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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung einer regenerativen Energieform.
Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Windkraftanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken
und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie helfen jedoch, den Atomausstieg zu verlängern.
Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie
Über 650 Bürgerinitiativen wehren sich                            BI Rheinhessen-Pfalz
 
Datum aufwärts weiter
27.02.2002
..Während zunehmend mehr Leute für den Erhalt der Lebensräume für Menschen und Tiere kämpfen, gegen Zerstörung ihrer Heimat und gegen den Wertverlust ihrer Immobilien, veralbert eine politische Partei die betroffenen Wählerinnen und Wähler. Ob sich die Grünen so nicht selber aus den Parlamenten katapultieren? 
»Alle Sachverständige und Fachleute sind sich natürlich darüber klar, dass Immobilien, die im Sichtkontakt zu Windkraftanlagen liegen, automatisch der Gefahr einer Wertminderung ausgesetzt sind. Über die Auswirkungen sind sich Fachleute ebenso klar, denn auch die Einheitswertberechnung einer Immobilie wird durch den oben genannten Einfluß nach unten korrigiert werden müssen, und damit auch die an die Gemeinde zu zahlende Grundsteuer.
Das heißt, dass für die Gemeinde mit einer Minderung der Grund- und Gebäudesteuer gerechnet werden muß. Dies bedeutet dann eben auch, dass die Gemeinde, welche die Windkraftanlagen plant oder realisiert hat, der Nachbarkommune einen Steuerausgleich zu zahlen hat.«

Bernd Becker
 

Grüne Lyrik


..Liebe Mitstreiter in Nordrhein-Westfalen, nach § 2 unserer Satzung ist unser Ziel die Bewahrung von Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft. Im neuen Bundesnaturschutzgesetz § 1 ist dieses Ziel  übrigens in seiner Rechtskraft gestärkt worden. Wir wollen Windmonster nicht von X nach Y verschoben haben, sondern überhaupt  nicht. Insofern sind Abstandsdebatten nicht unser Thema. Per Erlaß geregelte Abstände können kontraproduktiv sein, weil die Gemeinden sich dann daran halten und nicht im Sinne des OVG Münster vom 30.11.2001 vorsorglich beliebig (pauschal und global) größere Abstände nehmen. Abstände im Erlaß entheben das Gericht auch einer dezidierten Einzelfalluntersuchung. Sind die Abstände unterschritten, dann sagen manche Gerichte, der Erlaß sei für sie nicht verbindlich. 

Die FDP NRW wie auch die CDU Rheinland-Pfalz fordern die Abschaffung der Windstromeinspeisunsgvergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Derzeit  haben 100 CDU-Bundestagsabgeordnete den Antrag von MdB (CDU) Freiherr von Stettner auf Abschaffung der Privilegierung unterzeichnet. Wir müssen davon ausgehen, daß die FDP NRW, die bisher KONSEQUENT sich gegen Windkraftanlagen wandte, weiß, was sie mit ihrem Antrag politisch erreichen will und leiten hiermit die Einladung von Herrn Dr. Papke an Sie weiter.

Bundesverband Landschaftsschutz
Dieter Krämer, 26.2.2002



..Der Landtag Nordrhein-Westfalen wird sich am Donnerstag, dem 28.Februar, um ca. 17.00 Uhr auf Antrag der FDP-Fraktion erneut mit dem Thema Windindustrieanlagen befassen. 

Anlaß ist die von uns und vielen Bürgerinitiativen als grotesk empfundene Situation, daß SPD und Grüne im Umweltausschuß unseren Antrag zum Stopp des Windindustrieausbaus abgelehnt und selbst einen völlig nichtssagenden Beschluß gefaßt haben, die SPD-Fraktionsführung aber wenig später in einer Presseerklärung die umgehende Novellierung des Windenergieerlasses, ein Moratorium für den Bau neuer Anlagen und die Festlegung von Mindestabständen verlangt hat.

Wir wollen am Donnerstag die SPD-Fraktion beim Wort nehmen und haben deshalb ihre Presseerklärung im Wortlaut als Entschließungsantrag eingebracht. Der Begründung des anliegenden Antrags können Sie entnehmen, daß wir als FDP damit nicht etwa auf die Linie geringerer Mindestabstände eingeschwenkt sind! Wir halten ausdrücklich, ohne wenn und aber, an unserem Ziel fest, den Bau von Windindustrieanlagen vollständig zu stoppen! Auch wenn die SPD-Erlärung dementsprechend nicht ausreichend ist, so geht sie doch über das hinaus, was die Grünen zugestehen wollen. Also wollen wir einmal testen, ob die SPD wenigstens den Mut hat, ihre eigenen Minimalforderungen gegenüber den Grünen durchzusetzen.

Für eine spannende Debatte dürfte also gesorgt sein. Natürlich würden wir uns freuen, wenn wieder zahlreiche Vertreter der Bürgerinitiativen in den Landtag kämen. Wer Interesse hat, soll sich bitte ab sofort bei meinem Büro anmelden. Wir versuchen so VIELE Interessenten wie möglich auf die Zuschauertribüne zu bringen.
Dr. Gerhard Papke MdL-NRW, Wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, Landtag Nordrhein-Westfalen, Platz des Landtags 1, 40221 Düsseldorf



..Ich habe Interesse und werde auch kommen! "Meine WKA" macht ein ganzes Dorf kaputt. Wir gehen vor die Hunde wegen dem Scheiss Ding. Ich komme aber nur, wenn es ernst gemeint ist. Labern nutzt mir nichts. Es wurde schon viel zu viel gelabert und gesagt. Wir gehen kaputt und keiner merkt es. Mein schönes Dorf ist tot, die Natur auch, nur weil noch ein bisschen Profit gemacht werden kann. Ich bin es leid. Die haben hier 
alles tot gemacht was einmal war. Ich muss damit leben, die Betreiber nicht! Ich finde es Scheisse.
Mfg Klaus Vorwerk, Hagen
26.02.2002
..Das Dilemma der grünen Energiepolitik. 
Mit einer zweitägigen Publikumsveranstaltung zum Thema "Energiewende - Atomausstieg und Klimaschutz" startete laut BMU-Pressedienst am 15./16.02.2002 im Deutschen Architekturzentrum Berlin Bundesumweltminister Jürgen Trittin eine neue Phase des "Dialogs mit und zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen". Zu der Tagung, die das BMU in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Umweltpolitik der FU Berlin veranstaltete, waren hochrangige Vertreter aus der Energiewirtschaft, von Umwelt- und Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen eingeladen.

In mehreren Plenar- und Podiumsdebatten ging es um Atomausstieg und nukleare Sicherheit, um aktuelle Fragen der nuklearen Entsorgung, um die energiepolitische Zukunft ohne Atomenergie, um die Chancen und Herausforderungen des Atomausstiegs für die Klimaschutzpolitik sowie um den Strukturwandel und die Modernisierung der deutschen Energieversorgung. 

Neben Bundesumweltminister Jürgen Trittin zählten zu den weiteren Rednern und Teilnehmern an den Podiumsdebatten u.a.: Olivier Deleuze, Staatssekretaer für Energie und nachhaltige Entwicklung in Belgien; Hans-Dieter Harig, Vorstandsvorsitzender der E.ON Energie AG; Frank Bsirske, Bundesvorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft ver.di, sowie die Vorsitzenden der beiden grossen Umweltverbände, Jochen Flasbarth (NABU) und Angelika Zahrnt (BUND).

Mit dem Titel "Atom noch lange nicht passé" berichtete die Zeitung Neues Deutschland - die "Linke unter den Großen", wie sie sich selbst beschreibt - am 21.02.2002 über dieses Treffen. Herbe Kritik mußte der Umweltminsiter mit nach Hause nehmen. Weder Klimaschutz noch Atomausstieg würden, wie gewünscht und propagiert, funktionieren. Im Wochenbericht vom 19.02.2002 rückt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung das CO2-Einsparziel in weite Ferne und berichtet, daß die »CO2-Emissionen in Deutschland witterungsbedingt gestiegen« seien. 
Jeder Pennäler dürfte es wissen: CO2-Emissionen stammen aus Verbrennungsvorgängen - und wenn es kälter wird, dann heizen wir auch mehr. Wer das mit Kernenergie nicht tun möchte, muß zwangsläufig auf fossile Brennstoffe zurückgreifen. Wer möchte sich während kalten Jahreszeiten auf Sonne, Wind und Bio verlassen? So ist die Feststellung des DIW eigentlich eine Binsenweisheit, welche sich Herr Trittin anhören mußte. Ob er begreift, daß das Erreichen seines "Klimaschutzzieles" mehr vom Wetter gesteuert wird und weniger vom Einsatz "regenerativer" Energien? So gesehen sollte uns der "katastrophale" Treibhauseffekt - die Erwärmung der Atmosphäre - beim CO2- und Energiesparen eigentlich zugute kommen. Wer jedoch durch die Bevorzugung einer Richtung das Angebot künstlich von der Nachfrage abkoppelt, erzielt in der Marktwirtschaft Schieflagen. Das dürfte fast auch eine Pennälerweisheit sein. In diesem Fall steuert die Außentemperatur unsere Nachfrage nach Heizleistungen und Herr Trittin & Co. möchten mit "erneuerbaren" Energien, welche keine zeitgerechten Heizleistungen erbringen, das Angebot befriedigen. Das Ergebnis lautet Schieflage: Entweder die Menschen frieren (Trittin zu Liebe?) oder sie verzichten auf die Treibhaustheorie und heizen gemäß ihren Umgebungsbedingungen. So ist es nicht verwunderlich, wenn sich bereits lange vor dem Errreichen des CO2-Einsparzieles diese Schieflage abzeichnet. 

Zum Energiesparen benötigen wir keine bevormundenden Glaubenssätze oder angstmachende Treibhaustheorien. Sachliche und wissenschaftlich begründete und nachvollziehbare Fakten wären überzeugender.

Energiesparen? Ja - aber richtig!
Gleichermaßen wie mit dem EEG eine bestimmte Klientel wirtschaftlich gefördert wird, unterstützt Herr Trittin mit seiner EnergieEinsparVerordnung (EnEV) zwar die Dämmstoffe produzierende Industrie - aber nicht die gute fachliche Praxis. Auch im Bereich Energiesparen und bei den temperaturbereinigten CO2-Emissionen wird sich die reine U-Wert-Betrachtung (k-Wert) als Fiktion erweisen. 



..Mit 13,2 Mrd. Kilowattstunden übertraf die EWE-AG beim Stromabsatz zum zweiten Mal die13 Milliarden-Marke. Verzeichnet werden konntedamit einte leichte Steigerung gegenüber demVorjahr von 0,5 Prozent. EWE bezog den Strom zu rund 81 Prozent von E.ON, zu 18 Prozent von Produzenten im Versorgungsgebiet - davon 17 Prozent Strom aus Windenergie - und zu 1 Prozent aus eigener Produktion, auch überwiegend aus der Windenergie. 
Strom muss in Ballungszentren
Kritisch sieht EWE-Chef Dr. Brinker das Vorhaben, bis 2010 rund 10.000 MW in Offshore-Windparks zu installieren. Weil der erzeugte Strom in den Küstenregionen nicht abgenommen werden kann, muss er in die Ballungszentren transportiert werden. Frage sei, ob die dafür erforderlichen 380 kV-Trassen mit riesigen Gittermasten durchsetzbar sind. Und: Weil auch bei Windstille die Versorgungssicherheit zu gewährleisten ist, könne auf kein einziges konventionelles Kraftwerk verzichtet werden. In Zukunft seien zahlreiche ältere Kraftwerke durch neue zu ersetzen. Vor diesem Hintergrund prognostiziert Dr. Brinker in den nächsten fünf Jahren steigende Strompreise
Cuxhavener Nachrichten, 15.02.2002

Anmerkung: Der Chef eines norddeutschen EVU prognostiziert in den nächsten fünf Jahren steigende Strompreise und fordert den Ersatz zahlreicher älterer Kraftwerke durch neue! Aus welchem Grund und mit welchem Recht tut er das? Wozu wurden in den vergangenen Jahren in Norddeutschland abertausende neue Windkraftwerke, welche doch viele Millionen Haushalte mit Strom versorgen können, errichtet? Haben sich nicht zahlreiche Windbürger zwecks Dezentralisierung der Stromerzeugung zu "Bürgerwindparks" zusammengeschlossen, um die Stromerzeugung in eigene Hände zu übernehmen und so schließlich auch über Beschaffung und Kosten der Energieerzeugung zu bestimmen? Wieso bestimmen und prognostizieren immer noch elektrische Versorgungsunternehmen über Preise und Beschaffung - hier also mittels Forderung nach Kraftwerksneubauten? Wird sich mit einem Anstieg der EVU-Strompreise nicht auch der Gewinn durch WKA-Beteiligungen schmälern? Man bedenke: WKA-Bürger sind nicht nur Stromproduzenten sondern auch Stromabnehmer. Bleibt die Einspeisevergütung für Windstrom gleich oder sinkt sie mit den Jahren - steigen aber die Bezugspreise für Netzstrom, dann verringert sich die Differenz, nämlich der Gewinn. 

Nun, über 11.000 Windkraftaftanlagen haben in Deutschland ihren Praxistest immer noch nicht bestanden: Kein einziges konventionelles Kraftwerk durfte bisher wegen WKA abgeschaltet werden - und selbst in Norddeutschland hat sich bisher keine einzige Gemeinde trozt ausgedehnter Windspargeläcker auf ihren Fluren selbständig gemacht und vom konventionellen Netzbetrieb verabschiedet. Wozu haben sie die Riesenpropeller eigentlich hinstellen lassen? Hat sich mit dem Windkraftboom der letzten 10 Jahre auch das norddeutsche Klima verbessert? 



..Heute gegen 11.45 Uhr überquerten bei uns wieder die ersten Kranichschwärme auf  ihrem Rückflug aus dem Winterquartier das hiesige Gebiet. Wild durcheinder fliegend, scheinbar hysterisch schreiend und den Schwarm sich mehrfach teilend mieden sie weiträumig die Windanlagen. Weit dahinter versuchten sie wieder zusammenzukommen. Sie zogen noch mehrmals in unterschiedliche Himmelsrichtungen auch gegeneinanderfliegend, bis sie nach langer Zeit in etlicher Entfernung ihre normale Flug- und Schwarmeigenschaften wieder erreichten.Vogelflug mit guter Sciht

Früher flogen sie in ruhig geordneten Formationen zu tausenden direkt über unser Haus hinweg. Seitdem die Windindustrieanlagen Hohenzell/ Schlüchtern in Betrieb gingen, umflogen die Kraniche äußerst verstört weiträumig diese Anlagen. Es gab keine arttypischen Formationen mehr. Nur heilloses schreiendes Durcheinander. Unzählige Kraniche flogen aber auch orientierungslos wieder zurück. So teilten sich Schwärme weit vor den laufenden Industrieanlagen und flogen chaotisch mit lautem Schreien kreuz und quer in verschiedene Richtungen und Höhen weiter oder zurück. Letztes Jahr wurde bei uns gar kein einziger Kranich mehr gesichtet. 

Das sehr beeindruckende und nachdenklich machende Schauspiel dieser für die Vögel kräftezerrenden Aktionen, daß sich wohl auf dem weiten Weg der Kraniche oft und  in Zukunft durch die ungebremste Zunahme der immer höher werdenden Windindustrieanlagen noch öfter wiederholen wird, sollten sich "naturverbundene,  menschliche Politiker" (!?) live ansehen. Es ist damit zu rechnen, dass zukünftig ein grosser Teil der Zugvögel durch Entkräftigung sein Ziel nicht mehr erreichen wird. Es ist politisch und wirtschaftlich anscheinend so gewollt: Vernichtung der Natur, der Landschaft, der Menschen zum Schutz der Umwelt! 


..Ich habe mir den Artikel von der Nordwest-Zeitung (siehe 21.02.2002) besorgt und bin anschließend an die Stelle gefahren, von der man aus die demolierten Turbinenreste und die im Acker steckenden Flügelteile gut sehen kann. Man hat das Gefühl, daß ein  Motorflugzeug abgestürzt sei. Das Flügelteil, das im Ackermatsch steckt, schätze  ich auf ungefähr fünf bis sechs Meter Länge. Die Entfernung zum Turbinenwrack beträgt nach zweimaligem Abschreiten ungefähr 235 m. Das Abschreiten der  Entfernung war gut möglich, denn die Unfallstelle liegt parallel zu einem alten Deich. Nun handelte es sich in diesem Fall um eine 250 kW-Anlage älterer Bauart mit einer Gesamthöhe von 45 m. 
An der Autobahn Richtung Oldenburg stehen weitaus  höhere Kaliber mit riesigen Flügeln. Auch sie kommen einmal in die Jahre. Nicht  auszudenken was passiert, wenn sich ein Rotor abdreht. 
Die Turbinen, die bei uns in  allernächster Nähe der Wohnbebauung u.a. - 270 m und 370 m - aufgestellt werden, haben eine Gesamthöhe von 110 m. Bei dem Anblick der Turbinenteile von Javenloch bekomme ich schon jetzt eine Gänsehaut und würde am liebsten unseren 1996  fertiggestellten kleinen Bauernhof verlassen wollen. Behörden, Gerichte und unser  "Grünen"-Minister ignorieren sämtliches Wehklagen, säen Zwietracht im Land und lassen die Betroffenen verzweifeln. 
Mit freundlichen Grüßen Wilfried Lose



..Dänemark streicht sämtliche Hilfen für erneuerbare Energien:  In Dänemark ist seit Januar 2001 der garantierte Einspeisepreis von 15 auf 10 Pfg/kWh reduziert worden. Deshalb wurden in 2001 nur noch 10 MW Leistung neu installiert (in 2000 noch 600 MW). Offizielle Begründung der Regierung:  Windenergie sei zu teuer, mit 16 % sei der Anteil an der Stromerzeugung in  Dänemark hoch genug. Offenbar haben auch die großen EVU's gegen die  Einspeisevergütung opponiert: durch den hohen Anteil an Windstrom (16 % der  Stromerzeugung) können sie ihre eigenen Kraftwerke nicht mehr auslasten - müssen sie wegen der minderen Zuverlässigkeit von Windstrom aber vorhalten. Die von der alten Regierung ausgehandelte Vereinbarung zum Bau von 5 jeweils 150 MW Off-Shore-Windanlagen wurde ebenfalls annuliert. Zudem sind im Etat des  laufenden Jahres sämtliche Förderprogramme für erneuerbare Energien gestrichen worden. Die Einhaltung der CO2-Verpflichtung nach dem Kyoto-Protokoll will Dänemark durch den Zukauf von Emissionsrechten erreichen. (Hann. Allg. Zeitung 15.2.2002).

24.02.2002
..Ohne Netzanpassungen wurden in Dänemark tausende Windturbinen und hunderte Blockheizkraftwerke (BHKW), welche zusammen unkontrolliert und über den Bedarf hinaus produzieren, installiert. Weil aufgrund der "Dezentralisierung" der inzwischen größte Teil des Versorgungssystems nicht mehr überwacht, nicht kontrolliert und nicht gesteuert werden kann,  ist es mit erheblichen Problemen und sozio-ökonomischen Folgen an seine Grenzen gestoßen. Eltra, der dänische Stromversorger, fordert neue Wege zum Wiederaufbau eines soliden Versorgungsnetzes. 
Eltra needs new methods to re-establish a solid electricity system
..Zum dänischen Dilemma mit Windkraftanlagen schreibt ein Leser an die Redaktion des Sunday Telegraph und kritisiert die von intermittierenden WKA verursachten Störungen des Netzbetriebes. Wegen mangelnder Nachfrage in Dänemark und dem angrenzenden Deutschland  wurde es am Neujahrstag 2002 als notwendig erachtet, 12 große Windparks für 12 Stunden vom Netz zu nehmen. Ein weiteres Problem: Windkraftanlagen haben keine Kommunikationsleitungen zu den Netzleitstellen und können daher nur in Abhängigkeit von unzuverlässigen Windprognosen in die Kraftwerkseinsatzplanung einbezogen werden. 
..The article on wind power by Christopher Booker (17-02-02) is very timely. With hind-sight it can be seen that the previous ‘green’ energy policy pursued by Denmark diverted funds from many other worthy options, produced the most expensive electricity in Europe, and reduced the competitive edge of Danish industry. Hence the recent decision of the new Danish government to cancel plans for three large off-shore wind farms, remove the massive subsidies paid for wind electricity, and drastically cut research and development funding in the area. 

What is less widely recognised is the fact that, on occasion, the unpredictable and highly variable output of Denmark’s many wind turbines has threatened to disrupt the stability of the electricity transmission system of Jutland and Funen. At considerable cost to electricity consumers, this phenomenon has made the region reliant on neighbouring countries for the short-term disposal of ‘over-run’ electricity as well as the alleviation of deficiencies in supply. As recently as New Year’s Day 2002, it was deemed necessary to shut down 12 large wind farms for a 12 hour period to avoid over-loading the grid. 

In the context of the need to supply quality electricity to the National Grid, the UK government would do well to contemplate the serious technical transmission problems encountered by our Danish friends. To operate networks efficiently transmission service operators need to know how much electricity will be available from different sources from hour to hour. Such information is rarely available for wind farms during periods of low pressure because of the great inaccuracies associated with wind-speed prognoses. Hence the need for continuous conventional back-up. Before condemning our attractive hill-sides, coastal regions and local countryside to thousands of massive turbines, transmission pylons and access roads, the government should consider the implications of an unpredictable energy source for the stability and quality of the local pool of electricity. Victor C. Mason

Windpower - no problems?



1.200 on short time at Vestas
From the beginning of next week, 1.200 employees at the Vestas wind turbine factory will start on work-sharing - or decreased working hours – because of the current economic problems at the factory. Amongst other factors is the uncertainty about an extension of the American subsidy agreement for the erection of wind turbines, whilst the problems on Danish soil are caused by the Government’s decision to cancel three off-shore wind farms. The poor economy has recently meant that Vestas shares have fallen strongly, and therefore the Vestas leadership has decided to put its employees on work-sharing for the next 12 weeks, writes SID’s network paper. The work-sharing has been agreed with the trade unions, and this means that instead of firing the staff, they will work shorter hours combined with a daily wage for maximally 13 weeks.
Berlinske Tidende on 5th February 2002.


..Die Zeitung Berlinske Tidende vom 05.02.2002 berichtet - von LouiseWendt Jensen ins Englische übersetzt - über die Empörung interessierter Organisationen und Forschungs-Institute aus der ganzen Welt über den Richtungswechsel in der dänsichen Energiepolitik. 

Energipolitikken mødes af kritik


..Immer mehr Anträge für die Errichtung neuer Windkraftanlagen flattern in letzter Zeit dem NABU-Vogelsberg zur Stellungnahme auf den Schreibtisch - klagt die Untergliederung eines großen Naturschutzverbandes. Die Verbandsbeteiligung zu Bauleitplanungen wird seit Jahren von Politik und Behörden nur noch benutzt, um kritische Leute von ihrer eigentlichen Arbeit abzulenken und sie an den Schreibtisch zu bannen. Ganze Aktenberge durchwandern die jeweiligen Geschäftsstellen und altgediente Fachleute für Natur- und Umweltschutz schreiben seitenweise ihre Anregungen und Bedenken zu vorgesehenen Eingriffen in die Landschaft. Doch gehandelt wird stets anders, als von ihnen empfohlen...

Windenergienutzung im Vogelsberg
NABU kritisiert neben ungehemmten Ausbau der Windkraft im Vogelsberg auch die Konzeptlosigkeit. Kein Wunder: Im Gegensatz zu anderen Belangen gibt es für die elektrische Energieversorgung in Regionalplänen nicht einmal ein "Leitbild". Investoren haben quasi freie Bahn. 


..BUNDESREGIERUNG WILL VERKEHRSTRÄGER NICHT NEU GEWICHTEN

Berlin: (hib/RAB) Die Bundesregierung plant nicht, die Verkehrsträger neu zu gewichten. Dies geht aus der Antwort der Regierung (14/8233) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU (14/8074) hervor.
Eine vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in Auftrag gegebene Mittelfristprognose für die Verkehrsentwicklung, die jährlich zweimal aktualisiert werde, entspreche dem Trend der Erwartungen, heißt es weiter. Die Exekutive habe die Investitionen in die Straßen- und insbesondere in die Schieneninfrastruktur in erheblichem Maße verstärkt.
Für den Ausbau und Erhalt einer leistungsfähigen Schieneninfrastruktur würden im Zeitraum 2001 bis 2003 insgesamt rund 13,5 Milliarden € bereitgestellt. Laut Antwort stehen ab dem Jahr 2003 zusätzliche Mittel aus der streckenbezogenen Autobahnbenutzungsgebühr für schwere LKW zur Verfügung, die sowohl in die Straßen- als auch in die Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur fließen würden.
Zum diskriminierungsfreien Zugang zum Schienennetz heißt es, dieser werde sichergestellt, indem die Befugnisse des Eisenbahnbundesamtes als Aufsichtsbehörde gestärkt und eine unabhängige Trassenagentur gegründet würden.
Nach Überzeugung der Regierung führt kein Weg daran vorbei, die Eisenbahninfrastruktur weiter auszubauen, weil das insbesondere im Zuge der EU-Erweiterung anwachsende Transportvolumen über den straßengebundenen Güterverkehr allein nicht bewältigt werden könne.
Zur geplanten LKW-Gebühr stellt die Regierung fest, diese werde dazu beitragen, die Wettbewerbsposition des deutschen Gütertransportgewerbes weiter zu stärken.PRESSEDIENST DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES, 18.02.2002

Anmerkung: Hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen in der o.g. Mittelfristprognose auch das Ministerium für Umwelt, Energie und Reaktorsicherheit einbezogen? Ein Ausbau der Eisenbahninfrastruktur aufgrund eines anwachsenden Transportvolumens wirft neben erheblichen Umwelteinwirkungen für den Bau auch entsprechende Energiefragen auf. Die Bahn fährt elektrisch. Woher soll der Strom für die Lokomotiven kommen?  In 2001 betrug das Mineralölaufkommen für Otto- und Dieseltreibstoffe 56.700.000 t, entsprechend 659.421.000.000 kWh. Die elektrische Stromerzeugung belief sich im Vergleich dazu auf 570.000.000.000 kWh, also 86,4 %. Der fahrzeugbedingte Energieeinsatz ist demnach ca. 14% höher als der für elektrischen Strom. 

Wer Transporte von der Straße auf die Bahn verlagern möchte, dürfte demnach weder Kern- noch Kohlekraftwerke abschalten, sondern müßte neue dazubauen. Der Atomkonsens von 2000 sieht mit Ablauf der Wirtschaftlichkeit der Kraftwerke den Ausstieg aus der Kernenergie vor. Ein Ersatz für dann nicht mehr existierende Leistungen wurde nicht vereinbart, auch keine geeigneten Planungen. Außerdem haben E.ON und RWE in 2000 bereits 10.000 MW fossile Kraftwerks-Stillegungen angekündigt. Zusammen mit den KKW-Leistungen wären das 32.354 MW. Also, woher soll der Strom für den Umstieg von der Straße auf die Schiene kommen? Von Windkraftanlagen? Die haben in 2001 erst 1,92% zum bisherigen Stromeinsatz beigetragen. Gibt es da noch zukunftsfähige Steigerungen? Und können Züge mit Strom aus WKA auch pünktlich und nach Bedarf fahren? Da bleibt eigentlich nur noch die Frage, wem man glauben soll. Der rot-grünen Energiepolitik oder der rot-grünen Verkehrspolitik? 


..Seit 1997 ist in Brüssel eine Beschwerde gegen den Windkraftstandort Wybelsum bei Emden und weitere 14 Windkraftstandorte in wichtigen europäischen Vogelschutzgebieten Ostfrieslands anhänbgig, die teilweise von der EU in ein Klageverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die  Bundesrepublik Deutschland eingearbeitet wurde. Die EU-Kommission hat nun die Beschwerde gegen das Nationalparkgesetz Niedersächsiches Wattenmeer angenommen. 

Dwarsloper
abgeleitet vom sechsbeinigen Krabbengang agieren Naturschützer, welche sich von ihren WKA fördernden Großverbänden gelöst haben,  als "Querläufer" zur offiziellen Politik. 

 

22.02.2002



..Dr. Hermann Scheer, SPD-MdB und Präsident der Sonnenenergie-Vereinigung Eurosolar zu den seiner Ansicht nach überholten Energiequellen fossile Brennstoffe und Atomenergie: »Mit Technologien des 18. Jahrhunderts werden wir in Zukunft nicht mehr sinnvoll produzieren können«. Aus VDI-Nachrichten (Vereinigung Deutscher Ingenieure) vom 15.02.2002. Kaiser Napoleon I.

Fragen: Gab es etwa schon im 18. Jahrhundert Kernkraftwerke mit denen sich - sagen wir einmal - Kaiser Napoleon I. bereits rumärgern mußte? Fossile Brennstoffe wurden sicherlich schon genutzt. Aber tun wir das heute noch mit der Technologie von damals? Können wir mit der Solartechnologie des Herrn Scheer, welche nur Strom bei Sonnenschein liefert, sinnvoll produzieren und Arbeitsplätze erhalten, z.B. in der IT-Branche? Zu Zeiten Napoleons mußten die Leute ihre Arbeitsplätze mit Öllampen beleuchten und abends ins Bett gehen. Wer dies nicht tat, galt als "dunkles Gesindel". Offenbar sind heutzutage manche Köpfe noch nicht heller als Kohlensäcke von damals!


..Politiker, welche in der Öffentlichkeit, also vor vielen Menschen, mit dem Begriff "Klimaschutz" operieren, sollten für sich einmal testen, was und wieviel sie darüber in Wirklichkeit wissen und wie sie diesen Begriff anderen Leuten aus unterschiedlichen Disziplinen erklären würden - um damit riesige Windkraftanlagen in freien Landschaften zu rechtfertigen. Dabei sollten sie prüfen, ob sie sich dieses Wissen auch selbst wissenschaftlich erarbeitet haben oder ob sie lediglich nachplappern, was sie von ihren "Lieblingsexperten" vorplappern lassen. Anschließend sollten sie hinterfragen, wie und womit das gewünschte Ergebnis nachvollziehbar gemessen wird. Einfacher wäre es doch, wenn wir alle in der Gegenwart unsere Landschaft sauber halten, dann bliebe sie automatisch auch in Zukunft sauber - weil sich "zukunftsfähig" von gegenwartsfähig ableitet - oder? Nachdenken sollten Politiker, welche sich in der nächsten Woche in Bremen treffen, auch darüber, daß immer mehr WKA nicht nur Anlaß für heftige Diskussionen, sondern auch für immer mehr heftige Rechtsstreitigkeiten bieten. Nicht nur saubere und friedliche Landschaften sind gefragt, sondern auch dergleichen Umgangs- und Verhaltensweisen. 

Anfechtung einer Baugenehmigung
hier: Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes. Beschluß des VG Potsdam 


..Für Rechtsexperten:
Ist das EEG verfassungswidrig? Lesen Sie das Kohlepfennig-Urteil und bilden Sie sich eine Meinung!
Übersicht über weitere Rechtsprechungen finden Sie im linken Rahmen dieser Webseite unter: Das Recht der Windanlagen in Deutschland.
 
..Windkraft in Deutschland - Die über das Bundesgebiet verstreuten Windkraftanlagen liefern im Reigen der regenerativen Energieerzeugungsanlagen - von Wasserkraftwerken einmal abgesehen - den größten Energieanteil. Die Subventionen des Stromes aus Windkraftanlagen als regenerative Energie über das Energieeinspeisegesetz (EEG) sowie das Problem der "Verspargelung" der Landschaft durch die weithin sichtbaren Stahlkolosse geben immer wieder Anlass zu heftigen Diskussionen. Dies wird am 28.02.- 01.03.02 in Bremen von namhaften Referenten diskutiert, u. a. mit Michaele Hustedt (MDB, B90 die Grünen) und Felix Becker (FDP-MdL, NRW).

Die Beiträge des Fachkongresses werden das Thema Windenergienutzung in Deutschland von allen Seiten beleuchten. Schwerpunktthemen sind Energiewirtschaftliche Aspekte der Windkraft, Betrieb und Finanzierung von WKA,  Flächennutzung, Natur- und Landschaftsschutz, aktuelle Probleme der Windkraft in Deutschland.

Der Kongress mit begleitender Fachausstellung richtet an alle die sich mit Windenergie in Energieversorgungsunternehmen, bei Kommunen, in Ingenieurbüros, bei Anlagenbetreiber und bei Anlagenherstellern befassen.

Interessierte Journalisten erhalten auf Anfrage eine kostenlose Pressekarte.
(iwr-pressedienst) - Frankfurt, den 22. Februar 2002 



..Unterschiedliche Sozialisationen in unserer Gesellschaft bewirken unterschiedliche Verhaltensweisen und Empfindungen. Was für die einen unbedenklich erscheint, betrachten andere bereits als Gefahr. Aufgabe der Politik sollte es sein, möglichst sachdienlich alle Bedenken gegeneinander abzuwägen. Aber müssen wir gleich festgefügte Begriffe, z.B. den Begriff "Landschaft" ändern? Was sollen wir uns gegenwärtig und zukunftsfähig darunter vorstellen? Welche Aufgaben sollen "Landschaften" erfüllen - für die Ökologie, für Menschen und für Tiere? Sollen freie Landschaften nur noch den direkt kalkulierbaren wirtschaftlichen Zwecken dienen oder sollen sie generell auch Räume für fiskalisch nicht bewertbare Gewinne hergeben. Welche Aufgaben können mit WKA zugestellte Landschaften noch erfüllen? Wieviele Landschaften sollen uns och verbleiben? 

Hans Christoph Binswanger ("Die Windenergie hat ihre Unschuld verloren"), insbesondere im grünen Lager auch als "Vater der ökologischen Steuerreform" bekannt, sieht und beschreibt bereits seit der Ausbreitung der Nutzung der Windenergie in Deutschland die Gefahren für die Landschaft. Als unermüdlicher Mahner tritt er gegen Angriffe auf sie in Erscheinung - nun verstärkt auch in der Schweiz. Mit dem abstrusen Argument "Klimaschutz" treten Windkraftbetreiber nämlich auch dort in Erscheinung, wo dies mit Riesenpropellern für die Stromerzeugung sowieso nicht möglich ist. In der Schweiz gibt es keine CO2 produzierenden Kraftwerke zu "ersetzen". Es geht ums Geld - sonst nichts. Die meisten WKA-Betreiber dürften den Begriff "Klimaschutz" sicherlich erst nach ihren Studien und Analysen über die wirtschaftliche Rentabilität von WKA kennen und als Scheinargument  zu nutzen gelernt haben. Denn wer interessiert sich schon sonst für diese Chimäre, wenn es dabei nix zu holen gibt?

Die Tücken der Windenergie
Von Hans Christoph Binswanger in der Neuen Zürcher Zeitung vom 21.02.2002.

21.02.2002
..Analysten aus unterschiedlichen Bereichen - meistens aus medialen und finanziellen - beschreiben und bewerten den WKA-Boom als das Erfolgsmodell einer "nachhaltigen" Energiepolitik. Mit etwas Aufmerksamkeit für die Szene fällt folgende Beobachtung immer wieder auf: Die Bewertungen nehmen für fiskalische als auch für energetische Belange den Maßstab eines mittels Suggestionen und Ängsten (Ausstieg, Umbau, Wende, Klimaschutz, Treibhaus etc.) politisch geschaffenen Trends und vermeiden dabei die Kenntnisnahme von Fakten in der elektrischen Energieversorgung. Aus Geschäftemacher-Sicht mag das verständlich sein, ehrlich ist es nicht. 

Waren es früher die viel gehaßten und beschimpften Monopole und Konzerne, welche keine anderen an den Futtertrog der elektrischen Stromversorgung lassen wollten, so wollen es jetzt, von der Politik unterstützt und gefördert, möglichst viele sein, welche ihr Süppchen auf dem heißen Ofen kochen. Aus dem früher von wenigen gesteuerten Monopol "elektrische Energieversorgung" wird nun ein Chaos aus Undurchsichtigkeit und Gier. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst - alles andere ist egal. Obwohl der elektrische Strom unverändert den Staubsauger treibt oder das Essen kocht, schillert er nun in allen Farben und geschäftlichen Nuancen aus der Steckdose. Während einerseits "wahre" Ökostromproduzenten Häme über Ökostromhändler verbreiten, welche die "Energiewende" behindern, beglückwünscht andererseits das einst renommierte Öko-Institut einen Ökostrom-Stromhändler zur "erfolgreichen Vergabe" des Gütesiegels für seinen NaturPur-Strom light mit dem "ok-power Label" von EnergieVision e.V. Aus: "Unter Uns" - eine EVU-Mitarbeiterzeitschrift von 1/2002. Soll das die Basis einer verläßlichen Energieversorgung werden? 

Wie in jedem großen System gibt es in unserem elektrischen Versorgungsnetz nämlich Platz für Mitesser auf Kosten der Allgemeinheit. Das "Netz" hat Platz für nicht autarke WKA-Einspeisungen mit ihren gesetzlich fixierten Abschöpfungen, es hat aber auch Grenzen. Vergleichbar den Misteln eines Baumes, welche als von ihm abhängige Grünpflanzen auch Sauerstoff produzieren, erzeugen die von konventionellen Kraftwerken abhängigen Windkraftanlagen elektrischen Strom. Geht der Baum zugrunde, dann sterben auch die auf ihm sitzenden Misteln. Gingen unsere Kraftwerke zugrunde (Ausstieg aus Atom und Kohle), dann könnten selbst die stärksten Windkraftanlagen keinen Strom mehr produzieren, denn ihre Wurzeln sind im Geflecht des konventionellen Netzbetriebs eingebaut und verwachsen - nicht anders wie bei Misteln im Baum. Ohne den "Saft" von konventionellen Kraftwerken - notwendig für die Spannungs- und Frequenzhaltung im Netz - kann kein einziges Windrad drehen und Strom liefern. Aber, wie schon gesagt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Danach ist Schluß. Und bis dahin lanciert man trendige Prognosen für spekulative Ergebnisse. 

Der regenerative Trend
und sein konventioneller Unterbau



..Heute berichtete die Nordwest-Zeitung (NWZ), daß der Flügel einer Windkraftanlage gestern in Javenloch im Wangerland, Kreis Friesland, "mehr als hundert Meter entfernt auf einem Acker" landete - teilt der BLS mit. »Seit Jahren fliegen Flügelteile und Eisbrocken von Windkraftanlagen über 400 Meter weit. Sie trafen Menschen und durchschlugen Autos und Gebäude. Mindestens 600 Meter Sicherheitsabstand von Straßen und Wegen sind zum Schutze von Leib und Leben erforderlich.«

Der Bericht der Nordwest-Zeitung lautet: "Zu viel Wind für die Windkraft: Flügel weg Schlagwind zerstört Anlage bei Javenloch Js Javenloch. Eine 250-Kilowatt-Windkraftanlage ist gestern vormittag  bei Javenloch vom Sturm zerstört worden. Wie der Betreiber auf Anfrage der NWZ  mitteilte, konnte sich die Anlage nicht schnell genug in den Wind drehen, sodass  ein Schlagwind die Flügel auf der Seite erfaßte und herunterriss. Ein Flügel wurde vom Sturm in Richtung Osten weit über ein Feld getragen und  landete mehr als hundert Meter entfernt auf einem Acker. Auch das  Generatorgehäuse wurde vom Wind weggerissen, sodass nur noch die Säule der Mühle  stehen blieb. Da in der Nähe keine Straßen verlaufen, waren keine Menschen in  Gefahr. Den Schaden beziffert der Betreiber auf 200.000 bis 250.000 Euro.

Bildunterschrift: zum Text:
Während die vordere Anlage dem Wind standhielt, blieb von der hinteren nur noch  die Säule übrig (gr. Bild). Auf dem Acker landete ein Flügel, der vom Sturm mehr  als hundert Meter über ein Feld getragen wurde. (kl. Bild). Bilder: Stutz"

Mitteilung des Bundesverband Landschaftsschutz (BLS) vom 20. Februar 2002
Anmerkung: Fabrikat Lagerwey, Flügeldurchmesser 27 Meter, Gondel fiel auf Trafohäuschen, nur noch von einem Flügel sind Teile am Mast, Schmauchspuren an Flügelteilen neben dem Trafohäuschen.

20.02.2002
..Ein Windpark vor dem Darß geht alle an. Die Menschen hat bisher niemand gefragt, was sie von den Windkraftplänen halten. Am Mittwoch, dem 27. Februar, lädt die OSTSEE-ZEITUNG um 19 Uhr zu einer Podiumsdiskussion in das Zingster Kurhaus ein. Den Fragen der Bürger stellen sich Vertreter der Investoren, der Landesregierung, des Tourismusverbandes Fischland-Darß-Zingst und der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Meinungsäußerungen nimmt die OZ schon jetzt entgegen. Zuschriften bitte richten an: OZ, Lange Straße 43-45, 18311 Ribnitz-Damgarten, Fax 0 38 21 / 8 88 69 73 oder an lokalredaktion.ribnitz-damgarten@ostsee-zeitung.de, 20.02.2002.


..Windkraftanlagen als Antennenträger? Der Bürgerprotest zeigte sich auch am 16. Februar bei der Demo gegen  Mobilfunk in Coburg. Mein Respekt gilt hier der Familie Wichmann, die die Demo veranstaltet hat. An die 300 Menschen haben sich auf dem Coburger  Marktplatz zusammengefunden und ihre Ängste und Bedenken kund getan. Die Bürgerwelle e.V. ist hier auf dem richtigen Weg - deshalb weiter so! Wichtig ist hier auch, dass nicht nach dem Sankt Floriansprinzip argumentiert wird (möglichst weit weg mit den Antennen). Was für manche weit weg ist, ist für andere bereits sehr nahe, z.B. für Land- und Forstwirte, die stundenlang in unmittelbarer Nähe solcher Anlagen arbeiten müssen. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass nicht die letzten Ruheräume für Erholungsuchende zerstört werden. Die Gefahr besteht auch darin das "ohnehin durch Windindustrieanlagen vorgeschädigte Regionen" zu Antennenwäldern verkommen. Bei uns in Hirschfeld beträgt der Abstand des Wind"parks" zur Ortschaft etwa 350 Meter. - Wer Tag und Nacht von Windindustrieanlagen gequält wird hält das "bisschen Mobilfunkstrahlung auch noch aus" - schreibt Hans Jungkunz


..»Lange bevor die entscheidenden Gremien der Stadt über das Inkraftsetzen des Bebauungsplans beschließen (Verwaltungs-Ausschuß am 19. Februar und Stadtrat Anfang März) verspricht die Firma Plambeck der Stadt namhafte Zahlungen. Dies wurde dummerweise auch der Presse bekannt und somit öffentlich. Aber es gibt ja keine Bestechung in Deutschland...« - schreibt das Mitglied einer Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen aus Bremervörde. Offenbar können so manche Gemeinden mit Geld aber auch mehr anfangen als mit "Klimaschutz"?

Keine Bestechung
 

19.02.2002
..Die „Bürgerinitiative gegen Windkraft in naher Wohnbebauung“ hat jetzt einen Rechtsanwalt aus Göttingen mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt. Heinrich Thalmann, einer der Sprecher der Initiative...hier weiterlesen

..Weltneuheit auf der Zielgeraden - Im Mai könnte sich bei Magdeburg Enercons erste 4,5 Megawatt-Anlage drehen - schreibt die Emdener Zeitung am 19. Febr. 2002 und berichtet von den Abmessungen der Riesenmaschine: »Die Nabenhöhe liegt mit 120 Metern fast doppelt so hoch, wie der Hahn auf dem Glockenturm der Großen Kirche sitzt, der von 67 Metern aus über Emden guckt.« Die Anlage bekommt eine 400 Tonnen schwere Gondel mit 56 Meter langen Flügeln dran, die für einen Rotordurchmesser von 112 Metern sorgen und dabei eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern überstreichen. Damit könne sie genug Strom für mehr als 2.500 Vier-Personen-Haushalte produzieren. 

Ob globaler "Klimaschutz" mittels WKA auch mit dem globalen Vogelzug harmoniert? Laut Bundesamt für Naturschutz soll die Rückkehr der Störche per Mulitmedia von allen verfolgt werden können. U.a. »können Gefahrenquellen entlang der Zugwege ausfindig gemacht und länderübergreifende konkrete Schutzmaßnahmen gefördert werden. Denn als Langstreckenzieher sind Störche einer Fülle von Gefahren ausgesetzt. Hierzu gehören elektrische Freileitungen und gefährliche Strommasten... Wichtig ist daher die "Entschärfung" dieses Gefahrenpotenzials in den Rast- und Überwinterungsgebieten.« Weshalb hat das BMU für den Storchenflug neben Freileitungen und Strommasten keine Windkraftanlagen in das Gefahrenpotential einbezogen? Was werden Störche tun, wenn sie, eventuell sogar bei schlechter Sicht,  mit ihrer Formation auf eine 10.000 Quadratmeter große und rotierende Fläche stoßen? Augen zu und durch oder russisches Roulette spielen?

Multimediaprojekt mit Störchen
 

18.02.2002
..Wollen wir 23 riesige Windräder rings um unseren Ort? - jeweils 140 Meter hoch! Der Kölner Dom ist 157 Meter hoch! Wollen wir noch mehr Lärm? Wollen wir, dass der Staub des Tagebaus und der Bandstraße mit großen Windrädern noch mehr verteilt wird? Haben wir nicht genug mit den Emissionen der Autobahn, einer Bandstraße und des Tagebaus?

Kurzinformation zur augenblicklichen Situation:

Am 29.1.2002 stellte die Firma Energie Kontor ihr Konzept eines Windparks im Ausschuss für Bau und Planung der Gemeinde Elsdorf vor. Das Unternehmen hatte bereits die Genehmigung bei der Bezirksregierung in Köln beantragt und diese hat die Gemeinde informiert. In der Ausschusssitzung waren sich die Vertreter aller Parteien (ausgenommen 1 Grüner) einig, dass man den Windpark (besonders bei so riesigen Windrädern in so kurzem Abstand zum Wohngebiet) verhindern müsse. Man beschloss deshalb, bei der Bezirksregierung in Köln eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu beantragen.

Wie die Erfahrungen von Bürgerinitiativen und verschiedene Presseberichte zeigen, ist es jedoch über einen Antrag auf Umweltverträglichkeitsprüfung kaum möglich, die Errichtung zu verhindern. In diversen Stellungnahmen hat die Umweltministerin (NRW) Bärbel Höhn u.a. darauf hingewiesen, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nur dann vorgeschrieben ist, wenn mehr als 20 Windräder geplant sind (deshalb beantragen die Betreiber oft im ersten Schritt nur weniger Windräder!).
Bürgerinitiative: "Windkraft aber bürgerfreundlich".  Tel. 9399990, Fax: 905624
 

15.02.2002
..Die Ostfriesen-Zeitung vom 15.02.2002 (S. 9) meldet:  »Die vorhandenen Leitungen reichen nicht" - EWE-Chef Brinker: Strom aus Windparks vor Borkum braucht neue Hochspannungsleitungen.
 jay Oldenburg/Emden. Für die vor Borkum geplanten Offshore-Windparks müssen neue Stromleitungen quer durch Ostfriesland gebaut werden. Davon ist Dr. Werner Brinker, Vorstandschef der EWE AG in Oldenburg, überzeugt. "Mit den Offshore-Windparks werden zusätzliche Kraftwerke an Stellen gebaut, wo es keine Kunden gibt", sagte er gestern. Um den Strom nach West- und Süddeutschland zu bringen, gebe es keinen anderen Weg, als neue 380.000-Volt-Freileitungen zu bauen. "Die heute vorhandenen Leitungen reichen dafür nicht."

 Die Idee, solche Leitungen unterirdisch zu verlegen, hält er für nicht finanzierbar. Um den Strom über hunderte von Kilometern zu transportieren, müsse solch ein unterirdisch verlegtes Kabel mit einer Kühlung versehen werden. Damit werde der Strom unbezahlbar.

 Von den neuen Hochspannungstrassen seien die Küstenregionen, besonders Ostfriesland, betroffen. "Es ist die Frage, ob die Bevölkerung solche neuen Transportnetze haben will", so Brinker.

 Die Landkreise werden bei der Genehmigung neuer Trassen eine entscheidende Rolle spielen. Der Landrat des Kreises Leer, Bernhard Bramlage, und der Auricher Oberkreisdirektor Walter Theuerkauf haben bereits im vergangenen August erklärt, dass sie gegen neue Trassen sind, die politisch auch nicht durchsetzbar seien.«

Anmerkung: Wie wäre es, wenn grüne Initiativen und Politik, welche stets von einer "Dezentralisierung der Energieversorgung mit Sonne, Wind und Bio" reden, nun beginnen, neben "Bürgerwindparks" die dafür notwendigen "Bürger-Hochspannungsleitungen", "Bürger-Umspannanlagen", "Bürger-Seekabel" und "Bürger-Einspeisepunkte" für Offshore-Windparks zu akquirieren? Wenn man zuvor lange und oft genug "Akzeptanzuntersuchungen zu Hochspannungsleitungen" unters Volk bringt, dann läßt sich daraus bestimmt ein Ranking generieren, welches die mächtigen Hochspannungs-Gittermasten nach den doppelt so hohen WKA-Türmen an die zweite Stelle der landschaftlichen "Schönheiten" placiert. Vielleicht sind so neue Trassen politisch durchsetzbar. 

"Die Nutzung der erneuerbaren Energien ist ein zentraler Baustein in der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende. Wir haben nicht nur den Atomausstieg rechtsverbindlich umgesetzt, sondern stellen auch mit dem kraeftigen Ausbau der erneuerbaren Energien die Energieversorgung auf eine zukunftsfaehige Basis. Die erneuerbaren Energien schuetzen wirksam das Klima und sind ein Motor fuer Wachstum und Beschaeftigung. Der neue Schwerpunkt soll einen weiteren Innovationsschub bewirken. ... In der naeheren Zukunft hat die Windenergie -- neben der Biomasse -- die groessten Wachstumspotenziale. Eine Schluesselrolle kommt dabei der Windenergienutzung auf See (Offshore) zu. Die Bundesregierung geht davon aus, dass in der Startphase bis 2006 mindestens 500 MW Leistung auf See gebaut werden koennen, bis 2010 ca. 2.000 bis 3.000 MW und langfristig (2025 bis 2030) rund 25.000 bis 30.000 MW Windkraftleistung. Gemessen am heutigen Stromverbrauch wuerde dann ein Viertel umweltfreundlich von Windraedern an Land und auf See erzeugt werden... " - ließ Umweltminister Trittin in seinem Pressedienst vom 4.2.2002 verlauten. 

Ob er auch darüber nachdenkt, daß nach seiner Methode der größte Batzen der je an gewissen Orten produzierten Energiemengen plötzlich zentral aus Nord- und Ostsee kommt und extrem zentral nur an wenigen Punkten der ökologisch und touristisch sensiblen Küste in das Landnetz eingespeist werden kann? Und welche Groß-Kraftwerke zwischen 500 MW bis 30.000 MW übernehmen an Land die gewaltigen Ersatzlieferungen bei Flaute auf See? Woher soll der Strom kommen, wenn bei bestimmten Großwetterlagen gleichzeitig alle Rotorflügel lahmen? Wäre es nicht an der Zeit, mit den Raumordnungs- und Genehmigungsverfahren für schnell einsetzende Gas- und Dampfkraftwerke zu beginnen? Und woran müssen Windparkbetreiber denken? Neben ihren statistisch kalkulierbaren Jahreswind-Prognosen an die nicht kalkulierbaren Netzprobleme, sofern nicht in gleichem Maß wie die Offshore-Windpark-Erschließungen auch die Weiterleitung der zu produzierenden Strommengen in das Binnenland vorangetrieben wird. 

14.02.2002
..Eine Meldung des Bundesumweltministeriums informierte neulich, dass Minister Jürgen Trittin einen neuen Forschungsschwerpunkt zur weiteren Entwicklung der erneuerbaren Energien vorstellt. Insgesamt stünden dafür 30 Millionen Euro bereit, welche aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung stammen. Mit dieser Summe sollen bis zum Jahre 2003 die Bereiche solarthermische Kraftwerke, geothermische Stromerzeugung und ökologische Begleitforschung in den Sparten Windenergienutzung auf See, Biomassenutzung und  Brennstoffzellen gefördert werden. 

Frage: Wieviel Euro ist unserem Zukunftsminister die Meeresumwelt wert? Das schöne Wort "Begleitforschung" - die Umsetzung der Windenergienutzung auf See begleitend - wird sich in der Praxis erfahrungsgemäß in einen Nachruf über verlorengegangene Lebensräume verwirklichen. Und die derzeit gewissermaßen jeden Energiefreak elektrisierende Diskussion über Brennstoffzellen sollte keinen Euphorien erlegen sein. Gedacht wird vor allem an den elektrischen Antrieb von Fahrzeugen, was aus technischer Sicht endlich die ersehnte Revolution wäre. Für die Traktion gibt es nämlich keine geeigneteren Motoren als elektrische - nicht nur wegen der doppelt so hohen Effizienz wie Verbrennungsmotoren. 

Aber woher soll der neue Brennstoff Wasserstoff kommen? Bis jetzt dominieren die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas, aus denen das CO2-freie Produkt gewonnen wird. Für den "Klimaschutz" nicht gerade das Gelbe vom Ei. Aus dem Physikunterricht sollte jedem Schüler noch die Elektrolyse in Erinnerung sein - die beobachtbare Zerlegung von reinem Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff mittels Gleichstrom. Beobachten läßt sich dabei, wie in einem Wasserglas am Minuspol doppelt soviele Bläschen Wasserstoff aufsteigen wie am Pluspol Sauerstoff - entsprechend der Mengenverteilung 2H + 1 O. Diese Form der Produktion von Wasserstoff ist also, von der weiteren Verwertung abgesehen, unproblematisch und altbekannt. 

Aber woher soll der Strom für die Zerlegung kommen, wenn mit der daraus zu gewinnenden Energie nun auch der mobile Verkehr versorgt werden soll? Von der Sonne? Diese Idee wird angesichts der marginalen Strahlungsdichte in unseren Breiten immer eine Utopie bleiben. Aus Windkraft? Davon haben die meisten, sofern sie sich mit der Problematik befassen, eh schon die Nase voll. Von fossil betriebenen Kraftwerken? Dagegen sprechen aus grüner Sicht wiederum "Klimaschutzprobleme". Da bleibt eigentlich nur noch der CO2-freie Strom aus Kernenergie. Es wird immer ersichtlicher: Die aus apokalyptischen Gründen propagierte CO2-Vermeidung bei der elektrischen Energiegewinnung mittels fossil betriebenen Kraftwerken führt entweder auf die Kernenergie-Straße oder in die Sackgasse des Energiemangels. Ob Herr Trittin und seine Freunde und Freundinnen das hören wollen?

Noch eins: Die Wasserstoffverbrennung würde in zunehmendem Umfang die Wasserdampfemissionen erhöhen und so dessen Anteil in der Atmosphäre steigern. Im Vergleich mit CO2 (29%) ist Wasserdampf mit 66% am "Treibhauseffekt" beteiligt, ein Rest aus Methan, Ozon und Stickoxid mit 5%. Seltsamerweise hat vor einer wasserdampfbedingten "Klimakatastrophe" niemand Angst. Herr Trittin stellt dafür sogar Fördermittel bereit.

Die Aussichten einer Wasserstoffwirtschaft
beschreibt Ludwig Lindner 


..Nicht nur der Bundeshaushalt wird durch die wirtschaftlich sinnlose Förderung der Windkraft belastet. Viel schlimmer ist das Abzocken der Stromverbraucher durch die gesetzliche Zwangseinspeisungsumlage. Damit kommt man am wettbewerbswidrigen Subventionsverbot der EU vorbei. Fein ausgedacht. 
Daß die Windkraftnutzung ein technisch sinnloses Unterfangen ist, zeigte Joachim Bublath im ZDF, "Abenteuer Forschung" vom 24. Oktober 2001, Die Krise - Energie: "... So ist es nicht selten, daß Windkraftwerke nur Bruchteile ihrer Leistung bringen oder ganz vom Netz gehen. Diese Ausfälle müssen in der Schaltzentrale sofort ausgeglichen werden... Um die Lücken schließen zu können, muß man Reserveleistungen zur Verfügung haben, und die kommen von Kraftwerken. Bei der derzeitigen Situation entsprechen sie in etwa der Leistung eines Großkraftwerkes. Um diese Leistung vorzuhalten, muß sogar Kohle verschwendet werden. Dieses Problem wird sich durch den schnellen Zuwachs an Windkraftanlagen noch verschärfen. Immer mehr Kraftwerksleistung wird benötigt, um die damit verbundenen Schwankungen an Windkraft ausgleichen zu können. So kommt es paradoxerweise durch Windenergie teilweise zu einem zusätzlichen Verbrauch an fossilen Brennstoffen... Das Wunder, wie Trittin das Weltklima retten will, entpuppt sich als Märchen.
Konrad Fischer, Dipl.-Ing. Architekt
96272 Hochstadt a. Main



..Die neuen Horizonte werden so manchen Blick in die Ferne (oder in die Zukunft?) versperren. Nicht das Volk, wünscht sich diese Monster,  nein, eine bestimmte Kategorie gewählter Politikern möchte uns damit in ihr "solares Zeitalter" führen, wo es nur noch Strom aus Wasser, Wind und Sonne gibt. Ob man damit Arbeitsplätze erhalten kann?

Für und wider

Ein Windpark mit 21 Anlagen 15 Kilometer vor Prerow in der Ostsee soll Mecklenburg-Vorpommern und drei Windanlagenhersteller wirtschaftlich voranbringen. Ostsee-Zeitung vom 14.02.2002


.. Wenn die Münze im Beutel klingt, die Seele in den Himmel springt...
Brauchen wir die Reformation zu einem weltlichen Thema - zur Ökologie? Im Mittelalter bürgerte sich in der Amtskirche der so genannte Ablasshandel ein. Geistliche verkauften Ablässe und behaupteten, auch ohne persönliche Reue des Sünders seien ihm die Sünden damit bereits vergeben. Insbesondere der Papst sah darin eine sprudelnde Quelle zur Aufbesserung seiner Finanzen. Wie ist es heute? Gab es früher die kirchlichen Sünder, so haben wir gegenwärtig die ökologischen Sünder. Doch mit dem Erwerb von "Zertifikaten für Strom aus erneuerbaren Energien" können Sie in Zukunft das schlechte Gewissen mit der Umwelt vergessen. Wer verkauft die modernen Ablass-Papiere? Das innovative Papsttum namens "WorldWideGreen" mit seinen diversen Untergliederungen und Instituten. Auch wenn Sie nicht wissen, wie "öko" funktioniert, was CO2 ist und wie elektrischer Strom produziert wird - Sie müssen nur glauben, daß ohne Ökostrom die Welt vorzeitig untergeht. Also glauben Sie ganz einfach, daß die Umwandlung von Windkraft in elektrischen Strom ökologisch ist - egal wie das gehandhabt wird! Schließen Sie sich der Gemeinschaft Gleichgläubiger an und bezahlen Sie dafür einen regelmäßigen Beitrag in die Gemeinschaftskasse. Kein Glaube ist umsonst! Genau wie früher, als jeder streng Gläubige übern Tag mit Sicherheit - bewußt oder nicht - irgend eine Sünde beging, so ist das heute nicht anders. Niemand kann ohne schlechtes Gewissen seinen täglichen Umweltsünden ausweichen. Also kaufen Sie Ablaßzertifikate für Strom aus erneuerbaren Energien und Ihr Gewissen reinigt sich regelmäßig. Bedenken Sie, auch wenn Sie den "Ökostrom" von anderen Stromsorten an Ihrer Steckdose nicht unterscheiden können, das Gewissen machts!
Innovativ und sauber
Kaufen Sie ein Zertifikat für Solarstrom von der Südseeinsel Tuvalu oder für Windstrom von den Hebriden, dann wandelt das Gewissen den Atomstrom aus Biblis etc. in Ihrer Steckdose automatisch in "Ökostrom" um.

13.02.2002
..Der FDP-Kreisparteitag Celle beschloss am 12.02.2002 einen Antrag, in dem er die verantwortlichen Kommunalpolitiker der Samtgemeinde aufforderte, die Planung der Windfarm Schmarloh einzustellen und stattdessen ein geeignetes ausschließliches Sondergebiet auszuweisen - berichtet die Cellesche Zeitung am 13.2002. Mitten im "Schmarloh" soll der größte Windpark Europas entstehen... Siehe [ 1 ] und [ 2 ]


..Windparks und Nationalpark vertragen sich nicht: »Mittelfristig, fordert Bauer in seinem Schreiben, müsse die Voraussetzung dafür geschaffen werden, dass der Wildwuchs im Bezug auf die Windräder so reduziert wird, dass es wieder eine Freude sei, in "unserer schönen Eifel zu leben beziehungsweise sich in ihr zu erholen"«. CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Wolf Bauer schreibt an NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne). Bei Kölnische Rundschau online weiterlesen...


..Die "Freiburger Ökostrom", welche mehrere Windräder in der Region betreibt, will noch manche Masten in den Himmel wachsen sehen: Etwa 140 Windräder, so deren Vorstellung, sollen dereinst in Freiburg und den Landkreisen Ortenau, Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald ihre Rotoren drehen – 19 sind es heute - informiert die Badische Zeitung online am 13.02.2002. »Noch lieber würden die Windkraft-Freunde freilich im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald die Rotoren aufstellen. Der bietet mit den windumtosten Schwarzwald-Gipfeln „herausragend gute Standorte“ ... Doch der Landrat von Breisgau-Hochschwarzwald, Jochen Glaeser, gilt als entschiedener Windkraft-Gegner, der gerne einer Aufforderung des Regierungspräsidiums Folge leistet. Das bat in einem Schreiben vom 11. Januar 2002 die untergeordneten Behörden, "alle Bemühungen zu unterstützen, um die freien Außenbereiche der Landschaft zu erhalten“«. Der Gegenwind würde aber auch in der Ortenau schärfer und »Schuld daran sei ausgerechnet ein Prestige-Objekt der Windkraftnutzung – die beiden 120 Meter hohen Windräder bei Mahlberg, die als die leistungsstärksten der Welt gelten. Seit ihrer Inbetriebnahme im Dezember 2000 kommen die Riesen-Räder nicht in Schwung. Statt prognostizierter 5,6 Millionen Kilowattstunden im Jahr lieferten sie lediglich 1,4 Millionen. Markowsky, der Betreiber, räumt Probleme ein, verweist aber darauf, dass es sich bei den Anlagen um Prototypen handle, bei denen man mit Kinderkrankheiten rechnen müsse.«
Windkraft-Gegnern gäbe die nun schon länger währende Geschichte Anlass, grundsätzliche Fragen aufzuwerfen. »Ich habe nichts gegen Windkraftanlagen“, sagt etwa Hansjörg Englert, Chef des E-Werks Mittelbaden, „nur sollen sie da stehen, wo der Wind auch weht“. Das sei in der Ortenau nicht der Fall, der Betrieb der Anlagen wirtschaftlich unsinnig, der Eingriff in die Natur zu groß. „Es rechnet sich nicht.“
Markowsky widerspricht: »Auch die so genannte Vorbergzone (also die dem Schwarzwald vorgelagerten Hügel) sei „gut geeignet“ für Windräder. Sein Mitstreiter Josef Pesch, Windkraft-Experte beim Freiburger Unternehmen Fesa, das die meisten Windräder in der Region vermarktet, pflichtet bei: „In der Vorbergzone gibt es jede Menge Standorte.“ Die wiederkehrenden Bedenken selbst ernannter Naturschützer kann Pesch nicht mehr hören: „Eine Windkraftanlage lässt sich ohne jede Folgewirkung für die Natur wieder abbauen. Das kann man von einem konventionellen Kraftwerk nicht behaupten.“« - so die Badische Zeitung. 
Anmerkung: Was muß einem Otto Normalbürger eigentlich zu solchen Aussagen einfallen?
1.) Müssen Leute, dies sich in ihrer Umgebung gegen 100 Meter hohe Türme mit Riesenpropellern an der Spitze wehren, "selbst ernannte Naturschützer" sein?

2.) Ist Dr. Josef Pesch vielleicht selbst ernannter "Klimaschützer" oder kann er ein Klimaschutz-Diplom von der Trittinschen Hochschule vorweisen? Wo gibt es eigentlich eine Hochschule, an der sich Studenten für das Studium "Klimaschutz" immatrikulieren können? 
3.) Wenn kein Wind weht, dann kann selbst Dr. Josef Pesch nicht mal einen Probelauf seiner Windmühlen durchführen, um eventuell vorhandene technische Probleme zu eruieren. Möglicherweise ist dies der Grund, weshalb die "Fehlersuche" bereits seit Monaten nicht vorankommt.
4.) Baut man Kraftwerke mit dem Ziel, daß sie "ohne jede Folgewirkung für die Natur" abgebaut werden oder baut man Kraftwerke, welche zuverlässig und fortwährend Strom liefern sollen?

Man bedenke: Das vergangene Jahr war nach vielfach publizierten Angaben des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) eines der bisher schwächsten seit Beginn der modernen Windenergie-Nutzung. Wie der Bundesverband mitteilte, seien die Erträge an fast allen Standorten zurückgegangen. Dabei habe es ein Nord-Süd-Gefälle gegeben: Die sonst so windstarken flachen Regionen im Norden und Osten Deutschlands registrierten Einbußen von bis zu 30 Prozent im Vergleich zum langjährigen Mittel. Im Süden der Republik und in mittleren Lagen sei der Einbruch zwar nicht so stark gewesen. Aber wer weiß schon, daß es im nächsten Jahr wieder besser wird? Etwa die Klimaschützer? Und das Nord-Süd-Gefälle gibt es schon immer.

Das läßt sich an der Auslastung von Windkraftanlagen erkennen.



..CDU-Bundestagsabgeordneter aus Minden, Steffen Kampeter, will mit einer Initiative im Bundestag gegen die baurechtliche Privilegierung und die energierechtliche Subventionierung von Windkraftanlagen vorgehen. "Wir müssen dringend die Flut von Windkraftanlagen eindämmen", sagt Kampeter, der zunächst auf eine entsprechende Änderung des Baugesetzbuches drängen will. "Windkraftanlagen sind Gewerbebetriebe. Die Kommunen müssen darüber entscheiden, ob und wo Gebiete dafür ausgewiesen werden," so Kampeter. Ohne Bebauungspläne mit Windradstandorten dürfe es künftig keine Räder mehr geben. 
Minden, Westfalen-Blatt 13.02.2002

..Grüne gegen Ausbau des Windparks Abens - Ortsverband setzt eher auf Photovoltaik. 
wom Wittmund. Aus Gründen des Naturschutzes hält der Grünen-Ortsverband Wittmund einen Ausbau des Windparks Abens für nicht akzeptabel. Wegen der unvermeidlichen Zerstörung des Landschaftsbilds durch die Konverter sollten Windparks nach Ansicht der Wittmunder Grünen aus maximal zehn Anlagen bestehen. Der Windpark Abens mit seinen 25 Windkraftanlagen sei "viel zu groß" und habe sich nach Aussage der Ortsvereins-Vorsitzenden Christiane Lux-Hartig bereits negativ auf die Umwelt ausgewirkt.

So sollen einige Tierarten aus der "roten Liste" wie zum Beispiel die Uferschnepfe dort schon nicht mehr existieren. Außerdem sei die Lärmbelästigung bei entsprechenden Windrichtungen "erheblich". Bürgermeister Karl-Heinz Krüger hatte ein Positionspapier der Verwaltung zur Windkraft vorgestellt und dort unter anderem eine Erweiterung des Windparks Abens, aber auch den Aufbau eines Windparks im Gewerbegebiet Ost angeregt (die OZ berichtete).

Doch so positiv die Grünen auch das Engagement der Stadt Wittmund im Hinblick auf regenerative Energien sehen - ein Windpark im Gewerbegebiet passt der Partei letztlich auch nicht ins Konzept. Nach Ansicht der Grünen wäre der Standort viel zu nahe an der Stadt. Christiane Lux-Hartig: "Wollen sich Stadt und Gewerbetreibende weiterhin für ein Wittmunder Stadtmarketing einsetzen, das seinen Namen verdient, muss eine Ansiedlung auch unter dem Aspekt eines Gesamtleitbildes für die Stadt bewertet werden."

Dazu kommt, dass der ebenfalls wieder ins Gespräch gebrachte Windpark-Standort Groß Charlottengroden "großes Konfliktpotenzial mit dem Tourismus an der Küste" in sich berge. Deshalb sind die Wittmunder Grünen der Meinung, die Stadt sollte bei ihren Investitionen in erneuerbare Energien künftig eher auf den Ausbau der Photovoltaik setzen. So könnten alle öffentlichen Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden.

OSTFRIESEN-ZEITUNG 12.02.2002 (S. W 20)



..Im Gegensatz zu ihrem Bundesverband sind inzwischen die NaBu-Landesverbände Sachsen sowie Schleswig-Holstein zu vehementen Gegnern dieser nutzlosen Monster geworden. Obendrein einige NaBu- Kreisverbände und Ortsgruppen...

Nutzlose Monster



.."Öko" soll der Strom aus Windenergie sein - Tatsächlich wird aber aller Strom aus Atom-, Kohle, Gas- und Windkraftwerken in das gemeinsame Netz eingespeist. Und aus der Steckdose kommen immer 230 Volt und 50 Hertz. Genau wie bei der Kuh, die Öko-Äpfel, Gras und Silage frisst: Heraus kommt immer Milch, der Öko-Apfel ist nicht nachweisbar. 11.500 Windkraftwerke in Deutschland "leisten" circa drei Prozent der Stromerzeugung, zu einem völlig überhöhten Preis, der gesetzlich durch das "Erneuerbare Energien Gesetz" vorgeschrieben ist. Der teure Strom wird an die Energieversorger verkauft, der Erlös fließt in die Taschen der zufriedenen Betreiber. Den Reibach aus dem gesetzlich garantierten hohen Strompreis bezahlt jeder Stromkunde über seine gestiegene Stromrechnung. Eine tatsächliche Entlastung der Umwelt ist zweifelhaft. Kein konventionelles oder Atomkraftwerk wird wegen der Windkraftwerke abgestellt, weil der Wind unstet weht und keinen verlässlichen Strom liefern kann. Die C02-Ersparnis ist statistisch kaum nachweisbar. Nur der Gutmensch wähnt sich "öko".
Manfred Knake
D-26427 Esens-Holtgast/Ostfriesland 

..Überall wo Riesen-Propeller installiert werden, regt sich Widerstand - auch in der Schweiz

Heimatschutz gegen Windkraftanlage
Nicht auf Kosten der Landschaft und außerdem sei Wirkungsgrad sehr viel schlechter als in Norddeutschland...
 

12.02.2002
..Windkraft - Bruchlandung der deutschen Energiewirtschaft
Zu laut und zu unausgereift: Zehntausende neue Windräder sind geplant, doch 650 Bürgerinitiativen wehren sich. Welt am Sonntag (10.02.2002)

..Wenn der Wind nicht weht, können Sie mit den von Ihnen glorifizierten Windmonstern nicht einmal ein Spiegelei braten...

Landschaftsschutz Vlotho
Eine Bürgervereinigung  klärt auf


..Gemeinden sind nicht verpflichtet, Windkraftanlagen installieren zu lassen. Viele Orte werden von der Investorenwelle überrollt und mit Geld geködert. Vor einer Entscheidung über den Bau von Windrädern sollten betroffene Leute sich erst einmal ausgiebig informieren. Wer kauft denn heute noch ein unbekanntes Produkt an der Haustüre? Mittels Erlass von Veränderungssperren oder Änderungen von Flächennutzungsplänen können Entscheidungsträger erst einmal Zeit gewinnen, Zeit für sachdienliche Informationen über das Für und Wider dieser Landschaftsmonster. 

Liebe Mitbürger...
überall im Lande häufen sich die Windräder... Ein Ortsvorsitzender klagt an und ruft zum Widerstand auf.


..Die durch WKA verursachten  Netzprobleme haben in Dänemark erhebliche Kosten verursacht, welche einfach auf die Allgemeinheit umgelegt wurden. Als Konsequenz daraus hat das Königreich die höchsten Strompreise in Europa und muß, um diesen Trend aufzuhalten, die Fördermittel für "Erneuerbare Energien" streichen. Hiesige WKA-Propagandisten schieben diese unabänderliche Maßnahme natürlich einer "rechtsgerichteten" Regierung in die Schuhe, welche neulich an die Macht gekommen war. Daß eine Regierung aber des Volkes Stimme spiegelt, wird geflissentlich verschwiegen. 

Kompetenz statt grüner Schein

Netzprobleme entstehen, wenn energiespendende Generatoren weder zur gleichen Zeit noch im gleichen Umfang den Strom produzieren, welchen die Endabnehmer benötigen. Weil wir nicht speicherbaren Wechselstrom benutzen, ist das Verbrauchernetz kein riesiger See, wie es von vielen "alternativen" Experten fälschlicherweise suggeriert wird und kann keine "Reserven" anlegen. Die sogenannte "Pufferfunktion" resultiert aus den rotierenden Generatormassen der großen, synchron laufenden Wärmekraftwerke und dient allenfalls der Sekundenreglung. Abweichungen zwischen Angebot und Nachfrage stellen sich unverzüglich als Spannungsschwankungen ein, welche zu erheblichen Störungen und Ausfällen bei Betriebsabläufen führen. Damit das nicht passiert, müssen Wärmekraftmaschinen im Dauerbetrieb unter Dampf bleiben und mit ihrer Leistung die Spannung stabilisieren. 
Erfolgt wie in Dänemark der Kohle-Kraftwerkseinsatz in Abhängigkeit von parallel laufenden Windkraftanlagen, dann ist es auch mit der energetischen Effizienz vorbei und es findet weder eine Brennstoff- noch eine CO2-Einsparung statt. Gibt es gar ein unterdurchschnittliches Windjahr, dann müssen Länder ohne konventionelle Kraftwerke den Strom bei ihren Nachbarn teuer kaufen. Dauerkraftwerke abschalten führt zu Energieabhängigkeiten und hohen volkswirtschaftlichen Schäden. Inzwischen stellt sich - zumindest für das "Windjahr 2001" für viele Anleger in Sachen Windkraft neben der Windflaute auch die daraus resultierende Börsen- und Ertragsflaute ein. Hohe, mit Computermodellen erstellte Ertragsprognosen lenkten das Geld in Bürgerwindparks, Umweltfonds etc. und viele Gutmenschen müssen plötzlich die schlichte Erkenntnis machen, daß WKA überhaupt nur dann Strom produzieren, wenn genügend Wind weht. 
WKA - das Diskrepanzmodell

Kein Wunder ist es daher, wenn unsere "rechtsgerichtete" Opposition, die CDU den Ausbau der Windkraft bremsen möchte. »Der CDU-Abgeordnete Wolfgang von Stetten habe eine Gesetzesreform zur "Eindämmung der Flut von Windkraftanlagen" entworfen, berichtete die "Welt am Sonntag". Ein Meteorologe sagte dem Blatt, es gebe bei 11.500 Windkraftanlagen kaum noch geeignete neue Standorte. Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) kritisierte, wer den Ausbau der Windkraft zurückdrehen wolle, versage nicht nur beim Klimaschutz. Auch Arbeitsplätze würden gefährdet.« - Berlin online.de am 11.02.2002
Frage: Um wieviel besser als zuvor ist das Klima in Dänemark geworden? 

CDU-Initiative
Eile tot not! 
 

11.02.2001
..Wer weiß eigentlich noch, wieviele Atommeiler die rot-grünen Parteien in der gegenwärtigen Legislaturperiode abschalten wollten? Erinnern Sie sich noch an den "bislang schwersten Atomunfall in Japan", in dessen Folge Umweltminister Trittin den 570 Professoren, welche zuvor in ihrem Memorandum die Beherrschbarkeit der Atomrisiken vertraten, "akademischen Zynismus" (Spiegel 1.10.1999) vorgeworfen hatte? Im Herbst steht die nächste Bundestagswahl an und Rot-Grün prahlt derzeit mit Erfolgen über ihr Gesetz zum Atomausstieg. Dieser sogenannte Atomkonsens erlaubt es den Kraftwerksbetreibern, mittels voraus kalkulierten Strommengen ihre Atommeiler bis zum Ende der wirtschaftlichen Betriebsdauer auszulasten. Wie sieht die Realität weiter aus? Im heiß umstrittenen Standort Biblis werden die Kraftwerksblöcke nachgerüstet, die Sicherheit wird aufgebessert. Ist das gegenüber den vormaligen "Sofort-Ausstiegs-Forderungen" nicht politischer Zynismus? Soll das etwa die Trittinsche "Beherrschbarkeit" eines lang versprochenen "unumkehrbaren" Atom-Ausstieges sein?

Atomausstieg - was war das?

Nachrüsten, statt abschalten lautet derzeit die Devise. Wozu brauchen wir dann noch abertausende Windkraftanlagen?
In ihrer Ausgabe Nr. 5882 vom 10.7.1999 berichtete die taz unter dem Titel "Hebel zum Atomausstieg" über eine technisch machbare Alternative zur Kernenergie: »Moderne Gas- und Dampfkraftwerke können wirtschaftlicher sein als Atommeiler« - und bezog sich dabei auf ein neues Gutachten, welches für die Hamburger Umweltbehörde erstellt wurde. »In drei Varianten von Wirtschaftlichkeitsberechnungen über die vier norddeutschen Atomkraftwerke, die von den Hamburgischen Electricitätswerken (HEW) gemeinsam mit der Veba-Tochter PreussenElektra betrieben werden, kommt die Expertise zu eindeutigen Resultaten: "Der kurzfristige Ausstieg aus der Kernenergienutzung und die Errichtung von GuD-Kraftwerken ist mit deutlichen wirtschaftlichen Vorteilen verbunden."« - konnte der interessierte Leser vermerken.
In Deutschland blüht das Geschäft mit Gutachten auf Kosten der Allgemeinheit - weniger dagegen die politische Diskussion, Bewertung und Umsetzung der von Experten vorgeschlagenen Maßnahmen. Wo ist nun Trittins Energiekonzept, welches mit GuD-Kraftwerken als gezielter Ersatz für Kernkraftwerke zu diskutieren und gegebenenfalls umzusetzen wäre? An welchem AKW-Standort finden sich nach über drei Jahren Machtteilhabe die dazu notwendigen Raumordnungsverfahren? Es ist schon interessant: Kraftwerks-Betreiber stellen keine Anträge auf Baugenehmigungen für GuD-Ersatzkraftwerke sondern auf Nachrüstung zum Weiterbetrieb der von den Grünen so gehaßten Kernkraftwerke und Herr Trittin läßt über nachgeordnete Behörden genehmigen! Wem diese Form der Politik des "Ausstiegs" - das Nachrüsten - nicht gefällt, kann ja innerhalb eines Monats vor dem Verwaltungsgerichtshof den Rechtsweg beschreiten, natürlich vertreten durch einen Rechtsanwalt oder Rechtslehrer an einer deutschen Hochschule. Nicht viel anders ist das mit dem neuen Bundesnaturschutzgsetz á la Trittin. Dort hat diese Form der Politik - der Rechtsweg - sogar einen Namen: Verbandsklage. 

 

10.02.2001
..Widerspruch gegen Genehmigungen von Windkrafträdern. Im Genehmigungsrecht und für den Rechtsschutz hat sich die Rechtslage geändert. Genehmigungen für die Errichtung von drei und mehr WKA werden seit dem 3. August 2001 nach dem BImSchG erteilt. Nach § 2 Abs.1  4.BImSchV iVm Anhang Nr. 1.6 wird die Baugenehmigung von der BImSchG-Genehmigung ersetzt.
Diese Änderung hat zur Konsequenz, daß Widerspruch und Klage gegen diese Genehmigungen nunmehr wieder aufschiebende Wirkung besitzen, vgl. § 80 Abs. 1 VwGO. § 212a BauGB greift dann nicht mehr. Es darf also - und darauf ist zu achten - nach Einlegung von Widerspruch oder Klage nicht weiter gebaut wird. Diese Rechtslage gilt seit dem 1. Januar 2002 auch in den neuen Bundesländern, nachdem das Rechtsmittel- beschränkungsgesetz mit Ablauf des 31. 12. 2001 außer Kraft getreten ist. 
Die Möglichkeiten, effektiven Rechtsschutz zu erlangen, haben sich damit verbessert. Es bleibt abzuwarten, wie die Investoren und Behörden darauf reagieren werden.
Dr. Christian-W. Otto
Rechtsanwalt

..Zu Naturschutz, Nationalpark, Wattenmeer etc. kommt von den Bündnisgrünen in der Region seit Jahren nichts mehr. Die sind politisch so richtig "wie-die-anderen" geworden (und damit, weil nicht unterscheidbar, eigentlich überflüssig wie WKA) - mailt der Koordinator des Wattenrates  in Ost-Friesland anläßlich einer Meldung über "die Produktion der Offshore-Windkraftanlagen für die Region".
Ostfriesen Zeitung 9.2.2002: »Die Grünen im Auricher Kreistag befürchten, dass der Landkreis Aurich zu wenig tut, um die Produktion der Offshore-Windkraftanlagen in die Region zu holen. "Der Landkreis sollte von sich aus an die Firma Enercon herantreten und ausloten, welche Infrastrukturmaßnahmen dazu beitragen könnten, dass der weltweit führende Hersteller von Windkraftanlagen weiterhin in Aurich investiert und nicht auf andere Standorte ausweicht", so die Fraktion der Grünen. Das gehöre zur Wirtschaftsförderung des Kreises...« 


..An Land gibt es für die Energiewende zu wenig Standorte - dann bauen wir halt riesige Strominseln ins Meer und überschwemmen mit dem Windstrom die Endverbraucher. Das könnte das Motto der Großinvestoren sein, welche sich per EEG ihre Kosten möglichst kurzfristig auf die Allgemeinheit umlegen lassen. Endkunden sollen laut politischer Gesinnung mit "ökologischer" Begründung eigentlich "Stromsparer" sein. Das muß ja wohl nicht dem "Geld sparen" gleich gesetzt werden - oder? 

Öffentliche Bekanntmachung

über die beantragte Errichtung von Windenergieanlagen in der ausschließlichen Wirtschaftszone. Der nächste Schritt sind wohl die öffentlichen Bekanntmachungen für das Verlegen von Seekabeln im Wattenmeer, öffentliche Bekanntmachungen für die Errichtung von Einspeisepunkten mit Umspannwerken an Land, öffentliche Bekanntmachungen für den Bau von Höchstspannungsleitungen (die Verbundebene) von der Küste bis tief ins Binnenland, um den Windstrom abzuführen. Wo verbleiben im Gegenzug die öffentlichen Bekanntmachungen über den geplanten Rückbau von Kernkraftwerken? 
Nun, veränderte Sichtweisen resultieren aus blankem Opportunismus. Genau wie die Grünen ihr Verhältnis zum Auto den ihnen weglaufenden Jungwählern angepaßt haben, scheint es mit der Ausstiegs- und Rückbaumentalität bei Atommeilern. Zur Zeit drohen Macht- und Postenverlust. So ziehen sie mit ihrem 30jährigen Friedensvertrag (Atomkonsens) den Ausstieg in weite Ferne und verdrücken sich von ursprünglichen Forderungen nach Sofortabschaltungen. Genau dies macht sie so unglaubwürdig. Dazu gehört der unübersehbare Versuch, ihr Erscheinungsbild mit modernen jugendlichen Idiomen zu liften. Dafür beispielhaft  ist das grüne Tourismuspaket "Natur - hautnah" mit "Bike", Pferd und Kanu. Diese Anbiederung an ein Wählerpotential mit den geringsten Kenntnissen in Theorie und Praxis und den wenigsten Lebenserfahrungen ist jedoch so auffällig, wie der Opa in der Disco. 

09.02.2002
..Nutzung der Windenergie kostet viel Geld und Lebensqualität
In The Netherlands a creeping and extremely expensive windturbine-industrialisationprocess takes place. In a foreseeable future this process will cause a financial burden to the people of € 2,5 billion per annum...

WINDENERGY COSTS MONEY AND LIVEABILITY
Dr. Pieter Lukkes, Professor em. of Geography



..Die neue dänische Regierung "fährt" die bisherige Förderung von erneuerbaren Energien erheblich runter. So und ähnlich lauten Titelzeilen von Energieagenturen. Sie berichten von der Betroffenheit der Windkraftlobby, weil »die engagierten dänischen Offshore-Pläne« erheblich gekürzt, teilweise sogar völlig gestrichen werden sollen. Laut Dr. Wolfgang von Geldern, dem Vorsitzenden des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke sei dies in Deutschland nicht möglich, weil es bei uns keine direkten staatliche Hilfen im Bereich der Stromproduktion aus Windkraft gäbe. Offhore- Windparkpläne seien in Dänemark staatliche Pläne - in Deutschland dagegen privatwirtschaftlicher Natur. Schnell wird die Vermutung hinzugefügt, Dänemark habe offenbar auch sein Klimaziel bereits übererfüllt und bräuchte keine Windparks mehr.

Als klassisches Kohlestromland beteiligt sich das kleine Dänemark anhand seiner "VERPFLICHTUNG ZUR REDUZIERUNG DER TREIBHAUSGAS-EMISSIONEN IM RAHMEN DES KYOTO-VERTRAGES (ausgewählte Annex-I-Staaten)" für 2008 – 2012 mit 21% an dem angepeilten CO2-Reduzierungsziel - bezogen auf das allgemeine Vergleichsjahr 1990. Das flächenmäßig und wirtschaftlich relativ große Deutschland ist mit der selben Vorgabe dabei - ebenfalls 21%. Nur Griechenland (25%), Portugal (27%) und Luxemburg (28%) haben in der EU höhere Vorgaben. 

Das kleine Land Dänemark mit dem Königsweg "Windenergie" zum "Schutz des Klimas" hat entsprechend seinem Bedarf auch nur eine Netto-Kraftwerksleistung von 11.157 MW (Deutschland 112.116 MW, also das Zehnfache). Der Netzausbau ist logischerweise den Kraftwerksleistungen angepaßt und so die notwendige Spannungs- und Frequenzstabilität gewährleistet. Doch immer mehr und größere, aber  intermittierende Windkraftwerke machten den Kohlekraftwerken zu schaffen. Kein Wunder, wenn mächtige Offshore-Windparks dem kleinen Kraftwerkspark nun erhebliche Probleme bereiten. Schließlich können nur Kraftwerke mit ihren steuerbaren Leistungen im Dauerbetrieb die Netzspannung und Frequenz stabil halten. Das ist das eine Problem.

Wie früher der Heizer einer Dampflok beim wenige Minuten dauerenden Aufenthalt im Bahnhof seine Maschine unter Volldampf halten mußte - schließlich ging es ja gleich mit voller Kraft weiter - genauso müssen Betreiber ihr Kohlekraftwerk unter Dampf halten. Schließlich weiß ja niemand in der Leitstelle, wann sich der Wind zur Ruhe begibt und die volle Kraftwerksleistung wieder angefordert wird. Hat sich früher der Aufenthalt einer Dampflok im Bahnhof aus nicht vorhersehbaren Gründen um einige Minuten verlängert, dann konnte jeder an den großen weißen Schwaden erkennen, daß der Lokführer Dampf ablassen mußte und der Heizer minutenlang umsonst gefeuert hat. Erst bei geplanten Aufenthalten konnte der Heizer einer Dampflok seine Maschine entsprechend "herunterfahren". Was müssen Kohlekraftwerke bei ungeplanten Entlastungen durch WKA tun? Mit der gemäß Verbraucher-Lastprofil vorgeplanten Leistung weiterfahren, aber die nicht benötigte Dampfenergie solange in den Kühlturm statt in die Turbine abblasen. Nun haben die Betreiber umsonst gefeuert. Das ist der dänische Königsweg, bzw. die Methode einer CO2-Einsparung mittels Windkraftwerken - das andere Problem.

Hat das Land zwischen Ost- und Nordsee eventuell auch schon die Energiewende erreicht, welche uns im gleichen Atemzug suggeriert wird? Wie ist sie eigentlich definiert? Für Windparkbetreiber ist das keine Frage. Während frühere dänische Regierungen wenigstens ein Programm mit Zielvorgaben propagierten, welches sie förderten, um dieses zu steuern,  müssen privat agierende Windkraftbetreiber nur darauf achten, ob sich ihr Einsatz finanziell lohnt. Energiewende ist für sie lediglich das "ökologische" Alibi. Ansonsten gilt das Motto: Je mehr, desto besser. Wer das ganze Generatoren-Sammelsurium als energetisch optimiertes System unter volkswirtschaftlichen und Umweltgesichtspunkten bedarfsgerecht steuert, interessiert nicht. Das dänische Programm ist aufgrund erheblicher Netzprobleme, verursacht durch intermittierende Windkraftanlagen und den daraus resultierenden höchsten Strompreisen in Europa, gescheitert. Aber in Deutschland kann das ja nicht passieren. wh

Kürzungen wie in Dänemark hierzulande nicht möglich
Ist es nicht möglich, daß eine andere deutsche Regierung zu den gleichen Erkenntnissen wie in Dänemark gelangt und das EEG "verändert"? 



..Keine Experimente!
»Gegen einen Offshore-Windpark 20 Kilometer vor dem Darß auf See spricht sich das Kuratorium des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft aus. Die 21 rund 120 Meter hohen Anlagen des Pilot-Windparkes, der als Referenzprojekt heimischer Windkraftanlagenhersteller dienen soll, stellen nach Ansicht des Kuratoriums eine Gefahr für die Tierwelt in der Ostsee und für die Zugvögel dar, für die der Nationalpark eine wichtige Station auf dem Weg in den Süden ist. Die Nähe der Windkraftanlagen zur Kadetrinne würde die für die Schifffahrt von der Meeresenge ausgehende Gefahr weiter erhöhen. „Das Umfeld des Nationalparks und der drittgrößten Tourismusregion des Landes ist für solche Experimente ungeeignet. Dafür steht zuviel auf dem Spiel“, heißt es in einer Presseerklärung des Nationalparkkuratoriums, dem Kommunalpolitiker, Tourismusverband und die Naturschutzverbände WWF, Nabu sowie Kutter- und Küstenfischer angehören...«
Aus Ostsee-Zeitung.de am 9.2.2002
08.02.2002
..»Sehr geehrte Umweltfreunde, selten hat ein Thema so viele Diskussionen hervorgerufen, wie das Thema "Ökostrom". Die Diskussion ist extrem  schwierig, weil der Begriff  "Ökostrom" unsauber definiert ist und deshalb von Teilnehmer zu Teilnehmer anders verstanden wird...« Wolf von Fabeck.

Ökostrom - was ist das?
Bunt wie rheinische Jecken oder Angriff auf den gesunden Menschenverstand? 
 

07.02.2002
..»Im gesamten Bundesgebiet stehen 280.000 Hochspannungsmasten. Sollte der ganze Strombedarf Deutschlands mit dem Wind gedeckt werden, so bräuchte man bundesweit nur 166.666 Windkraftanlagen. "Das würde also einen enormen Landschaftsgewinn bedeuten"« - MdB Dr. Hermann Scheer (SPD) anläßlich seines Vortrages in Nabburg. Oberpfalz-Zeitung vom 23.1.2002.
Anmerkung: Soll das heißen, daß wegen Windkraftanlagen die Hochspannungsmasten entfallen? Bisher ist noch kein einziger überflüssig geworden. Im Gegenteil, sie werden mit ihren Leitungen von den Windkraftanlagen benötigt, um den produzierten Windstrom abzunehmen. Warum suggeriert ein prominenter Politiker und Solarpreisträger solche Unwahrheiten? 

..Wenn die Anlage brennt, die Rotorbremsen versagen, Eisklumpen an den Flügeln hängen ....

Sicherheitsregeln bei Windkraftanlagen
Auszüge aus einem Betriebshandbuch


..Unterschriften gegen Windpark in der Ostsee. Der Tourismusverband wehrt sich... online weiterlesen bei der Ostsee-Zeitung
 
..In der Statistik werden Wind- und Wasserkraft unter den Primärenergieträgern verbucht. Mit dem Primärenergieverbrauch (14.501 PJ in 2001) wird die Gesamtheit aller Energieträger in der BRD erfaßt (nicht nur der Stromsektor) und von der AG Energiebilanzen publiziert. Nebenstehende Grafik gibt die Relationen für 2001 wieder. Fossile Energien machen mit 12.236 PetaJoule den Löwenanteil aus, gefolgt von der Kernenergie mit 1.867 PJ, den "Sonstigen" (Müllverbrennung etc.) mit 290 PJ und - weit abgeschlagen - den Erneuerbaren Energien aus Wind- und Wasser- kraftwerken mit 111 PJ = 
0,73%. Der Windanteil wird von der AG Energiebilanzen mit 11 Mrd. kWh angegeben = 39,6 PJ = 0,273%. Stellt sich bei diesen Relationen da nicht die Frage nach dem Sinn von Windstrom, welcher angeblich beide - nämlich Kern- und Kohlebrennstoffe - substituieren soll? Anstelle die Windenergie mit all ihren Problemen zu nutzen, hätte man im Jahr 2001 nur 0,273% Einsparungen im gesamten Energiesektor vornehmen müssen und hätte gleichzeitig erheblich weniger Umweltbelastungen. 


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