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Über 400 Bürgerinitiativen wehren sich 
  Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung einer regenerativen Energieform. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Windkraftanlagen können im gemeinsamen Netz weder Kern- noch Kohlekraftwerke ersetzen
 Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie
Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folge
up Datum aufwärts weiter                                                                                                 Hügelland - die aktuelle WKA-Seite für Rheinland-Pfalz

06.09.2001
..Für ein gesundes Klima soll der Verbrauch fossiler Energien reduziert und durch alternative Energiequellen wie Windkraft-, Solar- und Photovoltaikanlagen sowie Biogas und Wasserkraft ersetzt werden; die Nutzung nachwachsender Rohstoffe soll gefördert werden ... So und ähnlich undifferenziert (alle unterschiedlichen Energiequellen werden mit Energiesparen zusammengeworfen) lauten wohlgemeinte Vorhaben diverser AGENDA-Gruppierungen. Warum fordern solche Gruppierungen nicht auch, unsere Eßgewohnheiten von konventionellen Speisen auf Lebensmitteladditive umzustellen? Mangels Wissen übersehen sie halt, daß die genannten regenerativen Energiequellen nur Zutaten (Additiva) im herrschenden Energiemix und kein Ersatz sind. 

Was bewirkt denn die Photovoltaik- oder Biogasanlage des kleinen Mannes, wenn sie sich auf die ungeregelte Stromleitung aufschaltet? Um den Strom los zuwerden, muß sie ihn mittels punktueller Anhebung über den vor Ort anstehenden Spannungswert hineinpressen. Umgekehrt sinkt mit jeder Stromentnahme auf der Leitung die Spannung. Der SFV Aachen erläutert diesen Sachverhalt aus einem anderen Grund in seinem Rundbrief 27/01 vom 05.09.2001:

»Wenn an einer Versorgungsleitung ausschließlich Verbraucher angeschlossen sind, senkt jeder zusätzliche Verbraucher die Versorgungsspannung ab. Da ist in der Tat Vorsicht geraten, damit die Spannung nicht unter den zulässigen Minimalwert abfällt. Wenn an einer Leitung ausschließlich Erzeuger angeschlossen sind, hebt jeder zusätzliche Erzeuger die Spannung weiter an, bis die Spannung schließlich den zulässigen Maximalwert überschreitet... Wenn hingegen unter lauter Verbrauchern, welche die Spannung absenken, ein Erzeuger angeschlossen wird, der die (abgesenkte) Spannung wieder etwas anhebt, ist die durch ihn verursachte Spannungsanhebung sogar zu begrüßen. Er entlastet somit das Netz. Erst wenn die Gesamtleistung aller angeschlossenen Erzeuger die Gesamtleistung aller angeschlossenen Verbraucher übersteigt, kann man von einer Spannungsanhebung über den vorgeschriebenen Mittelwert ausgehen.«
Konkret: Die Spannung an der Steckdose hat mit ihrem Nennwert von 230 V einen Spielraum von +10% / -6%, darf also zwischen 207 und 244 Volt schwanken. Welche Auswirkungen hat das? Gemäß Ohmsches Gesetz richtet sich der Verbrauch von Elektrogeräten auch nach der Höhe der anstehenden Spannung. Liegt diese über dem Nennwert, dann verbraucht z.B. ein Staubsauger etwas mehr Strom und läuft ein bißchen schneller als unter dem Spannungsnennwert. Im gleichen Sinn ändert z.B. auch die Glühlampe ihre Helligkeit. Auf deutsch: In Phasen hoher Netzbelastung, z.B. zur Mittagszeit, sinkt die Netzspannung und damit der Verbrauch eines Gerätes und in Phasen niedriger Netzbelastung steigt die Netzspannung und damit auch der Verbrauch z.B. einer Glühlampe. Diese spannungsabhängigen Schwankungen des Stromverbrauches elektrischer Geräte werden von den Stromkunden im allgemeinen nicht registriert - aber von deren Elektrizitätszähler. 

Zurück zur Solaranlage auf dem Dach: Bei sinkender Netzspannung zur Mittagszeit (Annahme: alle Hausfrauen schalten ihre Kochplatten ein) kann bei Sonnenschein eine Photovoltaikanlage auf dem Dach durch zusätzliche Einspeisung das punktuelle Absinken der Netzspannung reduzieren oder vielleicht kompensieren. Dann erhalten gerade in Betrieb befindliche Elektrogeräte wieder Nennspannunng und verbrauchen auch wieder mehr Strom. Der Stromverbrauch von Geräten läßt sich so stabiliseren, also zumindest zeitweise einigermaßen gleich halten. Das Netz wird wird entlastet - formuliert der SFV und meint in Wirklichkeit die Leitung, in die eine Solaranlage einspeist. Eine Leitung ist aber noch lange kein Netz und die Entlastung einer Leitung führt nicht zu einer Entlastung des zugeordneten Wärmekraftwerkes. Dieses brummt unverändert weiter. 

Photovoltaikanlagen nach dem 100.000-Dächer-Programm gleichen die durch zunehmende Belastung auf einer Leitung auftretende Spannungsabsenkung und die damit sinkende Stromaufnahme von Elektrogeräten durch zusätzliche Einspeisung von Strom einfach aus. Sie stabilisieren den Verbrauch. Weil dies alles im Rahmen der zulässigen Schwankungen geschieht, merkt der Stromkunde dies nicht. Ein Stromspareffekt entsteht durch solche Anlagen nicht. Im Gegenteil: Ohne Solaranlage auf dem Dach wäre aufgrund der häufiger nach unten schwankenden Netzspannung (z.B. in der Mittagszeit) innerhalb einer Abrechnungsperiode der Verbrauch eines Kunden sogar geringer und er müßte weniger berappen als wenn die Netzspannung stets konstant auf Nennwert gehalten oder von Solarzellen eventuell über ihren Nennwert gefahren wird. Damit der Stromverbrauch des Kunden durch Absinken der Spannung an dessen Hausanschluß nicht regelmäßig sinkt, tolerieren Elektrische Versorgungsunternehmen (EVU) diese Art der additiven Einspeisung durch Solarzellen und übernehmen in vielen Fällen am besten auch noch selbst das Geschäft des Solarbetreibers. Schließlich rechnen sie ja die vom E-Zähler registrierten Strommengen ab.

Fazit: Solaranlagen sind keine Stromsparanlagen. Zu bestimmten Zeiten (wenn die Sonne scheint) können sie zusätzlichen Strom liefern ohne irgend einen Einfluß auf das vorgeschaltete Kraftwerk auszuüben. Das solare Stromgeschäft liegt innnerhalb des Bereiches einer bundesweit ungeregelten Netzspannung von +6% / -10% des von Kraftwerken und Leitstellen vorgegebenen Nennwertes, quasi eine Nische, welche diese nicht bedienen. Diesen Bereich des "schwankenden Stromverbrauchs", welcher sich durch gezielte Einspeisung stabilisieren läßt, haben Naturstromanbieter entdeckt und preisen, quasi auf dem Rücken der Wärmekraftwerke, ihren Kunden das "solare Zeitalter" an. Dabei wird bedenkenlos in Kauf genommen, daß ohne Wärmekraftwerke alle solaren Kraftwerke unverzüglich abschalten. Egal ob der Wind weht oder die Sonne scheint. Damit Solarkraftwerke feststellen können, ob das ihrem Netzbereich zugeordnete Kraftwerk auch in Betrieb ist und die Spannung innerhalb der vorgegebenen Grenzen hält - oder nicht - haben sie extra einen Spannungsfühler eingebaut. Werden die Grenzen nach oben oder unten überschritten, erfolgt durch ihn die unverzügliche Abschaltung des solaren Kraftwerkes. Spöttische Elektriker vergleichen diese Form der additiven Einspeisung deshalb auch mit Parasitismus. Ähnlich wie z.B. Misteln als Grünpflanze für ihre Sauerstoffproduktion von dem von ihnen befallenen Apfelbaum abhängig sind, sind es solare Stromerzeuger für ihre Stromproduktion von konventionellen Kraftwerken. Fällt der Apfelbaum, dann gehen die Misterln zugrunde. Fallen Kraftwerke aus, dann tun sie es auch die auf diesem  System sitzenden "regenerativen" Stromspender und es wird nichts mehr regeneriert. 

Dieses über das EEG von staatlicher Seite forcierte Geschäft dient allein der Konjunkturbelebung und den Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. In der Lebensmittelbranche ließe es sich erweitern: Förderung der Produktion von Lebensmittel-Additiva wie Vitamintabletten etc. mit Zwangsabnahme durch Verteiler wie Apotheken und Drogerien, welche die dadurch entstehenden Kosten einfach auf ihre übrigen Produkte aufschlagen sollen. AGENDA-Gruppen sollten mehr nachdenken und prüfen und weniger glauben.



..Der Brandenburger Ornithologe Dr. Jürgen Kaatz: Alle Windanlagen über 100 Meter Nabenhöhe kritisch für Zugvögel / Rotorblätter treffen mit 230 km/Stunde auf Vögel – "da bleibt wenig übrig"
Dr. Jürgen Kaatz, Brandenburger Experte für die Auswirkungen von Windkraftwerken auf die Vogelwelt, hat die Forderung des ostfriesischen NABU-Geschäftsführers Matthias Bergmann begrüßt, all jene Küsten-Windparks abzureißen, die gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie verstoßen. Gegenüber dieser Website erläuterte Kaatz zudem, daß alle Windanlagen über einhundert Meter Nabenhöhe in die Zugkorridore von Vögeln hineinragen und damit für all diese Arten ein Kollisionsrisiko darstellen.
Von ferne wirken die Rotorumdrehungen gar nicht besonders schnell – eine optische Täuschung. Laut Kaatz beträgt die Geschwindigkeit an den Spitzen der Rotorblätter etwa 230 Stundenkilometer – prallen diese auf Vögel jeder Größe, bleibe von den Tieren wenig übrig. 

Artenschützer hatten wiederholt Greifvögel gefunden, die von Rotorblättern in zwei Teile zertrennt worden waren. Windanlagen mit Nacht-Befeuerung haben laut Kaatz einen verhängnisvollen Leuchtturmeffekt: Das Licht locke Vögel an, die u.a. gemäß schwedischen Studien daraufhin z.B. mit dem für sie nicht sichtbaren Turm tödlich kollidierten. Kraniche und Störche, so Kaatz, hätten durch Windkraftwerke große Probleme, seien spürbar betroffen. 

Umweltaktivisten aufgepaßt: Am 29.und 30. November findet in der TU Berlin eine Fachtagung zum Thema „Windenergie und Vögel„ statt. Daran nehmen zahlreiche  Experten, wie Dr. Jürgen Kaatz und Matthias Schreiber, teil. 



.."Important Bird Area" und  "Schattenlisten"- sowas mögen auch die Grünen nicht und eiern lieber herum.

Gegenwind im Kreis Wesel
 

05.09.2001
..Windkraftanlagen oder Vögel - wer wird Verlierer sein? 
Brandenburger Artenexperte Tobias Dürr: Jetzt sogar streng geschützte Fledermäuse und Rotmilane tot unter Windkraftanlagen gefunden / Aufruf an Umweltschützer zu systematischer Nachsuche unter Windkraftwerken. "Wir fördern erneuerbare Energien, die ungefährlich für Mensch und Umwelt sind", läßt der grüne Minister Jürgen Trittin auf Steuerzahlerkosten landesweit zugunsten der Windkraftbranche in einer teuren PR-Kampagne verbreiten. 
Auch der Bundesverband Windenergie e.V., Lobbyorganisation der im Windkraftsektor tätigen Großbanken, Atom- und Rüstungsunternehmen, betont in einem deutschlandweit an Medien und Privatpersonen verteilten Info-Material, daß an Windkraftwerken Vögel umkommen, sei ein Vorurteil: "Bei der Suche nach getöteten Vögeln durch Windenergieanlagen war bisher immer Fehlanzeige", heißt es wörtlich. Daß es sich bei all diesen Aussagen um die Unwahrheit handelt, ist Naturschützern seit Jahren bestens bekannt. 

Jetzt gibt es neue Beweise dafür, wie "umweltfreundlich" Windkraftwerke sind: Artenexperte Tobias Dürr, Mitarbeiter der staatlichen Vogelschutzstation am Rietzer See in Brandenburg, fand im August bei einer einzigen, eher zufälligen Nachsuche unter 29 Rotortürmen im Raum Nauen bei Berlin drei nach Europa- und Bundesrecht streng geschützte Fledermäuse (Großer Abendsegler, Rauhaut- und Zwergfledermaus) sowie drei Rotmilane, einen Bussard und mehrere kleinere Vögel, die Opfer der Anlagen geworden waren. Wie Dürr gegenüber dieser Website weiter mitteilte, waren zuvor schon in den brandenburgischen Kreisen Potsdam-Mittelland, Dahme-Spreewald sowie in der Uckermark von Windanlagen getötete Fledermäuse entdeckt worden. 

An anderer Stelle hat ein brandenburger Jäger zwei von Rotoren getötete Bussarde unter einer WKA gefunden. Es ist davon auszugehen, daß weit mehr Tiere durch die Anlagen umkamen, jedoch vor der Nachsuche bereits von Prädatoren, darunter Füchsen, weggebracht worden waren. Dürr stellte klar, daß ihn die Totfunde überraschten - er wird jetzt in mehreren Naturschutzzeitschriften die Umweltaktivisten zur systematischen Nachsuche unter Windkraftwerken aufrufen. 

Fledermausexperte Carsten Kallasch: In Genehmigungsverfahren auf Risiken für Fledermäuse besonders achten.
Auch der renommierte Berliner Fledermausexperte Carsten Kallasch zeigte sich auf Anfrage dieser Website betroffen von den neuen Funden. Er forderte: "Bei Umweltverträglichkeitsprüfungen, Genehmigungsverfahren für Windanlagen sollte ab sofort die Gefährdung dieser streng geschützten Säugetierarten besonders berücksichtigt werden". Außerdem seien nach diesen neuesten Totfunden entsprechende wissenschaftliche Untersuchungen notwendig, um das ganze Ausmaß der Bedrohung durch solche Anlagen exakt zu ermitteln. 

Warnungen von Zoologe Dr. Michael Stubbe bestätigt 

Daß jetzt von Windkraftwerken getötete Rotmilane gefunden wurden, bestätigt entsprechende Warnungen von Ostdeutschlands führendem Milanexperten, Professor Dr. Michael Stubbe von der Martin-Luther-Universität Halle. Der angesehene Zoologe hatte bereits mehrfach auch gegenüber dieser Website gegen die Errichtung von Windkraftwerken in den deutschen Hauptverbreitungsgebieten dieses Greifvogels protestiert, den der NABU wegen des gravierenden Rückgangs zum "Vogel des Jahres 2000" erwählt hatte. "Windkraftwerke sind ein neues Störpotential und müssen in einem hochgradig exponierten Schutzgebiet, durchweg überall, wo sie Landschaft verschandeln, dem Naturempfinden entgegenstehen, vermieden, verhindert werden". In Sachsen-Anhalt – immerhin Deutschlands Region mit der nach wie vor höchsten Rotmilan-Dichte schössen Windparks wie Pilze aus dem Boden. In dem Bundesland mit besonders hoher Windkraft-Subventionierung ist der Auricher Marktführer ENERCON besonders aktiv, läßt in Magdeburg Anlagen herstellen. Zwei Drittel der deutschen Rotmilane leben in Ostdeutschland – auch vergangenes Jahr hat deren Zahl weiter deutlich abgenommen – vor allem wegen Lebensraumzerstörung. Der NABU-Landesverband Sachsen-Anhalt und Experten wie Stubbe hatten u.a. von Anfang an heftig kritisiert, daß ausgerechnet nahe den geschützten Milan- und Schreiadler-Wäldern Hakel und Huy bei Halberstadt Windkraftanlagen genehmigt wurden. 
Revidiert Trittin falsche Positionen? Wer kommt für falsche PR-Kampagne auf?
Für Umweltschützer dürfte jetzt interessant sein, ob sich Minister Trittin und Landesumweltminister zu den Funden äußern, bisher gemachte abwiegelnde Aussagen revidieren. Ebenso interessant wird sein, ob Trittin  die anfangs genannte teure PR-Kampagne stoppt, öffentlich eingesteht, daß die Windkraftnutzung umweltgefährdend ist, gerade seltene, besonders streng geschützte Arten bedroht. Und wie im Falle Scharping steht zur Diskussion, wer für solche Steuergelderverschwendung aufkommt...(Klaus Hart



..FDP-Kritik an Bauminister Vesper - Möllemann: Windkraftnutzung ist Landschaftsverschandelung 
Münster/Düsseldorf (rpo). »Die FDP im nordrhein-westfälischen Landtag hat Bauminister Michael Vesper (Grüne) wegen dessen positiver Haltung zur Windkraft "Landschaftsverschandelung" vorgeworfen. Windparks schössen wegen hoher Subventionen aus dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wie Pilze aus dem Boden, kritisierte FDP- Fraktionschef Jürgen Möllemann. Allein im Münsterland seien Anträge für 1000 Anlagen anhängig. Sollten diese gebaut werden, sei die Landschaft dort nicht mehr wieder zu erkennen, befürchtet er.« ngz-online.de vom 30.08.2001 



..Am 15. September 2001 wird der niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel Europas größten Windpark auf dem Wybelsumer Polder bei Emden offiziell in Betrieb nehmen und dazu auf der Borkum-Fähre symbolisch einen Schalter betätigen. Einige der Rotoren drehen sich schon seit drei Jahren im Wind. 42 der geplanten 54 Windmühlen stünden inzwischen auf der 360 Hektar großen Fläche, für acht weitere seien bereits die Fundamente gegossen - schrieb nwz-online de am 25.08.2001.

»Unmittelbar hinterm Deich auf dem Wybelsumer Polder bei Emden stehen die Rotoren mit einer Spannweite von 66 Metern, aufgereiht auf einer Länge von sechs Kilometern wie Soldaten einer Titanen-Armee. „Hier am Dollart ist einer der besten Standorte, die man sich wünschen kann“, schwärmt Klaus van Ahrens, Geschäftsführer der Ingenieursgesellschaft für Energieprojekte (IfE), die die Anlage geplant hat. Sie ist mit einer Leistung von 70 Megawatt zurzeit Europas größte Windenergieanlage an Land und gibt so viel Strom ins Netz, dass damit ganz Emden einschließlich des VW-Werkes versorgt werden könnte.« 

Frage:  Warum geschieht dies nicht? Antwort: Das VW-Werk Emden kann den Windstrom nicht gebrauchen. Es möchte, um sicher zu produzieren und keine Arbeitsplätze zu gefährden, lieber mit Strom aus konventionellen Wärmekraftwerken versorgt werden. Wer möchte eigentlich den unzuverlässigen Windstrom? 

04.09.2001
..Aus Freudenstadt berichten die Stuttgarter Nachrichten vom 31.8.2001, daß sich nun auch in der Tourismusregion Nordschwarzwald mehr Windräder zur Erzeugung regenerativer Energien drehen sollen. Als mögliche Standorte zählt eine von einem Mitarbeiter des Regionalverbandes Norschwarzwald erstellte Studie den Dobel, Bad Herrenalb, den oberen Eiberg in Bad Wildbad, Simmersfeld, die Deponie Bengelbruck bei Kloster Reichenbach, das Gebiet um Seewald-Besenfeld, die Höhenlagen um Baiersbronn, den Großraum Kniebis sowie Bad Rippoldsau-Schapbach und Alpirsbach auf. Im Enzkreis wird nur Neuenbürg-Dennach als möglicher Standort aufgeführt. Christoph Konrad, Mitarbeiter des Regionalverbands Nordschwarzwald, hat das gesamte Gebiet mit einem Raster von 200 mal 200 Metern auf seine Standorteignung für Windräder untersucht. Die Studie soll allen 71 Städten, Gemeinden und Kreisen der Region zur Verfügung stehen.

Die Bürgerinitiative "Lebensraum Schluttenbach e.V." will es den Planern nicht so einfach machen. In einem OFFENEN Brief stellt sie sich hinter die kritischen Natur- und Umweltfragen von Siegfried Wentsch, dem Vorsitzenden der dortigen CDU - nicht von den Grünen!



..Am 07.08.2001 hat Umweltminister Trittin den Entwurf für das "Gesetz über die Entsorgung von Altfahrzeugen" publiziert.
Der § 3 beschreibt die Rücknahmepflichten
  • (1) Hersteller sind verpflichtet alle Altfahrzeuge ihrer Marke vom Letztbesitzer zurückzunehmen. Die Rücknahme hat für den Letztbesitzer ab Überlassung an eine anerkannte Rücknahmestelle oder einen von einem Hersteller hierzu bestimmten anerkannten Verwertungsbetrieb unentgeltlich zu erfolgen.
  • (2) Die Hersteller haben durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Verpflichtungen nach Absatz 1 auch dann erfüllt werden, wenn das Unternehmen aus dem Handelsregister gelöscht ist und eine Rechtsnachfolge zur Erfüllung der Verpflichtung nach Absatz 1 nicht besteht.
  • (3) Zur Erfüllung der in Absatz 1 genannten Verpflichtungen richten die Hersteller einzeln oder gemeinsam flächendeckende anerkannte Rücknahmestellen und anerkannte Verwertungsbetriebe ein. Die Rücknahmestellen müssen für den Letztbesitzer in zumutbarer Entfernung erreichbar sein. 
Es sei der Phantasie des Lesers überlassen, sich ein gleichartiges Gesetz auch für Windkraftanlagen vorzustellen. Immerhin haben wir schon 10.000 WKA in deutschen Landen umherstehen. WKA sind etwas größer als PKW. Sicherlich hätte es Minister Trittin nicht leicht, gegen die Windkraftlobby ein derartiges Gesetz in das Verfahren zubringen. Aber bis es einmal so weit kommt, wird er möglicherweise als Vorstandsmitglied eines WKA-Unternehmens heftig gegen derartige Absichten protestieren. 

Immerhin sollte bedacht werden: WKA halten nicht ewig und sind als rotierende Großmaschinen wartungsintensiv. Häufen sich nach einigen Jahren die Reparaturen, dann erhöht dies Kosten und mindert den Ertrag durch Stillstandszeiten. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Gutgläubigkeit eine Lebensdauer von 20 Jahren veranschlagt wird. Fährt etwa die Masse der Bevölkerung 20 Jahre alte Autos oder steigt sie lieber auf ein neues Modell um, weil die Reparaturen zu aufwendig werden?  Wer sich zudem, angesteckt von der Windkrafteuphorie, von Anlageberatern mit zweifelhaften Wind-Gutachten zu einem Investment übertölpeln läßt, steht ganz schnell alleine mit seiner nicht mehr rentablen WKA auf dem Acker. Ein Gesetz über die unentgeltliche Rücknahme von Alt-Windmühlen durch die Hersteller muß her! Damit entstehen gleichzeitig wieder neue Arbeitsplätze - die sind aber nicht CO2-frei!



..Um einen Beitrag zum Weltklima-Abkommen zu leisten, hat Jürgen Trittins Bundesumweltministerium Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee zum politischen Willen erhoben. Aber auch Trittins Energieeinsparverordnung EnEV wird als "wesentliches Element des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung" begründet. Doch Superdämmungen sind effizienzlos und beim Altbau wird falsch gerechnet. Wie wird eigentlich bei Offshore-Windparks gerechnet? Einfach und linear: 1 kWh Windstrom erspart ca. 0,6 kg CO2 (gemäß Strommix von 1995). Je mehr Windstrom, desto besser für das Klima - so die Devise. Beläßt man die Kernenergie im Netz und substituiert nur Kohle, Öl und Gas bei der Stromerzeugung, dann läßt Herr Trittin sogar mit einer CO2-Ersparnis von 0,89 kg/kWh rechnen [Deutsches Windenergie-Institut (DEWI): Weiterer Ausbau der Windenergienutzung im Hinblick auf den Klimaschutz, April 2001]. Einen meßtechnischen Nachweis im Netz gibt es für diese Zahlen nicht und alle anderen klimatologischen Belange für eine Temperaturänderung der Erde werden unterschlagen. Zum Beispiel der Einfluß der Sonne. 

Konkret: Mit der weiteren Nutzung der umstrittenen Kernenergie kann das ambitionierte "Klimaschutzziel" der BRD von 25% CO2-Minderung bis 2005 schneller erreicht werden als mit einer Beibehaltung fossiler Wärmekraftwerke. Was ist dran, an der "Klimakatastrophe"? 

Prof. Gerlich von der TU Braunschweig: »Wenn man wie bei den Klimamodellrechnungen den Computer mit genäherten Differentialgleichungen (Differenzengleichungen) und extrem ungenauen und unvollständigen Anfangswerten füttert, können als Ergebnisse nur Werte herauskommen, die wegen der vielen Näherungen mit der Länge der Rechenzeit immer falscher bzw. zufälliger werden” und weiter wird von ihm festgestellt: ”Auf diese Weise könne man auch die anthropogene Eiszeit als nächste Klimakatastrophe ankündigen"...«. Eine bevorstehende Eiszeit könnte durchaus als Grund für verbesserte Dämm-Maßnahmen herhalten, aber auch eine für unsere Breiten prognostizierte Warmzeit? Als Propagandist und Verordnungsgeber der Energiesparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entpuppt sich unser Bundesumweltminister Trittin als Gehilfe der Dämmstoff- und Windkraftinstustrie.

Rechnerische Scharlatanerie
oder die Mär von der Klimakatastrophe 


Alle gegen Windkraft bei Orlen
Main-Rheiner Onlinedienst vom 03.09.2001 
 

03.09.2001
..Das Maß ist voll! - Thomas Dix zu Windkraftanlagen
»Zuerst standen nur zwei auf dem Kloppberg, dann kamen drei weitere bei Spiesheim hinzu. Als vor einigen Jahren die ersten Windräder in Rheinhessen aufgestellt wurden, konnte man ihnen wenigstens noch einen gewissen ästhetischen Reiz abgewinnen – auch wenn dies Anwohner schon damals anders sahen. Mittlerweile wird der Blick ins Hügelland von unzähligen Windrädern getrübt – 
die Kreisstadt Alzey wird von den Rotoren inzwischen regelrecht belagert. Keine Frage: Das Maß ist voll. Das Ziel deutlich verfehlt. In der Bevölkerung brodelt es schon länger, jetzt rudert auch die Politik zurück – und folgt damit sogar dem Regierungsprogramm von Rot-Grün im Land, wonach bei der Aufstellung weiterer Anlagen „regionale Widerstände berücksichtigt“ werden sollen. Ein zweites Ziel, im Regierungsprogramm formuliert, hat der Landkreis dagegen deutlich verfehlt: Eine Beeinträchtigung der Landschaft soll nämlich vermieden werden. Zu spät, Herr Beck! Die rund 50 Windräder, die im Kreis bereits stehen oder demnächst stehen werden, verschandeln sehr wohl das Landschaftsbild – und verschwinden durch neue Beschlüsse der Politik nicht mehr von der Bildfläche. 
So nicht!
Erst wenn eines Tages der Strom aus Windkraft nicht mehr durch Subventionen wettbewerbsfähig gemacht wird, dann werden die Rotorwälder wohl wieder aus dem Land der tausend Hügel verschwinden.
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=510308 30.08.2001


..Heute großspurig Windpark einweihen – morgen wegen Windkraft-Korruption im Gefängnis?
Unter diesem Motto begleitet in Brandenburg der windkraftkritische "Uckermärkische Umwelt-und Landschaftsschutzverband" am 1. September die aufwendig-pompöse Einweihung des "Windparks" Nechlin, eines der größten Europas – und hat die Fakten auf seiner Seite.

Wie die auf Korruptionsverbrechen  spezialisierte Oberstaatsanwaltschaft in Neuruppin einen Tag vor der Einweihung gegenüber dieser Website erklärte, zählen die Geschäftsführer der Berliner Betreiberfirma Enertrag und des Tochterunternehmens Uckerwerk Energietechnik GmbH zu den Beschuldigten in einem Korruptionsfall, der den aktiv bestochenen Uckermark-Amtsdirektor Hartmut Wohlthat bereits hinter Gitter brachte. Wohlthat steht unter dem dringenden Tatverdacht, für Enertrag gegen beträchtliche Geldsummen den Windkraftbetreiber-Markt dieser brandenburgischen Region von Konkurrenten freigeräumt zu haben. Zuvor war bereits mitgeteilt worden, bei Durchsuchungen von Enertrag-Büros sowie der Amts-und Wohnräume Wohlthats habe man  sehr umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Auswertung sowie die Vernehmung von Zeugen hätten  den Tatvorwurf erhärtet,  Beweise lägen vor. Der zuständige Staatsanwalt Meier sprach jetzt explizit von einem Tatverdacht gegen die "führenden Köpfe von enertrag", die Anklageschrift für den Prozeß mit insgesamt drei Beschuldigten sei in vier bis sechs Wochen fertig. Dem Vernehmen nach dürften somit neben Hartmut Wohlthat, der Enertrag-Vorstandsvorsitzende Jörg Müller und der Tochterfirma-Chef Tilo Troike vor Gericht stehen – just jene, die am 1. September 2001 auf einem großen "Windfest" das neue umwelt- und naturzerstörende Industrierotorenfeld von Nechlin  einweihen. Enertrag gehört nach eigener Einschätzung zu den größten Unternehmen der deutschen Windenergiebranche.

Enertrag - Rückenwind von Wirtschafts- und Umweltmedien-
Wie üblich, bekommt  Enertrag von der Wirtschaftspresse gehörigen Rückenwind, Lob und Hudel. Kurz vor der Einweihung veröffentlichte auch der Berliner "Tagesspiegel" einen großen Bericht, betitelt: "Der Osten lebt: Eine Reise zu den besten Unternehmen – Mit Windkraft verdient man in der Uckermark Geld". Über den umstrittenen Enertrag-Chef heißt es: "Einst studierte Jörg Müller in Moskau Kernenergie, jetzt betreibt er Windräder." Das Blatt nennt ausdrücklich keinerlei Informationen der Neuruppiner Oberstaatsanwaltschaft zu deren immerhin größtem derzeitigen Fall, überläßt Iris Drews, Vorsitzende des Uckermärkischen Umwelt- und Landschaftsschutzverbandes, den Hinweis auf "Korruptionsvorwürfe": "Enertrag soll einen Amtsdirektor bestochen haben, um die Genehmigung für noch mehr Standorte für Windräder zu erhalten". 
Auch in Umweltmedien hat Enertrag sehr gute Karten: So läßt "Der Rabe Ralf", Berlin, in einem mehr als halbseitigen Leserbrief die Korruptionsvorwürfe gegen Enertrag zurückweisen, ohne klarzustellen, daß es sich bei dem Leserbriefschreiber um einen leitenden Enertrag-Mitarbeiter handelt, der hier ein Firmen-Statement abgibt. Detail: In dem Leserbrief wird ausdrücklich nicht auf die Anschuldigungen der Oberstaatsanwaltschaft Neuruppin, die Verhaftung Wohlthats eingegangen. Zumindest amüsant folgende Passage: "Fragt man bei Enertrag nach, erfährt man, daß das Unternehmen den Vorwurf der Bestechung als haltlos zurückweist". Da hatte der leitende Enertrag-Mitarbeiter wohl sozusagen bei sich selber angefragt. Klaus Hart

..BLS-Pressemitteilung vom 31. August 2001
In Nechlin bei Lübbenow in der Uckermark wurde am 1. September 2001 ein Windpark mit 14 Windkraftanlagen von je 1,5 Megawatt Nennleistung eingeweiht .Die örtlichen Windkraftgegner demonstrierten dagegen. Jüngste Teilnehmerin ist die erst 3 Wochen alte Clara Josephine Drews, Tochter der Vorsitzenden des Uckermärkischen Umwelt- und Landschaftsverbandes, Iris Drews. 

Nach Betreiberangaben soll der Windpark 60 Millionen Kilowattstunden jährlich erzeugen. Tatsächlich werden aber erzeugt: 14 Anlagen X 1.500 kW Nennleistung x 1.700 Vollaststunden = rund 36 Millionen Kilowattstunden. Nach Betreiberangaben soll er 60.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Bei einem Strombedarf von 3.000 kWh je Haushalt kann er demnach aber -theoretisch- nur 12.000 Haushalte mit Strom versorgen. Tatsächlichkann wegen der diskontinuierlichen und unkalkulierbaren Stromeinspeisung nicht ein einziger Haushalt bedarfsgerecht mit Strom versorgt werden. Die tatsächliche Einsparung von Brennstoffen und Treibhausgasen ist Null. Zudem wird sie an keiner Stelle im Leitungsnetz durch Messungen verifiziert. Grund ist die diskontinuierliche Verfügbarkeit bei kontinuierlicher Nachfrage mit der Folge von Minderung -statt Steigerung- des Wirkungsgrades in bestehenden Stromerzeugungsanlagen und der bis 1.000-fach höhere Rohstoffbedarf (Voß in "Siemens Argumente" vom 1.8.1999, S. 2). Selbst wenn man dies außer Acht läßt, könnten mit der gleichen Geldmenge die über 10-fache Menge CO2 verringert werden, würden statt in Windkraft in rationelle Energieverwendung und Steigerung des Wirkungsgrades von bestehenden Stromerzeugungsanlagen investiert bzw. de facto kostenlos neue Haushaltsgeräte anschafft werden (Wagner, GAIA 2/99, S. 122 ff).

Windkraft ist keine nachhaltige Energieversorgung im Sinne des Leitbildes der Rio-Konferenz 1992. Der Ersatz von nicht-erneuerbaren durch erneuerbare Energien ist nicht automatisch nachhaltig, sondern im Falle der Windkraft kontraproduktiv / umweltfeindlich. Dieter Krämer
 
03.09.2001
..Obgleich er logischerweise immer falsche Ergebnisse liefert, wird der k-Wert zum fatalen Symbol des Wärmeschutzes erhoben und in allen Energiebedarfsberechnungen eingesetzt. Mit der Energieeinsparverordnung werden falsche Weichen für das Bauen gestellt. Auch Massivbauten sind Niedrigenergiehäuser...
Wohnungsbaubestand und Wärmeschutz
Kritisches zur Energieeinsparverordnung. Unverständnis beim Anwender und Endverbraucher bleibt nicht aus. Trittins Energieeinsparverordnung muß in der vorgelegten Form aus Gründen der Intention, der Methode, des Inhalts, des Umfangs, der Wirtschaftlichkeit, der Baukonstruktion, der Ökologie (Dämmstoffentsorgung) sowie der Wohnhygiene abgelehnt werden. Von Prof. Dr.-Ing. Claus Meier.



Rücksicht auf Touristen - Gutachten empfiehlt bis 1000 Meter Abstand 
PRÜM/ROMMERSHEIM. (cus) »Unterschiedliche Zahlen zum vorgeschriebenen Abstand von Windkraftanlagen zu Wohnhäusern verwirren Bürger in der Verbandsgemeinde Prüm. Bei der aktuellen Diskussion um Windkraftanlagen in Rommersheim gehen die Meinungen darüber auseinander, wie weit die Anlagen von Wohnhäusern entfernt stehen müssen. Der Rommersheimer Wolfgang Ferner moniert in seinem offenen Brief an die Gemeinde (der TV berichtete), dass in Schönecken und Prüm mit Rücksicht auf Touristen 1000 Meter Abstand gehalten werden soll, in anderen Gebieten jedoch 500 oder 700. Ferner fragt: "Sind Prümer Touristen mehr wert als die Touristen in Rommersheim? Sind die Einwohner von Rommersheim weniger wert als Touristen?" So werde klar, dass Windkraftanlagen abstoßend wirken. Die negativen Auswirkungen auf Hotels und Ferienwohnungen würden spürbar sein...« - schreibt der "Trierischer Volksfreund" am 30.08.2001



..»Der aus Hooksiel stammende Präsident des in Osnabrück ansässigen Bundesverbandes Windenergie, Dr. Hans-Peter Ahmels, betonte anläßlich der Feier zur Einweihung der Windpark-Erweiterung im "Timmeler Kampen", dass 630 Megawatt installierte Windstromleistung in Ostfriesland und Friesland rund 200 Millionen Mark Kaufkraft ins Land bringen. Zur Akzeptanz der Windenergieanlagen wirft er die Frage auf, ob nicht der lokale Umweltschutz sich dem globalen Klimaschutz unterzuordnen hat.« Ostfriesen-Zeitung 01.09.2001

Anmerkung: Global denken und lokal handeln - lautet die Parole von AGENDA 21 & Co. Damit mehr Naturschützer die Windanlagen besser akzeptieren, sollen reale Natur- und Umwelschutzprobleme vor Ort der Dogmatik eines imaginären "Klimaschutzes" in weiter Ferne weichen. Was bedeutet diese Aussage für betroffene Naturschützer? Zu Gunsten des BWE-Präsidenten umlernen und alles bisherige vergessen!



..WKA-Befürworter und WKA-Gegner - wer ist Saulus und wer ist Paulus? Oder wer sagt die volle Wahrheit und wer nur die halbe? In vielen Dörfern führen WKA zum Glaubenskrieg und bringen Unfrieden. Das läßt sich vermeiden, wenn man sich mit den Realitäten auseinander setzt oder auch, wenn Gemeindevorstände ausführlich informieren und auf Probleme ihrer Bewohner Rücksicht nehmen
Windkraft soll Gesundheit schädigen
Der Dynamo am Fahrrad - die Energieerzeugung der Zukunft - schaltet das Licht immer dann aus, wenn das Fahrrad steht. Und die Riesendynamos der Windkraftanlagen?
 
02.09.2001
..Wohin mit dem vielen Windstrom?  Weil die Friesen im allgemeinen mit der Windenergie selbst herzlich wenig anfangen können und sich daher auch noch keine Gemeinde vom E.ON-Netz abgekoppelt und autark gemacht hat, denkt der Versorger darüber nach, die Windstrommengen mittels gewaltigen zusätzlichen Hochspannungsleitungen von der Küste ins Ruhrgebiet zu transferrieren. Nun kommt endlich ein Vorschlag für das windstromintensive "Solare Zeitalter" im konkretem Treibhaus an der Nordseeküste. Es könnte sich aber auch die Frage auftun, wieviele Haushalte dadurch wieder von der Stromversorgung abgeschnitten werden.
"Gigantische Ferienwelt - Clinensieler plant künstliche Welt hinterm Deich" - titelt das Ostfriesische Tageblatt den folgenden Beitrag.
»hä- Carolinensiel. Die Ausmaße des geplanten "Mallorca-Pardieses- Ostfriesland" sind gigantisch. Nahezu doppelt so groß wie die Arena "Auf Schalke" soll die vom Clinensieler Karl-Heinz Schiffers erdachte Ferienwelt "Mallorca-Paradies Ostfriesland" werden. "Wir haben weit gedacht, um wirtschaftlich zu sein", sagte der Initiator gestern bei der offiziellen Vorstellung des touristischen Großprojektes bei der SUB-Treuhand GmbH in Wittmund...«

Hier weiter lesen...


..Ist Ihre Gemeinde von WKA-Planungen betroffen und möchten Sie einige Fragen hierzu geklärt wissen?

Fragen an Gemeinde / Planungsträger
Die Bürgerinitiative "Lebensraum Schluttenbach e.V." gibt Hinweise.



..Die Gemeindevertretung von Rothenberg im südlichen Odenwald hat beschlossen, gegen die Rechtmäßigkeit des Regionalplans Südhessen 2000 zu klagen! In diesem Plan wurden ohne Beteiligung der Kommunen Standorte für Windkraftanlagen ausgewiesen.
Darmstädter Echo online
Und ein betroffener Anwohner mailte: »Die Firma JuWi - so Bürgermeister Keursten auf der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertrtung vom Dienstag, dem 28. August - hat nach der  Bürgerversammlung vom 17. August den eindeutigen Gegenwind der Rothenberger Bevölkerung gegen den Standort Rothenberg gespürt und mündlich zugesagt, keine Baugvoranfrage an den Kreis zu richten. Allerdings wollen sie auch die Pachtverträge nicht zurückgeben. Man darf vermuten, dass sie damit verhindern will, dass eine Mitbewerberfirma im Windkraftwirtschaftssektor vielleicht doch zum Zug kommt. Es ist eben doch "Goldgräberstimmmung" und die Firmen "stecken ihre Claims ab"!«



..Quergedacht: Was viele denken aber wenige auszusprechen wagen. CO2-Satire

Der Spatz im Gebälk
Der Apfel fällt ...



..Wertminderung durch Windkraftanlagen - Immobilienwertverluste in Milliardenhöhe für die einen - Gewinne für die anderen...

Was tun? 

1. Antrag an das Finanzamt mit dem Ziel der Herabsetzung des Einheitswertes wegen der Wertminderung ihrer Immobilie durch Windkraftanlagen.

2. Schadenersatzklage wegen Wertminderung. Dabei würde das Gericht ein Gutachten z. B. beim Gutachterausschuß beim Katasteramt bestellen. 



..Die wahren Strompreise - titeln tageszeitung (taz) und Süddeutsche Zeitung in ihren Druckausgaben vom 23. Juli 2001 einen gleichlautenden Beitrag und schreiben:
BRÜSSEL dpa. »Die Stromerzeugung aus Wind- und Wasserenergie hat die geringsten Folgekosten bei Umwelt- und Gesundheitsschäden. Zu diesem Schluss kommt eine von der EU in Auftrag gegebene Studie. Danach würden sich die Kosten für die Elektrizitätserzeugung aus Kohle und Erdöl verdoppeln, wenn die Folgekosten auf den Strompreis aufgeschlagen würden. Strom aus Erdgaswürde um 30% teurer. Die Atomenergie verursacht dagegen ebenfalls nur geringe Folgekosten. Die Ausgaben für Umwelt- und Gesundheitsschäden durch die Energieerzeugung seien von der gesamten Gesellschaft zu tragen, da sie nicht über den Energiepreis finanziert werden. Eine Besteuerung umweltschädlicher Energien hält die EU-Kommission wegen des Preisanstiegs für schwer durchsetzbar. Daher hat sie staatliche Beihilfen für Eneuerbare-Energie-Anlagen beschlossen.«

Anmerkung:
Solche Kurzmeldungen sind rein politisch inszeniert und haben mit fachlicher Information nichts zu tun. 
1. Weder Studie noch Begutachter werden genannt. 
2. Es wird vergleichsweise nicht mitgeteilt, ob die Folgekosten bei Wind- und Wasserenergienutzung auch dann noch so günstig wären, würden sie im gleichen Umfang wie die fossile Energieerzeugung eingesetzt - also autark. 
3. Es gibt keine Information darüber, ob der vorhandene Platz für Energiegewinnung aus Wind und Wasser im dichtbesiedelten Deutschland überhaupt ausreichen würde. Man bedenke, die Energiegewinnung aus Wasserkraft in Deutschland ist seit vielen Jahren optimiert und längst ausgereizt. 
4. Es wird auch nicht mitgeteilt, welche Folgen bei der Berechnung von Folgekosten überhaupt berücksichtigt wurden etc. etc...
Fazit: Politische Meinungsmache pur! Folgen: Immer mehr Fachleute finden Politik abstoßend und wenden sich ab. 

..Wie abstoßend die politische Selbstdarstellung mit der Realität umgeht offenbart das Schreiben der Konferenz der Natur- und Umweltschutzverbände Ost - Friesland gegründet 1979 in Norden/Ostfriesland, einem Zusammenschluss von Mitarbeitern und Fachleuten des ehrenamtlichen Naturschutzes

An den
Herrn niedersächsischen Ministerpräsidenten
Sigmar Gabriel
Staatskanzlei
Hannover 

Eröffnung des Wind"parks" Wybelsum bei Emden - Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof

Sehr geehrter Herr Gabriel,

der Ostfriesen-Zeitung vom 28. Juni 2001 entnehme ich, dass Sie am 15. September 2001 "den größten europäischen Windpark" "offiziell" eröffnen werden. Damit soll ein "Fest am Seedeich" entlang" verbunden sein.

Weniger festlich dagegen sieht die Europäische Kommission diesen Wind"park" in unmittelbarer Nähe des Dollart-Watts, das als "Besonderes Schutzgebiet" gemäß Artikel 4 der Europäischen Vogelschutzrichtlinie vom 2.4.1979 (!) als zu schützender Brut- und Gastvogellebensraum ausgewiesen ist.

Bereits 1997 habe ich bei der Europäischen Kommission Beschwerde für die Konferenz der Natur- und Umweltschutzverbände Ost-Friesland gegen den Kraftwerksstandort Wybelsum eingelegt und 1999 mit Unterstützung von regionalen NABU-Mitarbeitern 15 weitere Windkraftwerksstandorte in Ostfriesland für das Beschwerdeverfahren nachgemeldet. Die Beschwerde wird unter der Nummer 97/4360 bei der EU-Kommission bearbeitet.

Vor einem Jahr, am 09. August 2000, teilte mir die Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission mit, dass meine Beschwerde im Rahmen des bereits anhängigen Verfahrens 92/4575 gegen die Bundesrepublik Deutschland weiter behandelt wird. Die EU-Kommission hat demnach am 05. Juli die Klageeinreichung in diesem Verfahren beim Europäischen Gerichtshof beschlossen. D.h. 16 Windkraftstandorte in Ostfriesland sind Bestandteil eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland wegen unzureichender Meldung von besonderen Schutzgebieten nach Art. 4 der EU-Vogelschutzrichtlinie!

Ich bitte Sie, diese offensichtlichen Miss-Stände bei den Feierlichkeiten nicht aus den Augen zu verlieren.

Mit freundlichem Gruß
Manfred Knake
 

30.08.2001
..Nur ein paar hundert Meter vom Trittin-Ministerium...

Umweltkiller Strieder



..Verunstaltung: "Wir wollen den ökonomisch unsinnigen und das Landschaftsbild verschandelnden Ausbau von Windkraft-Großanlagen stoppen!" machte der FDP-Niederrheinvorsitzender Dietmar Brockes (MdL)deutlich. "Aus falsch verstandenen umweltpolitischen Gründen würde Windkraft zum so genannten Energie-Hoffnungsträger hochstilisiert; darauf begründeten sich nicht gerechtfertigte Dauersubventionen. Heute seien Windkraftanlagen nur wegen der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bedingten Einspeisevergütung rentable Anlageobjekte" -  schreibt http://www.rp-online.de vom 28.08.2001.



..Windkraftanlagen sind ein Additivum und kein Ersatz für Wärmekraftwerke. Laut Weseer Kurier vom 28.08.2001 fand in Bremen ein "Windenergie-Tag" statt. Rund 30 Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen präsentierten dort ihre aktuellen Projekte. Darunter eine "Fernüberwachungsanlage für Windmühlen". Computergesteuerte Überwachungsanlagen und Netzwerke benötigen eine ununterbrochen anstehende Spannung. Die kommt trotz 10.000 WKA bisher immer noch von Wärmekraftwerken. Wollte man Computersysteme mit Windstrom betreiben, dann gingen sie samt den Windmühlen bei jeder Flaute außer Betrieb. Wozu brauchen wir den Windstrom eingentlich?



..Weiterhin viele Hürden für Windkraft
ALPEN (RP). »Am 12. Juni hat der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss eine Grundsatzentscheidung gefällt: Bei jedem Antrag auf die Errichtung einer Windkraftanlage in Alpen ist das Einvernehmen zu versagen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu fordern...« Rheinische Post vom 29.08.2001



..»Eine Rechtsverordnung, die den „Ausweisungswahnsinn“ bei Standorten für „kleine“ Windkraftanlagen stoppt, solle Wirtschaftsminister Walter Döring erlassen. Dazu fordert den FDP-Landespolitiker in einem Brief namens der Bürgerinitiative gegen „kleine“ Windkraftanlagen im Hotzenwald der Hochsaler Heiko Dobler auf.
„Warum sollen wir unsere schöne Landschaft, die zum Naturpark Südschwarzwald gehört und wo wir auf dem Gebiet des Tourismus mit der Ruhe und Erholung werben, durch so genannte kleine Windkraftanlagen-Standorte verschandeln“, fragt Dobler, zumal da von den sieben Standorten, die im Bereich von Bad Säckingen, Laufenburg, Murg, Görwihl, Herrischried und Rickenbach aus 70 ausgewählt worden sind, „kein einziger als uneingeschränkt geeignet eingestuft werden“ könne. Bei über dem Bedarf vorhandenem Strom dienten sie nur einer höheren Rendite für „ein paar gut betuchte Bürger/-innen“. Mit Wasserkraftwerken, Nutzung der Sonnenenergie, kleinen Photovoltaikanlagen und Holzhackschnitzel-Kraftwerken werde dem Gesetz für Erneuerbare Energien in der Region schon längst Genüge getan.«

Badische Zeitung vom 28.08.2001
 

29.08.2001
..Wann wechselt Trittin zu ENERCON oder Siemens-KWU?
Jetzt tun die Kommerzmedien wieder überrascht – und wußten doch genau, wies lief: Klaudia Martini (SPD), Deutschlands dienstälteste Umweltministerin, verläßt zum 1. Oktober ihren Posten in Rheinland-Pfalz, wechselt, wie es sich in rot-grünen Zeiten gehört, in die Vorstandsetage einer extrem umweltfeindlichen Industrie, nämlich zum  Autohersteller Opel, auch BASF war im Gespräch. 1991 wurde sie von Ex-Ministerpräsident Rudolf Scharping nach Mainz geholt, hatte bei Naturschutzverbänden schon bald den Ruf, mit der Wirtschaft zu paktieren. Die fünzigjährige Martini, heißt es aus Rüsselsheim, soll sich jetzt um Regierungskontakte, besonders aber um die Imagepflege der Marke Opel kümmern, das Thema Umwelt und Auto "aktiv besetzen". Da fallen einem sofort Bundesumweltminister Jürgen Trittin und seine aus dem ENERCON-Hauptsitz Aurich stammende Staatssekretärin Gila Altmann ein – wider die Fakten und besseres Wissen tun beide selbiges mit der Windkraft, ziehen als PR-Agenten durchs Land, ernten von der Branche entsprechend viel Lob. Trittin verschaffte ihr beste politische Rahmenbedingungen, politischen Rückenwind, spülte ihr so Milliardenprofite in die Kassen, garantierte den Boom – und steht deshalb nicht anders als Klaudia Martini bei  Aktivisten windkraftkritischer Naturschutzverbände wie dem NABU im Rufe, engstens und eigennützig mit Windkraftunternehmern und der dazugehörigen Klientel zu kooperieren.

Feiert der Minister in Berlin mit großem Empfang das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kommen die Begünstigten natürlich gerne herbei, erheben mit ihm das Champagnerglas auf Zuwächse, neue Standorte, Profite. "Die Umweltpolitik in Mainz suchte sich stets die Tür zur Industrie weit offen zu halten" - schreibt die Frankfurter Rundschau und erinnert an den Streit um das Atomkraftwerk Mülheim-Kärlich. "Den nicht genehmigungsfähigen, seit 1988 stillgelegten RWE-Reaktor drückte Martini in die Atomkonsensverhandlungen und verlängerte somit die Restlaufzeiten anderer Atomanlagen bundesweit. Martini hatte also die Industrie schon wiederholt auf sich aufmerksam gemacht". Trittin akzeptierte die Sache mit dem RWE-Reaktor, segnete den sogenannten  Atomkonsens ab. Da hätte er sich eigentlich sogar einen Spitzenjob beim Atom-und Windkraftkonzern Siemens-KWU verdient.

Schließlich weiß inzwischen – fast – jeder, daß sich Trittin ausdrücklich nicht von jenem Pro-Atomkraft-Abschlußdokument der New Yorker Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag vom letzten Jahr distanziert, das Rot-Grün unterzeichnete. "Die Konferenz erkennt die Vorteile der friedlichen Atomenergie-Nutzung und nuklearer Techniken an", steht da geschrieben, "und ihren Beitrag, um in den Entwicklungsländern nachhaltige Entwicklung zu erreichen , sowie um generell das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschheit zu verbessern". Notwendig sei, die friedliche Nutzung der Atomenergie durch alle Staaten über Kooperation zu fördern, speziell in der Dritten Welt. Unter Rot-Grün läuft das bestens, wie man weiß.

Klaudia Martinis Wechsel zum Autokonzern bewertet die Frankfurter Rundschau als konsequent, nicht etwa als Bruch im beruflichen Werdegang. Und sollte es wieder einmal kriseln um den grünen Minister - Deutschlands windkraftkritische Umweltschützer sähen einen Wechsel Trittins zu Siemens-KWU oder ENERCON keinen Deut anders. kh 



..Bundesverbandes der Energie-Abnehmer: Die Strompreise steigen weiter.
Strom ist in den vergangenen zwölf Monaten um 9,3 Prozent teurer geworden. Das ist das Ergebnis des aktuellen Strompreisvergleichs des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA), Hannover. Neben veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die Ökosteuer, das Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz sind auch erhöhte Stromerzeugungskosten Ursache für die zusätzlichen Belastungen. Durchschnittlich um einen Pfennig je Kilowattstunde haben sich die Preise in den letzten zwölf Monaten für Sondervertragskunden erhöht.

Lesen Sie die ganze Nachricht unter 
http://www.strom-magazin.de/news/detail_news_lesen_5492.html

Anmerkung: Haben Sie schon einmal Ihre Stromrechnung überprüft? Seit 1.1.2001 sind 3 Pf./kWh "Stromsteuer" fällig. Haben Sie einen günstigen Anbieter, welcher Ihnen z.B. einen Arbeitspreis von 21 Pfg./kWh berechnet, dann kostet die Kilowattstunde netto 24 Pfg. und die Stromsteuer beträgt somit 14,28%. Berechnet Ihr Energieversorger den Arbeitspreis mit 30 Pfg./kWh plus 3 Pfg./kWh Stromsteuer, dann sinkt deren prozentualer Anteil auf 10%. Bei einem Arbeitspreis von 36 Pfg./kWh fällt die Stromsteuer auf 8,3%. Fazit: Je höher der absolute Arbeitspreis, desto niedriger die relative Stromsteuer. In unserer verdummenden Werbung - je höher der Arbeitspreis, desto niedriger der Stromsteuersatz - wieder ein gutes Argument für Versorger, den Arbeitspreis sukzessive in die Höhe zu treiben.

Weiter: Weil das vom Club of Rome politisch eingeführte Mangelargument der "endlichen" fossilen Ressourcen bei der Mehrheit der Bevölkerung nicht ankommt, werden Energieversorger durch politisch gewolltes Abschalten ihrer konventionellen Wärmekraftwerke einen konkreten Mangel für das Volk produzieren: Den Mangel an dezentralen Kraftwerksleistungen mit zuverlässigen und bedarfsgerechten Strommengen, welche durch Wind- und Solarstromanlagen aufgrund ihrer Diskontinuität nicht kompensiert werden können. Der in den 70er und 80er Jahren prognostizierte Mangel an fossilen Brennstoffen - welcher nie eintrat - ließ sich anfangs durch den Einstieg in die Kernenergie kompensieren. Weil das auch nicht mehr zieht, muß ein neuer Mangel her: der Strommangel wegen Leistungsmangel. Während die Knappheit der "endlichen" Vorräte im Bewußtsein der Menschen und auch geografisch weit weg liegt, wird eine Stromknappheit ordentlich auf der Haut brennen. In Kalifornien - berichteten Energieagenturen in der Vergangenheit - mußten deswegen sogar Arbeitsstätten geschlossen werden. Denn einige wenige Energieversorger konnten wegen Mangel an Kraftwerken das Angebot einfrieren, dafür explodierende Arbeitspreise einfordern und gleichzeitig exorbitante Gewinnsprünge verzeichnen. Nun wird in Amerika mit Wärmekraftwerken wieder geklotzt. Denn nur die jederzeit verfügbare und ausreichend vorhandene Kraftwerksleistung ist Grundlage für ein verläßliches Wirtschaften. 



Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Krankheiten und Atomkraftwerken
Ein Zusammenhang zwischen Strahlung und Krankheitsgeschehen in der Nähe von Atomkraftwerken kann nicht gesehen werden. Die Strahlung in der Nähe von Atommeilern liege weit unter der natürlichen Strahlenexposition, erklärte die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestagsdrucksache 14/6818) auf eine Kleine Anfrage der PDS (Bundestagsdrucksache 14/6773) im Bundestag.

Lesen Sie die ganze Nachricht unter 
http://www.strom-magazin.de/news/detail_news_lesen_5507.html

Anmerkung: Diese Antwort darf nicht verwundern. Schließlich müssen ja wegen dem "Treibhauseffekt" erst die gefährlichen Kohlemeiler außer Betrieb gehen. 



Weil Betroffene über Kopf- und Gelenkschmerzen, Atembeschwerden und Schlafstörungen klagen, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die zulässigen Strahlungswerte um den Faktor Zehntausend abzusenken und deutlich größere Sicherheitsabstände bis zu 6.000 Meter zu Mobilfunksendeanlagen. »Auch im Baurecht seien wesentliche Veränderungen erforderlich, um einen Mindestschutz von Mensch und Umwelt vor elektromagnetischer Strahlung zu erreichen«. Was sollen da die von den Windkraftanlagen geschädigten Menschen denken, welche wegen Lärm und Infraschall von WKA nachts nicht mehr schlafen können und tags vom Schlagschatten belästigt werden. Einen Abstand bis zu 6.000 Metern hat bisher noch keine Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen gefordert. Da stellt sich doch unmittelbar die Frage, weshalb der kämpferische BUND gegen den Mobilfunk plötzlich ein "umfassendes Vorsorgekonzept" einfordert. Ist er im Gegensatz zum Naturstrom am Mobilfunkgeschäft etwa nicht beteiligt? Erfahren können Sie das, wenn Sie dort anrufen - per Mobilfunk: 0177-7190500. wh

BUND-Pressemitteilung vom 23. August 2001 
 

28.08.2001
..Energiesparen plus Solarenergie nutzen? Ja,  aber richtig! »Die fortdauernde Reduzierung der k-Werte in den Wärmeschutzverordnungen erbringt nicht die vorausgesagten Einsparungen. Nun hat man den Althausbestand als Übeltäter entdeckt. Der Slogan "Im Altbau steckt das große Einsparungspotential" wird überall verbreitet. Auch diese These ist falsch. Um Grenzen und Möglichkeiten der Energieeinsparung richtig einschätzen zu können, müssen die bauphysikalischen Grundlagen dargelegt werden. ... Große prozentuale Gewinne werden präsentiert, die jedoch bei Kenntnis der absoluten Zahlen zu einem Nichts zusammenschrumpfen.« Wissenswertes zur Dogmatik der k-Wert-Euphorie in Trittins Energie-Einspar-Verordnung (EnEV).

Energieeinsparung im Bestand
Grenzen und Möglichkeiten, aufgezeigt von Prof. Dr.- Ing. habil. Claus Meier, Nürnberg. 
 

27.08.2001
..Rund 100 Interessierte kommen zur Bürgerversammlung Engagierte Diskussion

Kräftiger Gegenwind
"Grüner" Strom ist nicht ohne Konflikte mit grünen Anliegen zu haben... Echo Online vom 27.08.2001



..Auf die Frage »welches Potential sehen Sie beim Windkraftausbau in NRW« von "Neue Energie" an den energiepolitischen Sprecher der grünen Landtagsfraktion in NRW und Mitglied im Budnesverband Windenergie, Reiner Priggen, antwortet dieser: »5.000 Megawatt halte ich für keine Utopie. Allerdings verschließe ich nicht die Augen vor den Protesten, die derzeit vielerorts bei der Planung neuer Windturbinen stattfinden. Diese Proteste laufen vor allem in den Kommunen, die ihre Planungsaufgaben nicht gemacht haben.« Neue Energie 8/2001
Jetzt wissen wir es:  5.000 MW entsprechen 4 Kernkraftwerken. Priggen wurde nicht danach gefragt und sagte auch nicht von sich aus, wo mit dieser neu installierten WKA-Leistung in NRW welche Kohle- oder Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollen und ob dafür bereits Raumordnungsverfahren in Erwägung gezogen sind. Wer macht hier seine Planungsaufgaben nicht? Noch eines wissen wir jetzt: Die Leute (das sind nämlich die Kommunen) sind selber schuld, wenn sie gegen Windkraftanlagen protestieren müssen. Sie hätten ja ihre "Planungsaufgaben" machen können! Da keimt neue Hoffnung für betroffene Kommunen auf: Macht endlich Eure Planungsaufgaben und katapultiert die WKA-Propagandisten aus dem Umfeld Eurer Gemeinden - ehe es zu spät ist. Unser Windkraftweltmeister, Minister Trittin hat am Wochenende den derzeit größten deutschen Windpark Sintfeld bei Paderborn mit 65 Mühlen und 105 MW eingeweiht. Sie sollen nach unterschiedlichen Pressemeldungen zwischen 50.000 und 70.000 Haushalte mit Strom versorgen. Hoffentlich ist Ihr Haushalt nicht dabei. Denn bei Windstille? Na ja...


..Kräftiger Gegenwind beim Thema Windkraft
Echo online vom 27.08.2001

..Steinau protestiert gegen Bau von Rotoren
»STEINAU / SCHLÜCHTERN. Nordwestlich von Steinau im Main-Kinzig-Kreis droht nach Ansicht vieler Bewohner und Kommunalpolitiker ein "Wildwuchs von Windkraftanlagen". Bürgermeister Hans-Joachim Knobeloch (SPD) hat sich in Briefen an Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) und Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) über die "skandalösen Begleitumstände" einer Planung beschwert, der die Kommunen weitgehend machtlos gegenüberstünden.

Ohne die Stadt Steinau zu hören, seien im Regionalplan Südhessen gewaltige Vorrangflächen für die Windenergienutzung ausgewiesen worden. Der Stadtverwaltung lägen bereits 30 Bauvoranfragen und Anträge vor. Knobeloch befürchtet auf einem rund 400 Meter hohen Mittelgebirgszug nordwestlich des Stadtteils Ulmbach den Bau von "mindestens 50 bis 60 Windrädern".

Die Bürgerinitiative "Kein Windpark auf dem Landrücken" hat Minister Posch 2.000 Protestunterschriften gegen die Errichtung von sieben Generatoren im nur wenige Kilometer von Steinau entfernten Schlüchtern-Elm vorgelegt. Für die Windräder liegt die Baugenehmigung bereits vor. Der Nachbarkreis Fulda will aus naturschutzrechtlichen Gründen und Lärmschutz gerichtlich dagegen vorgehen.« Von http://www.fr-aktuell.de/fr/0407/t0407018.htm vom 25.08.2001



..Eine Bürgerinitiative im Bad Friedrichshaller Stadtteil Untergriesheim, welche im Juli ihrem Bürgermeister rund 450 Unterschriften gegen den Windpark überreichte, hat den "Verein zur Erhaltung des Naherholungsgebietes Untergriesheim e.V." gegründet. Inzwischen sind es 28 Mitglieder. »Bei der Unterzeichnung der Pachtverträge handele es sich um eine Machtdemonstration, "ohne die Auswirkungen hinsichtlich des Ortsfriedens berücksichtigt zu haben"« - teilt die Heilbronner Stimme vom 25.08.2001 mit.
»Für den Fall, dass der Gemeinderat den Bau der Windräder genehmigt, kündigt der Verein in seiner Pressemitteilung an, "alle rechtlichen Mittel einzusetzen".«


..Rechtliche Schritte gegen Windkraft
wollen die Gemeindevertreter von Rothenberg im südlichen Odenwald. Echo online vom 25.07.2001

..Windkraft-Hysterie in Rheda-Wiedenbrück
Kampf um die Standorte

..Endloser Streit um Lärm von Windkraftanlagen
Für die einen sind WKA zu laut und staatliche Lärmmessungen zu ungenau und für Politiker das Verfahren zu teuer.

..Der ökologische Begründung zieht nicht mehr
Zu wenig Platz für die "Energiewende". Während Bundesumweltminister Trittin im Nachbarkreis das größe Binnenwindgebiet einweiht, gibt es in Rüthen kein "Schlupfloch" mehr. Lippstädter Zeitung vom 25.08.2001.


..Ministerpräsident Stolpe unterstützt Mengel im Kampf gegen Windkraft 
WKA-Streit in der Uckermark

..Scharfe Brise durch Gegenwehr 
Noch ein Windrad, dann ist Schluß!
Sächsische Zeitung im Netz vom 25.08.2001
 
26.08.2001
..Beziehen Sie zu einem erhöhten Preis 100% "Naturstrom", weil Sie der Natur etwas Gutes antun wollen?
Eine falsche Werbeaussage wird durch ständige Wiederholung nicht richtig - deshalb verändert sich auch nicht der elektrische Strom im konventionellen Netz. Er wird weder gelb, noch blau, noch grün, noch öko. Auch dann nicht, wenn er vom TÜV zertifiziert wird oder das goldene Gütesiegel besitzt. Das ist die eine Seite, welche das Münchener Oberlandesgericht bewertet hat. 

Und die andere Seite von gezielten Irritationen? Der erhöhte Strompreis für "Naturstrom" aus der konventionellen Leitung dient lediglich zusätzlichen Dienstleistungen aufgrund zusätzlicher Manipulationen. Haben Sie schon einmal nachgemessen, ob sie wirklich "grünen" Strom geliefert bekommen? Was machen Sie eigentlich, wenn Sie nach dem Einkauf feststellen, daß Ihnen der Metzger eine andere Wurst eingepackt hat? Oder denken Sie etwa, Naturstrom ist effektiver, weil er den Kühlschrank sparsamer laufen läßt? Aber vielen Ökostrombeziehern geht es garnicht darum, daß sie selbst den Naturstrom geliefert bekommen, für den sie bezahlen, sondern daß möglichst viel davon in das allgemeine Netz eingespeist wird. Sie unterliegen der von Ökostromhändlern suggerierten Annahme, konventionelle Kraftwerke damit substituieren zu können. Ihnen reicht es, wenn wildfremde Leute an anderen Orten unserer Republik den "sauberen" Strom beziehen und verbrauchen, wofür sie den Mehrpreis bezahlen. So schreibt z.B. die Naturstrom AG Düsseldorf in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen: "Aus technisch-physikalischen Gründen ist ein Herkunftsnachweis des Stroms nur an den Erzeugungsanlagen und nicht an der Abnahmestelle möglich." In die Sprache des Elektrikers übertragen heißt das, daß der Verbraucher, welcher physikalisch am nächsten zum Solargenerator liegt, den "reinen" Strom erhält. Das könnte der unmittelbare Nachbar sein - eventuell sogar ein "Ökoschwein", welcher mit Energiesparen nichts "am Hut" hat. 

»Der kaum ins Gewicht fallende Nutzen für die Umwelt darf nicht durch bildhafte, aber sachlich unzutreffende und deshalb irreführende Formulierungen verstärkt werden« - urteilt das Oberlandesgericht München über Strom aus Wasserkraft. Das gibt zu bedenken: Diskontinuierlicher Windstrom hat einen wesentlich geringeren Nutzen als kontinuierlicher Wasserkraftstrom.

Generelle Empfehlung: Im Sinne einer zuverlässigen Energieversorgung sollten sich insbesondere Kleinkunden überlegen, ob sie nicht lieber politisch und wirtschaftlich Einfluß auf ihren heimischen Netzbetreiber nehmen, welcher für die gleichbleibende Spannung an Steckdosen verantwortlich ist und diesen fordern. Nur mittels einer ausgeglichenen Leistungsbilanz zwischen Angebot und Nachfrage kann die Spannung an unseren Steckdoden konstant bleiben und nicht mit den z.B. von der Naturstrom AG benutzten Strommengen (richtig: Energiemengen) in kWh, deren Bilanz aus eingespeisten und verbrauchten Kilowattstunden als "Spannungsprüfer" dargestellt wird. Wie gesagt: Der Verbraucher benötigt eine stabile Spannung und die kann nur mit einer jederzeit ausgeglichenen Leistungsbilanz gewährleistet werden. Die benutzte Wortwahl ist falsch und führt im Zusammenhang mit Elektrizität Nichtsachverständige zu irrigen Annahmen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit samt konstanter Netzspannung. Zu bedenken ist auch, daß bei Insolvenz eines Fremdlieferanten vom anderen Ende der Republik der lokale Netzbetreiber die Versorgung weiter aufrecht erhalten muß - dann aber zu dessen Bedingungen. Ob Sie darüber von Naturstromhändlern informiert werden, sollten Sie überprüfen. Unter Umständen bemerken Sie erst anhand einer jährlichen Verbrauchsrechnung des lokalen Netzbetreibers, daß Ihr Ökostromlieferant längst nicht mehr existiert. Eine dezentrale Energieversorgung funktioniert nur in Zusammenarbeit mit dem lokalen Netzbetreiber.
Ob das Oberlandesgericht München mit seinem Urteil den Weg für "Abmahnungen gegen unrichtige Werbeaussagen" frei gemacht hat?
Der "Spannungsprüfer" der Naturstrom AG Düsseldorf
argumentiert mit Strommengen (kWh) statt richtig 
mit Leistungen (kW)


..Georg von Bismarck, NABU-Mitglied, dreißig Jahre leitender Mitarbeiter von Daimler-Benz in Stuttgart, jetzt Öko-Landwirt auf dem Gut seiner Vorfahren in Braunsroda/Thüringen, Mitstreiter in der Bürgerinititative Gegenwind:
»Ich habe mich sehr vehement von Anfang an gegen das Windkraftprojekt bei Braunsroda gewandt, bin ganz dezidiert der Meinung, daß Windkraftanlagen nicht in unsere wunderschöne Landschaft passen. An bestimmten Stellen mögen sie berechtigt sein  - denn ich habe nichts gegen regenerative Stromerzeugung – aber hier bei Braunsroda sind die Nachteile deutlich größer als die Vorteile. Windkraftwerke verschandeln hier einfach die Landschaft. Sogar nachts hätten wir nicht unsere Ruhe, würden zusätzlich von der Anlagenbeleuchtung, "Befeuerung" gestört. In dieser Region befinden sich die letzten Naturreservate Nordthüringens – diese müssen wir uns bewahren, auch wegen der großen Potentiale für den Tourismus. 
Ich weiß ganz sicher, daß Vögel durch Windkraftwerke verletzt bzw. getötet werden. Wir haben hier ein wichtiges Kranich-Durchzugsgebiet – und Kraniche, so ist mehrfach bewiesen worden, werden durch Windanlagen getötet, verletzt oder vertrieben, werden nicht mehr hierherkommen. Wer einmal Kraniche gehört hat, deren urtümliche Schreie und Rufe, ist davon begeistert. Dieses Naturerlebnis sollten wir uns erhalten, auch für die Nachwelt. Es wäre großer Frevel, dies durch Windkraftanlagen kaputtmachen zu lassen. 
Ich bin sehr froh, daß Professor Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises, Vizepräsident des NABU, auf unserer Seite ist, die Bürgerinitiative unterstützt – die Dinge so präzise sieht wie wir. Das bestätigt uns in unserem Kampf, diese Windkraftwerke auf jeden Fall zu verhindern.«

Windmühlen wie Monster
sieht ein Reisender unterwegs in Norddeutschland



..»Turmfalken wurden in diesem Jahr zum zweiten Mal in dem Nistkasten an der Windkraftanlage vom "Andelhof" in Friedrich-Augustengroden, Wangerland großgezogen. Für Landwirt Peter Fimmen (Foto) ist dies durchaus ein Beweis, dass sich Naturschutz und Windenergienutzung vereinbaren lassen. Auch Meisen und Spatzen nutzen die vor drei Jahren aufgehängte Nistgelegenheit an der 42 Meter hohen E 40-Anlage (500 Kilowatt), die im Jahresdurchschnitt 300 Haushalte mit Strom versorgen kann« - berichtet das Jeversche Wochenblatt im Anzeiger für Harlingerland vom 23.08.2001.
Anmerkung: Menschen wurden schon mehrfach gesichtet, welche unter Autobahnbrücken oder in U-Bahnschächten schlafen können. Genau wie die Turmfalken am Rotormast stehen Sie als lebender Beweis dafür, daß sich z.B. Lärm und Gestank mit dem gesundheitlichen Wohlbefinden vereinbaren. wh
 
24.08.2001
.."Erneuerbare Energien" - Reizwort zur Gründung von Bürgerinitiativen. Das "Minus der Windräder sei deutlich größer als ihr Nutzen".

Vogelscheuchen
Ein Bericht in der Mitteldeutschen Zeitung vom 23.08.2001 

Ostdeutsche Presse zunehmend windkraftkritischer – jetzt schwenkt auch die auflagenstarke Mitteldeutsche Zeitung um.
Selbst in Sachen Windkraftkritik treten neuerdings die Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern schärfer hervor: Während westwärts die Argumente der Windkraftgegner bestenfalls sehr verkürzt wiedergegeben werden, passiert im Osten erstaunlicherweise zunehmend das Gegenteil. Den Vogel schoß sozusagen das durchweg positive Presseecho auf die NABU-Sachsen-Presseerklärung vom Juli („Nutzlose Monster verschandeln sächsische Landschaft – NABU verurteilt gefährlichen Aktionismus in Sachen Windenergie„) ab – nie zuvor hatten die Medien eines Bundeslandes Windkraftkritik so ausführlich und sachlich verbreitet. Das spricht sich rum –  immer mehr Redakteure, Journalisten in den anderen Ost-Regionen beschreiben, kommentieren  immer detaillierter, wie die Stimmung kippt, die gemäß Untersuchungen als weit naturverbundener als die Westdeutschen geltenden "Ossis" gegen die umweltzerstörenden Windkraftwerke aufbegehren.

Im thüringischen Kyffhäuserkreis verkündete der Vertreter des CDU-Landrats im August letzten Jahres noch großspurig auf einer Einwohnerversammlung der Stadt Heldrungen, ab September werde mit dem Bau eines großen Windparks begonnen, die Gegner könnten soviel protestieren wie sie wollten. Ein Jahr ist rum, der von der Bürgerinitiative Gegenwind beanstandete Flächennutzungsplan immer noch nicht neuausgelegt, die Baugenehmigung nicht mal beantragt. Heldrungens neuer CDU-Bürgermeister will im Gegensatz zum Vorgänger die Windkraftwerke nicht, im Stadtrat schmolz die Zahl der Befürworter auf ein Häufchen zusammen. Das Projekt ruht - wie von oben durchsickerte, lags tatsächlich an den Protesten, den EU-Beschwerden.

Die Mitteldeutsche Zeitung hats gemerkt, schlägt sich erstmals in einem Kommentar völlig auf die Seite der Windkraftgegner, nennt – so wie der NABU Sachsen – die Windanlagen nun ebenfalls Monster. Und die Thüringer Allgemeine, des Bundeslandes größtes Blatt, gibt den Projektgegnern so viel Platz in ihren Spalten wie nie zuvor. Einzig in diesen beiden deutschen Zeitungen stand bislang etwas über den Windkraft-Dissens in der grünen Bundestagsfraktion, wegen der windkraftkritischen Positionen von Sylvia Voß, Ostdeutsche, naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen. All das läßt hoffen. kh



..So viel Strom wie ein Atomkraftwerk - hinzu und nicht anstatt. »Im Windgebiet Sintfeld mit seinen vier Windparks in Meerhof, Eilerberg (Helmern) und Gut Wohlbedacht sind in den letzten Monaten die Windräder wie Pilze aus dem Boden geschossen« Jürgen Trittin kommt zur Einweihung seiner Götzenbilder.

Energiefest - "ökologisch"
Bericht in der Westfalenpost vom 16.08.2001 über Energie feiern statt sparen.


..Energiefest - nuklear
»Die deutschen Kernkraftwerke erzeugten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mehr Strom als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Produktion stieg um 4%, so die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW), insgesamt seien es 85 Mrd kWh. Das entspricht rund einem Drittel der allgemeinen Stromproduktion« - berichtete TAM-News vom 07.08.2001
Ein Drittel Kernenergie-Strom
Hamburg, 30. Mai 2001 - Die Kernenergie lieferte im ersten Quartal 2001 gut ein Drittel der Erzeugung der deutschen Stromwirtschaft: Die Produktion stieg um rund fünf Prozent auf 45 (1. Quartal 2000: 43) Milliarden Kilowattstunden. Das berichtet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), Berlin, auf seinem Jahreskongreß "Strommarkt Deutschland - Energie für Europa" in Hamburg. Den Zuwachs erklärt VDEW mit der geringeren Anzahl planmäßiger Revisionen bei den 19 Kernkraftwerksblöcken im ersten Quartal 2001 sowie mit der hohen Zuverlässigkeit der Reaktoren. Von http://www.strom.de/arc_0133.htm

 

23.08.2001
..Das Geschäft läuft: Megawatt statt Negawatt - die brutalstmöglichen Irreführungen unserer "Solarpolitiker". Das Verschwendungsnetz reicht nicht mehr aus, um den Windstrom aufzunehmen. Neue und mächtige Fernleitungen müssen her, um die Energie zu verteilen. 

Zu viel Windkraft für das Netz

Dazu heißt die Devise und nicht anstatt. Ein Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung vom 22.08.2001 über die Auswirkungen des "ökologischen Umbau" unserer Energieversorgung.

..Es geht nur im Einklang mit der Natur - Befürworter und Kritiker der Windkraft diskutierten auf dem Podium
Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen
Aus dem Jeverschen Wochenblatt vom 23.08.2001


..USA pro Brennstoffzelle
In den kommenden zehn Jahren stellt das amerikanische Energieministerium insgesamt 500 Mio Dollar zur Entwicklung von preiswerten Brennstoffzellen bereit. Der angestrebte Wirkungsgrad der Zellen soll zwischen 60 und 70% liegen, die Kosten unter 400 Dollar pro kW Leistung. Als Einsatzbereiche sind mobile, stationäre und militärische Anwendungen vorgesehen. Zunächst werden vier SOFC-Zellen verschiedener Unternehmen gefördert, die mit Diesel, Benzin, Erd- oder Propangas betrieben werden. TAM-Letter vom 23.08.2001
Anmerkung: In Deutschland entzieht unsere Regierung dem Volk per EEG, Ökosteuer, Steuersubventionen und diversen Förderungen Milliarden, um in gewaltige Standriesen in freien Landschaften zu investieren, deren Betrieb zeitlebens von Großkraftwerken abhängig bleibt. Woher soll das Geld kommen, um die Wasserstoffwirtschaft voranzubringen?

 

22.08.2001
..Dem Bundesverband Windenergie (BWE) gelang es in der südhessischen Regionalversammlung, in der "die Gemeinden nicht direkt vertreten sind", einen Beschluss durchzusetzen, der Windräder zwischen Orlen und Neuhof möglich macht. Nun wollen sich die Gemeindevertreter wehren. 

Orlener wollen gegen Windmühlen kämpfen
Main-Rheiner Online vom 22.08.2001



..Im Binnenland reicht es für die "Energiewende" nicht. 

Windräder hinter dem Horizont
NZZ Online, 22. 8. 2001. Ein umfänglicher Bericht über technische Offshore-Probleme mit Windkraftanlagen im Meer. Über Natur- und Umweltprobleme wird nicht berichtet. Milliardeninvestitionen und Zusammenarbeit nur mit Großunternehmen möglich. Windparks mit Leistungen von Großkraftwerken - die suggerierte dezentrale und alternative Energieerzeugung vor Ort? Aber auch an Land kommen erhebliche Baumaßnahmen hinzu: Neue gewaltige Übernahmestationen und Hochspannungsanlagen müssen die fluktuierenden Energiemengen in das konventionelle Netz transferieren. 


..Rücksicht auf Flugbetrieb - nicht auf Anwohner
Wenn für Nachtstunden während eines möglichen Flugbetriebes die Rotor-Beleuchtungen eingeschaltet werden, dürfen Anwohner ihre Fenster schließen. Zum Fluglärm gesellt sich der WKA-Dauerlärm.

Neue Bürgerinitiative


..Über den Mittelwesten der USA - von North Dakota, South Dakota, Minesota, Iowa, Nebraska, Kansas bis nach Oklahoma - erstrecken sich die gewaltigen baumlosen Felder für den amerikanischen Getreideanbau. Gewiefte CO2-Geschäftemacher haben dieses Gebiet für den Ausbau der Windkraft entdeckt. Mit der suggestiven Fragestellung "If wind powered energy helps reduce greenhouse gas emissions and that helps to reduce the threat of global warming, should farmers, industry and public institutions promote wind power as an alternative energy source?" gehen sie ans Werk, um mittels Erhöhung der bäuerlichen Gewinnmargen eine weitere Landschaftszerstörung zu zelebrieren.

Sind Windkraftanlagen wirklich klimanützlich? Was geschieht eigentlich aus physikalischer Sicht, wenn amerikanische Farmer ihre Flächen in Reih und Glied zusätzlich mit Windkraftanlagen "bepflanzen"? Nun, Windkraftanlagen halten mit der gleichen Leistung, mit der sie Strom erzeugen, den Wind auf. Ist das für das betroffene Land bioklimatisch gut oder schlecht oder führt dies zu keinen Veränderungen? In einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) müßte als erstes die Hauptwindrichtung festgestellt werden. Für installierte Windkraftanlagen ergibt sich daraus ein Hauptwindschatten. Innerhalb einer umfangreichen Anordnung von WKA, also in einem WKA-Feld, wird sich im Vergleich zu vorher eine deutlich reduzierte Windstärke über Boden herausbilden.

Optimierte Windkraftanlagen entziehen dem Wind etwa 89% seiner Bewegungsenergie. Es verbleiben 11%. Das ist so gut wie ein totales "Aus" - der Wind ist praktisch tot. WKA-Linien, die über 100 m hoch und kilometerlang sein können, verursachen einen massiven Eingriff in das klimatische Geschehen. Ein derart reduzierter Luftaustausch hat nicht nur Einfluß auf Schadstoff-Konzentrationen in dahinter liegenden Wohngebieten sondern auch auf die Temperatur in Bodennähe, hier speziell auf Getreidefelder. Weil es im Windschatten stets wärmer als in der Windströmung ist (Umkehrprinzip des Ventilators, welchen man zum Kühlen verwendet), muß ein Landwirt mit einer höheren Bodentrockenheit rechnen als bisher. Ob sein Fruchtertrag sich dabei nicht vermindert oder ob der Gewinn aus den Rotoren seinen Verlust aus der Landwirtschaft ausgleicht, sollte er sich gut überlegen. Landwirte haben in der Vergangenheit dieses Land aufgrund der bioklimatischen Struktur für geeignet gefunden und für den großflächigen Ackerbau gestaltet. Das "Aufforsten" mit Windkraftanlagen könnte dagegen dessen großräumige Zerstörung durch Austrockung mit nachfolgender Winderosion bedeuten. 
Corn Growers See Potential Profit in the Wind


http://WilfriedHeck.tripod.com


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