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Über 400 Bürgerinitiativen wehren sich 
  Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung einer regenerativen Energieform. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven,
sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft

Windkraftanlagen können im gemeinsamen Netz weder Kern- noch Kohlekraftwerke ersetzen
 Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie

Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
 
Datum aufwärts weiter
27.07.2001
..Klimagipfel von Kyoto
»Im Dezember 1997 haben sich 160 Teilnehmerstaaten des so genannten Klimagipfels von Kyoto (Japan) auf ein Abkommen zum Klimaschutz mit folgenden Zielen geeinigt:
  • Die Industriestaaten reduzieren ihren Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Zeitraum 2008/2012 gegenüber 1990 durchschnittlich um 5,2 Prozent; Japan reduziert um sechs Prozent, die USA um sieben Prozent und die EU um acht Prozent.
  • Ein Handel mit Emissionszertifikaten ist zulässig. Industrieländer können, statt ihre eigenen CO2-Emissionen zu senken, nicht ausgenutzte Emissionsrechte anderer Länder aufkaufen.
Im Juni 1998 haben die EU-Umweltminister verbindliche Quoten für die EU-Mitgliedstaaten festgelegt. Danach muss die Bundesrepublik ihre Emissionen bis zum Zeitraum 2008/2012 um bis zu 21 Prozent senken.«

Was sind Treibhausgase?
»Der natürliche Treibhauseffekt wird von Gasen – u. a. CO2 – in der Atmosphäre hervorgerufen. Wasserdampf ist mit 66 Prozent am Gesamttreibhauseffekt beteiligt, gefolgt von Kohlendioxid mit 29 Prozent, und Ozon, Stickoxid und Methan schlagen mit 5 Prozent zu Buche. Diese Gase lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung nahezu ungehindert zur Erde passieren, halten aber einen Großteil der langwelligen Wärme-Rückstrahlung der Erdoberfläche zurück. Der natürliche Treibhauseffekt sorgt für eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad. Wegen des zusätzlichen, durch den Menschen verursachten Treibhauseffekts besteht die Befürchtung, dass es zu einer weltweiten Erwärmung des Erdklimas kommen könnte, die weit reichende Folgen (Dürren, Überschwemmungen) haben kann.« Aus Energiedaten 2000: "Zahlen und Fakten", Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) im Juli 2000.

Frage: Wenn Wasserdampf allein zu 2/3 und die anderen Gase zusammen nur zu 1/3 am "Gesamttreibhauseffekt" beteiligt sind, weshalb sollen die Industriestaaten vorrangig CO2 reduzieren, weshalb nicht Wasserdampf? 
 

26.07.2001
A Desperate Cry for Help to the International Public - Ein verzweifelter Hilferuf an die internationale Völkergemeinschaft (in engl. und dt. Sprache)
 Das kleine Deutschland hat bereits über 10.000 Windräder, aber wegen der Schwäche und Unregelmässigkeit des Windes konnte bislang kein einziges vorhandenes Kraftwerk stillgelegt werden.
Ruin der Landschaften

Soll Deutschland einmal  sooo... aussehen?


..Klage gegen Oederquarter Ratsbeschluss - Streit um neue Windkraftanlagen geht weiter.
»Oederquart (sbi). Der Streit um fünf zusätzliche Windkraftanlagen in Oederquart geht weiter. Eine Schwesterfirma der Betreibergesellschaft klagt gegen die Veränderungssperre, die der Gemeinderat im November 1999 für das vorgesehene Windanlagen-Gebiet beschlossen und im Februar 2000 erneuert hat.
Die Klägerin „Bürgerwindpark Oederquart Erschließungsgesellschaft“ beruft sich unter anderem darauf, dass das für die Windräder angepeilte Gebiet „Windpark Oederquart“ sowohl durch das Raumordnungsprogramm des Landkreises als auch durch den von der Samtgemeinde Nordkehdingen aufgestellten Flächennutzungsplan für die Gewinnung von Windenergie ausgewiesen sei. Durch die Veränderungssperre werde die Klägerin „von der Verwirklichung ihres Gesellschaftszwecks, der Stromproduktion abgehalten“, heißt es in dem „Antrag auf Normenkontrolle“ beim Lüneburger Oberverwaltungsgericht. 
Besondere Brisanz hat der Streit um die Oederquarter Windräder in der Vergangenheit dadurch erhalten, dass fünf der 26 Gesellschafter der Betreiberfirma im Oederquarter Gemeinderat sitzen. 
Die Firma, die nun gegen die Veränderungssperre klagt, ist Schwesterfirma der Betreibergesellschaft und erst am 3. Juli dieses Jahresins Handelsregister eingetragen worden. Die Gemeinde Oederquart wird nun einen Fachanwalt zu Rate ziehen, kündigen Bürgermeister Janßen und Verwaltungsvertreterin Erika Hatecke an. w„Wenn die Erfolgsaussichten bewertet sind, wird der Rat entscheiden, ob er das Verfahren durchzieht oder die Veränderungssperre aufhebt“, kündigte der Bürgermeister an.« www.tageblatt.de vom 26.07.2001

26.07.2001
..Windenergie schafft 300 weitere neue Arbeitsplaetze - Juergen Trittin beim Spatenstich fuer Produktionsanlage in der Lausitz
»Die Entwicklung der Windenergie zeigt nach Ansicht von Bundesumweltminister Juergen Trittin, wie ernst es der Bundesregierung mit der Energiewende und der Umsetzung des Klimaschutzprogramms ist. Beim Spatenstich fuer eine neue Produktionsstaette der Windenergiebranche in Brandenburg betonte Trittin heute: "Wir haben in Bonn den Durchbruch fuer den weltweiten Klimaschutz erzielt. Wir werden bei uns alle Anstrengungen unternehmen, um unsere anspruchsvollen Klimaschutzziele und Verpflichtungen zu erreichen. Hier in Brandenburg entsteht eine Anlage zum Ausbau der Windenergie, mit der weit mehr als 300 Arbeitsplaetze in einer ehemaligen Region des Braunkohletagebaus geschaffen werden. Das zeigt einmal mehr, dass Klimaschutz auch der Wirtschaft nutzt." 

Im Bereich der Windenergie sind bisher ueber 30.000 Arbeitsplaetze geschaffen worden, im gesamten Bereich der erneuerbaren Energien arbeiten mehr als 70.000 Menschen. Am Standort Lauchhammer in Suedbrandenburg errichtet die Windkraftfirma Vestas eine Produktionsstaette fuer Rotorblaetter fuer ihre Windenergieanlagen. Fuer das Werk sind Investitionen von fast 100 Millionen DM geplant, die Produktion soll in Kuerze aufgenommen werden. Bundesumweltminister Trittin hatte vor rund einem Jahr in der gleichen Region den Windpark Klettwitz eroeffnet, der auf Braunkohlehalden errichtet worden ist. 

Trittin betonte, dass der rasante Ausbau der Windenergie ohne das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Fruehjahr letzten Jahres in Kraft trat, nicht moeglich waere. Das EEG habe verlaessliche Rahmenbedingungen und ein gutes Investitionsklima geschaffen. Nicht zuletzt deshalb verspricht das Jahr 2001 fuer die Nutzung der Windenergie in Deutschland ein neues Rekordjahr zu werden. Im ersten Halbjahr wurden ueber 800 Megawatt neu installiert, das sind 50 Prozent mehr an Leistung als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit einer installierten Gesamtleistung von derzeit fast 7.000 Megawatt hat die Bundesrepublik nicht nur ihren Spitzenplatz bei der Windkraftnutzung in der Welt weiter ausgebaut. Zum Vergleich: Im Herbst 1998 waren erst 3000 Megawatt am Netz. Mehr als die Haelfte des Windstroms in Europa und ueber ein Drittel der Weltproduktion werden in Deutschland erzeugt.«  BMU Pressedienst Nr. 151/01 Berlin, 26. Juli 2001

Anmerkung: Mit unerschütterlicher Arroganz über alle anderen umweltrelevanten Belange verbreitet unser Umweltminister seine "Erfolgsmeldungen". Ist die Schaffung von Produktionsanlagen und Arbeitsplätzen eigentlich nicht Sache des Wirtschaftsministers? Wo sind die Naturschutz- und Umwelterfolge, die Megawattauflistungen abgeschalteter Kraftwerke, die Arbeitsplätze für den Abbau von Hochspannungsmasten wegen "Dezentralisierung" unseres Ministers für "Reaktor-Abschaltung"? Doch Überheblichkeit scheint in grünen Kreisen auch erheblich verbreitet zu sein. Für Donnerstag, den 5. Juli 2001, 15.00 bis 17.00 Uhr, hatten die Grünen in ihren Fraktionssitzungssaal in den Reichstag eingeladen. Thema: "Windkraft und Naturschutz". Ein offiziele Information über den Ablauf dieser Veranstaltung scheint es nicht zu geben. Ein anwesender Teilnehmer der Stiftung Naturschutz hat sich aber die Mühe gemacht und seinen Bericht in das Internetforum der mutigen Naturschützerin - Silvia Voss gegen grüne Windkraftpolitik - eingetragen. Er schreibt:

Stiftung Naturschutz Berlin - Vorsitzender des Vorstandes 

Sehr geehrte Frau Voss, 
sollte es eine schriftliche Auswertung o. e. Veranstaltungen geben, wäre ich für eine Zustellung äußerst dankbar; ich bin neugierig, wie sie nach diesem Ablauf die Veranstaltung auswerten wollen. Zu dem Ablauf möchte ich mich äußern. Eingeladen wurden wir, um die “Probleme lösungsorientiert anzusprechen”. 

1. Das setzt nach meinem Verständnis voraus, dass man sich auch zuhört. Mit Abgeordneten und deren Assistenten, die ständig am Handy rumnesteln, telefonieren, rein und raus rennen und ansonsten mit belustigender Gebärde sich unterhalten oder Mahlzeiten einnehmen, ist das schwerlich möglich. 

2. Der Leiter der zweiten Hälfte der Veranstaltung am 6. 7. erlaubte sich, jeden Beitrag ex cathedra zu kommentieren; das mag der Stil der Grünen sein, meiner ist es nicht, in jedem Fall war es der Sache abträglich und zunehmend weniger lösungsorientiert. 

3. Schließlich erfuhren wir von dem mit einladenden Abgeordneten Fell, der wieder einmal erschien und bisher keine 10% der Zeit zugehört hatte, eine Publikumsbeschimpfung besonderer Güte, danach verschwand er schnell, am Gespräch hatte er bestimmt kein Interesse (seine Darstellung des Ablaufs vom Vortage kann ich nur als Macht der Phantasie bezeichnen).

Ich kümmere mich um den Naturschutz seit über 40 Jahren und bin weit über 30 Jahre im Umweltschutz ehrenamtlich aktiv; einen derartigen Umgang bin ich nicht gewohnt und werde es auch künftig nicht sein. Bei einer Veranstaltung im Umfeld der CDU zu einem ähnlich heißen Thema, Outdoor-Sport und Naturschutz, ging es höflicher, sachgerechter und lösungsorientierter zu. Das schreibe ich nicht als Sympathisant der CDU, sondern als jemand, der nach über 15-jähriger Mitgliedschaft die Grünen verließ; ich verließ allerdings den Reichstag auch mit dem bestätigenden Gefühl, wie richtig mein Parteiaustritt war.
Mit freundlichen Grüßen Landsberg-Becher


..8. Bundeswettbewerb der deutschen Naturparke gestartet - Beitraege zur Schaffung eines Biotopverbundsystems gefragt
Bundesumweltminister Juergen Trittin als Schirmherr und der Verband Deutscher Naturparke e.V. (VDN) haben jetzt den "8. Bundeswettbewerb Deutscher Naturparke 2002" gestartet. Bis zum 8. Juli kommenden Jahres koennen sich die rund 90 deutschen Naturparke, die insgesamt rund ein Viertel der Flaeche der Bundesrepublik einnehmen, mit Beitraegen zur Schaffung eines Biotopverbundes beteiligen. "Mit einem Biotopverbund auf 10 Prozent der Flaeche, wie in der Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes vorgesehen, soll der anhaltende Verlust von Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensraeume wirksam gestoppt und der Trend umgekehrt werden. Die Naturparke mit ihrer reichen, vom Menschen gepraegten Kulturlandschaft koennen dazu einen bedeutenden Beitrag leisten," sagte der Minister zum Auftakt des Wettbewerbs.

Die Bundesregierung strebt die Schaffung eines grossflaechigen, laenderuebergreifenden Biotopverbundes an. Da der Erhalt bzw. die Wiederherstellung einer vielfaeltigen Landschaft eine der wichtigsten Aufgaben der Naturparke ist, bieten sie gute Voraussetzungen, um einen praktischen Beitrag zur Schaffung dieses Verbundes zu leisten. So koennen in den Naturparken Massnahmen zur Entwicklung, Pflege und Gestaltung von Biotopen ergriffen, kleinflaechige Verbundelemente als sogenannte "Trittsteine" fuer wandernde Arten angelegt sowie Barrieren ermittelt und deren Beseitigung veranlasst werden. "Mit der Einbeziehung von Naturparkflaechen in den Biotopverbund kann zugleich der Erlebniswert und die Attraktivitaet der Schutzgebiete fuer die Besucher erhoeht werden," sagte Trittin.

Am Bundeswettbewerb koennen alle Traeger bzw. Verwaltungen deutscher Naturparke teilnehmen. Zur Bewertung der Wettbewerbsbeitraege wird eine sachverstaendige Jury berufen, der neben Bundesumweltministerium und Bundesamt fuer Naturschutz u.a. Vertreter von Laendern und Verbaenden angehoeren werden. Die Preisverleihung wird Ende Oktober 2002 in Leipzig stattfinden.

Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb sind beim Verband Deutscher Naturparke e.V. , Niederhaverbeck 7, 29646 Bispingen, Tel.: 05198-987033 oder unter www.naturparke.de erhaeltlich. BMU-Pressedienst Nr. 150/01  Berlin, 24. Juli 2001
 

25.07.2001
..Die Förderung der Windenergie, der immense Verbrauch an Landschaft, der Verlust an Naherholungsflächen für die immer mehr gestresste Bevölkerung, die Erhöhung des Lärmpegels, bis dato nicht gekannte Faktoren, wie Schattenwurf und Discolicht, die überproportionale Belastung der Familien durch diese Strompreissubventionen, welcher ich mich als Familienvater, da Existenzbedürfnis, nicht entziehen kann, betrachte ich als eine strategische Fehlplanung der derzeitigen Bundesregierung, der wohlgemeint demokratisch dringend Einhalt geboten werden muss!

Die Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis steht auch im Privathaushalt kurz vor der Einführung! In PKW´s, wie z. B. dem BMW ist diese sogar schon verfügbar. Es mangelt lediglich noch an der Infrastruktur. In nur wenigen Jahren wird die Brennstoffzelle im Privathaushalt nicht nur Strom, sondern auch Wärme erzeugen. Dies ohne den "Verbrauch von Landschaft" und ohne den wirklichen Verlust von "Naherholungsgebieten" an den Orträndern!

Nach den Berechnungen der FDP Landtagsfraktion in NRW wird durch die Förderung der Windenergie ein zukünftiges Subventionsvolumen aufgebaut, welches die Steinkohlesubventionen in den Schatten stellt. Bei 3.500 kWh pro Jahr pro Haushalt multipliziert mit 0,03 DM Strompreiserhöhung, multipliziert mit nur 30 Mio. Haushalten in Deutschland ergibt sich eine Subvention von rund 3,15 Mrd. DM pro Jahr. Multipliziert mit 30 Jahren sind das Subventionen von 94,5 Mrd. DM. Dividiert man diesen Wert durch einen Anschaffungspreis für eine Brennstoffzelle von ca. 3.000 DM, könnten wir Verbraucher uns jeder für seinen Haushalt eine Brennstoffzelle zum Geschenk machen! Wozu brauchen wir dann noch die Windenergie?

Ein umfangreicher, mit vielen Rechtssätzen versehener Widerspruch gegen fünf Windkraftanlagen
Geeignet als Musterstellungnahme für viele Fälle 



..Windräder: Für erweiterte Rechtsprüfung - SPD will Grundeigner einbeziehen
»Die Rothenberger SPD hält es für sinnvoll, in die Einholung einer Rechtsberatung über Möglichkeiten zur Abwehr des Baus einer Windkraftanlage auch die Situation der Grundstückseigentümer einzubeziehen. Zu dieser Folgerung sind die Sozialdemokraten bei ihrer jüngsten Beratung über das Thema Windräder angesichts aktueller Erkenntnisse gekommen. Demnach hat sich herausgestellt, dass zumindest einige, wenn nicht sogar alle Besitzer von Flächen auf dem im Regionalplan als Standort ausgewiesenen Höhenzug bereits Pachtverträge mit einem potenziellen Investor abgeschlossen haben« - auch die spätere Entsorgung der WKA spielt eine Rolle...bei Echo Online weiter lesen...


..»Ein wiederholt angesprochenes Thema war die Nutzung der Windenergie und die Massierung entsprechender Anlagen in der hiesigen Region« - berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung heute über die Wahlkampftour des "FDP-Politprofi Walter Hirche". Weiter: »Hirche verwies darauf, dass bereits während seiner Ministerzeit das erste Windenergie-Förderprogramm aufgelegt worden sei. Nach wie vor, so der FDP-Politiker, stehe er zu der Nutzung natürlicher Energievorräte, wohl wissend, dass Windkraft die Kernkraft niemals werde ersetzen können. Windkraftanlagen sollten dort errichtet werden, wo - wie an der Küste - die Verhältnisse am günstigsten seien, forderte Hirche.

Im übrigen werde man sich die derzeitige Subventionierung auf lange Sicht nicht leisten können. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf die Praxis, weniger vorteilhafte Standorte genauso oder gar stärker zu fördern als die günstigen. Man werde die bislang gemachten Erfahrungen auf dem Windergiesektor auswerten müssen, betonte Walter Hirche. Und man täte gut daran, das Mitspracherecht der Bürger ernstzunehmen. "Erneuerbare Energien müssen sich auch dem Bürgerentscheid stellen", sagte der FDP-Politiker. Nicht alles, was prinzipiell gut sei, sei in seinen Auswirkungen auch in allen Einzelfällen als gut zu rechtfertigen.«

Anmerkung: Ob das, was andere schon längst oder schon immer wissen - "Windkraft werde niemals die Kernkraft ersetzen" - auch bei diversen Politikern und Landeshäuptlingen von Umweltschutzverbänden Einzug halten wird?



..Windpark "absoluter Unsinn" - Tourismusverband kritisiert Pilotprojekt vor der Ostseeküste
Löbnitz/Schwerin (dpa) Die Touristikunternehmen auf dem Darß wehren sich gegen Pläne für einen nördlich der Halbinsel gelegenen Windpark im Wasser. Sollte das Vorhaben realisiert werden, sei mit erheblichen Nachteilen für die touristische Entwicklung zu rechnen, erklärte der Vorsitzende des Regionalen Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst, Mathias Löttge, gestern in Löbnitz. Die angedachten Planungen bezeichnete er als "absoluten Unsinn". Die regionale Wirtschaft werde massiven Widerstand leisten... Hier weiter lesen...


..Erster deutscher Windpark in der Ostsee umstritten - schreiben die Redakteure von den Kieler Nachrichten
Widerstand der Tourismusbranche - Naturschützer für Pilotprojekt
»Prerow (AP) Der geplante erste deutsche Windpark in der Ostsee hat einen Streit zwischen der Tourismusbranche und Umweltschützern ausgelöst. "Massiven Widerstand" seiner Branche gegen das Vorhaben kündigte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst, Mathias Löttge, am Dienstag an. Mecklenburg-Vorpommerns Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Björn Schering, befürwortet hingegen, "trotz des Spagats zwischen Naturschutz und alternativer Energiegewinnung", das nördlich der Halbinsel Darß vorgesehene Projekt mit 21 Einzelanlagen.

Mit erheblicher Beeinträchtigung der touristischen Entwicklung, vor allem im maritimen Bereich, begründet Löttge den Widerstand. Hinzu komme auch zusätzliches Gefährdungspotenzial für den Schiffsverkehr im ohnehin schon konfliktreichen internationalen Fahrwasser der nahe gelegenen Kadetrinne. Zudem sei das Planungsterritorium der derzeit für 2003 geplanten Anlage ein Rastplatz für schützenswerte Seevögel.

Der BUND hält die Offshore-Energiegewinnung dagegen für unbedingt notwendig und lehnt trotz erheblicher Bedenken das Projekt nicht rundweg ab. So sieht BUND-Landeschef Schering eine gute Möglichkeit, das Defizit an umweltrelevanten und technischen Daten für Offshore-Windanlagen abzubauen. "Nur wenn wir wissen, wie Fauna und Flora auf derartige Anlagen reagieren und welche technischen Probleme zu meistern sind, kann fundiert über Sinn und Machbarkeit derartiger Anlagen befunden werden", sagte er.

Für das auch vom Bund mitfinanzierte Pilotprojekt werde gegenwärtig das Raumordnungsverfahren vorbereitet, sagte Schwerins Minister für Bau und Landesentwicklung Helmut Holter. Auch Umweltverträglichkeitsprüfungen seien bereits in Auftrag gegeben worden. Schon jetzt stehe fest, dass es, wie auch bei Windparks auf dem Land, keinen absolut konfliktfreien Standort gebe. Mit dem Pilotprojekt vor dem Darß will Holter "auch die letzten Zweifler überzeugen". Ins Auge gefasst ist später dann ein ungleich größerer Windpark vor der Insel Rügen, wie der PDS-Politiker ankündigte.« Kieler Nachrichten vom 25.07.2001

Anmerkung:  Nur wenn wir in hundert Jahren wissen, daß wir das Klima doch nicht schützen können, dann werden wir fundiert über Sinn und Machbarkeit des Klimaschutzes befinden - hätte der BUND-Vorsitzende auch sagen können. Fällt Ihnen zu der Aussage des Gehilfen für Naturstromschutz, Schering, noch etwas besseres ein? Dann teilen Sie es mir mit. wh
 

25.07.2001
..Offener Brief zum 6. „Klimagipfel“ vom 16. – 27. Juli 2001 in Bonn
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
der Öffentlichkeit vermitteln Sie das Bild eines besonnenen, kühl kalkulierenden und sinnvoll handelnden Politikers. Vom G8-Gipfel in Genua haben Sie an die Staatsmänner der Welt appelliert, dem deutschen Beispiel zu folgen und alles zu tun, um das „Weltklima“ zu schützen und den bedrohlichen „Klimawandel“ zu stoppen. Sie handeln exakt wie Ihr Vorgänger Helmut Kohl, der blindlings seinen Umweltministern Klaus Töpfer und Angela Merkel vertraute und sich zum „Vorreiter“ in Sachen „Klimaschutz“ hochstilisieren ließ. Auch Sie glauben uneingeschränkt dem Fachminister Jürgen Trittin, sehen im „Klimaschutz“ die größte umweltpolitische Herausforderung der Menschheit und glauben, die „Ökosteuern“ würden dem Ziele dienen. 

Wie Sie Ihren Fachministern, so glauben diese wiederum den „Klimaexperten“, die erstmals 1986 öffentlich die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ aussprachen. Doch wer sind diese „Klimaexperten“ und was verbirgt sich hinter diesem Anspruch? Jeder weiß, dass das „Klima“ definiert ist als das „mittlere Wettergeschehen“ einer 30.jährigen Periode an einem bestimmten Ort. „Klima“ ist vom Wetter abgeleitet, ohne dieses nicht denkbar. Jeder „Klimawert“ ist ein statistischer Wert, der keine „Katastrophen“ auslösen kann, im Gegenteil, der alle Wetterkatastrophen, die im Laufe von 30 Jahren auftreten, einfach „wegmittelt“. Jeder Hauptschüler kann die Temperaturen aller Wettermessstationen der Erde zusammenzählen und daraus einen Mittelwert, die „Globaltemperatur“, errechnen. Doch erzeugt diese Zahl ein eigenständig agierendes „Globalklima“, das nun das regionale Wetter bestimmt und den Menschen mit Blitz und Donner für seine angeblichen Klima-Sünden bestraft? Ich glaube, hier sollte der Glaube an die Weisheit der „Klimaexperten“ aufhören.

Tatsache ist, dass die „Klimaforscher“ einen wissenschaftlichen Popanz ohnegleichen aufgebaut haben. Sie haben geschickt die Macht der Bilder genutzt, um eine ganze Welt zu verführen. Kein Zweifel, dass die Bilder von Wetterkatastrophen auch auf die politisch Handelnden eine fatale Magie ausübten und den festen Glauben an die Notwendigkeit des „Klimaschutzes“ begründeten. Doch die „Klimatologie“ kann nichts anderes, als „mittlere Wetterzustände“ zu beschreiben. Sie ist Teil der Geographie und kein eigenes Studienfach, das man mit dem Diplom abschließen könnte. Alle „Klimaexperten“ ernennen sich selbst hierzu. Die allerwenigsten der im IPCC versammelten Garde von „Sittenwächtern“ des „Weltklimas“ sind in der Lage, eigenständig eine Wettervorhersage zu machen. Sie bewegen sich in der statistischen Scheinwelt „Weltklima“. Mag die Politik auch von „Klimaschutz“ träumen und sich zum Gestalter und Lenker des „Weltklimas“ aufschwingen, wann eine Rakete in den Weltraum starten darf, das entscheidet immer noch das Wetter!

Es ist eine täglich erfahrbare Tatsache, unser Einfluss auf das „Klima“ endet an unserer Ohnmacht vor dem Wetter. Das Wetter ist „Herr“ über den Menschen und nicht umgekehrt der Mensch „Herr“ über das Wetter. Es nimmt auch auf keine Weltmacht Rücksicht! Die „Klimageschichte“ bleibt ein „Buch mit sieben Siegeln“, solange der Mensch die ihr zugrundeliegende Wettergeschichte nicht enträtseln und erklären kann. Nur das Wetter bestimmt die Temperaturen und das, was wir als „Klima“ errechnen. Alles, was über das künftige „Klima“ gefaselt wird, ist reine Phantasie und pure Spekulation, insbesondere wenn die „Experten“ sich auf den Ihnen bedingungslos gehorchenden Computer berufen. Wer nicht weiß, wie in acht Tagen das Wetter wird, kann erst recht nicht das von ihm statistisch abgeleitete „Klima“ für 100 Jahre vorhersagen. 

Wenn im ewigen Auf und Ab der „Klimageschichte“ heute „wissenschaftlich“ von „Klimaexperten“ nach langjährigen teuren Forschungen festgestellt wird, dass sich das „Klima“ zufällig mal wieder „erwärme“, dann ist das eine Banalität. Dieses kann man seit Jahrzehnten in jedem Erdkundebuch nachgelesen. Es ist schon eine Verhöhnung der Menschenwürde, weil hier Öffentlichkeit und Politik einfach für „dumm“ erklärt werden. Bitte, setzen Sie dieser beleidigenden Arroganz ein Ende! Alles, was beim 6. Klimagipfel in Bonn auch beschlossen werden wird, wird am „Klima“ nichts ändern, weil sich am Wetter nichts ändert. Wenn Sie wirklich als „Vorreiter“ in die Geschichte eingehen wollen, dann erklären Sie sich zum „Vorreiter der Vernunft“! Machen Sie dem Treibhaus-Schwindel ein Ende und halten Sie das „UN-Klimakarussell“ noch in letzter Sekunde an. Drehen Sie den „Klimaexperten“ die Geldhähne zu und investieren Sie dieses Geld in die Zukunft, die ideologiefreie Bildung der Kinder unserer Erde! 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Thüne

Anmerkung: Mit ungezählten Beiträgen gehört Wolfgang Thüne zu den vehementen Kritikern der anthropogen verursachten Treibhausthese mit drohender Klimakatastrophe. Bemerkenswert ist aus meiner Sicht, daß ich trotz der darüber geführten hitzigen Diskussionen noch keine Argumente angetroffen habe, welche seine vielfältigen Aussagen fachlich widerlegen. wh
 

24.07.2001
.. Die "Rettungsaktion" für das Kyoto-Protokoll sei erfolgreich verlaufen - auch ohne die USA - titelt der Spiegel. Ob "Kyoto light" nun auch die Erde rettet, wird bereits von diversen Gruppierungen, welche meinen, CO2 als Schadgas 1. Ordnung definieren zu müssen, bezweifelt. Denn bei diesem gigantischen und CO2-intensiven Umweltourismus kam nur ein Kompromiß heraus. Ob jemals ein "Klima- und Öko-Institut" ausrechnet, wie CO2-intensiv der daraus folgende bürokratische Ablauf für Überwachung, Kontrolle, Handel  und Sanktionen ist? Die Teilnehmer des Bonner Weltklimagipfels haben sich auf eine Vereinbarung zur Reduktion von "Treibhausgasen" geeinigt - verbreiten so ziemlich alle Medien. Diese Vereinbarung legt fest, auf welche Weise Industrieländer ihre Emissionen vermindern sollen. Geradezu grotesk klingt hierbei die diskutierte Änderung für das Nahrungsmittel produzierende Gewerbe - die Landwirtschaft, welche weniger tief pflügen soll, damit weniger Kohlendioxid frei würde.

Der aufmerksame Leser sollte bei der Treibhaus-Diskussion eine bedeutsame nachrichtliche Weglassung (bewußt oder auch nicht) feststellen: Generell ist von "Treibhausgasen" die Rede, im Besonderen vom CO2 und den damit verbundenen Maßnahmen. Und die anderen "Treibhausgase"? »Im Gesamtsystem ist der Wasserdampf der entscheidende Faktor für die Speicherung von Wärmeenergie, gefolgt von Kohlendioxid und den weiteren Treibhausgasen«, lautet die etwas präzisere Information in "Klimafakten: Der Rückblick - ein Schlüssel für die Zukunft". Als weitere Treibhausgase werden die übrigen Spurengase Ozon, Methan und Stickoxid genannt. Eine Grafik stellt den "Gesamt-Treibhauseffekt" mit 128,57 W/m2 Leistungsdichte der Strahlung dar, wobei sich 66% auf Wasserdampf, 29% auf Kohlendioxid und 5% auf den Rest verteilen.

Diese Aussagen stehen in Übereinstimmung mit der Broschüre "Energie-Daten 2000" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie: »Der natürliche "Treibhauseffekt" wird von Gasen - u. a. C02 - in der Atmosphäre hervorgerufen. Wasserdampf ist mit 66 Prozent am Gesamttreibhauseffekt beteiligt, gefolgt von Kohlendioxid mit 29 Prozent, und Ozon, Stickoxid und Methan schlagen mit 5 Prozent zu Buche. Diese Gase lassen die kurzwellige Sonnenstrahlung nahezu ungehindert zur Erde passieren, halten aber einen Großteil der langwelligen Wärme-Rückstrahlung der Erdoberfläche zurück. Der natürliche "Treibhauseffekt" sorgt für eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad.

Nun, was soll man eigentlich unter dem Begriff "Treibhauseffekt" verstehen? Für Wolfgang Thüne ("Der Treibhausschwindel") gibt es keinen Treibhauseffekt und somit auch keine Treibhausgase. Warum nicht? Weil unsere Erde kein Dach wie ein Treibhaus hat und oben offen ist. So bald nach Sonnenuntergang die eingestrahlte Sonnenenergie geringer als die von der Erde in den Weltraum abgestrahlte Wärmeenergie wird, setzt eine vom CO2 unabhängige Abkühlung ein. Der normale temporäre Warmhalteeffekt unserer Lufthülle wird dem Otto Normalbürger von der Politik als Treibhauseffekt mit drohender Klimakatastrophe verkauft. Die daran beteiligten Gase werden als Treibhausgase bezeichnet - bloß vom Hauptakteur Wasserdampf spricht niemand. Aus der fossilen Verbrennung resultierendes CO2 ist jedoch das letzte übrig gebliebene Argument der Kernenergiebefürtworter gegen die Konkurrenzfähigkeit der Kohle in der Energieerzeugung - nach dem mit Milliardenaufwand abgeschlossenen Prozeß der Rauchgasreinigung der achtziger und neunziger Jahre. CO2 wurde zum Klimakiller Nr. 1 erklärt und willige Auftragsforscher samt willfährige Politiker unterstützen mit Milliardenaufwand diese geniale Idee.

Auch wenn sich einst die von der Atomlobby aufgestellte Theorie vom CO2 als Klimakiller als falsch erweisen wird - Nutznießer wird trotzdem die Kernenergie sein. Weshalb? Nun, fossil betriebene Kraftwerke werden dann mit grüner Unterstützung eliminiert sein und regenerative Energieträger können mit ihrer geringen Leistungsdichte nicht den gewünschten Bedarf decken. Denn Bevölkerungsdichte korreliert unmittelbar mit der in der Energieversorgung notwendigen Leistungsdichte - wollen wir unseren gegenwärtigen Lebensstandard erhalten. 
Konkurrenz für die nukleare Energiegewinnung entsteht mit dem Fortschritt in der Brennstoffzellen-Technik. Sie emittiert als Überbleibsel nur noch Wasserdampf, den Hauptakteur im klimatischen "Treibhaus". Wer also die Treibhauslehre proklamiert, sollte baldigst damit beginnen, die Brennstoffzelle als "klimaschädlich" zu verurteilen - oder den Treibhauseffekt samt Klimakatastrophe lieber insgesamt schnellstens vergessen. Möglicherweise möchten wir bald sogar auf Kohle als Hilfsenergie für die Wasserstoffproduktion zurückgreifen wollen. 

Wie wenig sich die Natur von der internationalen Klimadiskussion beeindruckt zeigt, führt der aus globaler Sicht von Bonn garnicht so weit entfernte Atnä vor. Während sich die internationale Staatengemeinschaft über CO2-Reduktionen streitet und anschließend von einem "Durchbruch" in den Verhandlungen spricht, weil angeblich Rußland, Amiland und Japan kompromißbereit seien, produziert der Atnä mit seinem "Durchbruch" die ECHTE Katastrophenszene. Neben katastrophalen Lavamengen speit er auch ungezählte Mengen CO2 in in die Atmosphäre. Doch davon lassen sich die Verhandlungspartner in Bonn offenbar überhaupt nicht beeindrucken. So etwas überläßt man halt den vor Ort betroffenen Leuten.

Neben dem katastrophalen Kompromiß bei den Klimaverhandlungen drohen zwei weitere Katastrophen, welche unsere Energiepolitik beeindrucken können. 1. Der EU-Kommissar Monti will das EEG wegen der Förderung des Ökostroms auf seine Beihilfefähigkeit überprüfen lassen.  2. Mario Monti, Loyola de Palacio und Margot Wallström machen Probleme wegen der Kohlesubventionierung. Irgendwann bleibt nur noch die Kernenergie übrig. 


..Rothenberger Parlament lehnt Windrad-Standort ab - Gemeindevertreter votieren für entsprechenden SPD-Antrag
ROTHENBERG (pab). Die Rothenberger Gemeindevertreter haben sich in einer von der SPD beantragten Sondersitzung am Donnerstag einstimmig gegen den Bau eine Windkraftanlage oberhalb des Ortes ausgesprochen. Einhellig unterstützen sie einen Antrag der Sozialdemokraten, in dem es heißt: „Der Gemeindevorstand möge alle Schritte unternehmen, um den Bau der Windkraftanlagen am geplanten Standort in Rothenberg zu verhindern.“ Außerdem haben die Parlamentarier den Vorstand verpflichtet, ihnen alle weiteren Informationen zu den geplanten Anlagen vorzulegen.  Hier weiter lesen... 
23.07.2001
..Für die anläßlich der Bonner Klimakonferenz am vergangenen Wochenende versammelten 180 Umweltminister samt ihrem jeweiligen Troß dürfte die größte Katastrophe wohl darin bestehen, wenn sie keine Katastrophe prophezeien könnten.

Klimafakten: Der Rückblick - ein Schlüssel für die Zukunft: Ein Buch mit realistischen Inhalten, bei dessen Lektüre sie die imaginär geschürten Ängste der Klimaconnection vergessen können.
Zitat von S. 87: »Speziell in den letzten vierzig Jahren ist der Anteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre nicht im gleichen Maße angestiegen wie die anthropogenen Emissionen. Dieser Befund deutet auf die Existenz von Senken, die das Kohlendioxid aus anthropogenen Quellen aufnehmen. Heute werden mehr als 50% des von Menschen produzierten Kohlendioxids in Senken gebunden. Als Reservoire für die Aufnahme von atmosphärischem CO2 gelten neben den Ozeanen auch die Wälder der Nordhemisphäre.«
 

23.07.2001
..Grünes Elaborat ohne Inhalt
»Das Kyoto-Protokoll lebt. Der lange Marsch kann beginnen.
Zur heutigen Einigung bei der Klimakonferenz in Bonn erklärt der umweltpolitische Sprecher Reinhard Loske: Die Bonner Klimakonferenz hat gezeigt, dass Präsident Bush unrecht hat: Das Kyoto-Protokoll ist nicht tot. Es lebt. Und das ist auch gut so. Die Beschlüsse der Bonner Klimakonferenz sind ein wichtiger Meilenstein für die globale Umweltpolitik. Sicher enthält das Kyoto-Protokoll in seiner jetzigen Form einzelne Schwachpunkte, wie die weitgehende Einbeziehung von Senken. Aber insgesamt sind die jetzt gefundenen Ergebnisse ein tragfähiger Kompromiss, ein erster Schritt auf einem langem Marsch. Der deutsche Bundestag sollte jetzt zügig das Kyoto-Protokoll ratifizieren.

Heute ist aber auch ein guter Tag für Europa. Die Vorreiterrolle der Europäischen Union hat sich ebenso ausgezahlt wie die enge Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern. Bonn hat gezeigt: Ökologie, Zukunftsverantwortung und der faire Ausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern gehören zur europäischen Identität.« PRESSEMITTEILUNG Nr. 0476/2001 Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

..Praktische Aktivitäten vor Ort
Zu einer Radtour lädt der zweite Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Achim, Rainer Ditzfeld, für Freitag, 27. Juli, ein. Gemeinsam mit der „Bürgerinitiative gegen Windkraft an naher Wohnbebauung“ sollen bei dieser Gelegenheit die Windkraftanlage in Bassen und die geplanten Standorte in Embsen und Borstel besichtigt werden. Die Teilnehmer treffen sich um 16 Uhr an der Kreuzung Borsteler Weg/Borsteler Hauptstraße. Anschließend ist für 18.30 Uhr ein Treffen bei Susanne Schmid, Kaninchenberg 22 in Embsen, geplant. Dort soll dann bei Speisen und Getränke über die Besichtigung und Probleme an den drei Standorten gesprochen werden. Weser Kurier online vom 20.7.2001
 

23.07.2001
..WKA stören das Landschaftsbild - Standorte werden immer knapper

Keine Landschaftswende im Allgäu
Gegen Windrad bei der Lorettokapelle


..Wenn Lichter blitzen über Rothenberg - Windrad-Kritiker begründen ihre Haltung...hier bei Echo-Online weiterlesen.

Zur bildhaften Erinnerung siehe auch "Sinn und Nutzen von Windkraftanlagen"

22.07.2001
..Die folgende Sonntagslektüre stammt aus dem dem "schönen Frankenwald"
Landwirte als Energiewirte - Möglichkeiten der Energieagentur Oberfranken

1. Möglichkeit

  • Man kaufe sich eine Sau und alle Energieprobleme sind gelöst.
  • Mit 1000 Sauen installierter Leistung könnte man 500 Haushalte versorgen.
  • Mit einem Mega-Saustall eine halbe Stadt.
Für die Deckung des Restbedarfs stehen folgende Optionen offen:
Freie Kapazitäten:
  • Die dumme Sau, die überall anzutreffen ist.
  • Die arme Sau, die durch die Emissionen von Windkraftanlagen zu bedauern ist.
  • Die faule Sau, die auf Kosten des Steuerzahlers mit Hilfe des EEG lebt.
  • Die farbige Sau – (rot, schwarz, grün, gelb, blau oder braun)
2. Möglichkeit
Anbau von Bananen in Oberfranken.

Die vom Bayerischen Minister für Umwelt und Technologie in Auftrag gegebene Umweltstudie spricht von einer globalen Klimaerwärmung in Oberfranken, sodass das Gebot der Stunde für den Landwirt heißt: Anbau von Bananen.

Mit einem ha (Hektar) installierter Bananenstauden könnten 7,1428 Tonnen CO2-Emissionen vermindert werden.
Weiterer Nutzen durch den Bananenanbau in Oberfranken:

  • Mit einem ha Bananenstauden könnten 1000 Haushalte versorgt werden
  • Stabile Bananenpreise ( 17,8 Pf/Banane)
  • Kurze Transportwege, die wiederum zur Minderung von CO2-Emissionen beitragen
  • Verbesserung der Volksgesundheit durch ausgewogene Ernährung
  • Keine Abhängigkeiten von Großkonzernen
  • Verbesserung der Bodenstruktur
  • Auflockerung der Fruchtfolge
Laut neuesten Berichten versuchen jedoch jetzt schon Einzelne den Verbrauchern einzureden, sie würden dann in einer Bananenrepublik leben.  Durch gezielte Marketingmaßnahmen muss jedoch diesen Versuchen Einzelner mit aller Entschiedenheit entgegengewirkt werden. Weitere Maßnahmen sind noch in Vorbereitung und werden nach einer Machbarkeitsstudie realisiert. H.P., H.J.
21.07.2001
..VERDRÄNGEN WINDANLAGEN VÖGEL UND WILDTIERE? Kaum: Anfänglich beobachtete Verdrängungseffekte sind zurückgegangen - viele Tiere haben sich relativ schnell an die veränderte Umgebung gewöhnt. Windturbinen sind für das Wild eine "kalkulierbare Störquelle". Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Wildtierforschung Hannover im einer ausführlichen Untersuchung über Vorkommen, Bestandsdichten und Raumnutzung verschiedener Wildtiere. Einige Vogelarten bauen ihre Nester sogar im Schutz der Generator-Umhausung. Der so genannte "Vogelschlag" - also Kollisionen von Vögeln mit den Flügeln der Rotoren - spielt laut wissenschaftlich fundierten Untersuchungen - keine Rolle. Sehr viel gefährlicher für Vögel sind beleuchtete, festinstallierte Hindernisse wie Funk- und Sende-, aber auch Strommasten. Die Auswirkungen von Windturbinen auf die Lebensräume von Vögeln sowie Wildtieren lassen sich zudem durch eine sorgsame Standortplanung beschränken. In Natur- und Vogelschutzgebieten findet von vorneherein kein Ausbau von Windkraftanlagen statt - behaupten die Grünen in ihrem Positionspapier zur Nutzung der Windenergie vom Juni 2001.

Ein Wildmeister in Mechernich/Eifel glaubt dieser Auftragsuntersuchung nicht und stellt seine Erfahrungen und Kenntnisse dagegen:
»Forschung an der Natur vorbei: Zu dem Bericht "Fuchs und Hase stört das Rauschen nicht" (HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG 11. Juli 2001):
Das Fachgutachten der Tierärztlichen Hochschule über Lebensraumzerstörung von Wildtieren im Zusammenhang mit Windenergieanlagen hat wenig Aussagekraft. Dem Bundesjagdgesetz unterliegen 96 Wildarten, für die der Jäger verantwortlich ist, auch wenn sie nicht alle in Niedersachsen vorkommen. Tierarten, die unter einem besonderen Schutz stehen, sind in ihrer Anzahl noch einmal doppelt so hoch. Von dieser Artenfülle hat die Biologin für ihre Untersuchung fünf Arten ausgesucht, von denen zwei, Krähe und Fuchs, direkt von verunglückten Arten als Nahrung profitieren, was jeder Autofahrer an Straßen bei überfahrenem Wild beobachten kann.

Rehe und Hasen können nicht nur gelegentlich unter Windenergieanlagen, sondern auch an Straßenböschungen beobachtet werden, wo sie zu Hunderttausenden überfahren werden. Von dem Vertreter der Landesjägerschaft hatte man mehr Sachkunde erwartet als die Erkenntnis, Bodenbrüter könnten sich besonders gut im Bereich der Windmühlen entwickeln, weil sie vor Greifvögeln geschützt waren. Schade um das gute Geld von 250.000 Mark für die Forschung an der Natur vorbei.

Es wundert niemanden, daß Landesjagdverbände in ihren Programmen nicht mehr ernst genommen werden, Sachwalter der Natur zu sein. Richtig ist, dass Jäger (für ihre Pachtreviere wertmindernde Nachlässe erhalten, zum Teil geben sie die Reviere auf, weil Jagd in erster Linie ein Naturerlebnis darstellt, was wohl kaum im Bereich eines Windparks möglich ist. Windenergie ist keine Alternative; sie verbraucht Landschaft und zerstört Lebensräume von Wildtieren und Menschen.« Dieter Bertram, Mechernich 
 

21.07.2001
..Dear all, while the IPCC claims to represent the "consensus" majority of climate scientists, there is a steadily growing number of others who disagree, individual scientists, groups and institutions.

In Germany geologists Ulrich Berner and Hansjörg Streif has risen attention with their book
Klimafakten: Der Rückblick - Ein Schlüssel für die Zukunft [Climates of the Past: A key to understanding our future climate.] Berner, Ulrich; Streif, Hansjörg. 2000, 238 Seiten, 287 Abbildungen
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, das Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben und das Niedersächsische Landesamt für Bodenforschung

I freely translate some points of the book review:

  • with its horror scenarios the IPCC has wanted to revaluate Man again as the Omnipotent Agent on Earth, while Kopernikus him dethroned,
  • the authors state Man is only a tiny part in the Climate Changes,
  • in the climate changes the Sun is the most important factor,
  • Water and Water Vapor are second in importance,
  • compared to Water Vapor CO2 plays a very minor role,
  • compared to natural CO2 in the atmosphere the man-made part of it plays a very minor role.
I have proposed in this discussion group we should concentrate more detailed to Water, Water Vapor and the whole Water Circulation (in Oceans, and Winds' influence), precipitation, snow and ice formation etc. Well, this book "Klimafakten" confirms my proposal. Besides, it gives the whole picture of the present state-of-the-art in Climate Science. I hope it will be translated in English soon.

Best regards
Timo Hämeranta, Legal Adviser
Martinlaaksontie 42 B 9
01620 Vantaa,  Finland
Member State of the European Union
 

21.07.2001
..In der Diskussion um den geplanten Bau von Windrädern auf den Anhöhen des Lindenfelser Ortsteils Winterkasten hat sich der frühere Landrat Dietrich Kaßmann (SPD) in einem Leserbrief zu Wort gemeldet. Darin kritisiert der ehemalige Vorsitzende des Naturparks Bergstraße-Odenwald die geplanten „Riesenspargel“, die mit einer Höhe von bis zu hundert Metern das Landschaftsbild beeinträchtigen. Für das beantragte Prädikat „Unesco-Geopark“ seien Windkraftanlagen auf den Höhen des Odenwaldes „eher schädlich“ - berichtet Echo-Online am 21.07.2001 und publiziert den Leserbrief des ehemaligen Landrates.

„Riesenspargel“ im Naturpark Bergstraße-Odenwald?
 

20.07.2001
..Sind Windkraftanlagen hässlich? - fragen die Grünen in einem Positionspapier zur Windenergie vom Juni 2001 und geben auch gleich die Antwort: "Wir meinen: nein. Eingriffe in das Landschaftsbild sind Bestandteil der menschlichen Entwicklung und insofern keine Besonderheit von Windkraft-Anlagen. Über 180.000 Strommasten stehen verteilt über das gesamte Bundesgebiet. Dagegen gibt es nur rund 10.000 Windkraftanlagen in Deutschland. Zudem werden die Anlagen nicht willkürlich aufgestellt. Regionalplanung und kommunale Flächennutzungsplanung bieten genügend Instrumente, so dass Belange des Landschafts- und Naturschutzes unter Beteiligung aller Betroffenen berücksichtigt werden. Gesetzlich unterliegt die Aufstellung dem Baurecht, das der kommunalen und regionalen Planung die Möglichkeit zur umfassenden Gestaltung einräumt. Dabei geht es um eine Standortplanung auf regionaler Ebene mit der Ausweisung von Vorrang- bzw. Ausschlussgebieten, die den umweltverträglichen Ausbau von Windkraftanlagen sichert.

Fachleute des OVG Münster in Nordrhein-Westfalen sind da anderer Meinung.

Die Aufstellung der zwei Windkraftanlagen mit einem Abstand von 200 m am Hang des S.-Berges wäre dem Landschaftsbild grob unangemessen...sie werden auch von einem für ästhetische Eindrücke offenen Betrachter als belastend empfunden. 

Kein uneingeschränktes Baurecht für WKA im Außenbereich
Vorrang für Landschaftsbild - und wohl auch ein äußerst hilfreiches OVG-Urteil für viele Gemeinden in Deutschland.

 

20.07.2001
..Pferd rutschte in Wassergraben - Feuerwehr und Landwirt befreiten das Tier
-dk- Bensersiel. Einen außergewöhnlichen Einsatz hatten gestern am frühen Mittag die Freiwillige Feuerwehr Esens in Bensersiel-Oldendorf. Dort nämlich waren auf dem Strengeweg Reiter unterwegs. Weil ein Reitpferd auf Grund der Geräusche einer Windkraftanlage gescheut hatte, stieg eine Reiterin ab, wonach das Tier in einen tiefen Wassergraben geriet. Wegen der Schräglage konnte sich der Vierbeiner nicht selbst befreien. So wurden die Rettungskräfte aus Esens gerufen, die in schwierigem Umfeld unter der Einsatzleitung von Zugführer Frank Fischer Schläuche um das Tier legten. Ein Schlepper von Landwirt Gerhard Baumann konnte das Pferd dann bergen, das während der Zeit im Wasser eine Unterkühlung erlitten hatte. Auch die Polizei, promedica und ein Tierarzt waren im Einsatz.
Anzeiger für Harlingerland (S. 5) 20.07.2001
Anmerkung eines Naturschützers vor Ort:
Es handelt sich um einen durch eine Windkraftanlage verursachten Unfall an der berühmten "Zeiger-Mühle" in Oldendorf bei Bensersiel. Vor ein paar Tagen berichtete die Presse ausführlich über Wildtiere, die nach einer Untersuchung im Auftrage der Landesjägerschaft durch die Tierärztliche Hochschule Hannover "sich nicht an den Windkraftanlegen stören" und "sogar mehr Wildtiere" in Windparks gefunden wurden (vermutlich Füchse, die  Vögel als Anflugopfer wegschleppten). Für Haustiere gilt diese Untersuchung also offensichtlich nicht. Oder anders: Wenn man das deutsche Bambi reiten könnte, würde es dann auch an WKA scheuen? M.K.

..Terminankündigung: Donnerstag, 26. Juli 12:30 Uhr in Lauchhammer (Brandenburg) 
Pressekonferenz mit Bundesumweltminister Juergen Trittin anläßlich des ersten Spatenstichs fuer die VESTAS-Produktionsstätte (Rotorblaetter für Windenergieanlagen). 13:30 Uhr Spatenstich (Fototermin) Örtlichkeit: bei Vestas, John-Schehr-Str. 7, Industrie- und Gewerbegebiet Lauchhammer-Süd, 01979 Lauchhammer-Süd

Anmerkung:
Unbestritten - WKA schaffen Arbeitsplätze, auch produktive. WKA-Arbeitsplätze sind energie- und umweltintensiv. Ihre Energie beziehen sie aus konventionellen Kraftwerken. Dabei verbrauchen sie eine Menge Ressourcen, welche wiederum jeweils in Verbindung mit einer entsprechenden CO2-Produktion einhergeht. Für eine Arbeitsplatzwende mag das gut sein, hat mit Energie- und Klimawende aber nichts zu tun. Mangels Kompensationen in anderen Bereichen geht dieses politisch gesteuerte Wachstum auf Kosten unserer Natur und Umwelt, auf vieler Leute Gesundheit und vielerorts auf Kosten des sozialen Friedens. Hinzu kommt, daß Windkraftwerke schon deswegen nicht benötigt werden, weil sie wegen ihrer Diskontinuität weder Kern- noch Kohlekraftwerke substituieren können.
 

19.07.2001
..SCHALLENTWICKLUNG - KONTROLLIERT: Von einer nennenswerten Beeinträchtigung durch Lärmentwicklung kann bei Windenergie-Anlagen nicht gesprochen werden. Gewöhnlich wird das Rauschen der Rotoren durch andere Alltagsgeräusche überlagert - sei es der Lärm des Straßenverkehrs oder das Rauschen von Bäumen und Büschen. Schallemissionen sind auf alle Fälle ein wesentlicher Faktor in der Planungsphase von Windkraftwerken. In der technischen Anleitung zum Schutz vor Lärm (TA-Lärm) sind konkrete Grenzwerte für Geräuschpegel festgelegt - je spezifisch für Wohn-, Misch- und Gewerbegebiete. Um eine Baugenehmigung zu erhalten, ist die Einhaltung dieser Werte durch ein Gutachten nachzuweisen. Auch bei bereits bestehenden Anlagen ist es ggf. möglich, die Einhaltung der Grenzwerte im Nachhinein sicherzustellen, z.B. durch eine Drehzahlreduzierung. Künftig wird die Lärmemission weiter an Bedeutung verlieren: Moderne, leistungsstarke Turbinen sind noch besser gedämmt und laufen langsamer als ältere Modelle. Für Windparkanlagen ist durch eine größere Abstandsregelung möglicher Lärmbelästigung vorzubeugen - das ist Teil des Genehmigungsverfahrens - schreibt die Sprecherin der grünen Energiefraktion des Bundestages, Michaele Hustedt, in einem Positionspapier "Windenergie und Naturschutz sind vereinbar!" vom Juni 2001. Das Oberverwaltungsgericht Münster ist da etwas anderer Ansicht (Az.: 10 B 498/01 und 10 B 529/01).

Zu viel Lärm

Wenn Betreiber keine Sachargumente mehr haben, dann beschimpfen sie die Gegner z.B. wie folgt: "Der Anwalt der IG kämpft überall im Land wie Don Quichote gegen Windräder". Doch so stellt sich ein Betreiber gleich als Verlierer eines Verfahrens hin.

.."Durch zu viele Windräder wird meine Hohenloher Landschaft verschandelt." Binnen weniger Wochen sind etliche Anfragen für Windkraftanlagen eingegangen. Auswärtige Betreiber wollen so ihr Geld in Hohenlohe renditestark anlegen... weiter lesen bei der Heilbronner Stimme...
 
19.07.2001
TWO PENNSYLVANIA NUCLEAR PLANTS TO INCREASE POWER OUTPUT
BERWICK, Pennsylvania, July 16, 2001 (ENS) - The Nuclear Regulatory Commission (NRC) has approved a request by Pennsylvania Power & Light Company to increase the generating capacity of its two Susquehanna nuclear power plants. 

Pennsylvania Power & Light plans to boost the plants output by 1.4 percent, or about 14 megawatts of electricity per unit. The power uprate at the Susquehanna Steam Electric Station, located near Berwick, Pennsylvania, will increase the generating capacity of each unit to about 1,100 megawatts of electricity. The facility intends to implement the power increase for Unit 2 this month, and Unit 1 following the spring 2002 refueling outage. The application for the increase in power was submitted to the NRC on October 30, 2000. 

The NRC's safety evaluation of the requested power uprate for the units focused on several areas, including nuclear steam supply systems, instrumentation and control systems, electrical systems, accident evaluations, radiological consequences, operations and technical specification changes. The NRC staff determined that the licensee could safely increase the power output of the two reactors with minor modifications to plant equipment and because of technical refinements that permit more precise measurements of reactor operating conditions.
  

19.07.2001
..Unternehmen bündeln Kompetenz bei Windenergie / Kooperation zwischen EBV, Deutscher Bank und Enron - titelt der Anzeiger für Harlingerland am 18.07.2001
»lni/owir Oldenburg. Im boomenden Markt für erneuerbare Energien ist eine starke Allianz geschmiedet worden. Die EBV-Unternehmensgruppe aus Oldenburg hat mit der Deutschen Bank (Frankfurt) und ihrer Tochter Deutsche Immobilien Leasing (DIL/Düsseldorf) sowie der Firma Enron Wind (Salzbergen/Emsland) einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel ist die gemeinsame Planung, Finanzierung und Realisierung von Windenergie-Anlagen. Das gab EBV gestern bekannt. Mit dieser den Angaben zufolge bislang einzigartigen Bündelung von Kompetenzen zur Realisierung von Windenergie-Projekten sollen in den nächsten drei Jahren zunächst hundert Anlagen entstehen. Das Gesamtvolumen wird bei EBV auf "mehrere 100 Millionen DM" veranschlagt.
Standortsuche und Projektentwicklung übernimmt die EBV. Sie hat seit 1994 bundesweit bereits 14 Windenergie-Projekte entwickelt, darunter die Windparks Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), Wangenheim in Thüringen oder auch Düngstrup bei Wildeshausen. Die Deutsche Bank und DIL übernehmen Finanzierung und Vermarktung der Projekte, Enron Wind liefert die Anlagen.«
Anmerkung: Die US-Firma Enron hat bereits 1997 die marode Firma Tacke übernommen. Über die Verstrickungen mit Atomkonzernen berichtete der BLS im vergangenen Jahr. 
 
19.07.2001
..Biosphärenreservat Entlebuch und Landschaftsschutz
Der den deutschen Grünen gut bekannte Schweizer Professor Dr. Hans Christoph Binswanger, oftmals als Erfinder der ökologischen Steuerreform genannt, ist ein vehementer Mahner für den Landschaftsschutz und erklärter Gegner der Windkraftnutzung. Hier sein Beitrag:
»Kürzlich hat der Bundesrat einen entsprechenden Antrag bei der Unesco eingereicht. Jeder, dem die Erhaltung unserer Kulturlandschaft mit ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit ein besonderes Anliegen ist, hat sich darüber gefreut, weil es in der offziellen Broschüre dazu hieß: «Hohe Lebensqualitat und Wohlstand bleiben im Entlebuch nur erhalten, wenn die Schönheit der Landschaft erhalten bleibt. Eine solche Entwicklung nennt man nachhaltig«. 
Leider erweist sich dies nun als Illusion. In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil vorgesehen: In der wunderbaren Landschaft auf dem Hügelzug oberhalb von Entlebuch, in der sich das Mettilimoos, eine große Moorlandschaft von nationaler Bedeutung, befindet, soll ein «Erlebnispark» mit traditionellen Arten der Energiegewinnung wie Torfstechen entstehen. So weit, so gut. Aber als «Krönung» sind fünf moderne Windkraftmaschinen vorgesehen. Sie sollen eine Höhe von 72 m (mit Rotoren) aufweisen. Sie würden, da sie aus windtechnischen Gründen auf der Krete des Hügelzuges stehenmüssten, auf weite Sicht den Horizont zerschneiden und mit den sich drehenden Rotoren automatisch den Blick auf sich hin- und von der Landschaft abziehen.
Der ständige Lärm, den die Rotoren erzeugen, würde in der einsamen Gegend des Mettilimooses besonders stören. Außerdem ist ein Autoparkplatz mit Informationsstand usw. in der Größe von 4.000 m2 unmittelbar neben dem Moor geplant. - Dabei ist zu bedenken, daß der Beitrag, den die Windenergie zum gesamten Energieaufkommen leisten kann, kaum der Rede wert ist. Dies gilt wegen der ungünstigen Windverhältnisse in der Schweiz in besonderem Maße. Die Kapazität der Windkraftanlagen könnte auch am vorgesehenen Standort, obwohl sie auf der Krete stünden, nur zu etwa 11 - 12% genutzt werden.

Heute stehen gemäß Angaben der Betreiber in der Schweiz 14 Windkraftanlagen. Sie produzieren 2,733 GWh pro Jahr. Dies ist ein Beitrag zum Energieaufkommen in der Schweiz in der Höhe von etwa 0,0012%. Man muss sich vorstellen, was dies bedeutet: Es müssten über 14.000 Windenergieanlagen gleicher Durchschnittsleistungen errichtet werden, damit die Windkraft nur einen Anteil von einem einzigen Prozent (!) am Energieaufkommen erhalten würde. Die Zahl der Anlagen könnte zwar noch verringert werden - wenn man höhere Anlagen baut - aber es ist zu bedenken, daß die Landschaftseinwirkung mit der Höhe derselben überproportional zunimmt.

Unsere ganze Jura- und Voralpenlandschaft würde zerstört werden! Sollen die Windkraftanlagen im Landschaftsschutzgebiet des Biosphärenreservats ein Signal fur diese Zerstörung sein? Deutlicher ließe sich die Idee des Biosphärenreservats kaum mißbrauchen. Es ist sehr zu hoffen, daß Einsicht einkehrt, bevor es zu spät ist!«
Hans Christoph Binswanger (St. Gallen)

Energiewende oder Landschaftswende? "Die Interessen an der Erhaltung des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes sind grundsätzlich hoch zu gewichten...". Die Schweizer Stiftung Landschaftsschutz hat eine differenziertere Einstellung zur Umwelt.

Windkraft und Landschaftsschutz
Was bedeutet eigentlich der Begriff "Energiewende" bzw. wo und wie wird er unmißverständlich definiert, und zwar so, daß alle das gleiche darunter verstehen und wie soll sie herbeigeführt werden? Vergeblich werden Sie darauf eine Antwort suchen. Trittin präsentiert lieber mit Freunden aus der Windenergiebranche deren wirtschaftlichen Aufschwung. Für Natur- und Landschaftsschutz gibt bei "Klimaschützern" keinen Platz.

..Umwelt/Energie - Windkraft weiter kraeftig im Aufwind
»Juergen Trittin: Bundesrepublik macht Ernst mit Energiewende und praktischem Klimaschutz.
In der ersten Haelfte dieses Jahres wurde beim Ausbau der Windkraft in Deutschland wiederum ein neuer Rekord aufgestellt: Ueber 800 Megawatt Windenergie wurden neu installiert. Mit einer Gesamtleistung von fast 7.000 Megawatt hat die Bundesrepublik ihren Spitzenplatz bei der Windkraftnutzung in der Welt weiter ausgebaut. Zum Vergleich: Im Herbst 1998 waren erst 3.000 Megawatt am Netz. Damit bestaetigen sich nach Ansicht von Bundesumweltminister Juergen Trittin Expertenprognosen, die die Windkraft vor allem seit dem Inkrafttreten des Erneuerbare-Energie-Gesetz weiter kraeftig im Aufwind sehen. "Der Windkraftboom ist zugleich ein sichtbares Zeichen, dass die Bundesrepublik mit der Energiewende und dem praktischen Klimaschutz ungeachtet aller Schwierigkeiten auf dem internationalen Verhandlungsparkett Ernst macht," sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin zur aktuellen Halbjahresbilanz Windenergie, die er gemeinsam mit Hermann Albers, Bundesvorstand und Landesvorsitzender des Bundesverbandes WindEnergie e.V., heute in Berlin vorgestellt hat.

Mehr als die Haelfte des Windstroms in Europa und über ein Drittel der Weltproduktion dieser Energieform werden in Deutschland erzeugt. Die Windenergie traegt mittlerweile ueber 2,5 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland bei und hat ueber 30.000 Arbeitsplaetze geschaffen. Tendenz steigend: Im 1. Halbjahr 2001 wurden 50 Prozent mehr an Leistung installiert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (530 MW). "Die Energiewende ist keine Fiktion, sondern hat allen Unkenrufen zum Trotz laengst begonnen: Der Ausstieg aus der Atomenergie ist vertraglich besiegelt und wird derzeit rechtlich umgesetzt, Massnahmen zum effizienteren und sparsamen Energieeinsatz greifen und die erneuerbaren Energien erleben einen grossen Aufschwung. Damit setzen wir eines der wesentlichen Ziele der Bundesregierung in dieser Legislaturperiode erfolgreich um," sagte Trittin.

Die Erfolgsgeschichte der Windkraftnutzung dürfe aber, so der Minister, nicht darueber hinwegtaeuschen, dass fuer die Zukunft neue Weichen zu stellen sind. So sei das Ziel der Bundesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2010 zu verdoppeln, nur mit einem Einstieg in die Windenergienutzung auf See erreichbar. Eine Strategie zum umwelt- und naturvertraeglichen Ausbau werde derzeit entwickelt.« BMU Pressedienst Nr. 142/01 Berlin, 12. Juli 2001

Anmerkung:
Bei der Lektüre des letzten Satzes dieser PM dürfte unvermittelt die Frage auftauchen, wie mit den größten Freiluftmaschinen aller Zeiten ein umwelt- und naturverträglicher Ausbau zu entwicklen ist. Man bedenke, daß die von Riesenrotoren beanspruchte Kreisfläche bereits im Bereich von 1 Hektar liegt und bereits so vielen Vögeln ihren Flugraum wegnimmt. Mit dem kaum registrierten Promilleanteil am Primärenergieaufkommen hat die größte Landschaftswende aller Zeiten begonnen - nicht die Energiewende. Aber auch der Ressourcenverbrauch. Denn mit WKA wird in Deutschland mehr Stahl verbaut als mit Schiffen. Dieser Stahl steht in Form gewaltiger Türme in freien Landschaften. Aber wo ist die Gegenrechnung einer Ressourceneinsparung durch Windkraftnutzung? Kann die gewonnene Windenergie z.B. bei der Erz- und Stahlgewinnung sinnvoll eingesetzt werden, um eine Kompensation der für den Hochofenprozeß notwendigen fossilen Energieträger wie den Koks und andere Zuschlagstoffe herbeizuführen? Kann diskontinuierlich auftretender Windstrom für die elektrischen Induktionsöfen in der Alteisenschmelze eingesetzt werden, beispielsweise um Hochspannungsmasten zu recyclen? Wieviele wurden als Ausgleich der durch WKA auftretenden Natur- und Landschaftsbeeinträchtigungen bereits eingeschmolzen? Und wieviele Megawatt Kernenergie wurden im dritten Halbjahr, seit dem der "Atomkonsens" mit seinen Energielieferungen rechnet, vom Netz genommen? Welche Bedeutung hat der Begriff "Energiewende" in unseren Nachbarländern oder reicht es aus, wenn man nur in Deutschland dieses imaginäre Ziel anstrebt?
 
Nicht Vertreter des Natur- und Landschaftsschutzes, sondern »Wirtschaftsvertreter von rund 140 Unternehmen, vor allem aus Europa, haben die Industriestaaten auf dem Bonner Weltklimagipfel zu einer Verständigung aufgerufen. Das Kyoto-Protokoll als international verbindlicher Rahmen zum Klimaschutz müsse in Kraft treten, erklärte die Wirtschaftsinitiative "e-mission 55" am Dienstag in Bonn. Dazu müsse es einen erfolgreichen Abschluß der Klimakonferenz geben.
Der Zusammenschluß ist die einzige Unternehmensinitiative, die sich so eindeutig für das Kyoto-Protokoll ausspricht. Aus Deutschland gehören dazu die Deutsche Telekom AG, der Otto-Versand und der Gerling-Konzern.« Zitat aus Darmstädter Echo vom 18.07.2001.

Und was berichtet der BMU Pressedienst
Nr. 147/01 Berlin vom 18. Juli 2001?

»Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek Zeul: "Die Industrielaender sind die Hauptverursacher, die Entwicklungslaender die Hauptleidtragenden des globalen Klimawandels. Deshalb muessen die Industrielaender vorangehen. Wir wollen jedoch auch die Entwicklungslaender durch konkrete Kooperation staerker in den Klimaschutz einbinden. In den Jahren 1999 und 2000 hat das Entwicklungsministerium fuer Klimaschutzmassnahmen in den Entwicklungslaendern -- vor allem erneuerbare Energien und Tropenwaldschutz -- weit ueber 800 Millionen DM bereit gestellt. Zusaetzlich werden wir auf allen Ebenen -- in unserer bilateralen Entwicklungszusammenarbeit ebenso wie im multilateralen Rahmen -- verstaerkt in den Klimaschutz investieren."«

Frage: Wieso sind Entwicklungslaender die Hauptleidtragenden des globalen Klimawandels? Wird die Entwicklungsbedürftigkeit der Länder etwa vom globalen Klima oder von den "Global Players", z.B. den Vertretern der o.g. rund 140 Unternehmen, bestimmt?

Weiter aus dem BMU-Pressedienst Nr. 147/01:
»Bundesumweltminister Juergen Trittin: "Deutschland kann mit einer von 1990 bis 2000 erreichten Verringerung des Ausstosses der sechs im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase um 18 Prozent auf eine stolze Bilanz zurueckblicken. Wir haben gezeigt: Klimaschutz ist machbar. Eine aktive Klimaschutzpolitik hilft bei der Modernisierung unserer Volkswirtschaften und schafft zukunftssichere Arbeitsplaetze.«

Fragen: Wie kam die von Minister Trittin zitierte Bilanz der erreichten Verringerung von "Treibhausgasen" zustande? Mit oder ohne Kernkraftwerke? Weshalb schmückt sich Herr Trittin eigentlich nicht mit der Reduktion von echten Schadstoffen aus der Luft: TAM-News teilt beispielsweise folgendes mit:

»Die deutschen Stromversorger haben die Stickoxid (NOx)-Emissionen aus ihren Kraftwerken halbiert: Im Zeitraum 1991 bis 2000 sank der jährliche Ausstoß von rund 0,34 auf rund 0,17 Mio t. Einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leistete die Modernisierung der ostdeutschen Kraftwerke: Dort wurden nach einer Meldung des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) die NOx-Emissionen nach VDEW-Angaben seit 1991 um 67% reduziert. In Westdeutschland lag der NOx-Ausstoß aus den Anlagen der Stromversorger im Jahr 2000 um 41% niedriger als 1991.« Siehe auch http://www.strom.de/i_inhal1.htm vom 16.07.2001.
Nun, warum erwähnt der Minister diese gesundheitspolitisch bedeutsame und unmittelbar wirksame Maßnahme an den fossil betriebenen Kraftwerken nicht? Offensichtlich redet er lieber den Leuten von der Kernenergie das Wort vom "Klimaschutz".
  

18.07.2001
.."Sylvia Voß inzwischen gute Adresse für Windkraftkritiker" / Schmerzhaftes Umdenken bei Grünen-Fraktion im Gange
Seit sich die naturschutzpolitische Grünen-Sprecherin Sylvia Voß im Juni auf ihrer Website nachdrücklich von einem grausigen Pro-Windkraft-Traktat Michaele Hustedts distanzierte, geschehen hinter den politischen Kulissen erstaunliche, interessante Dinge.

Umweltminister Jürgen Trittin versucht nach Kräften, von dem in seiner eigenen Fraktion heftig aufgebrochenen Windkraft-Dissens abzulenken, geht soweit, diesen vor der Presse entgegen der Wahrheit zu bestreiten. Das Motiv ist offensichtlich – verliert er sein mit Hilfe der Atom-und Rüstungskonzerne hochgepäppeltes Zugpferd Windenergienutzung, ziehen korrumpierte Medien bei seiner Windkraft-Propaganda nicht mehr wie gewünscht mit, sieht die Leistungsbilanz des Ministers extrem schlecht aus, muß er sich auf Böses gefaßt machen.

Denn nach Auskunft des Büros der Abgeordneten Sylvia Voß ist die Politikerin in ganz kurzer Zeit zu einer sehr guten Adresse für Windkraftkritiker geworden, hat Kontakte nicht nur zu den entsprechenden Bürgerinitiativen in ihrer Heimat Brandenburg, sondern auch in Sachsen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg. Kennzeichnend für die innerparteiliche, innerfraktionelle Demokratie bei den Grünen: Vor Ausbruch der Debatte, hieß es auf Anfrage dieser Website, habe man nicht gerade Wert auf eine Diskussion mit Sylvia Voß gelegt. Erst, seitdem diese den Dissens auf ihrer eigenen Website darstellte, und dies in der Öffentlichkeit wahrgenommen worden sei, "sah man ein, offen miteinander reden zu müssen, kam bei den Grünen eine Debatte in Gang". Das müsse man positiv interpretieren. "Jetzt findet ein Meinungsstreit statt, bei dem wir erstmals gleichberechtigt wahrgenommen werden".

"Schrecklicher" Hustedt-Entwurf

Das hatte offenbar deutliche Wirkungen: Michaele Hustedt hatte im Grünen-Arbeitskreis II Umwelt, Infrastruktur, Ernährung, Bildung, Tourismus und Sport erst kürzlich wiederum einen Beschlußentwurf eingebracht, der vom Büro Voß gegenüber dieser Website als "schrecklich" charakterisiert wurde. „Der Entwurf wurde von uns radikal umgeschrieben, sodaß wir mit einem großen Teil des angenommenen Kompromißpapiers leben können. Für den ursprünglichen Hustedt-Entwurf hätte man sich in Grund und Boden schämen müssen, wenn er, wie beabsichtigt, beschlossen worden wäre." Details wollte man aber nicht nennen. Man habe sogar versucht, das Papier an Sylvia Voß vorbei in den Beratungen "mehr oder weniger zügig durchzuwinken". Daß dies nicht gelungen sei, weise auf das Umdenken bei den anderen Arbeitskreis-Mitgliedern.

Dennoch hat Sylvia Voß dem Kompromißpapier nicht zugestimmt, weil die Arbeitskreis-Mehrheit - ebenso wie Trittin selbst – windkraftkritische Dokumente von dessen  Ministerium nicht kannte und absurderweise auf folgendem Passus bestand: "Das Gros der Studien kommt allerdings bislang zum Ergebnis, daß sich die Vogelwelt weitgehend auf die Windkraftanlagen einstellt". Dumpfer, jeder Naturschützer weiß es, gehts nimmer. Für Sylvia Voß, betonte ihr Büro, "existieren hinreichende Belege dafür, daß es negative Auswirkungen auf die Vogelwelt gibt – was berücksichtigt werden muß. Die Position der Gegenseite ist leider in allen Fragen von Natur, Umwelt und Sozialverträglichkeit sehr wenig einsichtig". Bestätigt wurde, daß an Sylvia Voß die "Bitte" herangetragen wurde, das Hustedt-Traktat und die Voß-Antwort darauf von der Website zu nehmen – was man natürlich nicht getan habe.

"Wir brauchen für unsere Positionen noch gute empirische Belege – sammeln jetzt in der parlamentarischen Sommerpause Studien und Berichte von Experten und Initiativen".

Ergo – Umweltaktivisten sollten raschest an die Grünen-Politikerin alles verfügbare Material schicken, das für Anhörungen, Diskussionsrunden etc. im Herbst dringend gebraucht wird. Auch für diese Website wäre interessant zu wissen, welches Kommerzmedium zuerst die Zensur lockert und über den Voß-Windkraft-Konflikt bei den Grünen berichtet. Auf die Reaktionen der taz dürfte man mit am meisten gespannt sein.  kh
 
18.07.2001
..Windenergie und Naturschutz sind vereinbar - behaupten die Grünen in einem Positionspapier vom Juni 2001 und stellen suggestiv die Frage: "VERDRÄNGEN WINDANLAGEN VÖGEL UND WILDTIERE?", welche sie selbst wie folgt beantworten: "Kaum: Anfänglich beobachtete Verdrängungseffekte sind zurückgegangen - viele Tiere haben sich relativ schnell an die veränderte Umgebung gewöhnt. Windturbinen sind für das Wild eine "kalkulierbare Störquelle". Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Wildtierforschung Hannover im einer ausführlichen Untersuchung über Vorkommen, Bestandsdichten und Raumnutzung verschiedener Wildtiere. Einige Vogelarten bauen ihre Nester sogar im Schutz der Generator-Umhausung. Der so genannte "Vogelschlag" - also Kollisionen von Vögeln mit den Flügeln der Rotoren - spielt laut wissenschaftlich fundierten Untersuchungen - keine Rolle. Sehr viel gefährlicher für Vögel sind beleuchtete, festinstallierte Hindernisse wie Funk- und Sende-, aber auch Strommasten. Die Auswirkungen von Windturbinen auf die Lebensräume von Vögeln sowie Wildtieren lassen sich zudem durch eine sorgsame Standortplanung beschränken. In Natur- und Vogelschutzgebieten findet von vorneherein kein Ausbau von Windkraftanlagen statt."

Anmerkung:
So kann man die Auswirkungen von Windturbinen mit bezahlten Auftragsstudien schön reden und unkritische Schreiber verbreiten derart katastrophale Untersuchungen über die Medien ins Volk. Für diverse grüne Politiker, welche den "Klimaschutz" lieben und den Naturschutz hassen, mag das Balsam sein. Ein empörter Naturschützer reagiert dagegen mit einer Gegendarstellung an die Ostfriesen Zeitung:

»Sehr geehrter Herr Dr. Schröder,
Ihre Berichterstattung erweckt den Eindruck, alles sei "paletti", wenn es um die Beurteilung von Auswirkungen der Windkraftanlagen auf die freilebende Tierwelt geht. Sie zitieren eine Auftragsstudie der Landesjägerschaft Niedersachsen durch die Tierärztlichen Hochschule Hannover. Sie erwähnen nicht ausdrücklich, dass sich diese Studie nur auf wenige Beutetiere der Jägerschaft wie Hase, Fuchs, Reh, Krähe und Rebhuhn bezieht, und zwar in einem Untersuchungsgebiet im Großraum Hannover und Bremen, also nicht an der Küste und eben nicht um "Tiere" an sich.
Die Autorin der Untersuchung, Claudia Menzel vom Institut für Wildtierforschung, weist laut Berichterstattung der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 11. Juli 2001 "Fuchs und Hase stört das Rauschen nicht" ausdrücklich darauf hin, dass ihre Ergebnisse nicht auf andere Gebiete oder andere Wildtiere wie Zugvögel übertragbar seien. Die Zugvogelproblematik, die an der Küste ja das wesentliche Kriterium der Beurteilung von Windkraftanlagen und Naturschutz ist, haben Sie ja auch in ihrem Artikel kurz, aber unvollständig, angerissen. 
Wie dann, wie Sie berichten, ein Jäger schon jetzt schlüssig sagen kann, dass Gänse nur anfänglich "Schlagopfer" an Windkraftanlagen waren und jetzt "unter den Rotoren durch", "über sie hinweg" fliegen oder ganz ausweichen, ist schon eine mutige Behauptung. Es sind ja nun bei der Vielzahl und den verschiedenen Gänsearten nicht immer die selben Tiere, die gezielt Ausweichmanöver üben. Systematische Untersuchungen über Anflugopfer liegt nach meiner Kenntnis nur aus Schweden vor, und sollen hohe Opferzahlen feststellen.

Limikolenschwärme (das sind die vielen verschiedenen Arten von Watvögeln auf dem Zuge) weichen in der Regel großräumig aus (wenn sie es denn bei stürmischen Wetterlagen rechtzeitig können) und halten auf den Rastplätzen mehrere hundert Meter Abstand zu den Anlagen ein. Das ist gut untersucht und kann jeder sehen, der die unscheinbaren Vögel auf dem Boden überhaupt kennt nicht übersieht. Gerade durch die Entwertung der Rastplätze für Gänse und Limikolen hat ja die EU-Kommision wegen Verletzung der europäischen Vogelschutzrichtlinie ein Vertragsverletzungsverfahren gegen den Bau des Windparks Wybelsum und vierzehn weitere in Ostfriesland vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Ihre unzulässig verkürzte Berichterstattung wird wieder dankbar von den Schlagzeilenlesern aufgenommen werden, die schon immer wussten, dass Naturschützer daneben liegen und Windkraft harmlos ist.

Und der Bundesverband Windenergie wird sicher auch begeistert sein, wieder einmal kostenlose Unterstützung bekommen zu haben, auch wenn sie noch so fragwürdig ist.«
Mit freundlichem Gruß Manfred Knake
 

17.07.2001
..Kritik bei Windkraft
»Der Windkraft-Anbieter Repower, Hamburg, fürchtet, dass das Umweltministerium beim Bau großer Windparks vor der Nordseeküste bremst. Es stelle bis 2007 lediglich die Montage von 40 Windkraftanlagen in der Nordsee in Aussicht. Bis jetzt liegen Anträge für zehn Projekte vor der Nordseeküste vor. 2004 sollen die ersten Windparks nach den Regierungsplänen in Betrieb gehen und bis 2010 rund 2.000 bis 3.000 MW Leistung liefern. Fernziel sind 20.000 bis 30.000 MW bis 2030. Bislang trägt Windkraft rund ein 1% zum Stromaufkommen in Deutschland bei« - berichtete TAM News am 13.07.2001.

Es gibt noch viele vorangegangene Informationen schauen Sie nach ab 16.07.2001
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