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Über 400 Bürgerinitiativen wehren sich
Naturstromeuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Datum aufwärts weiter
17.04.2001
..Neue Reklame für das Bier aus Jever? Dort sollen die Windmühlen 40 Meter höher als der Schloßturm werden.
»Immer mehr Jeveraner werden munter. Viele ahnen, was da auf uns zukommt, wenn da eines Tages am Stadtrand von Jever sich sechs riesige Windräder drehen. Jedes Einzelne ist 108 Meter hoch. 40 Meter höher als "Fräulein Marias berühmter jeverscher Schloßturm". Ticken wir eigentlich noch richtig? Was muten wir Jeveraner uns da für die nächsten 20 Jahre zu? Was sagt die Denkmalschutz-Behörde "Burgen und Schlösser"?
Immer mehr Leute fragen mich auch, nachdem sie meine Leserbriefe aufmerksam zur Kenntnis genommen haben, was denn aus den viel gepriesenen Vorteilen der Windenergie angesichts der großen Stadt- und Landschaftszerstörung unserer engeren Heimat zu halten ist? Sie wollen mehr wissen. Allen Interessierten empfehle ich das ausgezeichnete Buch von Prof. Dr. Ing. Otfried Wolfrum "Windkraft: Eine Alternative, die keine ist" (2001-Verlag, Frankfurt /M.). Dort werden alle Fragen beantwortet, die einem immer schon auf der Seele gelegen haben und bisher keiner beantwortet hat. Leicht verständlich von mehreren Autoren (Fachleuten) verfaßt. Sorgfältig lesen muß man es allerdings. Danach kann man klar Stellung beziehen. Machen Sie sich kundig. Werden Sie ein kritischer Bürger! Sonst fliegen eines Tages selbst die Möwen auf dem Rücken, damit sie das heulende Elend unten in Friesland nicht sehen.«
Remmer Deharde, 26441 Jever
Leserbrief in der Nordwest Zeitung vom 14.04.2001

Anmerkung: Weitere Auswahl fachwissenschaftlicher Publikationen, die sich kritisch mit verschiedenen Fragen zur Nutzung der Windenergie und ihren nachteiligen Auswirkungen beschäftigen.


17.04.2001
..Grüne Effizienz: Sind die Grünen selbst so dumm oder halten Sie ihr Volk für dumm? Das Volksblatt Würzburg berichtete u.a. am 16.04.2001 aus dem Landkreis Hassberge:
»"Mehr Arbeitsplätze, neue Firmen und weniger Kohlendioxid, das ist die Erfolgsbilanz des Erneuerbare-Energien-Gesetzes", so der Fraktionsvorsitzende Ekkehart Koser aus Gereuth von der Grünen-Kreistagsfraktion im Landkreis Haßberge bei der jüngsten Zusammenkunft. Der Bereich der Erneuerbaren Energien sei ein boomender Sektor. Firmen hätten volle Auftragsbücher. Immer mehr Menschen fänden in diesem Bereich Arbeit und die Prognosen für die kommenden Jahre seien sehr positiv. [...]
Konkret konnte Koser dies auch für den Haßbergkreis mit seinem bestehenden 1,5 Megawatt-Windrad auf dem Bretzenstein bei Ebern festmachen. Nach seinen Aussagen sei das zweite Windrad daneben "nun endlich nach massiven Störmanövern auch von den Regierung in Unterfranken positiv beschieden worden und wird noch in diesem Jahr aufgerichtet". Auch und gerade Bretzenstein II werde, so die Grünen, von einer "großartigen Akzeptanz in der Bürgerschaft des Haßbergkreises" getragen. Dies dokumentiere sich schon allein darin, dass fast alle der nahezu 80 Kommanditisten der Betreibergesellschaft direkt aus der "Sichtregion der Anlage" stammen, führte Koser weiter aus. [...]
Anlässlich einer Feier des einjährigen Geburtstages des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) in Schweinfurt mit seinen Auswirkungen auf die Region sei im übrigen vom Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell dargestellt worden, dass die derzeit erzeugten 2,5 Prozent Windstrom in Deutschland bereits jetzt 30.000 Arbeitsplätze sichergestellt hätten, die "leider", so Koser, "noch immer produzierten 30 Prozent Atomstrom dagegen auch nur 30.000 Arbeitsplätze"

Anmerkung: In beeindruckender Weise offenbaren grüne Politiker ihre Ideologie als Volksverdummung: Je weniger Strom du produzierst und je mehr Arbeitsplätze du dazu benötigst, desto besser ist das a) für die Energiewende, b) für die CO2-Einsparung und c) für den Erfolg des EEG - oder? Effizienz berechnet sich üblicherweise als Verhältnis von Ertrag zu Aufwand. Je höher der Ertrag bei gegebenem Aufwand, desto höher die Effizienz. Die obige grüne Aussage stellt mit ihrer Umkehrung einer gängigen Formel volkswirtschaftliches Wissen auf den Kopf. Propagieren güne Politiker damit neuerdings die Wirtschaftlichkeit der Stromproduktion? Und wieso wird im obigen Bericht beim Vergleich mit Arbeitsplätzen das Produkt Atomstrom herangezogen und nicht der Kohlestrom, wo doch "weniger Kohlendioxyd" in der Erfolgsbilanz hervorgehoben wird? Gibt es eine qualifizierte Untersuchung darüber, welche Arbeitsplätze CO2-intensiver sind - diejenigen in der Wind- oder die in der Atomstromproduktion? Und wie ist es mit der Energieintensität von Arbeitsplätzen? Benötigen 30.000 davon allein für sich nicht schon mehr (Primär)Energie als 2,5% Prozent Windstrom im Netz ausmachen? Unabhängig wie Leute zur Nutzung der Kernenergie stehen mögen: Wer diesen Unfug liest, dem dürfte sich erst einmal ein ganz anderes Problem stellen: Darf man solchen Rechenkünstlern eigentlich den Atomausstieg in die Hände legen?

Doch Herr Trittin und seine Hilfstruppen meinen es ernst. Während die gegenwärtige elektrische Energieversorgung mit ca. 110 GigaWatt gesamter Kraftwerksleistung überdimensioniert ist und aus Effizienzgründen runtergefahren werden soll, möchten der grüne Umweltminister und seine Sonnenblumenkinder diese vollständig durch erneuerbare Energien mit einer Gesamtleistung von 250 GigaWatt ersetzt wissen. »Das Potential erneuerbarer Energiequellen weist zwei Besonderheiten auf.« - formuliert Minister Trittin in der von ihm unterzeichneten 630 Seiten-Studie Klimaschutz durch erneuerbare Energien auf Seite 6 und wiederholt auf Seite 211. »Die insgesamt bereitstellbare Strommenge des Referenzpotentials (das ist der deutsche Stromverbrauch von 1997 - Red.) kommt zu 86% aus den fluktuierenden Quellen Wind und Strahlung; die kumulierte Nennleistung, die allerdings nicht zeitgleich auftritt, beträgt rund 250 GW.« Einerseits ist das deutlich mehr als das Doppelte der gegenwärtigen Kraftwerksleistungen und andererseits sollen alle sparsamer mit Strom umgehen. Ob sich mit solchen Effizienzprognosen unsere Nachkommen nicht die Frage stellen, doch lieber bei einer optimierten aber konventionellen Energieversorgung bleiben zu wollen?


16.04.2001
..Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Wolfgang Methling (PDS) hat sich für die Errichtung von Windkraftanlagen in der Ostsee ausgesprochen. Das Gebiet sei groß genug, um geeignete Räume zu finden, sagte Methling gestern in Bergen auf der Insel Rügen. Geeignet seien Seegebiete nördlich vor dem Darß oder in der Lübecker Bucht, ungeeignet dagegen die Oderbank in der Pommerschen Bucht. In der Ostsee sind mehrere Anlagen geplant.

Er werde sich für ein von der Bundesregierung gefördertes Pilotprojekt dieser Windkraft-Inseln einsetzen, sagte der Minister. Bei der Nutzung von Windkraft gebe es noch große Reserven. Der Naturschutzbund hatte dagegen jüngst auf die Gefahr dieser Anlagen im Zusammenhang mit dem Schiffsverkehr hingewiesen. Eine Offshore-Anlage auf der Oderbank hingegen lehnte der Minister erneut ab. dpa 06.04.2001


16.04.2001
..Brief an den Anzeiger für Harlingerland, Wittmund, zu dem Thema: Offshore-Windpark würde hinterm Horizont bleiben:
»Da hat sich die Langeooger SPD-Ratsfraktion also "informieren" lassen, ausgerechnet bei Enercon in Aurich. Und nun machen Windparks auch gar keine Probleme mehr, wenn sie auf See entstehen. Hauptsache, die Riesenpropeller sind nicht mehr zu sehen, wenn man den Touris den unverbauten Horizont vorgaukelt.

Ob damit die Schiffssicherheit gefährdet wird oder die Meeressäuger oder Zugvögel Probleme bekommen. Egal, aus den Augen, aus dem Sinn. Man kann damit ja auch "die gleiche Menge Strom erzeugen wie ein Atomkraftwerk", sagt man. Nur das Wort "rechnerisch" wird dabei immer vergessen. Alle Windkraft-Betreiber gehen stets von der installierten Leistung aus und gaukeln damit unglaubliche Leistungen vor. Die installierte Leistung liefert weder ein konventionelles Kraftwerk noch ein Atomkraftwerk, weil es da den berühmten Wirkungsgrad gibt, und der bedeutet auch Leistungsverluste. An meinem Fahrrad habe ich auch drei Watt mit meinem Dynamo installiert, der leistet zur Zeit gar nichts, weil der Drahtesel im Stall steht und auf besseres Wetter wartet. Bei der Windkraft ist das, was rauskommt, im Schnitt weniger als ein Drittel der installierten Leistung, also das, was auf der Anlage draufsteht. Der Wind ist eine unzuverlässige Braut, die mal zu stark, mal zu schwach und manchmal gar nicht weht. Störanfällig sind die Dinger auch, dann stehen sie lange still. Und mit "Alternativen" zur Atomkraft mobilisiert man höchsten die Emotionen der Zeitungs-Überschriftenleser. Die einzige Alternative zur Atomkraft ist keine Atomkraft, aber nicht die lächerliche Leistung der Standriesen und Leistungszwerge, genannt Windkraftanlagen.

Die lassen sich politisch und ideologisch, weil weithin sichtbar, als "Energiewende" verkaufen. Alle 9.000 WKA in Deutschland leisten rechnerisch 2% der Stromerzeugung in der Republik, gesamtenergetisch ist die Leistung also so klein, das sie sich statistisch kaum darstellen lässt. Die immer wieder hochgejubelte angebliche CO2-Ersparnis ist daher kaum messbar und global gesehen nicht darstellbar. Diese "Leistung" könnte durch volkswirtschaftlich sinnvollere  Verbesserung der herkömmlichen Kraftwerkstechnik und wirkungsvolle Stromeinsparungen leicht aufgefangen werden. Stattdessen werden gewaltige Summen aus der staatlich garantierten Einspeisevergütung für WKA, aus Steuergeldern bezahlt, in die privaten Taschen der Windkraftbetreiber und Renditejäger umgeleitet, volkswirtschaftlich gesehen ein Skandal. "Gelddruckmaschinen" werden die Windspargel dehalb ja auch schon gennant. Die wirklich gute Nachricht ist, dass der Energieerzeuger EON im letzten Jahr angekündigt hat, mindestens 10.000 MW Kraftwerksleistung vom Netz zu nehmen, wegen der Überkapazitäten im Stromgeschäft. Das heißt konkret: Kraftwerke abschalten, Verbrennung stoppen. Da fragt man sich, wem die Windkraft eigentlich nützt. Und das können nur die Subventionsabzocker sein. Manfred Knake


16.04.2001
..Vor einigen Jahren beklagte die IHK Ostfriesland und Papenburg noch den öffentlichden Ausbau der Windenergie wegen der Gefährdung des Tourismus. Nun heult sie, nach heftigem Druck, mit den Wölfen die genau entgegengesetzte Melodie - indem sie den Richterspruch des Europäischen Gerichtshofes zum deutschen Stromeinspeisungsgesetz begrüßt - schreibt Manfred Knake. Die Ostfriesen Zeitung vom 14.3.2001 berichtete: »Der Richterspruch sei zwar erwartet worden. Dennoch habe das Verfahren wie ein "Damoklesschwert im Nebel" über der Branche geschwebt, die im IHK-Bezirk in den vergangenen Jahren ein mehr als bedeutender Wirtschaftszweig geworden ist. In Ostfriesland und Papenburg drehen sich mittlerweile 713 Windräder, die eine Leistung von 458 Megawatt produzieren. Das entspricht 44 Prozent der in der Region  verbrauchten Jahresmenge Strom.

Windkraft und andere regenerative Energien sorgten zwar für steigende Strompreise. "Das trifft sicherlich die Verbraucher, zu der auch die Unternehmen zählen", sagt Amelsbarg. Doch die Vorteile für Hersteller, Zulieferer und Betreiber von Windkraftanlagen überwögen "ohne Wenn und Aber". Ohne diesen Entscheidung hätte auch Klaus van Ahrens aus Emden Konkurs anmelden können. Der Geschäftsführer des Windparks Wybelsumer Polder GmbH, einem der größten Windparks in Europa, glaubt dabei, dass
Windenergie in Ostfriesland auch den Tourismus beflügeln werde. So könnte sich beispielsweise die Stadt Emden im Sinne des sanften Tourismus als Mekka für regenerative Energieversorgung in Europa vermarkten.«

Anmerkung: Der oben erwähnte WP-Wybelsum-Betreiber Ahrends kann nun weitermachen, obwohl dieselbe EU auch gegen seinen Windpark am Dollartwatt ein Klageverfahren beim EuGH vorbereitet (und gegen 14 weitere Wind"parks" in Ostfriesland). Verkehrte Welt, die Presse hat vergessen, worüber sie noch vor kurzer Zeit berichtete. Manfred Knake


16.04.2001
..Wehrhaft gegen Windkraft: Der Sylter Ort Kampen wehrt sich gegen einen geplanten Windpark auf der Nordsee 30 Kilometer vor der Insel. Die mehr als 100 Meter hohen Windkraftanlagen verfremdeten das Landschaftsbild und gefährdeten den Schiffsverkehr, steht in einem offenen Brief der Bürgermeisterin Ruth Sönksen an den Landschaftszweckverband. Die Gemeinde erwarte, dass alle Sylter Kommunen die Windkraftanlagen geschlossen ablehnten. Sönksen sprach von "hoch subventionierter Umweltzerstörung". Die Anlagen verstellten den Blick übers Meer, störten das Walschutzgebiet und beeinträchtigten den Nationalpark Wattenmeer mit Seekabeln. Hamburger Abendblatt vom 1.3.2001
16.04.2001
..Der Windkraftanlagenbauer Enercon aus Aurich plant, das größte Windrad der Welt zu bauen. Die Forschungsabteilung hat in den vergangenen Monaten verstärkt an der E-112 gearbeitet, die mit einem Rotordurchmesser von 112 Metern jährlich eine Leistung von mindestens 4,5 Megawatt Strom ernten soll....Enercon will zwei Prototypen der E-112 möglichst bis Ende diesen Jahres aufstellen. Zu den möglichen Standorten zählt nach Angaben von Enercon-Chef Aloys Wobben neben Magdeburg auch Wilhelmshaven. Wobben lässt die rund 56 Meter langen Flügel in Lemwerder bauen, weil die bisherige Zusammenarbeit mit Abeking & Rasmusen gute Ergebnisse gebracht habe... berichtete die Ostfriesen Zeitung am 16.3.2001.
Anmerkung: Ein Rotorkreis mit diesem Durchmesser überstreicht eine Fläche von 9.852 Quadratmeter. 10.000 Quadratmeter = 1 Hektar. Diese Fläche wird dem freien Blick des Menschen und dem freien Flug der Vögel entzogen. wh
16.04.2001
..Grüne Wende - Verlierer Natur
Die bundesdeutsche Umweltpolitik hatte im Osten rasch durchschlagenden Erfolg – Tier-und Pflanzenarten gehen teils dramatisch zurück. Die zuständigen Ministerien sehen keinen Handlungsbedarf – trotz ostdeutscher Naturschützerproteste....hier weiter lesen...
14.04.2001
..Wie schwer oder wie leicht ist es für eine Regionalzeitung, unterschiedliche Meinungen darzustellen? Sind Redaktionen frei von Ideologien, Prioritäten, wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten? Kaum. Aber wieviele Zeitungen hat ein Normal-Leser zur Auswahl? Und wieviel kann eine Zeitung über ein "Öko"-Thema unterdrücken, welches von den wichtigsten Naturschutzverbänden an der Küste kontrovers diskutiert wird?

Volksverdummung zu Ostern


14.04.2001
..Die moderne Klimadiskussion spielt sich auf metaphysisch-psychologischer, auf politisch-ideologischer Ebene ab. Ohne Medien mit ihren modernen Kommunikationstechniken wäre sie garnicht möglich.

Das Wort zu Ostern


14.04.2001
..Architektur- & Ingenieur-Büro Konrad Fischer,
Hauptstr. 50
D-96272 Hochstadt/Main
Tel.: 09574 - 3011 Mobil: 0170 - 7351557 Fax: 09574 - 4960

Infos über
Altbau & Denkmalpflege

und Infos über 
Umwelt, Klima, Energie

sendet den Ostergruß
gezeichnet von Praktikant Sergej Nowokschonow

13.04.2001
..Wie kann man mit dem "Atomausstieg" Geld verdienen - könnten sich clevere Geschäftsleute fragen? Mit 220 Volt von Greenpeace! Doch warum soll man den Stromlieferanten wechseln? Über die Zuverlässigkeit des "Naturstroms" gibt es ja keine konkreten Aussagen. Strom aus Wasserkraftwerken ist schon immer im Netz, wird von den Naturstromhändlern nun gesondert aufgekauft, um "ökologisch" noch teurer weiterverkauft zu werden. Woher kommt aber der Solarstrom bei längeren Regenperioden oder während der Nacht und woher der Windstrom bei Flaute? Was passiert, wenn die Nachfrage nach Naturstrom wider Erwarten die Leistung von installierten Solar- und Windstromanlagen überschreitet?

Meister der Suggestion
Je länger der Atomausstieg, desto länger hält das Geschäft


12.04.2001
..Mehrheit gegen Windkraft bei Scharnhorst. Die Windkraftgegner in Eschede, Scharnhorst und Habighorst können offenbar aufatmen. Für einen Windpark auf dem Scharnhorster Berg scheint es auf der Samtgemeindeebene keine Mehrheit zu geben. Der Samtgemeindeausschuß und der Samtgemeindeverband der CDU, die im Rat die Mehrheit vertritt, beschlossen den Windpark abzulehnen. Der CDU-Vorsitzende Hubertus Böhmann betonte, Windräder auf dem Scharnhorster Berg wären für rund zwei Drittel der Menschen in der Samgemeinde sichtbar und damit eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität - berichtet die Cellesche Zeitung vom 31.03.2001.
11.04.2001
..Windkraft und Landschaftsschutz. »Alle großen Naturschutz- und Umweltverbände haben immer die ökologischen Vorzüge der Windkraft betont. BUND, NABU, WWF, Greenpeace und Robin Wood setzen sich für den weiteren umweltgerechten Ausbau der Windkraft und anderer erneuerbaren Energien ein. Es gibt aber auch Einwände wie: Windkrafträder würden das Landschaftbild zu stark verändern oder Zugvögel gefährden. Letzteres ist in der Praxis nirgends beobachtet worden.

Bei einer jährlichen Stromerzeugung von ca. 150 Milliarden Kilowattstunden hat die deutsche Braunkohle derzeit einen Flächenbedarf von rund 700 qkm. Für die gleiche Strommenge würden Windkraftanlagen nur 15 Prozent (105 qkm) durch Betonfundamente versiegeln. Die Flächen unter den Anlagen können auch weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Trotz dieses geringen Flächenbedarfs stellt aber jede Anlage auch einen Eingriff in die Landschaft dar. Um diese Eingriffe auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, legen die Betreibergesellschaften bei der Wahl der Standorte großen Wert auf die ästhetische Wirkung und eine möglichst natürliche Integration in die unmittelbare Umgebung. Maßnahmen wie z. B. das Anpflanzen spezieller Hecken zur Wiedersansiedelung seltener Tier- und Planzenarten werden oft noch zusätzlich als ergänzender Ausgleich für die landschaftlichen Veränderungen ergriffen«

Sehen Sie hier die Realität der großen Naturschutzverbände - Weltmeister im Wegsehen und Mitgliedertäuschung.

Nebenstehendes Zitat und Abbildung aus:
UMWELT DIREKT, Rhein-Neckar-Magazin
mit BUND/NABU/VCD/ADFC/ÖKOSTADT-Seiten
Januar 2001


11.04.2001
..Die Meldung des Handelsblattes vom 5. April 2001, „Klimastreit zwischen EU und USA eskaliert“, lässt ahnen, wie tief die Gräben zwischen den Vereinigten Staaten und Europa geworden sind. Auslösender Faktor war die Ankündigung des US-Präsidenten George W. Bush, dass die USA das Klimaschutz-Protokoll von Kyoto nicht ratifizieren werden. In diesem hatten im Dezember 1997 die USA unter Bill Clinton noch ihre Bereitschaft erklärt, die „Treibhausgas-Emissionen“ um 7 Prozent reduzieren zu wollen...

Wolfgang Thüne's »bescheidener Beitrag« zu dem weltpolitisch hochbrisanten Scheinproblem „Klimaschutz“. Wer gegen die Windkrafthysterie ist, muß zuerst gegen die Klimakatastrophenhysterie kämpfen.


11.04.2001
..Europas Blamage beim Klimaschutz. Der amerikanische Präsident George W. Bush legt keinen Wert auf das Kyoto-Protokoll und ist u.a. der Ansicht, daß sich die Wissenschaftler über die Treibhausthese nicht einig sind. Das ist eine Seite der Politik. Die andere könnte sich zu einer der größten Blamagen für die ideologisierten Institutionen und Verfechter des Klimaschutzes herauskristallisieren: Präsident Bush möchte das international vereinbarte "Klimaschutzziel" nicht über verhandelbare "CO2-Quoten" sondern über Energiesparmaßnahmen erreichen. Viele Amerikaner gehen zu sorglos mit Energie um.

In Europa, vornehmlich in Deutschland soll das Klimaschutzziel u.a. durch "Erneuerbare Energien" erreicht werden. Gesetzliche Maßnahme: Das "Erneuerbare-Energien-Gesetz" (EEG). Abertausende EEG-Einspeiser in das von konventionellen Kraftwerken gestützte Netz sind aber keine Strom-Sparmaschinen, sondern Strom-Produzenten. Je nach Standort im Netz, können sie entweder nur konventionellen Strom zeitlich verdrängen oder zusätzlichen produzieren. Stromverdrängung findet bei Kraftwerksparallelbetrieb in Hochspannungsnetzen statt, jedoch keine Kraftwerkssubstitution. Der extensive Ausbau der Windkraft führt eher zur Unwirtschaftlichkeit von Kohlekraftwerken in der Mittellast und deren Schließung - bei einer damit einhergehenden Erhöhung der Bedeutung von Kernkraftwerken zur Kompensation der elektrisch negativen Windstrom-Lasten. Auf diese Weise lassen sich zwar CO2 reduzieren und Arbeitsplätze abbauen, aber weder die "Energiewende" noch der gewünschte Atomausstieg erzielen.

Im Mittelspannungsnetz kommt es auf den Standort an: Speist eine WKA unmittelbar auf die Sammelschiene des Regeltransformators im Umspannwerk, dann kann dieser entsprechend reagieren und das zugeordnete Kraftwerk um den entsprechenden Leistungsbeitrag der WKA zurückfahren. Bei Einspeisung auf einem Mittelspannungs-Netzausläufer fern ab des Regeltransformators (Netzparallelbetrieb) kommt es zu zusätzlichen Stromproduktionen, weniger zu substituierenden.

Solarstromerzeuger des deutschen 100.000-Dächer-Programms sind im Niederspannungsnetz grundsätzlich additive Einspeiser, welche auf die mächtigen regionalen/lokalen Regeltransformatoren in Umspannwerken keinen Einfluß ausüben. Der relativ geringe Leistungsbeitrag von Solarzellen wird entweder vom Einspeiser selbst oder dessen unmittelbaren Nachbarn als zusätzlicher Stromverbrauch mittels Verbrauchzähler vom zuständigen Netzbetreiber registriert und abgerechnet, ohne daß davon Betroffene etwas bemerken. Auch von einer angeblich daraus resultierenden CO2-Reduktion samt vermiedener Klimakatastrophe bemerkt niemand etwas - sie wird erst garnicht gemessen. Um den Markt für dieses energetische Täuschungsprogramm mit dem eigentlichen Ziel einer wirtschaftlichen Prosperität der Solarzellenproduktion anzureizen, werden private und neuerdings auch gewerbliche Interessenten mit einer Vergütung von 0,99 DM/kWh belohnt - entnommen aus dem Pool des allgemeinen Strompreisaukommens.

Sinn und Zweck des EEG ist die Ankurbelung der Wirtschaft und Schaffung von Arbeitsplätzen, prospektiert aus gewaltigen Finanzpotentialen, zwangsweise erschlossen aus der Bevölkerung als Endabnehmer von elektrischer Energie und eingetrieben über die Stromrechnung. Das hehre Ziel: Energiewende in einem "klimageschützten" solaren Zeitalter auf der nördlichen Halbkugel - zwischen dem 45. und 55. Breitengrad. Die gewünschte Realität: Erschließung von Beschäftigungspotential und Arbeitsplätzen. Doch zusätzliche Arbeitsplätze, Dienstleistungen und Produktionen dienen weder dem Energie- noch dem CO2-Sparen. Nur Nichtstun spart Energie und CO2. Tot sein vermeidet dies vollständig.

Bereits jede körperliche Bewegung steigert durch physiologische Verbrennung den anthropogen verursachten CO2-Ausstoß. Und mit der Schreibtischlampe am Arbeitsplatz, dem Computer, allen elektrisch betriebenen Geräten und Maschinen in Büros und Fabriken, dem täglichen Weg zur Arbeit und vieles mehr wird der Energie- und CO2-Umsatz zusätzlich angeheizt. Sinkende Arbeitslosenzahlen mögen Freude bei Betroffenen und Politikern schaffen, korrelieren aber im umgekehrten Sinn mit CO2-Reduktionen, Energieverbrauch und fiskalischen Umsatzzahlen. Die steigen. An diesem Punkt manifestiert sich die CO2-Treibhaus-These als grandiose Ideologie. Wind- und Solarkraft sind unselbständige und ökonomisch ineffiziente Wirtschaftsfaktoren und müssen deshalb durch bundesweite Umlage von der Allgemeinheit getragen werden. Windstärkenkataster und Effizienz von Solarstrahlungen sind Ingenieuren und Naturwissenschaftlern seit langem bekannt. Wären sie in unseren Breiten sinnvoll nutzbar, dann wären sie in unserer Zivilisation längst Bestandteil unserer Energieversorgung. Nun haftet ihnen bei einem Ideologiewandel die ständige Gefahr der Eliminierung aus dem wirtschaftlichen Geschehen an. Präsident Bush ist das leibhaftige Beispiel für einen Ideologiewandel. Denn Wirtschaftswachstum ohne gesicherte Stromversorgung gibt es nicht. Gibt es zu wenige Kraftwerke für eine stabile Netzspannung, dann funktionieren auch die Wind- und Solarstromanlagen nicht. Aufgrund ihrer Unbeständigkeit können sie nämlich keine Netzspannung aufbauen und halten. Mit bezirksweise "rollierenden" Strompausen spürt das Sonnenland Kalifornien dies inzwischen täglich.

Immer wieder auftauchende und durchaus nützliche Studien über Beschäftigung und Umweltschutz mögen die volkwirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Umweltverhaltens unterstreichen, sie geben aber keine diskrete Auskuft über damit einhergehende CO2-Reduktionen und Energieeinsparungen im Hinblick auf eine ökologische Energiewende und den Klimaschutz. Steigende Arbeitsplatzzahlen bedeuten grundsätzlich eine Steigerung des CO2-Ausstosses und eine Zunahme des Energieverbrauchs. Weil es keine direkte Kontrolle über die von EEG-Anlagen produzierten Kilowattstunden mit den bei Verbrauchern genutzten Kilowattstunden gibt, kann man auch nicht davon ausgehen, daß Solar- oder Windstromanlagen den Energie- und CO2-Aufwand für ihre Herstellung durch Substitution anderer Energieträger wieder reinholen. Energie-Verbrauchsstatistiken zeigen nämlich weiterhin insgesamt nach oben.

VDEW berichtete am 26.03.2001: "Die Stromversorger in der Europäischen Union (EU) steigerten im Jahr 2000 die Produktion ihrer Kernkraftwerke um zwei Prozent auf rund 828 (1999: 811) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Das war rund ein Drittel der gesamten Netto-Stromproduktion im EU-Strommarkt, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach ersten Erhebungen."

Die TAZ-Druckausgabe vom 05.04.2001 berichtet von einer nicht näher genannten Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftswachstum (DIW), nach der aufgrund der Ökosteuer von einem Zuwachs von bis zu 250.000 Jobs bis 2010 zu rechnen sei. Die Zeitung berichtet dagegen nicht, ob dies ökoeffiziente, energieeffiziente und klimaeffiziente Jobs sind, welche die Ökosteuer aufgrund sinkender Lohnnebenkosten hervorbringen wird. Ob es überhaupt Untersuchungen und Auflistungen über Arbeitsplätze anhand solcher Kriterien gibt? In öffentlichen Arbeitsplatzstatistiken sind mir derartige Unterscheidungen bisher nicht aufgefallen. wh


11.04.2001
..Windenergie soll noch stärker genutzt werden
Trotz zahlreicher Proteste, besonders in der Uckermark, will die Landesregierung die Windenergie künftig noch stärker nutzen. Negative Folgen für den Tourismus durch Windräder seien bisher nicht bekannt, teilte Umweltminister Wolfgang Birthler (SPD) in Potsdam mit. Daher gebe es keinerlei Anlass für Korrekturen. In der Uckermark sind nach Angaben des Ministers durch die Nutzung von Windenergie schon etwa 100 dauerhafte Arbeitsplätze entstanden. Nach Angaben des SPD-Abgeordneten Karsten Wiebke protestieren in der Region 17 verschiedene Bürgerinitiativen gegen die wachsende Zahl von Windkraftanlagen. (dpa)
09.04.2001
..Markt und grüne Moral: Der grüne Umweltminister Trittin, Außenminister Fischer hofieren, umwerben derzeit brasilianische Regierungsvertreter – vom Staatschef bis zum Umweltminister – damit Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner in der Dritten Welt möglichst kräftig ins Windkraftgeschäft einsteigt, deutschen Produzenten möglichst viele Anlagen abkauft. Die Marktchancen werden als enorm eingeschätzt. Einst warb SPD-Kanzler Schmidt bei den Militärdiktatoren für deutsche Siemens-Atomkraftwerke – eins ist fertig, das zweite im Bau – jetzt macht Trittin PR für Windkraftprojekte an der brasilianischen Atlantikküste. Wieder ist Siemens dabei, außerdem Enercon. Die Auricher Firma von Aloys Wobben, dem Bundespräsident Rau letzten Oktober den höchstdotierten Umweltpreis Europas überreichte, gilt bereits als deutscher Marktführer in dem Tropenland, stellte im Nordosten schon zwanzig E-40-Windkraftwerke auf... weiter lesen...
09.04.2001
..Einstimmig hat der Rat der Stadt Rahden am Donnerstag die Veränderungssperre für den Bereich "Vorranggebiet Fledderbruch/Mühlensteg" in Varl erlassen. Damit schloss sich der Rat der Empfehlung des Bauausschusses an, der sich ebenfalls einstimmig für die Veränderungssperre ausgesprochen hatte. Für den Windkraftbetreiber WATT GmbH aus Trier bedeutet das, dass in den kommenden zwei Jahren keine Windkraftanlagen errichtet werden können. Weiter lesen ...


09.04.2001
..Windkraftanlage wird nicht gebaut
Nach wochenlangen Diskussionen in Besigheim (Kreis Ludwigsburg) hat der Technische Ausschuss des Gemeinderats das Baugesuch für eine Windkraftanlage auf dem Husarenhof abgelehnt. Zahlreiche Gründe hätten zur Ablehnung des Baugesuchs geführt. Bedenken des Natur- und Landschaftsschutzes, ebenso die Richtlinien des Regionalplans, der wegen eines vorhandenen Grünzugs eine Bebauung ausschliesse. Außerdem sei das Windpotenzial an dem Standort zu gering, um wirtschaftlich Energie zu produzieren. Die Einwohner des Husarenhofes hatten mit einer Unterschriftenaktion gegen das Projekt protestiert. Aus Stuttgarter Zeitung vom 7.4.2001
08.04.2001
..Von der Antwort der Landesregierung werden wir unser weiteres Vorgehen beim Thema Windenergie abhängig machen. In bin klar der Auffassung, daß eine Nutzung der Windkraft verantwortungsvoll erfolgen muß, also dem Schutzbedürfnis der Menschen, Natur und Umwelt Rechnung tragen muß. Wenn wir diese nachhaltige Nutzung der Windenergie nicht hinbekommen, wird sie in NRW keine dauerhafte Akzeptanz und letztlich keine Zukunft haben...
22 Fragen zur Nutzung der Windenergie
von Dr. Jürgen Rüttgers


08.04.2001
..Solange es eine Fülle von Möglichkeiten gibt, Energie zu sparen, bestehende Kraftwerke rationeller zu nutzen und...
Bürgeransichten
07.04.2001
..Hügelland in Rheinhessen-Pfalz: Zwischen Rhein und Donnersberg. Neue Webseite eines wachsenden Widerstandes gegen unökologische und unökonomische Energieerzeugung...
07.04.2001
..Grundstücksbesitzer sind verantwortlich für ihre Ländereien! »Man fürchtet nicht nur um das optische Bild. Viel mehr mache der Umgang mit den Anlagen nach Ablauf der Betriebsdauer Sorgen, bekennt der Bürgermeister. Es gibt zwar in den Verträgen Punkte dazu, die aber letztlich ohne Wert wären, wenn es die Firma dann gar nicht mehr gibt. Das Risiko, gigantische Betonmasten in der Landschaft stehen zu haben, wolle die Stadt nicht eingehen. „Auch nicht für den Preis der 5.000-Mark-Pauschalen, die uns für jede Anlage in Aussicht gestellt wurden, und zugesagter späterer Steuereinnahmen“, so Schulz. So sehr die Stadt mit ihrem defizitären Haushalt das Geld auch brauchen könnte, mit Hilfe der Windradgiganten aus Beton und Stahl will man die Stadtkasse nicht aufbessern.« http://www.moz.de online vom 06.04.2001 in einem Bericht über Seelow (Märkisch-Oderland).
06.04.2001
..Öko-Märchen: Wußten Sie schon, daß im Kreis Kleve am Niederrhein der Wind 12 Monate im Jahr ununterbrochen weht? Nach WKA-Betreiberangaben kann der jährlich dort erzeugte Strom aus dem Windpark Lindchen 6.000 Vier-Personen-Haushalte zwölf Monate mit Strom versorgen. Frage: Warum verbreiten deutsche Medien eigentlich solchen Unsinn?
06.04.2001
..Windrad nicht genehmigungsfähig''
BESIGHEIM (ily). Laut Regierungspräsidium (RP) ist die geplante Windkraftanlage beim Besigheimer Husarenhof im Kreis Ludwigsburg nicht genehmigungsfähig. Als Luftfahrtbehörde habe das RP zwar nichts gegen das rund 100 Meter hohe Projekt einzuwenden, aber als Raumordnungsbehörde. Denn das Vorhaben befinde sich an exponierter Stelle und liege mitten in einem regionalen Grünzug. Der müsse laut Regionalplan gesichert bleiben und dürfe nicht bebaut werden". Aus Stuttgarter Zeitung online vom 5.4.2001.
Anmerkung: Wenn die Verwaltung will, kann sie auch so argumentieren.
06.04.2001
..Wenn es wegen BSE nicht klappt, dann könnte es ja mit Windkraft klappen. Lieber NaturStrom als Lebensmittel. Wieviele Quadratmeter flugtauglicher Luftraum wird den Vögeln von einer WKA versperrt? Was müssen Landwirte noch alles sein? Energiewirt für Windstrom, für Biostrom und Solarstrom? Möglicherweise werden sie sich in einigen Jahren auch noch zum Sprengmeister ausbilden müssen, um die mächtigen, tonnenschweren und metertiefen WKA-Fundamente zu sprengen, auszubuddeln und von ihren Ländereien möglichst "öko-effizient" zu entsorgen.
06.04.2001
..Deutsche Landwirte -Ölscheichs des Jahrhunderts oder Büttel der Nation?
Das Bundeskabinett hat am 7. März die Biomasse-Verordnung beschlossen. Die Verordnung kann in Kraft treten, sobald Bundesrat und Bundestag zugestimmt haben. In der Verordnung wird festgelegt, welche Stoffe und technische Verfahren bei Biomasse in den Anwendungsbereich des Erneuerbare Energiengesetzes (EEG) fallen, und welche
Umweltanforderungen dabei einzuhalten sind. Den auf fünf Seiten formulierten Paragraphen stehen 15 Seiten Begründungstexte zu den einzelnen Paragraphen gegenüber.

Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn rät den Landwirten, verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen. »Das ermögliche auch weitere Einnahmequellen, erinnerte sie an die gesetzlich geregelte Abnahmegarantie. Landwirte müssten auch Energiewirte seien. "Franz Alt hat gesagt, dass die Landwirte die Ölscheichs des 21. Jahrhunderts sein können. Und da ist was dran."« - zitiert die Neue Westfälische online am 10.03.2001 die Politikerin.

"Klasse statt Masse" - lautete das Antritts-Statement der grünen Landwirtschaftsministerin Künast. Klasse bedeutet aber weniger Masse, also auch weniger Biomasse - oder? Und woher soll das Biogas kommen? Von frei laufenden Hühnern, Enten, Gänsen und Puten, welche ihre Notdurft in der freien Natur hinterlassen oder von komprimierten Käfighaltungen direkt in den Biomasse-Absorber?  Einerseits keult eine ökologsich verfehlte Landwirtschaftspolitik den Landwirten mit vielfältigen Massentötungen ihre Lebensgrundlage weg und andererseits sollen sie nun "ökologisch" auf Energiewirt umsteigen. Wer produziert uns eigentlich noch qualitative Nahrungsmittel. Grünes Motto: Lieber NaturStrom statt NaturKost? Um eine möglichst hohe Energiedichte zu erzielen, rechnet sich Biostrom-Produktion bei Landwirten energetisch erst ab einer bestimmten Biomasseproduktion auf möglichst kleinem Raum. Landwirte sollen aber "Klasse" produzieren. Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

»CDU ist gegen Putenmastställe - Resolution geht an die Staatskanzlei« - schreibt die Harlinger Zeitung und berichtet aus Wittmund.
»Der CDU-Ortsverband Wittmund-Nord lehnt eine ,,industrielle Putenmast im Tourismusgebiet Wittmund-Wangerland" ab. So steht's in einer Resolution, die Heinz Boberg und Elke Thormählen-Müller auf den Weg gebracht haben. Das Papier soll der niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover überreicht werden. Der CSU-Landtagsabgeordnete Hermann Dinkla unterstützt die Aktion.
Die Pläne für die Putenmast gefährden nach Ansicht der CDU den Fremdenverkehr im Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel. Das Bad biete überwiegend heilende und lindernde Maßnahmen bei Atemwegserkrankungen, Neurodermitis und Allergien an. Bei einer Genehmigung der Putenmastställe sei mit gesundheitsgefährdenden Immissionen zu rechnen. ,,Der weitere Bestand des Bades, das die Anerkennung zum Heilbad anstrebt, ist gefährdet", heißt es in der Resolution Die Wertschöpfungen aus dem Tourismusbereich Carolinensiel-Harlesiel des Wangerlandes würden sich auf über 100 Millionen Mark belaufen. Bei einem Rückgang der Bettenauslastung würde ,,ein nicht unerheblicher Teil der Vermieter auf den ohnehin .desolaten Arbeitsmarkt in dieser Region strömen und die Arbeitslosenzahlen drastisch erhöhen". Überdies weist die CDU auf die Problematik der Massentierhaltung hin. Die neue Landwirtschaftsministerin Renate Künast fordere ein Umdenken in der Fleischproduktion. ,,Es wäre fatal, eine Anlage nach jetzigem Recht zu genehmigen, die bei Fertigstellung dann nicht mehr den angestrebten Kriterien entspricht", schreiben Boberg und Thormählen-Müller. Die Intensivtierhaltung stehe zudem seit Jahren in Verdacht, bei Menschen Erkrankungen zu verursachen. ,,Schutzzonen im Bereich von Kur- und Erholungsorten sollten eingerichtet werden", so die Forderung. Das Genehmigungsverfahren sollte bis dahin ausgesetzt werden. Auch sei der Tatbestand der Verhältnismäßigkeit nicht gegeben. Eine solche private Mastanlage gefährde vehement die Interessen der anliegenden Kommunen und deren Bürger. Wie Heinz Boberg mitteilt, wird Kurdirektor Herbert Bukop die Resolution in Hannover mit überreichen. Sämtliche Kurdirektoren an der Küste wolle man um Unterstützung bitten.«


06.04.2001
..NORWEGIAN ANGER RISING AT SELLAFIELD RADIOACTIVE POLLUTION

OSLO, Norway, March 26, 2001 (ENS) - Norway's environment minister has reiterated calls for Britain to close its nuclear reprocessing plant at Sellafield after a report that levels of Sellafield derived radioactivity along the Norwegian coast have increased six-fold since 1996.
For full text and graphics visit: http://ens-news.com/ens/mar2001/2001L-03-26-02.html


05.04.2001
..Frequently Asked Questions (FAQ) - häufig gestellte Fragen an  Naturstrom-Anbieter.

1.) "Fällt der Strom dann öfter aus?"
"Nein, die Versorgungsqualität und -sicherheit ist ohne Einschränkung weiter gegeben. Dafür bleibt nämlich der sog. Netzbetreiber zuständig, der diese Leistung seit Jahrzehnten garantiert."

2.) "Warum sollte ich umweltfreundlich erzeugten Strom kaufen?"
"Umweltfreundlich erzeugter Strom reduziert die Umweltbelastung gegenüber konventionell erzeugtem Strom erheblich. So werden die klimarelevanten Kohlendioxidemissionen pro Kilowattstunde bei gleichzeitigem Verzicht auf die Atomkraft (!) bei LichtBlick um mindestens zwei Drittel reduziert. Je mehr Menschen nach derartigem Strom verlangen, desto schneller und kostengünstiger gelingt der Eintritt in ein neues, umweltfreundliches Energiezeitalter."

3.) "Kann ich sicher sein, daß der Strom beim Wechsel zu LichtBlick nicht ausfällt?"
"Ja! Der örtliche Netzbetreiber ist gesetzlich verpflichtet, die Stromversorgung zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen."

Anmerkung zu 1.) Was macht der Netzbetreiber, damit die Versorgungsqualität und -sicherheit "ohne Einschränkung" erhalten bleiben? Er bezieht sicheren Strom von konventionellen Kraftwerken und legt die zusätzlichen Kosten für additiven "Naturstrom" einfach auf alle um und kümmert sich einen Dreck um die per EEG eingespeisten Strommengen - oder sie gründen eigene Tochter-Gesellschaften, um den unnützen Naturstrom ebenfalls zu einem erhöhten Preis an Liebhaber zu verkaufen. Strommengen aus Wasserkraft - seit Jahrzehnten im Netz - sowie aus Wind- und Solaranlagen werden bilanzmäßig ausgefiltert und zu Liebhaberpreisen verkauft. Besser Verdienende dürfen sich damit das Prädikat "ökologisch" anheften.

Zu 2.) "Naturstrom" aus Windkraftanlagen verändert durch Windschattenbildung das Lokalklima und verursacht eine Vielzahl von Beeinträchtigungen des Menschen, des Landschaftsbildes, der Tierwelt und der Umwelt insgesamt. Im Hinblick auf CO2-Emissionen gibt es keinen meßtechnischen Nachweis darüber, wieviel CO2 durch diesen Strom eingespart werden - nur eine Menge unterschiedliche Behauptungen. Nur weil Naturstromhändler auf den Verkauf von Atomkraft "verzichten", würden CO2-Emissionen schon um zwei Drittel pro Kilowattstunde reduziert, lautet obige Behauptung. Eine größere Täuschung ist kaum vorstellbar. Den meßtechnischen Nachweis über den Zusammenhang von prodzierten Kilowattstunden mit vermiedenem CO2 können nämlich nur Netzbetreiber vornehmen - nur sie haben an ihren Anlagen den meßtechnischen Zugang zu den entprechenden Anschlußklemmen und Meßinstrumenten. Netzbetreiber sind jedoch an solchen Messungen keineswegs interessiert, denn mit einem echten Ergebnis würden sie sich ihren eigenen "Öko-Anteil" am Geschäft verderben. Genau so wie die Herkunft des "Naturstromes" aus regenerativen Energiequellen kann der TÜV Nord auch die Herkunft von Atom- oder Kohlestrom bescheinigen - in allen Fällen ohne vorangegangene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Mit Umweltschutz hat das insgesamt nichts zu tun. Nur "SparWatt" wäre ökologisch, weder KiloWatt noch MegaWatt. Doch mit SparWatt können weder Naturstromhändler akquirieren noch können TÜV- und Öko-Institute SparWatt zertifizieren, um eventuell einen weiteren Geschäftszweig aufzutun.

Zu 3:) Wunderbar! Nur auf dieser Geschäftsgrundlage können Naturstrom-Produzenten und -händler fungieren. Gleichzeitig gestehen sie so ihre Existenz in 100%iger Abhängigkeit der (großen) Netzbetreiber ein. Sie dürfen je nach Lust und Laune, nach Wind und Sonne oder wann sie auch immer wollen, Strom produzieren und verkaufen und brauchen sich um eine gesellschaftspolitische Verantwortung bezüglich einer Stromversorgungs- und Investitionssicherheit in Infrastrukturmaßnahmen nicht zu kümmern. Verantwortlich für die bedarfgerechte Beschaffung ist der Netzbetreiber. Im liberalen Markt gilt jedoch dessen Verantwortung in erster Linie den Aktionären. Die wollen lieber abschöpfen, als in neue und sichere Kraftwerke investieren. Geld-Abschöpfung und gewinnsteigernde Strom-Verknappung sind zwei enge Verwandte.


04.04.2001
..Der geplante Windindustriepark würde wichtige Habitate, Vogelfluglinien und Rastplätze vom Aussterben hochgradig bedrohter Vogelarten vernichten...

Naturschutz kontra Naturstromschutz
...erschlagene Feldlerchen unter den Windrädern


04.04.2001
..Schlossherr zieht aus - Windrad zerstört Pläne

»Trebitz/MZ/ih. Das Schloss Trebitz im Landkreis Wittenberg steht bald wieder leer: Die großen Pläne, dort ein Kunst- und Kulturzentrum entstehen zu lassen, sind gescheitert. Der Lärm und der Schattenwurf einer Windkraftanlage direkt vor dem alten Gemäuer vertreibe sämtliche Interessenten, erklärte der Eigentümer Axel Alexander Ziese. Er hatte das Schloss vor knapp einem Jahr von der Gemeinde gekauft, und wollte unter anderem eine Künstlerkolonie einrichten. Ziese will nun den Vertrag annullieren. Die Trebitzer Bürgermeisterin Roswitha Reinhardt wies jede Kritik zurück; das Windrad hätte niemand verschwiegen. Was der Eigentümer nicht wusste: Das Windrad sorgt bereits seit Jahren in der Gemeinde für Unruhe.« Naumburger Tageblatt vom 03.04.2001 S. 5


04.04.2001
..Nutzen ist fraglich:
»Einst wohnten auf der Molauer Platte auch Leute. Das war in jener Vorzeit, als die lärmenden einbeinigen Riesen mit ihren blitzenden Hörnern und den die Luft zerschneidenden Wirbelarmen noch nicht das Land erobert und die Menschen vertrieben hatten. So könnte eine Geschichte aussehen, die in 100 Jahren eine Großmutter ihren Enkeln erzählt. Denn die Pläne zum Bau eines Windparks entwerten den Lebenswert dieser Gegend beträchtlich. Wer sich nämlich die Riesentürme im Harzvorland angesehen hat, den packt das kalte Grausen. Gefördert werden aber nur noch solche Monster.
Die Räte in Molau und Leislau sind gut beraten, genau den Nutzen für die Gemeindekassen und die Langzeitschäden untereinander abzuwägen. Denn letztere werden, trotz momentaner Privilegierung solcher Vorhaben, ähnlich wie bei den noch vor 20 Jahre als saubere Energiequelle angesehenen Kernkraftwerken, immer deutlicher sichtbar.« Kommentar von Roland Lüders zu einem Bericht "Ablehnende Haltung zum Bau riesiger Propellertürme"
03.04.2001
..»Ein alle Tätigkeiten am Wuppertal Institut bedingendes Stichwort heisst dabei "Öko-Effizienz": "Bei der Öko-Effizienzrevolution geht es uns um nichts Geringeres als um eine neue Richtung des technischen Fortschritts," so Peter Hennicke, amtierender Präsident des Wuppertal Instituts. "Nicht Arbeitsplätze sollen wegrationalisiert werden, sondern Kilowattstunden und Kubikmeter Müll. Nicht allein die Arbeitsproduktivität, sondern vor allem die Ressourcenproduktivität soll gesteigert, mittelfristig verdoppelt und langfristig vervierfacht werden."« Zitat aus der Pressemitteilung 06/2001 des Wuppertal Instituts.
Anmerkung: Drei Fragen stellen sich einem Elektriker und Windkraftkritiker beim Lesen solcher Zeilen: 1. Wieviele Kilowattstunden wurden durch Windkraftanlagen bereits "wegrationalisiert"? 2. Wieviele Kubikmeter oder Tonnen zusätzlichen Mülls haben 10.000 WKA in Deutschland bereits für ihre Errichtung verursacht und wieviele werden es einmal für deren Beseitigung werden? 3. Ist es wirklich "öko-effizient", wenn man für die Energieerzeugung die größten Stromerzeuger - bezogen auf ihre Ausbeute - benutzt, welche es in der Geschichte der Elektrotechnik jemals gegeben hat?
03.04.2001
..Energiewende am Ende? Laut Bernd Theilen, Regierungspräsident in Weser-Ems, sei bei Windparks die Grenze des Machbaren erreicht. Fast alle Gemeinden hätten Sondergebiete für Windparks ausgewiesen. Seien diese bebaut, könnten nur noch alte Anlagen durch neue ersetzt werden. Mittelfristig würden sich die Möglichkeiten zum Bau von Windenergieanlagen auf Null reduzieren. Ostfriesen Zeitung vom 30.03.2001
03.04.2001
..Im Windpark Schöneseiffen in der Nordeifel funktioniert die Sicherheits-Abschaltung bei Eisbildung an den Rotorflügeln - meldete der Kölner Stadt-Anzeiger - Euskirchen am 29.03.2001. Die Mühlen waren wegen Eiswurfgefahr abgeschaltet: »Am Dienstagmittag jedenfalls standen die 17 Riesenpropeller am Dreiborner Eck still. Der Grund war unschwer von der Bundesstraße 258 aus erkennbar: Eis hatte sich an den Flügeln gebildet. Besonders stark haftete der Panzer an der Vorderkante der Rotoren. Aber auch in Richtung der hinteren Flügelkante zogen sich Eisstreifen ... Allerdings berichtete Marion Schiffer von der Interessengemeinschaft "Sturmwind Lommersum", dass sich am späteren Nachmittag Eisteile von den Flügeln gelöst hätten. Offenbar seien die Platten durch die inzwischen scheinende Sonne abgetaut worden und dann durch den Wind - ohne weitere Beschleunigung durch die Rotoren - etwa 50 Meter weit in Richtung Bundesstraße gesegelt. Schiffer: "Selbst von abgeschalteten Anlagen kann offensichtlich eine Gefahr ausgehen."«
Anmerkung: Marion Schiffer hat mit dieser Feststellung grundsätzlich recht. Im respektablen Umkreis des mächtigen SüdWestFunk-Sendeturmes auf dem Donnersberg, der höchsten Erhebung im Pfälzer Wald (Rheinland-Pfalz), stehen schon immer Schilder, welche vor Eisfall warnen. Im Prinzip ist es eine längst bekannte Tatsache: Auch von großen feststehenden Antennenanlagen gehen bei entsprechenden Wetterlagen Gefahren von fliegenden Eisbrocken aus. Zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung gehört grundsätzlich auch die Beachtung lokal-klimatischer Verhältnisse - für die Anlage selbst und auch für die von ihr ausgehenden Wirkungen. Noch etwas Sarkasmus: WKA sollen laut grüner Theorie das Klima vor unzulässiger Erwärmung "schützen". Es erscheint eher, daß sie selbst etwas mehr Wärme benötigen, um öfter Strom für den propagierten Klimaschutz liefern zu können.
03.04.2001
..Technische Eingriffe in marine Lebensräume.
Ende Oktober 2000 fand auf der Insel Vilm ein Workshop des Bundesamtes für Naturschutz in der Internationalen Naturschutzakademie Insel Vilm zu diesem Thema statt. Dahinter verbirgt sich die Bewertung der möglichen Auswirkungen von Off-Shore-Windparks auf marine Lebensräume aus technischer- und Naturschutz-Sicht (Naturschutz, Vögel, marine Säuger). Dazu gibt es einen Tagungband, BfN-Skripten 29, Titel wie Tagungsthema, 182 Seiten. Herausgeber: Bundesamt für Naturschutz, Konstantin Straße 110, 53179 Bonn, eMail: RothertB@bfn.de Der Preis ist mir nicht bekannt, die Veröffentlichung ist nicht im Buchhandel erhältlich! Manfred Knake
03.04.2001
..Antennenwälder: Mobilfunk - ein gesellschaftspolitisches Pendant zur Windkraft?
Kanzlergattin will nicht ins Kanzleramt ziehen. Sie hat Angst vor Elektrosmog, der dort im dicht verkabelten Haus reichlich vorhanden ist. Auch der Bundeskanzler will lt. Sternbericht das Bundeskanzleramt nicht als Schlafstätte nutzen. Nachzulesen im Stern Nr. 14/2001, Seite 76. Berichte über die Sicherheit der derzeit gültigen Grenzwerte für elektromagnetische Felder (EMF) sind doch nur ein modernes Märchen, das in der Zwischenzeit oft nur noch von bezahlten Industriewasserträgern erzählt wird.
Unabhängige Medizinphysiker wie Prof. Dr. Cherry sprechen davon, daß EMF für einen Großteil von Krankheit und Tod verantwortlich sind. Von Dr. H. C. Scheiner hört man auf einem Mobilfunk-Hearing: „Das Gerücht, es seien keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorhanden, ist unhaltbar. Es gibt eine Fülle an hochkarätiger universitärer Forschungen, die das Gesundheitsrisiko der getakteten Hochfrequenz zeigen“!

In München protestieren 70 Bürgerinitiativen gegen den Mobilfunkantennenwald. Prof. Dr. Alexander Volger, RWTH Aachen spricht unverblümt von Betrug und Rechtsbeugung. Die Wut der Bürger auf Versammlungen ist kaum noch zu bremsen und das Misstrauen in der Bevölkerung wächst. Wenn die Menschen erst begriffen haben, was man Ihnen angetan hat, wird man der „Wissenschaft“ nie wieder Glauben schenken. Gerd Ernst Zesar

Anmerkung: Wo sind eigentlich die Grenzen der Grenzwerte? Auch das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm kommt ohne Grenzwerte nicht aus. Wer überprüft sie? Der mittels Solarzellen produzierte Gleichstrom muß nämlich, bevor er netztauglich ist, in 50 Hz-Wechselstrom umgewandelt werden. Das macht der mitgelieferte Wechselrichter, welcher mit 20 bis 30 kHz getaktet und logischerweise auch im "Solarhaus", eventuell gleich bei den Solarzellen unterm Dach installiert wird. Von dort wird im allgemeinen eine 5 x 10 qmm starke Leitung zum Netzanschlußpunkt (meist im Keller) verlegt. Die nachträgliche Verlegung einer Leitung vom Dach bis in den Keller ist nicht immer ganz unproblematisch. Wer EMF-Bedenken hat, sollte auf möglichst große Abstände zu sensiblen Wohn- und Schlafbereichen achten. Bisher ungeklärte Probleme mit der elektro-magnetischen Verträglichkeit hatten in der Vergangenheit auch opportunistisch orientierte grüne Politiker und Verbandsspitzen zu allgemeinen Warnungen vor dem Mobilfunk veranlaßt. Doch wie beim "Atomausstieg", wo sie mit der Macht ihre Meinung geändert haben, sind sie nun selber stets mobil zu erreichen.


03.04.2001
..Die Stromversorger in der Europäischen Union (EU) steigerten im Jahr 2000 die Produktion ihrer Kernkraftwerke um zwei Prozent auf rund 828 (1999: 811) Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Das war rund ein Drittel der gesamten Netto-Stromproduktion im EU-Strommarkt, meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach ersten Erhebungen.
Frankreich hatte 2000 mit 79 Prozent wieder die höchste Stromproduktion aus Uran unter den acht EU-Ländern mit Kernkraftwerken. Es folgten Belgien mit 54, Schweden mit 39 und Finnland mit 31 Prozent. Deutschland lag im EU-Mittel: 30 Prozent der gesamten Stromproduktion stammte 2000 aus Kernenergie. In Spanien betrug der Anteil 28, in Großbritannien 25 und in den Niederlanden vier Prozent.
Im EU-Nachbarland Schweiz stellte die Kernenergie mit rund 25 Mrd. kWh rund 38 Prozent der Stromproduktion. Die EU-Beitrittsstaaten Litauen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn weisen 20 bis 70 Prozent Kernenergie-Anteil aus. (VDEW 26.03.2001).
Kernenergieanteil in der EU
03.04.2001
..Die Rechnung ohne die Wirklichkeit gemacht:
Der neueste Wahlspruch der Windverkäufer heißt: Mehr Watt ins Wattenmeer (Watt, Kilowatt, Megawatt, Gigawatt). Die Befürchtungen werden zur Gewissheit. Die Zeitungen berichteten von 2.000 Rotoren, die sich bald im Wasser vor der Küste Schleswig-Holsteins und Niedersachsens drehen sollen. Off-Shore-Parks auf See, On-Shore-Parks im Binnenland, Windmonster vorn, Windmonster hinten im Rücken – ich kann mir denken, welchen Vers Heinrich Heine aus seinen Nachtgedanken dazu zitieren würde: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.“
Wenn Heinrich Duden, der Planer der See-Windmühlen vom Bremer Energiekontor, verkündet, dass die Vorteile des auf See erzeugten Stroms im Vergleich zu dem im Binnenland produzierten Windstrom „auf der Hand“ lägen, dass Off-Shore-Anlagen eine „effiziente Stromausbeute“ böten, dann bestätigt er im Umkehrschluss genau das, was die Kritiker der Windenergienutzung schon seit Jahren sagen: Die Effizienz der Windkraftanlagen im Binnenland ist zu gering.

Zur Zeit drehen sich in Deutschland 9.500 Windräder, davon allein 2.700 in Niedersachsen. Die durchschnittliche Auslastung beträgt in Niedersachsen 20 Prozent, in Sachsen 17 und in Bayern gerade mal 11 Prozent. Der Stromanteil aller 9.500 Windturbinen beläuft sich auf etwas mehr als zwei Prozent, der Anteil am gesamten Energiebedarf 0,08 Prozent, das sind acht Zehntel Promille!

Die Rechnung wird ohne die Wirklichkeit gemacht. Die Theorie ist das eine, die Praxis das andere. Legt man die gesamten Stromeinspeisungen aller deutschen „Windparks“ und „Windmüller“ zugrunde, müssten doch einige, wenn auch nicht viele konventionelle Kraftwerke durch die Windkraftwerke ersetzt worden sein. Tatsächlich ist aber nicht ein einziges Kohle- oder Atomkraftwerk durch die 9.500 Windkraftanlagen substituiert worden. „Keines unserer konventionellen Kraftwerke...“, so heißt es unverdeckt in einem Schreiben der Stadtwerke München, „wird um den Windkraftstrom reduziert betrieben.“ Folgerichtig gibt die bayerische Staatsregierung den Beitrag zur Ressourceneinsparung aller sich 1999 in Bayern drehenden Windräder mit 0,01 Prozent (=ein Zehntel Promille!) an. Und wenn man bedenkt, dass auch dieser Wert nicht empirisch festgestellt, sondern hochgerechnet ist, dann könnte man, wäre das Thema nicht so ernst, über ein Zehntel Promille lachen – wie ein Autofahrer, der bei einer Verkehrskontrolle aufgefallen ist.

Die Bundesnaturschutzverbände zeigen in der Regel eine gesunde Kritik gegenüber jeglichen Verkaufsprospekten. Die Distanz geht ihnen aber offenbar bei den Werbeschriften der Windindustrie verloren. Gutgläubigen gehen die ,Leer’sätze der Windverkäufer „Lieber Windstrom als Atomstrom“ oder „Windstrom = Naturstrom“ fließend über die Lippen. Und Politiker meinen (noch), wie ehedem Landwirtschaftsminister Funke vor dem Durchdrehen einer schleswig-holsteinischen BSE-Kuh, dass das von ihnen vertretene Konzept ökonomisch, ökologisch, logisch und sozial ist. Spätestens wenn ein einziger, von einem Rotor zentrifugierter Eiszapfen unseren grünen Bundesumweltminister auf der A2 oder A7 in seinem A8 trifft, wird das andere Extrem „trendy“ sein – wie in der Landwirtschaft... Die Trittinsche grüne Leidkultur ist ein Kreuz. Jochen Schmidt, Winsen/Aller


03.04.2001
..Was kommt mit den Windkraftanlagen auf uns zu? Negative Veränderung der Landschaft, Lärm, Schlaglicht- und Schattenwirkungen, Unfallgefahren, Wertverlust der Anliegergrundstücke, nachteilige Auswirkungen auf die Landwirtschaft, Unwirtschaftlichkeit, für die Gesamtstromversorgung unbedeutend, Auswirkungen auf den Tourismus der gesamten Region...

Zehn Fakten der Windenergienutzung


02.04.2001
.."Die Solarenergie - soweit sie auf bereits versiegelten Flächen genutzt wird, hat glücklicherweise keine Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung". Diese Ansicht vertritt der Solarenergie-Förderverein (SFV) mit seiner Geschäftsstelle in Aachen. Wahrlich, ein Glück für den Verein. Solarstrom im Netz ist jedoch nur eine additive Energie und keine substituierende. Das Glück des Vereins besteht darin, daß es noch ziemlich lange dauern wird, bis die Bevölkerung dies bemerken wird. Denn für Otto Normalbürger ist Strom gleich Strom. Unterschiede kennt er nicht. Zum Beispiel den zwischen "Wirkstrom" und "Blindstrom". Konventionelle Kraftwerksgeneratoren stellen beide Stromformen im Mix als sogenannten "Scheinstrom" mit einem Wirkleistungsfaktor von cos j = 0,8 entsprechend einem Blindleistungfaktor von sin j = 0,6 für die Kunden bereit. Das EEG honoriert nur die Produktion von Wirkstrom, den Blindstrom müssen weiterhin die konventionellen Kraftwerke liefern. Deshalb bleiben sie unersetzlich. Blindstrom wird zum millionenfachen Betrieb von Elektromotoren benötigt (für das elektromagnetische Drehfeld). Diesen feinen, aber bedeutsamen Unterschied kennen auch konventionelle Strom-Monopolisten und steigen nun, abgesichert durch das höchstrichterliche EuGH-Urteil zum Stromeinspeise-Gesetz, für zusätzliche Einnahmen zunehmend in die Vollen - insbesondere bei der Nutzung der Windkraft. Windkraftanlagen bringen immer noch deutlich mehr als Solarstromanlagen.

Das EEG verpflichtet die Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetz-Betreiber zum Anschluß, zur Abnahme und Vergütung von additiv eingespeistem "Naturstrom" und die Übertragungsnetzbetreiber (220/380 kV-Ebene) zum bundesdeutschen Ausgleich regional entstehender Belastungen. Im Gegenzug gibt es keine Verpflichtung, entsprechende Kraftwerksleistungen konventioneller Art aus dem Netz zu nehmen. Abertausende Windkraftanlagen sind dem vorhandenen Stromerzeugungspotential hinzugefügt worden und führen gleichermaßen auch zu entsprechenden Netzsausbauten. Ein Netzausbau ist ökonomisch nur dann sinnvoll, wenn auch die Anzahl der Abnehmer, also der Bedarf wächst. Doch darüber müssen sich weder konventionelle noch regenerative Erzeuger Gedanken machen. Das EEG sieht die Umlage aller Kosten einfach auf den Strompreis vor. Also hinein in die Vollen.

»Siemens Nederland baut den ersten Windpark in Deutschland auf« - lautet denn auch der Titel eines Berichtes in "Neue Energie" 2/2001 über ein 31,5 MW-Großprojekt in der Nähe des niedersächsischen Emlichheim, nordwestlich von Nordhorn. 21 Windturbinen Enron 1.5s mit je 1,5 MW Nennleistung, 70,5 m Rotordurchmesser und 85 m Nabenhöhe sollen mittels einem gemeinsamen Umspannwerkes in das 110 kV-Netz der RWE-Power AG jährlich 71,4 Millionen Kilowattstunden "Ökostrom" einspeisen. Investitionsvolumen: 100 Mio Mark. »Mit diesem Projekt gelang der niederländischen Tochter des Siemens-Konzerns der Einstieg in den deutschen Windkraftmarkt ... Außerdem habe man sich zusammen mit zwei Energieunternehmen, der niederländischen Rabobank sowie Enron und der BVT an der Ausschreibung für einen 100 MW-Nearshore-Windpark vor der niederländischen Küste bei Egmond aan Zee beteiligt«. Wie gesagt: Hinzu und nicht anstatt. Gab es in grünen Naturschutzkreisen nicht einmal eine Diskussion darüber, daß es in Deutschland 40.000 MW Erzeugerleistung zu viel gäbe und man schon deshalb unverzüglich aus der Kernenergie austeigen könne. Die deutschen Kernkraftwerke bringen zusammen gerade mal 22.149 MW Brutto-Leistung auf die Waagschale.
Es ist nicht davon auszugehen, daß potente Energieversorger sich dem kleinmütigen deutschen Atomausstiegsdenken beugen werden, schon eher dem internationalen Druck der CO2-Konventionen von Rio und Kyoto. Sie werden, wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, erst einmal 10.000 MW unrentable Kohlekraftwerk-Leistungen vom Netz nehmen. Schließlich droht uns ja eine CO2-verursachte Klimakatastrophe.


01.04.2001
..Im Mai 1998 hat die Umweltkonferenz des UN-Wirtschafts- und Sozialrates (= die Wirtschaftskommisssion für Europa) die Aarhus-Konvention verabschiedet. Dieses völkerrechtliche Abkommen tritt dann in Kraft, wenn es von mindestens 16 Staaten ratifiziert (anerkannt und unterzeichnet) ist. Damit wird im Laufe des 1. Halbjahres 2001 gerechnet. Deutschland wird die für die Ratifikation erforderlichen Rechtsänderungen und Verfahren eng mit der EU abstimmen.
Zielsetzung dieser Konvention: "Um zum Schutz des Rechts jeder männlichen/weiblichen Person gegenwärtiger und küftiger Generationen auf ein Leben in seiner/ihrer Gesundheit und seinem/ihrem Wohlbefinden zuträglichen Umwelt beitzutragen, gewährleistet jede Vertragspartei das Recht auf Zugang zu Informationen, auf Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und auf Zugang zu Gerichten in Umwletangelegenheiten in Übereinstimmung mit diesem Übereinkommen".

Aarhus-Konvention
über den Zugang zu Informationen, die Öffentlichkeitsbeteiligung an Entscheidungsverfahren und den Zugang zu Gerichten in Umweltangelegenheiten


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