der Rauchgasreinigungsverfahren hat in Deutschland zu entsprechenden Stromerzeugungsmehrkosten geführt. Durch diese Maßnahmen wurden zwischen 1982 und 1996 in den alten Bundesländern die SO2- und Staub-Emissionen um mehr als 90% vermindert, die NOx-Emissionen konnten um ca. 80% reduziert werden. In den neuen Bundesländern ist die rückläufige Entwicklung gleichermaßen eindrucksvoll wie in den alten Bundesländern. Damit nimmt Deutschland in der Luftreinhaltepolitik im Weltmaßstab eine Vorreiterrolle ein. Der geleistete Entwicklungs- und Investitionsaufwand blieb bis heute ohne Beispiel. Mit Recht erheben die deutschen Kraftwerksbetreiber deshalb die Forderung, bei Fortschreibungen der EU-weiten Regelwerke zur Luftreinhaltung eine weitgehende Annäherung der Anforderungsprofile in den Mitgliedstaaten unter Beachtung der in Deutschland erzielten Minderungserfolge sicherzustellen." Zitiert aus "Energie für Deutschland: Fakten, Perspektiven und Positionen im globalen Kontext 1999".

Welcher Sinn läßt sich unter diesen Gegebenheiten tausenden in der freien Landschaft plazierten Windkraftanlagen erschließen? Mit dem Ziel, die Stromproduktion der sicher und zuverlässig einsetzbaren Kraftwerke zu übernehmen, sollen sie die getätigten Investitionen in Höhe von 28 Mrd. Mark ad absurdum (zum Widersinn) führen. Von den im oberen zweistelligen Prozentbereich liegenden Erfolgen einer deutschlandweiten konkreten Umwelt- und Kimaschutzmaßnahme (s.o). verschließen unsere grünen Windstromapologeten die Augen und hofieren lieber einem erneuten Milliardenaufwand für die im einstelligen Prozentbereich liegenden "Regenerativen". Das ist Klimaschutzpolitik in Deutschland - offensichtlich mehr dem prozentualen Selbstzweck dienend - weniger der Umwelt! Die größte und kostenkünstigste Wirkung einer CO2-Vermeidung liegt nämlich bei Maßnahmen zur Energieeinsparung und Effizienzverbesserung, insbesondere im Raumwärme- und Verkehrsbereich.



09.11.1999
..Aus UBA Presseinfo Nr. 32/99 "UBA Jahresbericht 1998"
Verkehr: Lärm ist die Achillesferse

"Lärm ist die Achillesferse des Verkehrs", ließen Bundesumweltminister Jürgen Trittin und der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge wissen. "Jeder fünfte Bürger fühlt sich in Deutschland durch den Lärm von Pkw, Lkw und Motorrädern stark belästigt. Auch Fluglärm und Schienenlärm nerven die Deutschen. Durch Lärm steigt langfristig das Risiko, an Herz-Kreislauferkrankungen zu erkranken. 16 % der Deutschen sind tagsüber einem mittleren Lärmpegel von mehr als 65 Dezibel (A) ausgesetzt. Der Wert von 65 Dezibel (A) wird zum Beispiel an stark befahrenen innerstädtischen Hauptstraßen überschritten. Ab diesem Wert steigt das Risiko deutlich an, einen Herzinfarkt zu erleiden. Hinzu kommt, daß die jährlichen Kosten, die durch Umweltlärm verursacht werden, auf mindestens 25 Milliarden Mark geschätzt werden. Das Umweltbundesamt hat fachliche Vorarbeiten für ein notwendiges umfassendes Gesamtkonzept mit dem Schwerpunkt auf der Lärmsanierung geleistet."

"Wir müssen zügig alle Möglichkeiten ausschöpfen, den Verkehrslärm drastisch zu reduzieren", forderte Troge. Den technischen Möglichkeiten der Lärmminderung direkt an den Fahrzeugen und Schallschutzmaßnahmen an Fahrwegen, wie Lärmschutzwänden, sind jedoch Grenzen gesetzt. Es kommt auch darauf an, durch verkehrsplanerische und -organisatorische Maßnahmen, wie zum Beispiel eine verstärkte Verkehrsberuhigung in Ortschaften, die Lärmbelastung zu drücken. Schließlich spielt auch das freiwillige individuelle Verhalten eine Rolle. So kann man durch eine niedertourige Fahrweise mit dem Pkw oder Motorrad viel unnötigen Lärm vermeiden."

Wie einseitig die Erklärungen der Politiker und Behördenleiter sind, zeigt sich deutlich am Beispiel der Windkraftanlagen. Einerseits möchten sie den Lärm bekämpfen, kompensieren aber gleichzeitig ihr Tun durch Maßnahmen, die den eigenen Worten zuwider laufen. Mit riesigen Windparks vor deutschen Küsten wird in 100 Meter Höhen ein Lärmteppich über das Land gelegt. Daß man sich über diesen neuartigen "Fluglärm" wenig Gedanken macht, erkennt man einfach daran, daß WKA grundsätzlich als "ökologisch" bezeichnet werden. Ob riesige Windparks keinen Einfluß auf das lokale Klima haben, welches man so sehr schützen möchte? Doch so ist es immer: Erst wird das Problem produziert, dann wird es erforscht und danach wird es bekämpft. In der Zwischenzeit müssen sich die Bürger an Gerichten damit auseinander setzen. Beispielhaft erkennt man das an den landesweit geübten ehemaligen Bachbegradigungen - deren Rückbau nun wieder mit "Renaturierung" bezeichnet wird. Ebenso an innerörtlichen Straßen, welche vielerorts wieder zurückgebaut werden. Mit den vielen Windmühlen wird es nicht anders werden. Damit schaftt man Arbeitsplätze und kurzfristige Politikerkarrieren. Der Blick über den jeweiligen lokalen Tellerrand zeigt jedoch, daß das mit den hehren Zielen des Umwelt- und Klimaschutzes nichts zu tun hat.

In Klettwitz (Oberspreewald-Lausitz) entsteht zur Zeit "Deutschlands größte Windenergie-Anlage". Hier sind es wiederum etliche Bürger, die die Fertigstellung des Projekts verhindern wollen. Weil solches nicht in den Kram von politischen Geschäftemachern paßt, werden sie meistens selbst erst einmal mittels "Gegengutachten" bekämpft und diskriminiert. "Nicht nur, dass sie bereits vor einem Jahr die «Bürgerinitiative contra Windenergie-Anlagen» gegründet haben, jetzt liegen auch zwei Klagen von Mitgliedern zur Prüfung beim Oberverwaltungsgericht Frankfurt (O.) Auf den Grundstücken von Enrico Nauert und Johann Karsten wurden die zulässigen Grenzwerte für Schall und Schattenwurf deutlich überschritten. Das belegen zwei Gutachten. Das deutsche Windenergie-Institut Wilhemshaven kam zu einer gegenteiligen Ansicht. Ebenfalls müssen Anlagen dieser Größe nach einer Empfehlung des Potsdamer Landesumweltamtes mindestens 1200 Meter Abstand zu einem Wohngebiet aufweisen. In Klettwitz sind es zum Teil nur 700 Meter". Der Unmut der Bürger richtet sich auch gegen Amtsverwaltung und Klettwitzer Gemeindevertretung, die dem Bau zustimmten: «Die versuchten, das unter den Deckel zu kehren.» Das stimme nicht - die Absicht eines solchen Projektes sei bereits seit Jahren bekannt, wehrt Gemeindevertreter Siegfried Fischer (parteilos) die Vorwürfe ab." (http://www.lr-online.de/zeitung/freitag/sen818.html). Ob der Lärm vielleicht auch grün ist - wie der Strom?

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