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Naturstrom- und Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung einer regenerativen Energieform.
Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Windkraftanlagen funktionieren nur im Zusammenspiel mit konventionellen Wärmekraftwerken
und sind daher im Prinzip überflüssig. Sie helfen jedoch, den Atomausstieg zu verlängern.
Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie
 Bürgerinitiativen wehren sich
Unfalldatenbank Windräder
BI Rheinhessen-Pfalz
Datum aufwärts weiter
16.07.2002
..Mit exponentiell nach oben steigenden Balkendiagrammen, beginnend bei den Anfängen der Windkraftnutzung in Niedersachsen - als man das Wachstum von einer auf zwei Windkraftanlagen noch mit 100% taxierte - möchten diverse Politiker den Startschuß für den groß-industriellen Wettlauf mittels strategischen Zielen ins Watt für sich beanspruchen. "Niedersächsisches Aktionsprogramm zur Planung von Windenergiestandorten im Offshore-Bereich" knallt es dem Publikum um die Ohren. Diagramme, Zahlen und Abbildungen stechen in die Augen. Damit es kein Fehlstart wird, müssen "natürlich" diverse Probleme erst noch "untersucht" werden. 
So gibt es im Gegensatz zum Binnenland mit seinen verzweigten Freileitungsnetzen noch keine Stromanschlüsse an die Standorte im Meer. Also sollen erst einmal 8.000 Megawatt in einer "Leistungsphase" irgendwo an Land angebunden werden. Gemeint ist mit diesem Kunstwort auch hier - wie bei anderen Problemen - die "Pilotphase". Dieser unbestimmte Begriff soll im o.g. Werk wohl nicht zu oft in Erscheinung treten. Erhebliches Problem: Alle Wege führen durchs Watt. 

»Die Netzanbindung der Offshoreanlagen ist gegenwärtig noch ein grosses Problem, da die vorhandenen Netzstrukturen nicht auf eine größere dezentrale Einspeisung von Energie ausserhalb der traditionellen Grosskraftwerke ausgerichtet sind. Hier sind erhebliche Anstrengungen im Bereich des Netzausbaus und der Netzverstärkung erforderlich« leiert die Melodie der Abwiegelungen aus dem Programm daher. Was wird hier abgewiegelt? 

Immerhin gleicht eine elektrische Leistung von 8.000 Megawatt in ihrer Pilotphase derjenigen von sieben deutschen Kernkraftwerksblöcken. Biblis A, Krümmel, Brokdorf, Brunsbüttel, Lingen, Stade und Kleinensiel an der Unterweser bringen es zusammen auf netto 7.881 MW - um lediglich einmal unsere weiter nördlichen der dezentral in Deutschland verteilten nuklearen Energiespender aufzulisten. Ohne Skrupel wird aber hier die größte bisher geplante zentrale Ansammlung von Kraftwerken im Nordseeküstenraum schlicht als "größere dezentrale Einspeisung" sakrifiziert. Werden nun die Jünger einer jahrelang gepredigten Dezentralisierung der elektrischen Energieerzeugung mit hunderttausenden oder Millionen Kleinanlagen plötzlich Opfer eines von ihren Lieblingsgeschäftemachern angetriebenen Größenwahn? Die letzte Seite dieses Aktionsprogramms offenbart, aus welchen Quellen es sich speist: Aus immer den gleichen, angeführt vom wichtigsten Geschäftsbüro des Bundesumweltministers - dem "Deutschen Institut für Windenergie" (DEWI). 

Strategische Ziele, wie mit den geplanten WKA-Meeresungeheuern die stets geschmähten AKW-Ungeheuer an Land substituiert werden sollen, werden von Minister Jüttners Visionen nicht preisgegeben. Läßt sich denn ein von Leitstellen zentral geführtes Netz durch Abschalten von Kernkraftwerken und dem Einschalten von windgesteuerten WKA einfach so ummodeln? Wo stehen in der Strategie des "Aktionsprogramms" eigentlich die zur Abschaltung vorgesehenen Kernkraftwerke, welche durch Offshore-Energien ersetzt werden sollen? Und wohin sollen die Kompensationskraftwerke für den Fall einer durch die Großwetterlage bestimmten Flaute? Wären das nicht die brisantesten Fragen von eingefleischten AKW-Gegnern? Aber wahrscheinlich kommen die maritimen Standriesen nur hinzu. Und diese Wahrscheinlichkeit erscheint garnicht so gering. Denn Trittins Strategen bauen nicht auf einen sich selbst tragenden Geldmarkt zur Finanzierung dieses Vorhabens sondern auf die Abzocke nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz - alle Milliarden-Kosten sind auf den Endverbraucher für Strom umlegbar. 

Da verwundert es nicht, daß sich nun auch die »traditionellen Energieversorger bei der Windenergie engagieren« - wie die Schrift unverblümt wiedergibt. RWE, EON, Shell sowie die sonst so geschmähte »Erdöl- und Erdgasindustrie« müssen plötzlich mit ihren Erfahrungen im Offshorebereich herhalten, um im Wettlauf mit anderen Nationen gemäß »Klimaschutzaktionsplan des Bundes« auch das Ziel zu erreichen. Geld stinkt bekanntlich nicht, dafür CO2 umso mehr? Müssen sich da die vielen Naturstrom-Kleinanleger, Bürgerwind- und Solarstrominitiativen nicht veräppelt vorkommen, wenn konventionelle Großversorger plötzlich neben ihnen stehen und ins Geschäft spucken? 

Die vielen Milliarden für den Auf- und Ausbau der Windenergienutzung auf dem Meer werden erst einmal dem Endverbraucher abgezwackt, jedoch vorerst nur in Richtung Grünstrom verteilt. Das verlangt nach den bereits angekündigten Strompreiserhöhungen. Diese quasi "Vorausleistungen" bis zum Erreichen des  "Klimaschutzzieles" können natürlich dazu führen, daß der Endverbraucher schon jetzt für den normalen Strom nicht mehr genügend Geld zur Verfügung hat und beginnt, mehr davon zu sparen. Hohe Stromkosten mögen zum Sparen führen, führen dann aber wiederum zu einem Mangel an Geld für den Offshore-Ausbau. Sparen heißt ja schließlich nicht erwirtschaften. Während sich also die Katze auf diese Weise selbst in den Schwanz beißt, klagen andere Stromanbieter bereits über die mittels EEG eingeleiteten hohen Strompreise, welche letztlich wiederum deren Existenz beeinträchtigen. 

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) fordert eine rasche Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die Windindustrie drängt im Gegenzug auf eine Überprüfung »der "Deadline" für Maximalförderung von Offshore-WEA nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz«. Nach § 7 EEG "Vergütung für Strom aus Windkraft" limitiert diese Deadline eine Frist auf den 31. Dezember 2006 für eine Vergütung von 17,8 Pfg./kWh für in das Netz eingespeisten Strom. Danach sollen auch für Offshore-Anlagen die Vergütungssätze fallen. Und so läuft der Wettlauf oder auch das Hauen und Stechen um die meisten Anteile am Geschäftmodell "Klimaschutzstrom" von Land und von See. 

Damit dieses System auch sozial akzeptiert und ethisch abgefedert wird, veranstaltet die Umweltkontor AG eine Touristenbefragung auf Rügen zum geplanten Offshore-Windpark "Adlergrund". Ein Lehrstuhl für Umweltethik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald soll "repräsentativ" des Volkes Meinung über die geplanten Windriesen befragen. Das dann gleichzeitig mit der Umweltverträglichkeitsuntersuchung publizierte Ergebnis dürfte vorhersehbar sein: Weil "Klimaschutz" schließlich nichts schlechtes sein kann, können riesige Windkraftanlagen auf See nur gut sein. 

Der Wattenrat: Während die von der Politik paralysierten "Naturschutzverbände" dieser größten geplanten Naturzerstörung seit ihrem Bestehen bedenkenlos zusehen, aus ideologischen Gründen sogar befürworten, leistet eine eloquente Gruppe von praktizierenden Naturschützern an der Küste vehementen Widerstand. 
Schaufenster für die Windindustrie

..Bauausschuss korrigiert Nutzungsplanänderung - Kein Windpark im Plattevenn
Monschau (an-o/hes). Auf der Hochlage des Plattevenns in Mützenich wird kein Windpark entstehen. Der Bauausschuss der Stadt Monschau hat 
einstimmig die Flächennutzungsplanänderung zur Ausweisung einer Windkraft-Konzentrationszone zurückgenommen... Aachener Nachrichten Online 10.07.2002 
 
15.07.2002
..Wie verschont die Vernichtungsmaschine Mensch die Umwelt am meisten? Indem er sie möglichst in Frieden und unberührt läßt. Weil dies aber nur funktionieren würde, wenn er sich selber dezimiert oder gar eliminiert, gibt es bei seinen Handlungen immer zwei Seiten der Medaille. Ähnlich wie Münzen, welche auf einer Seite mit einer Zahl (deshalb wohl auch die "Vorderseite") und der anderen Seite mit Symbolik versehen werden, argumentieren manche Medien auch nur vordergründig mit Zahlen und lassen die "Rückseite" der Münze, also viel Hintergrund, unbedenklich weg. 
Sonne, Wind und Biostrom
Besteht der Naturschutz wirklich nur aus eindimensionalen Zahlenwerten oder gibt es in der Ökologie doch etwas mehr Komplexität? Ein Bericht in der taz vom 12.07.2002 mit Leserbrief eines langjährig praktizierenden Naturschützers an der Küste. 

..Im Alten Testament sind Visionen der Propheten die göttlichen Botschaften. Im engeren, psychologisch-fachsprachlichen Verständnis von heute steht Vision für "Gesichtshalluzinationen", d. h. für optische Wahrnehmungen von empirisch nicht Vorhandenem im Zustand herabgesetzten Bewusstseins, also etwa im (Halb-)Schlaf oder in Hypnose. Solche Visionen werden oft auch als "Erscheinungen" ausgegeben, in denen sich zukünftige Ereignisse dem offenbaren, der die Vision hat. Der niedersächsische Umweltminister Jüttner hat Visionen. 
Gibt es Parallelen zur Vergangenheit? So manchem aufmerksamen Zeitgenossen mögen die Sprüche der heutigen Politiker ("aus klimapolitischen Gründen") an die Apokalypse des Johannes mit seinen Visionen und Schilderungen des Weltendes erinnern. Assoziationen mit der Hure von Babylon (das alte Rom) = Kohlekraftwerke + Klimakatastrophe bleiben da nicht aus. Und der Ausbau der Windenergie kann offenbar nur der sicheren Erwartung des bevorstehenden "solaren" Zeitalters dienen. In der Johannesapokalypse war es noch das "ewige und gerechte" Zeitalter.
Visionen und Realitäten

14.07.2002
..Die Stadt Aachen und WKA-Betreiber haben - wie´s scheint - die Strategie gewählt, öffentlich in der Presse zu behaupten, dass alle Probleme mit den Windkraftanlagen beseitigt sind. Den Ankündigungen folgen aber keine Taten. Es hat sich nichts bewegt, die Blockadehaltung von Stadt und Betreibern setzt sich fort. (Vielleicht auch wegen der Patenschaft des MDL Priggen, der finanziell am Windpark Aachen-Vetschau beteiligt ist?) Folge: Schattenwurf und Lärmbelästigung wie am ersten Tag, der Ärger wächst! Christoph Hartmann
Verwaltungshandeln
Stadt Aachen legt sich mit ihren Bürgern an. Grüne Poliutiker haben das Recht auf Akteneinsicht erstritten, nun sind sie es, welche sich dagegen wehren.

..Windkraftanlagen können zwar nach dem Zufallsprinzip auf Basis  von "catch as catch can" ohne Brennstoffkosten Kilowattstunden einsammeln, verursachen dafür aber erhebliche Kapital- und Betriebskosten. Bedenkt man, daß Kapital- und Betriebskosten aus Verläßlichkeitsgründen wiederum aus dem großen Topf der konventionellen Energien erwirtschaftet werden (alles menschliche Handeln ist mit Energieaufwand verbunden), so stellt sich insbesondere die Frage nach dem Sinn der Nutzung von "erneuerbaren" Energien.
Do electricity supply systems really need wind power?


..Windkraftwerke: Konverter von billiger Grundlast in teure Spitzenlast? »Wir brauchen heute die Grundlast aus Atomstrom [z.B. für Pumpspeicherwerke], um dem Wind die Fehlversorgungsspitzen zu nehmen. Wo soll diese Energie denn sonst herkommen?
Teure Windlöcher

Weil Investitionen in die Versorgungsstrukturen ausblieben, herrscht derzeit in Italien eine gravierende Wasserknappheit mit mafiösen Folgen bei der Verteilung der wichtigsten Lebensgrundlage. Ausreichender elektrischer Strom - nicht der Mangel - ist die wichtigste Voraussetzung für das wirtschaftliche Handeln in unserer Zivilisation. Der Strom selbst ist sogar im Prinzip der Magnet für das Stromsparen. Denn immer feinere Anwendungen mit zunehmend geringerem Energieverbrauch sind nur mit elektrischem Strom zu erzielen. 

Erhöhung der EEG-Belastung - Mit einem Rundschreiben informiert der RWE-Stromversorger seine Stromkunden.
Sehr geehrte Damen und Herren, wie Sie sicherlich aus den Veröffentlichungen in der Presse erfahren haben, kommt es seit dem Jahr 2000 infolge der Förderung von regenerativen Energien, insbesondere durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), zu einem massiven Ausbau von Kapazitäten zur Erzeugung regenerativer Energie. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich die Quote der von den Übertragungsnetzbetreibern aufgenommenen Strommenge aus durch das EEG geförderten Anlagen bezogen auf die gesamte in Deutschland an Endverbraucher abgegebene Strommenge stetig von 2,9% in Jahr 2000 über 3,89% im Jahr 2001 auf 5,14% laut aktueller Prognose für das dritte Quartal 2002 (Quelle: Verband der Netzbetreiber). Derzeit weisen verlässliche Schätzungen auf eine Quote von nahe 6% zum Jahresende 2002 hin. Gleichzeitig erhöht sich die bundesweit einheitliche Durchschnittsvergütung für die einzelnen Energiearten laut EEG von 8,54 ct/kWh (2000) auf 8,82 ct/kWh (3. Quartal 2002). RWE Trading ist als Energieversorger von Endkunden dazu verpflichtet, den EEG-Strom vom Netzbetreiber entsprechend der jeweiligen Quote im Verhältnis zum Gesamtabsatz und zu der jeweiligen Durchschnittsvergütung abzunehmen. 
Vor diesem Hintergrund sieht RWE Trading sich gezwungen, den Aufschlag zur anteiligen Deckung der Belastungen aus EEG mit Wirkung zum 01.07.2002 von derzeit 0,27 ct/kWh auf 0,37 ct/kWh zu erhöhen. Wir werden Ihnen diesen EEG-Aufschlag mit der Abrechnung für Juli 2002 erstmals in Rechnung stellen. Wir bedauern, Ihnen diese von RWE Trading nicht zu vertretende Strompreiserhöhung  ankündigen zu müssen. Für Rückfragen... RWE Trading GmbH, Huyssenallee 2, 45128 Essen, den 1. Juli 2002. 

Anmerkung: Die Kosten für den regenerativen Strom werden seit der Novelle des Einspeisegesetzes bundesweit auf alle Netzbetreiber umgelegt. »Der BEE (Bundesverband Erneuerbare Energien) schätzt, dass sich dadurch die Strompreise geringfügig um 0,1 Pfennig je Kilowattstunde erhöhen. Schon bei der BWE-Veranstaltung (Bundesverband Windenergie) in Aurich zeigte es sich, dass alle Parteien den Gesetzentwurf begrüßen. "Was wir hier machen, ist ein Nachziehen auf niedrigstem Niveau", betonte Gila Altmann (grüne Staatssekretärin)... "Wir haben zur Zeit eine 30-prozentige Überkapazität in Deutschland, und das liegt letztendlich am billigen Strom aus den Atomkraftwerken." Energie aus Tschernobyl-Reaktoren sei gar schon für 1,2 Pfennige zu haben...« berichtete noch im Frühjahr das Ostfriesland Magazin 3/2000 in seinem Beitrag: "Eine Chance für Wind, Wasser und Sonne". 

Den damaligen hehren Worten (0,1 Pfg./kWh) unserer Politiker folgen die Taten der Netzbetreiber von heute mit inzwischen 0,37 ct//kWh plus MwSt. Kann man sich auf solche Politiker überhaupt noch in irgendeiner Weise verlassen? Mit welchem Sachverstand sind sie und ihre Ratgeber ausgestattet? Auch Michaele Hustedt, die energiepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, ließ es sich anläßlich der Verabschiedung des EEG im April 2000 nicht nehmen, die schöngerechneten Prognosen der Windkraftbranche nachzuplappern. Gemäß ihren Angaben von damals würde mit dem fortschreitenden Ausbau der regenerativen Energien der Strompreis lediglich um 0,1 bis 0,2 Pfg./kWh steigen! Das rot-grüne Werk mit dem Untertitel "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien" entwickelt sich nun zum Vorrang für hohe Preise. Denn aus 0,1 Pfg./kWh wurden 0,37 ct/kWh. Immerhin ein Anstieg um mehr als das siebenfache. Ob es dadurch auch einen gleichwertigen Wirtschaftsaufschwung für die Allgemeinheit gegeben hat? Und ist mit dem EEG eigentlich auch sichergestellt, daß aus Tschernobyl kein Atomstrom mehr kommt? 
Eins dürfte klar sein: In Zeiten der Miniaturisierung haben WKA zwar nicht die größten Generatoren - mit ihren Rotoren dafür aber das größte Antriebssystem aller Zeiten. Bereits zu den Zeiten des Großmaschinenbaus im vergangenen Jahrhundert hatten Ingenieure während des Ausbaus der Elektrizitätsnetze aus wirtschaftlichen Gründen darauf verzichtet, neben mächtigen Wasser- und Kohlekraftwerken auch Windkraftwerke einzusetzen. Das Ende romatischer Windmühlen war wegen ihrer Unwirtschaftlichkeit mit Beginn des industriellen Zeitalter längst abzusehen. Vergleicht man nur die Größenordnung miteinander: Mit der Kaplan-Turbine mit 10 m Durchmesser als Antriebselement für den Wasserkraftgenerator lassen sich bereits 200 MW Leistung erzielen. Für Windgeneratoren im unteren einstelligen Megawattbereich benötigt dagegen die technische Intelligenz von heute Rotoren bis über 100 m Durchmesser! Nur technikfremde Politiker aller Parteien lassen sich von gewieften Geschäftemachern mit fragwürdigen Geschäftsmodellen (EEG) zu derartigem Unsinn verleiten - natürlich auf Kosten von Mensch und Umwelt. wh

13.07.2002
..Der ökologische Rucksack - was ist das? Man könnte auch fragen: "Wie läßt sich der Verbrauch an Natur-Ressourcen reduzieren"? Gold zum Beispiel, das allen bekannte und von vielen geliebte Edelmetall, ist wegen seiner aufwendigen Abbaumethoden ein ökologisch besonders teures Material, ebenso Aluminium oder auch Kupfer. Gold  am Finger, Aluminium oder auch Kupfer in der industriellen Anwendung hinterlassen ein vielfaches ihrer Produktionsgewichte als Abraum in Landschaft und Umwelt. Ein großer Teil des Abraums heißt schlicht "Energie", welche wiederum aus der Umwelt gewonnen werden muß. Würden wir auf Gold verzichten, dann würde sich der damit verbundene Umweltverbrauch reduzieren. Würden die Stromverbraucher auf den von ihnen "vergoldeten" Windstrom verzichten, dann könnte die Umwelt einen weiteren Gewinn verbuchen. Beide, der Windstrom und das Gold, sind irgendwie vergleichbar: Gold erfordert - bezogen auf seine geringe Menge - einen gewaltigen Abraum an Masse, verbunden mit einem mächtigen Energieaufwand. Naturstrom benötigt für seine geringe Menge aufgrund der geringen Energiedichte von bewegter Luft oder Solarstrahlung für seine Produktion einen gewaltigen Flächenbedarf. Im Gegensatz zur Fläche ist der Bedarf an Naturstrom beliebig vermehrbar. Und deshalb kann sich auch der ökologische Rucksack - pardon: der Materialaufwand für dessen Produktion - sehen lassen. Dieser Rucksack lastet derzeit als zusätzliche Bürde mit 10.000 MW WKA-Bauleistung auf Natur und Umwelt - denn die vielen Windkraftanlagen haben beim Wind-Weltmeister Deutschland noch keine anderen Kraftwerke ersetzt. Die windige Branche prahlt derzeit, daß ihr Stahlverbrauch den des Automobilbaus überschritten hat. Wie heißt die wichtigste Energiequelle für den Hochofen? Kohle. Die Ressourcenschonung läßt grüßen! Außerdem: Autos starten nach Bedarf, Windkraftanlagen nur dann, wenn der Wind will.
Windkraftanlagen / Gewichte in Tonnen
Rotor
Maschinengondel ohne Rotor
Mast
Insgesamt im Durchschnitt
Nordex, 1 MW
19,9
50
106
 
Enercon E 66, alt, 1,5 MW
27,35
70
133 bzw. 932 *
 
NEG Micon, 1,5 MW
39,5
75
130
 
Vestas V 66, 1,65 MW
23
55
141
 
Durchschnitt
27,44
62,5
288,4
378,34 Tonnen
* Betonmast mit Ausnahme der oberen 10 Meter.

Weil Elektronik und Steuerungstechnik mit relativ niedrigen Spannungen arbeiten, ist Gold wegen seiner Korrosionsbeständigkeit (vermeidet Übergangswiderstände) in der Elektrotechnik ein wichtiges Leiter- und Kontaktmaterial. Aber auch der Bedarf an Kupfer wächst mit der Zahl der Leiterplatten, Elektroleitungen und Bauteilen, welche für die Produktion von abertausenden "Naturstrom-Anlagen" unverzichtbar sind. Und weil Windkraftanlagen zu den konventionellen Stromerzeugern hinzukommen, wächst auch der Bedarf an Aluminium - für Kabel und Freileitungen auf allen Spannungsebenen. Vor 20 Jahren verbreiteten grüne Energieexperten noch die Weisheit, daß man für eine Aluminiumschmelze die Leistung eines Atomkraftwerkes benötige. Ob die Aluminiumschmelze auch mit Windstrom funktioniert haben sie bisher noch nicht mitgeteilt. Wie könnte man also den "ökologischen Rucksack" (eine Erfindung des Wuppertal-Instituts) verkleinern statt vergrößern? Indem man sich den auch von ihm propagierten "Naturstrom" spart.

10.07.2002
..Die Unterzeichner fordern den Bürgermeister der Gemeinde Bunde auf, gemeinsam mit dem Rat der Gemeinde die Planungen für einen Windpark in Bunderhee zu stoppen und sich für eine behutsame Entwicklung der historischen Kulturlandschaft einzusetzen. Die Gemeinde möge Entwicklungswege suchen und in Schritten einer nachhaltigen Politik zum Wohle aller Bürger der Gemeinde und Region realisieren....
Bürgerprotest
Vorsicht Eiswurf:  Gefahren kommen hinzu und nicht anstatt



..Windiges Geld als Sedativ. So erkauft man sich für ein Linsengericht Ruhe im Dorf. Aber was sind die bescheiden, es sind schon ganz andere Summen geflossen! - kommentiert ein Internetmailer den Bericht aus der Ostfriesen-Zeitung vom 10.04.2002:
»Ortsrat verteilt Windpark-Geld.
Bagband. 7.500 Euro hat der Ortsrat von der Betreibergesellschaft des Windparks Timmeler Kampen anlässlich der Erweiterung erhalten. Ein Teilbetrag ging jetzt an vier Gruppen im Ort: 500 Euro für Jugendarbeit, 250 für den Kindergarten "Kinnerhuk", 750 an den Dorfverein für eine Lautstärkenregulierung im Dorfgemeinschaftshaus und 500 Euro für die Anschaffung von Sitzgruppen (Wandergruppe).«

09.07.2002
..Die Verbrennung gilt im allgemeinen Sinn als Begriff für die schnelle chemische Reaktion einer Substanz mit Sauerstoff oder einem anderen Oxidationsmittel, bei der üblicherweise große Mengen an Wärme freigesetzt werden - häufig kommt es dabei auch zu Lichterscheinungen. Generell unterscheidet man den Verbrennungsprozess mit Flammenbildung von der so genannten stillen, flammenlosen Verbrennung. Gewöhnliche Brennstoffe reagieren bei der Verbrennung mit Luftsauerstoff hauptsächlich zu Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Wasser. Darüber hinaus können aus bestimmten Substanzen im Brennstoff u. a. auch Schwefeldioxid und Stickoxide gebildet werden. Kohlenstoffreiche Materialien verbrennen häufig unter starker Ruß- und Rauchentwicklung. Diesen letztengenannten, auch sehr störenden Vorgang haben die Kraftwerke der allgemeinen Energieversorgung längst im Griff. Mit Milliarden-Aufwand wurden sie bis Ende des vergangenen Jahrhunderts mit Filteranlagen umgerüstet. Verblieben ist lediglich das gasförmige CO2 als letzter Rückstand. In Verbindung mit kompakten und hochenergetischen Kohlenstoffen ist Luft mit ihrem Sauerstoffgehalt die billigste Quelle für Verbrennungsprozesse zur Energiefreisetzung zwecks Wärme- und Stromerzeugung. Es ist kein physikalisches Geheimnis, daß im Gegensatz zur Verbrennungsenergie aus irdischen Quellen die Strahlungsenergien der Sonne die geringsten Energiedichten aufweisen und daher zu den denkbar teuersten und ineffizientesten Methoden der Energiegewinnung gehören. Die geringen Energiedichten müssen bei der Stromerzeugung durch hohen Flächenbedarf kompensiert werden. Das stößt in dicht besiedelten Ländern Europas auf zunehmenden Widerstand. Neben dem hohen Preis steht als weiterer Unterschied lediglich die CO2-Freiheit daneben.
Die stille, flammenlose Verbrennung wird über die Verbrennung von Nährstoffen im Stoffwechsel aller Lebewesen, also auch des Menschen, vollzogen. Bei den drei wichtigsten Nährstoffen Proteine, Kohlenhydrate und Fette handelt es sich um Kohlenstoffverbindungen, die an bestimmten Stellen des Stoffwechsels die gleichen Zwischenprodukte bilden. Anschließend machen diese Verbindungen Oxidationsreaktionen (Verbrennungen) durch: Am Ende stehen Kohlendioxid (CO2) und Wasser, die ausgeschieden werden, u.a. auch bei der Atmung. Sollte man konsequenterweise nun auch die milliardenfachen tierischen und menschlichen Verbrennungsvorgänge im Stoffwechsel einschränken, um das Klima zu "schützen"? Die Natur hat in Jahrmillionen längst einen Regelmechanismus zu dem "CO2-Problem" erfunden: Die Photosynthese. Sie ist die Stoffwechselreaktion chlorophyllhaltiger Organismen (grüne Pflanzen und einige Bakterien), bei der organische Verbindungen aus anorganischen Molekülen durch Umwandlung von Lichtenergie in chemische Energie synthetisiert werden. Die Photosynthese ist einer der wichtigsten physiologischen Prozesse überhaupt, da durch sie organische, energiereiche Verbindungen und Sauerstoff erzeugt werden und damit die Existenz von Lebewesen in unserer Biosphäre überhaupt erst möglich wird. Die allgemeine Formel der Photosynthese lautet

6 CO2 + 12 H2A + Sonnenlicht ® C6H12O6 + 12 A+ 6 H2O.

CO2 wird mit Hilfe des Sonnenlichts und einem oxidationfähigen Ausgangsmaterial (H2A) in Energie (Glucose) und Wasser umgewandelt. Den dafür notwendigen Flächenbedarf (wegen der geringen Strahlungsdichte) zum Auffangen des Sonnenlichts hat die Natur mit ihrem Erfindungsreichtum ebenfalls längst geregelt: Keine energietechnische Anlage kommt zum Auffangen des Sonnenlichts in irgendeiner Näherung der Blattoberfläche eines Baumes, eines Strauches oder einer Wiese - bei gleicher Grundfläche - gleich. Alle derartigen Versuche reichen eher in geistige Sphären des Turmbaus zu Babel. Klimaschutz würde besser mit Grünpflanzung und Grünwachstum funktionieren als mit Windrädern und Solarzellen. Nebenbei sorgt ein höherer CO2-Pegel für ein stärkeres Grünwachstum samt Photosynthese - und somit auch noch für unseren Sauerstoff zum Atmen. Aber mit echtem Grün ist wohl kein Geschäft zu machen. 

Ein Verfechter der CO2-Treibhausthese samt katastrophalen Szenario einer gefährlichen Globalerwärmung, welche bei zunehmend mehr Medien zu der skurrilen Situation geführt hat, das CO2 als "schädliches Gas" zu bezeichnen, ist das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH. Nun hat NRW-Ministerpräsident Clemens dieses Institut unter die Lupe genommen. Ergebnis: Das Institut scheint in der selbst produzierten Hitze "verbrannt" zu sein. 
Mehr Asche als Glanz
Ein Bericht aus "Die Zeit 24/2002"

..Eine gänzlich andere Ansicht als die "Wuppertaler" haben Wissenschaftler der Fakultät für Geowissenschaften über globale Klimaschwankungen. Ihre Erkenntnis: CO2 beeinflusste nicht das Klima der Vorzeit. Auch zur Neuzeit kommt für sie erst einmal der Wasserdampf...
Klimadebatte

..OVG NRW stärkt den Einfluß von Gemeinden auf die Windkraftplanung - 
Beabsichtigt eine Gemeinde, durch einen einfachen Bebauungsplan die Zulässigkeit von Windenergieanlagen in einer im Flächennutzungsplan dargestellten Konzentrationszone für Windenergieanlagen zum Schutz des Landschaftsbild restriktiv zu steuern, kann eine solche Bebauungsplanung mit der Zurückstellung von Baugesuchen gesichert werden. 
Die 4. Kammer des Verwaltungsgerichts Wiesbaden entschied am 11. Juni 2002, Aktenzeichen: 4 E 692/00: Die beiden geplanten 99 Meter hohen Windkrafträder oberhalb des Bad Schwalbacher Stadtteils Langenseifen (Hessen) dürfen nicht genehmigt werden, weil sie das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen und ein "störender technischer Fremdkörper" sind, der bei "unbefangener Betrachtung dort nicht hingehöre." Weiter stünden dort "überwiegende Gründe des Gemeinwohls" dagegen. Der Bundesverband Landschaftsschutz begrüßte diese richterliche Würdigung des Landschaftsschutzes.
Unanfechtbarer Beschluß
Az.: 7 B 918/02
Man bedenke einmal, daß in Deutschland schon mehrere Talsperren geplant, aber dann aus Naturschutzgründen niemals gebaut wurden (z.B. im Hafenlohrtal/Spessart). Auch dies sind CO2-freie Stromerzeuger. Aber derselbe "Naturschutz" duldet die immensen Windradeingriffe auf den Berghöhen. Dies schrieb ein Internetmailer.

08.08.2002
..Seit 1.1.2002 gibt es das Recht auf Akteneinsicht bei Behörden - auch wenn Bürger von der amtlichen Entscheidung, welche ihr Interesse geweckt hat, garnicht betroffen sind. Eine Baubehörde wollte sich das nicht gefallen lassen und verweigerte einem Außenstehenden die Einsicht mit dem Hinweis, der Querulant begehre diese nur, um sich für einen Prozeß gegen die Behörde zu munitionieren. Dem widersprach das OVG Nordrhein-Westfalen und stärkte so das neue Bürgerrecht (21 B 589/02). 

..VG Wiesbaden stärkt den Landschaftsschutz: 4 E 620/00
»Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat die Klage eines Bürgers abgewiesen, der eine landschaftsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau von zwei Windkraftanlagen oberhalb des Bad Schwalbacher Ortsteiles Langenseifen erstreiten wollte. Das Gericht bestätigte damit den Rheingau-Taunus-Kreis und das Regierungspräsidium Darmstadt, die dem Befürworter alternativer Energiegewinnung die Genehmigung verweigert hatten. 
In der Urteilsbegründung heißt es, daß die 99 Meter hohen Windkraftanlagen das "landschaftsbild erheblich beeinträchtigen", da sie inmitten von Wald und Wiesen als "störender technischer Fremdkörper" wahrgenommen würden. Zwar bestehe ein gewichtiges Interesse an umweltfreundlicher Energiegewinnung, so das Gericht. Dem werde auch in anderen gesetzlichen Regelungen wie etwa dem Baugesetzbuch REchnung getragen. Die Landschaftsschutzverordnung privilegiere Windkraftanlagen aber gerade nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; der Kläger kann beim VGH in Kassel Berufung beantragen.« Frankfurter Rundschau online 5.7.2002

..Bürgerfunksendung auf Antenne AC über UKW 107.8 MHz am Dienstag, den 09.07.2002, ab 20:00 Uhr.
Reiner Priggen MdL (Bündnis 90 / die Grünen) kommentiert O-Töne (kritische Contra-Stellungnahme) aus der FDP-Windkraftveranstaltung aus Monschau-Höfen

..In der Tourismusbranche ist das Maß aller Dinge die Anzahl der Übernachtungen innerhalb einer Region. In unserer regierungsamtlichen Energiepolitik ist das Maß aller Dinge die angebliche CO2-Einsparung mittels gewaltiger Standriesen an Land und zukünftig im Meer. Doch viele Planungen werden von der sich anschließenden Realität stets überholt oder widerlegt - sind dann aber nicht mehr rückgängig zu machen. Beeinträchtigungen des Menschen und der Umwelt werden gerne heruntergerechnet und angebliche Vorteile, welche das Volk garnicht fordert, werden dafür hochgerechnet. Beim "Spiel mit Zahlen" sollte stets zwischen real und imaginär unterschieden werden. Der Wirtschaftszweig "Tourismus" kann sich auf reale Zahlen der Gegenwart berufen. Der Wirtschaftszweig "Windkraft" operiert stets mit Zahlen aus der Zukunft, welche das Wohl für die Menschen bringen sollen. Wie sehr sich hierbei so manche täuschen, mögen die Zahlenspiele des Dr. Alt et al. zeigen: Die heutigen Windkraftanlagen haben mit ihrer Höhe längst seine Angaben überschritten und die gern von ihm ins Zahlenspiel gebrachten Hochspannungsmasten weit unter sich gelassen. Gerne nachgeplappert wird auch die von ihm recherchierte Anzahl vom exakt 184.039 Hochspannungsmasten, welche doch mit den Windkraftanlagen zu ersetzen seien - meist im Zusammenhang mit der sogenannten "Dezentralisierung" unserer Energieversorgung. Dr. Alt et al. läßt sogar die Anzahl von Windkraftanlagen diverser Leistungsklassen publizieren, welche angeblich benötigt würden, um 55 konventionelle Kraftwerke zu "substituieren".  Und die Realität? Wieviele Hochspannungsmasten und welche konventionellen Kraftwerke wurden bis heute durch Windkraftanlagen auf der grünen Wiese ersetzt? Keine. Wo bleiben die exakten Folge-Recherchen des Pastors und Windkraftpredigers? 
Politische Suggestion

25 Millionen Übernachtungen
Die Tourismuswirtschaft wehrt sich gegen die Riesenpropeller im Küstenbereich. Eines dürfte klar sein: Ähnlich wie für Rettungsdiensten an Seilbahnen und Skiabfahrten in den Bergen ziehen WKA-Propeller die Hubschrauber im Dauerbetrieb für Reparatur-, Wartungs- und Transportleistungen an. Wo werden die Hubschrauber-Staffeln stationiert? Schönen Urlaub an der Küste!

07.07.2002
..ANALYSE/Consors: Vorwürfe gegen Plambeck verschlechtern Stimmung. »Die Analysten von Consors Capital weisen darauf hin, dass die von dem Magazin "Börse Online" gegenüber Plambeck erhobenen Vorwürfe nicht der Grundlage entbehren und die Stimmung für die Aktie verschlechtert haben ...« Weiter lesen bei Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH

Plambeck: Stellungnahme zum Börse-Online-Artikel mit Bilanzierungsrisiken

Ein Bremervörder Leser dieser Webseite wundert sich über Plambecks Spende einer Feuerwehrleiter an seine Gemeinde: »Was nirgendwo formuliert wird: Die Feuerwehrleiter wird ca 30 - 35 m hoch, die Mühlen haben aber eine Nabenhöhe von 65 m. Nanu?«

..Dinos - waren sie nicht schon einmal ausgestorben? Konventionelle Kraftwerke werden von vielen Naturstromfreunden als Dinosaurier in der Energieerzeugung bezeichnet. Doch die Geschichte wiederholt sich an anderer Stelle - bei grünen Phantasten. 
Babylonische Türme der Neuzeit
Jener Turm, der von den Nachfahren Noahs auf der Ebene im Land Sinear in Babylonien errichtet wurde, sollte bis in den Himmel reichen. Doch Jahwe war über diese Anmaßung erzürnt und unterbrach den Bau, indem er eine Sprachverwirrung bewirkte (Genesis 11, 1-9). 

..Rote Ampel für WKA - Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat mit einem einschlägigen Urteil zur Windkraft die Diskussionen um die "Verspargelung der Landschaft" neu belebt. In dem Urteil geht es um ein Windkraftprojekt in Meinerzhagen. Die Anlage sollte im Landschaftsschutzgebiet Ebbegebirge entstehen.... Weiter lesen bei der Westfalen Post

..Windenergie schafft Arbeitsplätze - diese Arbeitsplätze stellen jedoch selbst einen energetischen Aufwand dar. Je mehr Arbeitsplätze für die Energiegewinnung aus Wind notwendig werden, desto ineffizienter wird die ganze Geschichte. Stromgewinnung aus Wind sollte nicht der Selbstbefriedigung dienen sondern die Nachfrage von Herstellern vielfältiger Produkte decken, sowie unseren Lebensstandard erhalten und verbessern. Derzeit erinnert die Energiegewinnung aus Wind eher an den Wirt, der selbst sein bester Kunde ist. 
Die vielen Aufgaben mit Machbarkeitsstudien, Vermessungsleistungen, Schutzstreifenberechnung, Planung von Kabeltrassen und dingliche Sicherung, Eigentümerermittlung, Verhandlungen mit den Grundeigentümern, Umwelt- und Behördenmanagement, Einholung von öffentlichen- und privatrechtlichen Genehmigungen, Gebäudepläne, Grundrißpläne, Anlagenpläne etc. wird niemand mit Strom aus unzuverlässigen Windkraftanlagen tätigen wollen. Keiner dieser Werktätigen wird seinen Computer mit Wind- oder Solarstrom füttern oder die Schreibtischlampe etc. damit betreiben wollen. Also steigt der Bedarf nach Strom aus konventionellen Kraftwerken und nach Treibstoff für die ungezählten Autokilometer zur Erledigung immer wiederkehrender Aufgaben für jedes einzelne Mikrokraftwerk. 
Arbeitsplätze
Im Ergebnis ist der marginale aber vom Endverbraucher hochsubventionierte Energiegewinn aus Windkraft ein Geschäftsmodell mit fiskalischem Umverteilungscharakter zu Lasten von betroffenen Menschen und der Natur, aber kein Umweltmodell.

06.07.2002
..Investoren für die Kapitalvernichtung? »Alsbald soll die Nutzung über große Windenergieanlagen (WEAn) der Leistung bis 5 MW in den offshore-Bereich (>15 km) vordringen. Diese Option wird heute in der Windgemeinde voluntativ bejubelt und für das Akteursmilieu gutachterlich orchestriert. In diesem Konzert beschränkt sich FICHTNER allein auf geplante Wartungszyklen.[1] Werden indes ungeplante Ausfälle - wie sonst üblich probabilistisch - berücksichtigt, verfehlt die Windnutzung im offshore-Bereich gänzlich die Wirtschaftlichkeit. Damit zeichnet sich am Horizont bereits ein Investitionsgrab ab....« Hier weiter lesen...
Man beachte: Dr. Wolfgang von Geldern beruft sich in seiner Replik auf "Mittel- und Spitzenlastkraftwerke, die auf der Basis anderer Energieträger betrieben werden", um die Schwankungen der elektrischen WKA-Leistung im Verbundnetz zu kompensieren. Das taten die Kraftwerke schon immer bei schwankenden Verbraucherlasten. Mit Windparks kommen schwankende Erzeugerlasten hinzu. Dazu heißt also die Devise, nicht anstatt! 

..Trotz vielfältiger Bedenken und ungeklärter Probleme treibt unsere Regierung die Nutzung der Offshore-Windenergie voran. Einbindung in das Stromnetz, Rechtssicherheit durch das neue BNatG, Interessen und Sicherheit der Schifffahrt, Kabeltrassen durchs Watt, Probestehen in küstennahen Gewässern .. 
Offshore

..Der Watten-Rat Ost-Friesland - unabhängiger Naturschutz für die Küste- informierte am 5.7.2002 die Bezirksregierung Lüneburg:
Offshore Wind"park" Nordergründe der Firma Energiekontor Bremen:
»Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) lehnt den Standort "Nordergründe" grundsätzlich ab. Es handelt sich um Ästuarbereiche in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Der LBU verweist auf den Anhang 1 und den Artikel 6 der FFH-Richtlinie sowie den Artikel 4 der EU-Vogelschutzrichtlinie. Der Wattenrat wird die Planung der Europäischen Kommission in einer Beschwerde vorstellen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das anhängige Vertragsverletzungsverfahren gegen den Windkraftwerksstandort Wybelsumer Polder bei Emden. Auch diese Industrieanlage wurde unter offensichtlicher Verletzung der EU-Vogelschutzrichtlinie in unmittelbarer Nähe des Wattenmeeres am Dollart-Ästuar errichtet.« mk 

..Die Windparks Grasberg und Hassendorf werden die Umwelt jährlich von etwa 6,9 Millionen Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid, 9.000 Kilogramm Stickoxid, ca. 3.000 Kilogramm Filterstaub, rund 36.100 Kilogramm Schwefeldioxid und 1.600 Kilogramm Kohlenmonoxid entlasten -  so und ähnlich lauten die Umwelt-Erfolgsmeldungen der WKA-Lobby. Bisher wurde jedoch nirgends mitgeteilt, ob und wie diese vermiedenen Emissionen gemessen werden und bei welchen Kohlekraftwerken sie auch tatsächlich stattfinden. Den Naturstromfreunden sollte eigentlich besonders ins "Auge stechen", daß bei den aufgelisteten Emissionen keine nuklearen dabei sind. Das liegt ganz einfach daran, daß sich im gemeinsamen Netz Kern- und Windenergie gegenseitig keine Konkurrenz machen. Die Kernenergie wird durch Windenergie nämlich garnicht "ersetzt", was so viele Leute einfach glauben. 

Windenergie fungiert einfach nur als Additiv und nicht anders wie Segelflugzeuge, welche neben dem planmäßigen Liniendienst mit Großraumflugzeugen ebenfalls Personen von A nach B transportieren - in Abhängigkeit des richtigen Windes natürlich. Seltsamerweise ist noch kein Grün-Experte auf die Idee gekommen, doch viel mehr Segelflugzeuge einzusetzen, um auch damit CO2 und andere Emissionen zu vermeiden und das Klima zu schützen. Auch kein Grün-Politiker läßt sich im reglemäßigen Segelflug-Liniendienst von Bonn nach Berlin fliegen. Rein theoretisch ließen sich unsere Großflughäfen auch durch viele kleine dezentrale Segelflughäfen ersetzen - jedes Dorf seine Windmühle und jedes Dorf seinen Segelflugplatz - und schon erleiden wir keine Klimakatastrophe! Gleichfalls wie bei Windkraftanlagen die produzierten Kilowattstunden könnten die mit Segelflugzeugen jährlich transportierten Personen das Maß aller Dinge werden. Mit diesem neuen Wirtschaftszweig ließen sich außerdem eine Menge Arbeitsplätze schaffen.
Plambeck weiht weitere Windparks ein

02.07.2002
..Wer Geld in wirtschaftliche Ziele investiert, möchte normalerweise auch gewisse Sicherheiten dafür haben. Manche Leute möchten dabei auch sicher gehen, daß die natürliche Lebensumwelt nicht zerstört wird. »Zur Erreichung der Klimaschutzziele kommt insbesondere der Windenergienutzung auf See eine Schlüsselrolle zu« - ist eines der "Öko"-Argumente von Kapital-Fonds, um das notwendige Geld für teure Windparks einzuwerben. In Auftrag gegebene Gutachten bestätigen natürlich die Umweltverträglichkeit der größten Maschinen seit Menschengedenken gegenüber der lebenden Umwelt.
Weil das "Klimaschutzziel" ein imaginäres und kein naturwissenschaftlich fest definiertes Ziel ist, kann es natürlich auch sein, daß dieses Ziel nie erreicht werden kann. Um so nachhaltiger lassen sich Millionen für solche Ziele akquirieren. Nun hat laut Jeverschem Wochenblatt vom 2.7.2002 der NABU den Stopp für Windparks gefordert. Text:
»NABU fordert Stopp für Windparks
Friesland. Der Ausbau der Windkraft darf nicht weiter zu Lasten wichtiger Lebensräume von Vögeln gehen, forderte der Naturschutzbund NABU. Unterstützt wird dessen Auffassung von der EU-Kommission, die in einem Mahnschreiben gegenüber der Bundesregierung und damit am Land Niedersachsen deutliche Kritik an der bisherigen Genehmigungspraxis übt. Am Beispiel des Windparks Wybelsumer Polder bei Emden stellte die EU-Kommission die Verletzung des EU-Recht in Niedersachsen fest und kritisierte eine ganze Reihe von Planungsmängeln des Landes und der Gemeinden. Der NABU Niedersachsen fordert von der Landesregierung, gegenüber den Landkreisen und Gemeinden klare Planungsrichtlinien auszusprechen.«
Anmerkung: Offenbar gelingt es dem größten deutschen Natur- und Vogelschutzverband anhand praktischer Beispiele vor Ort, nun endlich "wichtige Lebensräume von Vögeln" zu erkennen, welche durch die gewaltigen Luftwirbler immer mehr eingeschränkt werden. Ein aufgrund gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Vorgaben beliebig definierbares und hinausschiebbares "Klimaschutzziel", welches mit seiner monströsen Technik Lebewesen überhaupt nicht berücksichtigt, scheint einigen Naturschützern zunehmend suspekt zu werden. 

Zu den "Sicherheiten", ein fest definierbares wirtschaftliches Ziel zu erreichen, gehört auch die Antwort auf das Problem des Rückbaus und des Verbleibs der mächtigen Überreste, wenn sich eines Tages die politische Zielsetzung wendet oder wenn die Anlagen einfach veraltet sind. Kein Auto hält im Dauerbetrieb so lange, wie die mächtigen Standriesen zu Land und auf See es tun sollen. Autobesitzer können laut BMU Pressedienst Nr. 155/02 vom 28. Juni 2002 künftig ihre schrottreifen Fahrzeuge kostenlos an Hersteller und Importeure zurückgeben. Minister Trittin, »der die schwierigen Verhandlungen in Brüssel geführt und das Gesetz gegen anfänglichen Widerstand der deutschen Autoindustrie durchgesetzt hatte«, lobt den großen Erfolg für Verbraucher und Umwelt. Und WKA-Besitzer? Denkt der Minister auch an sie? So kann es durchaus dazu kommen, daß fehlende oder zu gering veranschlagte "Rückbau-Sicherheitsleistungen" dazu führen, daß von dem von Finanzstrategen veranschlagten Rendite-Segen plötzlich nichts mehr über bleibt.

Sind die Sicherheiten sicher?
von Tilman Kluge
Einer Sicherheit steht im allgemeinen ein Risiko -  und der Gewißheit meistens auch der Glaube - gegenüber. Kein anderer Industriezweig operiert so intensiv mit Begriffen aus der Ökologie wie die Windindustrie. Und weil Ökologie schlechthin das Gute ist, dann ist die Nutzung der Windenergie für Gutmenschen natürlich auch sinnvoll. Im Glauben an das Gute verschwimmen Ängste vor dem Ungewissen und oftmals auch vor dem Unwissen. Welcher Gutmensch weiß schon, wie man Bilanzen eines börsennotierten Unternehmens liest und versteht. Doch der Glaube an "öko" wird's schon richten! 

Bilanzierungsrisiken
Plambeck: Umweltfreundlich und sauber?

..Weil die belgische Regierung aus der Kernenergienutzung aussteigen möchte, besuchten zwei ihrer Minister Ostfriesland, um sich dort über die Nutzung der Windenergie zu informieren. »Um das zu schaffen, muss der Anteil erneuerbarer Energien erhöht werden« - schreibt die Ostfriesen Zeitung am 17. Juni 2002. Die Minister informierten sich über örtliche Windparks und über einen Auricher Windanlagenhersteller. Ob sie sich auch darüber unterrichten ließen, wieviel deutsche Kernkraftwerken bereits aufgrund der vielen WKA abgeschaltet wurden, wird leider nicht mitgeteilt.
Belgische Minister auf Windkraft-Trip
 
01.07.2002
..»In Sachen Steinkohle überhört die Bundesregierung des Volkes Stimme« - schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12. Juni 2002 auf Seite 18. Weiter: »... In den fünfziger Jahren bot der deutsche Steinkohlenbergbau direkt noch mehr als 700.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Heute zählt die deutsche Steinkohle AG noch 46.000 Beschäftigte. .... Sie hat im Jahr 2001 Subventionen in Höhe von 4 Milliarden Euro erhalten, um 27 (im Vorjahr 33,3) Millionen Tonnen Kohle fördern zu können. Trotz Durchschnittskosten von etwa 160 Euro je Tonne mußte sie diese Kohle zu Weltmarktpreisen für 50 bis 55 Euro verkaufen. Das Schwesterunternehmen RAG Coal International baute im Ausland - ohne staatliche Zuschüsse - mit 6.600 Beschäftigten fast 68 Millionen Tonnen ab und erwirtschaftete damit 54 Millionen Euro Reingewinn... 
Die Elektrizitätswirtschaft hat 2001 etwa 65 Millionen Tonnen verstromt; dabei hat der um mehr als 10 Prozent auf 35,4 Millionen Tonnen erhöhte Import erstmals den Einsatz heimischer Kohle übertroffen...
Wen die Höhe deutscher Steinkohlensubvention stört, der sollte sich einmal intensiver mit den Zuschüssen für die Windenergie befassen. Die Betreiber von Windrädern haben 2001 1 Milliarde Euro eingestrichen. Das entsprach ein Viertel des Betrages für die Steinkohle, mit der indes die DREIZEHNFACHE Strommenge erzeugt wurde. Mit der stark anwachsenden Anlagenkapazität werden die Subventionen für Windenergie bald die schrumpfenden für Steinkohle überflügeln.  Dennoch wird die Windkraft wegen technischer Gegebenheiten, etwa die durchschnittlich geringe Verfügbarkeit von weniger als 20 Prozent selbst in windreichen Jahren oder die schlechte Planbarkeit und Qualität, schwerlich auch nur annähernd die Bedeutung von Steinkohlenstrom erlangen.«
Anmerkung: Im Jahr 2001 wurden mittels Steinkohle 137 Mrd. Kilowattstunden elektrische Energie produziert. Die Windkraft brachte es auf 11 Mrd. Kilowattstunden. Nimmt man die oben genannte Anzahl von 46.000 Arbeitsplätzen bei der Deutschen Steinkohle AG, dann errechnet sich daraus eine Produktivität von 2.978.260 kWh/Arbeitsplatz. Nimmt man die von grünen Politikern und der Windlobby genannte Anzahl von 35.000 Arbeitsplätzen der Windkraftindustrie, dann errechnet sich daraus eine Produktivität von 314.285 kWh/Arbeitsplatz. Somit liegt die Produktivität von Arbeitsplätzen in der Stromerzeugung mit Steinkohle um das 9,5fache höher als bei der Stromerzeugung mit Windenergie.


30.06.2002
..An jeweils zwei Fragen auf jeder Seite scheiden sich die Geister. Wie soll die Endlagerung aussehen und wie die Genehmigungen für den Bau von neuen Kernkraftwerken - fragt die Seite der Kernenergiegegner und verweist auf bisher unvergessene Folgeerscheinungen der friedlichen Nutzung nuklearer Quellen. Darauf folgen stets die Gegenfragen der Kernenergiebefürworter: Woher wollt ihr die benötigten Energiemengen für den zivilisatorischen Fortschritt nehmen und wie wollt ihr die Stromversorgung sicherstellen? Während sich für den Zuschauer offiziell beide Seiten feindlich gegenüberstehen, reichen sie sich hinter dessen Rücken die Hand. Die gemeinsame Angst vor der anthropogen verursachten Klimakatastrophe macht's möglich. Ängste bilden die Grundlage für irreales Denken und Handeln. Während die eine Seite gleichzeitig Kohle- und Kernenergien für die Stromerzeugung abschaffen will und dem Volk statt dessen die Nutzung von "unerschöpflichen" und "erneuerbaren" Energien schmackhaft macht, freut sich die andere Seite über die Unterstützung gegen die Kohlekraft. Nur sie könnte in Deutschland immer noch als einzige der Kernenergie Konkurrenz bereiten. Doch diesen Gesichtspunkt haben Kernenergiegegner längst aus den Augen verloren. Die Treibhauskatastrophe scheint schlimmer als der GAU eines Kernkraftwerkes zu sein.

Laut Wuppertal-Institut könnte ein denkbares Szenario für Deutschland wie folgt aussehen:
Zur Deckung des gegenwärtigen Nettostromverbrauchs von 498 TWh (2000) würden ca. 45.000 WEA mit einer Leistung von 1,5 MW benötigt. Ein wesentlicher Teil davon könnte in einem zukünftigen Energiemix Offshore gewonnen werden, wo 40% mehr Erträge und Anlagengrößen bis z 5 MW eine effiziente Nutzung des Windes erwarten lassen. Gelingt es darüber hinaus, den Nettostromverbrauch durch Effizienzsteigerung und Einsparung um ein Viertel bis ein Drittel zu reduzieren, steigert dies auch den Anteil der Erneuerbaren Energien. Welche Möglichkeiten uns offen stehen, zeigt eine Studie des Wuppertal-Institut, Klima, Umwelt und Energie (nebenstehende Grafik).  

Anmerkung: Man stelle sich eine windstille Nacht in einem trockenen Sommer vor. Dann erwartet uns im Jahr 2050 mangels Wasser,  Wind, Sonne und schlechter Ernte der absolute Blackout aus kraftlosen und dezentralen Energiespendern in einem "virtuellen" Netz ohne Strom. Den Weg dorthin - in das solare und klimageschützte Zeitalter -  haben sich wir und unsere Nachfahren dann mit einem ungezählten Milliardenaufwand erkämpft. Über den bis dahin härter werdenden Kampf um den immer spärlicher fließenden Strom werden die Medien dann wohl auch ungezählte Berichte verbreitet haben.
Quelle: Vereinfachte Darstellung nach H. Lehmann
Wuppertalinstitut für Klima, Umwelt und Energie, 1999

Ein Protokoll gibt es bereits über die Bundestagsdiskussion anläßlich des von 80 Abgeordneten eingebrachten Gesetzentwurfs zur Eindämmung des Wildwuchses von Windrädern. Auch wenn diese Abgeordneten einst allesamt für die Nutzung der Windenergie gestimmt hatten, so muß man ihnen heute jedenfalls Lernfähigkeit zugute halten - im Gegensatz zu dem unsäglichen, seit Jahren unverändertem Gelabere von rot-grünen Parlamentariern über Arbeitsplätze, Dezentralisierung, Ausstieg aus Kern- und Kohlenrevier und Klimaschutz. Allein schon der Begriff "Windkraft-Konzentrationszone" widerspricht dem Wunsch nach "Dezentralisierung". Und bedenkt man den geplanten Windkraftausbau mit der Leistung von 20 Kernkraftwerken im Offshore-Bereich, dann dürfte klar werden, daß dort die größte zentrale Stromproduktion seit Beginn der Elektrifizierung entstehen soll. Bei Flaute werden wir dann ebenfalls seit Beginn der Elektrifizierung die größten Stromausfälle erleben. "Arbeitsplätze lassen sich auch schaffen, wenn man die Alpen abträgt und in der Ostsee wieder aufbaut. Wir brauchen Arbeitsplätze, die Einkommen schaffen - und eben das tun die Wind- und Sonnenarbeitsplätze nicht" - schreibt ein Internetmailer zu diesem Thema. Bezieht man dies auf die Stromproduktion pro Arbeitsplatz, dann läßt sich das auch auf die kolportierte Aussage eines Professors für elektrische Energietechnik übertragen: "Laßt uns doch gegenseitig zu Kofferträgern machen, dann haben wir genügend Arbeitsplätze". 

Effiziente Energieerzeugung muß mit effizienten Kraftwerken funktionieren und kann nicht mit der Zahl von Arbeitsplätzen bewertet werden. Diese stellen im Energiegewandlungsprozeß energetischen Aufwand dar. Die effizienteste Energieerzeugung entstammt aus hochkompakten Energieträgern mit hoher Leistungsdichte und hat theoretisch keinen Arbeitsplatz - würde also auch ganz von selbst funktionieren. Wem die Kernenergie zu unsicher ist, hat daher immer noch die Möglichkeit, sich u.a. auf eine erheblich weiterentwickelte Kraftwerkstechnik auf fossiler Basis zurück zu besinnen. 

Kraftwerk mit optimierter Anlagentechnik
Braunkohle, die sich selbst tragende und nicht subventionierte Energiequelle. Laut Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministers vom 12.04.2002 erhält jeder Arbeitsplatz in der Windindustrie dagegen rund 150.000 Euro.

29.06.2002
..Windkraft schafft zusätzliche Gefahren - und damit auch zusätzliche Arbeitsplätze - mit deren steigender Anzahl unsere Regierung die Menschen beeindrucken möchte. Doch sind es nun produktive Arbeitsplätze, welche Strom für andere Bereiche unserer Wirtschaft produzieren (output) oder sind es Arbeitsplätze, die lediglich zu einem steigenden Energieaufwand (input) für Erneuerbare Energien beitragen? 
Höhenrettung
- ein weiterer Energieaufwand für "Erneuerbare Energien"? Wieviel Arbeitsplätze benötigen "Erneuerbare Energien" als Aufwand (input), um ein paar unzuverlässige Kilowattstunden (output) zu produzieren? Man bedenke stets, daß Arbeitsplätze energieintensiv sein können - angefangen von der Schreibtischlampe, dem Weg zur Arbeit, der produzierenden Tätigkeit samt Materialaufwand etc. Je weniger Energie in einen Energie-Arbeitsplatz hineingesteckt wird, desto mehr verbleibt zum Gebrauch in Industrie, Gewerbe, Handel und im allgemeinen Leben. Diesen Zusammenhang nennt man bekannterweise "Effizienz". 

Laut dem Deutschen Braunkohlen-Industrie-Verein e. V. (DEBRIV) betrug die Anzahl der Beschäftigten des Braunkohlebergbaus in Deutschland Ende 2001 rund 24.000 - einschließlich der 4.287 Beschäftigten in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung der Braunkohlenunternehmen. Mittels Braunkohle wurden im Jahr 2001 156 Mrd. Kilowattstunden produziert. Bei 24.000 Beschäftigten entspricht dies einer Produktivität von 6.500.000 kWh/Arbeitsplatz. Die Windindustrie hat nach eigenen Angaben rund 35.000 Arbeitsplätze und produzierte im Jahr 2001 mittels Windkraftanlagen 11 Mrd. Kilowattstunden. Dies entspricht einer Produktivität von 314.286 kWh/Arbeitsplatz. Somit beträgt die Arbeitsplatzproduktivität in der Braunkohlenindustrie das ca. 21fache derjenigen in der Windkraftindustrie - nur bezogen auf die Stromerzeugung - also unabhängig von anderen Verwendungsmöglichkeiten des fossilen Energieträgers, z.B. für Heizzwecke etc. Eines dürfte allgemein bekannt sein: Je höher die Anzahl von Beschäftigten in einer Produktion und je geringer deren Ertrag, desto ineffizienter sind die Arbeitsplätze - oder? 

Wer ermittelt und publiziert die vergleichende Effizienz von Subventionszahlungen in der Energieerzeugung aus unterschiedlichen Energieträgern - bezogen auf das Produkt "Kilowattstunde"?

28.06.2002
..Eine Gruppe von Abgeordneten aus CDU/CSU und FDP, immerhin 80 Mitglieder des Deutschen Bundestages, möchte den Wildwuchs von Windkrafträdern in den schönsten Teilen Deutschlands zu stoppen....
Gesetzentwurf
Kommunale Rechte bei Windkraftanlagen stärken und Investitionen in sinnvolle Bereiche lenken. »Hier stimmt etwas nicht und dem wollen wir entgegenarbeiten« - Prof. Dr. Wolfgang Frhr. v. Stetten, MdB.

27.06.2002
..100% Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien - fordert z.B. der Solarenergie-Förderverein (SFV) Aachen und stellt sich einen Kraftwerksmix vor, welcher aus Sonne, Wind und Bio seine Energien bezieht, um zu »100% die Nachfolge der konventionellen Energien antreten können« [sfv-rundmail 6/02]. Wenn man einfach die Worte "Erneuerbare Energien" gegen "konventionelle Energien" austauscht, ist das kein Problem. Gilt dieser Austausch aber auch für Kraftwerke im gesteuerten Betrieb gegen solche im ungesteuerten, chaotischen Betrieb? Läßt sich ein Mix von relativ wenigen und gesteuerten Kraftwerken einfach mit einem Mix aus beliebig vielen und beliebig arbeitenden Kraftwerken vergleichen. Zwei Pferde vor einer Kutsche lassen sich immer noch besser steuern als 2.000.000 Ameisen, welche zwar rechnerisch die gleiche Kraft aufzubringen vermögen, aber jede woanders hin möchte - oder? 

Wetterkraftwerke
so effektiv wie das Wetter. Mal nix, mal flau, mal wechselnd, mal stark, dann wieder träge ...

26.06.2002
..Unabhängig von der Meinung über die friedliche Nutzung der Kernenergie: Wissen Sie noch, wieviele Kernkraftwerke vor der letzten Bundestagswahl "sofort" oder während der laufenden Legislaturperiode abgeschaltet werden sollten? Der häufig genannte "Schrottreaktor" Biblis A hat nun für 65 Mill.Euro eine Frischzellenkur erhalten - damit er noch lange lebe! Oder glauben Sie, daß er trotz den gewaltigen Investitionen in fünf Jahren sterben muß, nur weil Herr Trittin das verlauten läßt? Für Befürworter der Kernenergie dürfte die Maßnahme sinnvoll erscheinen. Die Gegner der Kernenergie sollten zweierlei bedenken: Der Investitionsbetrag wird natürlich ebenfalls auf die Endverbraucher umgelegt und erhöht - quasi  in Harmonie mit den Erneuerbaren Energien - auch für sie den Strompreis. 
Nachrüsten statt abschalten
Den Politikern, welche offensichtlich und lauthals falsche Versprechungen machen, möchte doch eigentlich niemand mehr glauben - weder die Befürworter noch die Gegner der Kernenergie, oder?

24.06.2002
..100% Vollversorgung - aus Sonne, Wind und Bio - fordert der Solare Förderverein Aachen. Also die konventionellen Kraftwerke abschalten. Viele Politiker unterstützen das. Kann das mit der gegenwärtigen Praxis der Netzeinspeisung überhaupt funktionieren?
Geschäftemacherei
mit der Unwissenheit der Leute 

..Ich kann versichern, dass ich mit einem sehr guten Gefühl wieder nach Leipzig zurückgefahren bin. Die Veranstaltung "Windenergie im Binnenland" am 14. Juni in Hannover war erfolgreich! Besonderer Dank gebührt dabei Frau Hanna Thiele, die dieses Treffen in die Wege geleitet hat, und Herrn Michael Meißner von der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover, der für die ausgezeichnete Organisation verantwortlich zeichnete. Insgesamt verdient die Friedrich-Naumann-Stiftung ein großes Lob dafür, dass sie es ermöglicht hat, die Veranstaltung so zu organisieren, dass auch die Windenergie-"Skeptiker" - um es  ganz vorsichtig zu formulieren! - (nahezu) diskriminierungsfrei zu Wort zu kamen. Leider ist so etwas ja nur relativ selten der Fall.

Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass es zu einem wirklichen fachlichen  Meinungsstreit mit Herrn Molly gekommen wäre. Er machte mit seinen Ausführungen (sowohl vor als auch nach der Pause) einen denkbar schlechten Eindruck. Konnte er unseren Ausführungen tatsächlich nichts entgegen setzen? Dann ist es um die Windenergie-Lobby allerdings wirklich schlecht bestellt! Und Herr Moll und sein DEWI sind ja die exponiertesten Vertreter der Windenergienutzung in Deutschland, wollen es sicher auf jeden Fall sein. Insgesamt hat er seiner Sache keinen guten  Dienst erwiesen! Mich bestärkt es in meiner Auffassung, dass es wirklich keine vernünftigen Argumente FÜR die Windenergie gibt. Die anderen Pro-Windenergie-Diskutanten hatten - ausnahmslos! - ebenfalls nichts Überzeugendes zu vermelden. Herrn Hirsche sollte man bei der Bewertung hier herauslassen: Er ist Politiker und steht im Wahlkampf!!! Deutlich zu erkennen war: Ihm geht es nicht um Pro oder Kontra Windenergienutzung, ihm geht es um Wählerstimmen. Sicher wollte er am 14. Juni Stimmen aus beiden Lagern angeln.
Weiteres Resümee
zur Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover.

..Stadt Baesweiler eliminiert zweite Windkraftzone "Parkstrasse"!
Nach mehr als zwei Jahren Streit mit der Stadt Baesweiler und eines Beschwerdeverfahrens vor dem Regierungspräsidenten in Köln um die zweite WEA-Zone "Parkstrasse" in der Stadt Baesweiler eliminierte nun der Bauausschuss (vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates) die zweite WEA-Zone "Parkstrasse" im Stadtgebiet Baesweiler. Gegen den heftigen Protest des Mitgliedes im Bauausschuss der Bündnis 90 / Die Grünen, Herrn Esser, stimmten die SPD (2 Stimmen) und die CDU mit 10 Stimmen dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu! Der erste Beigeordnete, Herr Strauch, referierte aus OVG Münster-Urteilen und stellte fest, dass eine Gemeinde nach der umfassenden Untersuchung des Stadtgebietes nicht verpflichtet wäre, auch nur eine WEA-Zone auszuweisen! Die Stadt Baesweiler hätte ja im übrigen auch noch die Zone Baesweiler-West ausgewiesen, wo bereits WEA gebaut sind. Aus diesen Gründen sei die WEA-Zone "Parkstrasse" entbehrlich. PI Baesweiler-West

..Am 21.6.2002 stimmte die Länderkammer, der Bundesrat, für eine Erhöhung der nach EEG § 8.2 auf 350 MW begrenzten Leistung aller deutschen Solarstromanlagen auf 1.000 MW.
»Der unter Ministerpräsident Stoiber gestellte Antrag des Landes Bayern, die Erweiterung des 350 MW-Deckels auf 1.000 MW zu verhindern, fand im Bundesrat keine Mehrheit. In einer Probeabstimmung hatten "nur" die Länder Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Saarland, Sachsen und Hamburg gegen die Erweiterung des Deckels gestimmt. Angesichts der Chancenlosigkeit und der Unpopularität des Antrages stimmte deshalb bei der endgültigen Abstimmung keines der Länder gegen die Erweiterung des Deckels« - kommentierte der Solarenergie Förderverein Aachen (FV) das für ihn positiv gelaufene Verfahren. 

Ergo: Des einen Freud', des anderen Leid - läßt sich trefflich schlußfolgern. Leidtragende sind natürlich die Endverbraucher - weder Kraftwerks- noch Netzbetreiber - welche die teure Zeche bezahlen müssen. Das EEG legt die Einspeisungstarife auf die Allgemeinheit um. Mit den zusätzlichen Kraftwerken treten also zusätzliche Kosten hinzu. In Zukunft werden also statt 350 MW 1.000 MW elektrische Leistung, je nach Sonnenstand zwischen Null und 1.000 MW-Maximum schwankend, die Verbrauchernetze zusätzlich belasten. Das ist immerhin schon die Leistung eines Kernkraftwerkes oder zweier Kohleblöcke - ohne diese jedoch in irgendeiner Weise zu ersetzen. Schließlich scheint nachts keine Sonne und tagsüber auch nicht immer und dann müssen die "Herkömmlichen" einspringen. Werden konventionelle Kraftwerke wegen EEG-Einspeisungen weniger ausgelastet, dann sinkt deren Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Da sie trotz Sonnenenergie unverzichtbar bleiben, führt dies durch weitere Umlagen zu weiteren Preisschüben nach oben. 

..Sehr geehrter Herr Heck, die http://www.umweltkontor.com/deutsch/index.html will wohl ihre Windkraftanlagen nicht länger der Lächerlichkeit preisgeben und hat die Anlagenüberwachung von ihrer Internet genommen. Eigentlich schade, aber vielleicht nimmt man die Online-Überwachung wieder auf, wenn der Wind ein wenig kräftiger weht, ggf. im Herbst - schrieb ein Leser dieser Webseite. Er hatte auf die genannte Online-Überwachung bereits am 4.6.2002 aufmerksam gemacht. 

..Veränderungssperre - und der Umgang damit
Verwaltungsgericht Arnsberg
klärt auf

..Warum müssen Windkraftanlagen eigentlich so monströs sein? - Weil im Vergleich zu konventionellen Energieträgern die Energiedichte des Windes so gering ist. Das ist die unbestrittene Antwort der Physik. Unser elektrischer Energiebedarf ist bekannt. Um ihn zu befriedigen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wir benutzen kompakte und hocheffektive Kraftwerke, welche z.B. fossile Energieträger mit hoher Dichte verarbeiten und dafür möglichst wenig von der knappen Erdoberfläche beanspruchen oder wir benutzen erneuerbare Energieträger, welche bei ihrer Umwandlung aufgrund ihrer geringen Dichte mehr Platz als die Menschen selbst benötigen. Erneuerbare Energien gibt es nur an der Erdoberfläche - und die wird zusehends knapper. Fossile Energien gibt es außerhalb von menschlichen Lebensräumen, im Bauch der Erde, wo keine Menschen leben. Weshalb sollen sie dort für alle Zeiten ungenutzt lagern? H.C. Binswanger, Prof. für Ökonomie in St. Gallen, hat an einem einfachen Beispiel ermittelt, weshalb eigentlich keine Befürchtungen wegen einer Ressourcenknappheit bestehen müssen. Sein Rezept: Energiewende = nur ein wenig sparen! 
Ein Beispiel der Dimensionen von "Erneuerbaren" skizzierte ein Windkraftgegner von Wales, Groß-Britannien. Dort möchte ein Unternehmen 165 Windmonster in die Landschaften stellen. Er weist gleichzeitig darauf hin, daß solche Industrieanlagen zusätzlich eine mächtige Infrastruktur wie Zufahrtswege, Umspannwerke und Hochspannungsleitungen benötigen.

23.06.2002
..Das große Rennen um die besten WKA-Plätze an Land ist mehr oder weniger gelaufen. Immer mehr Gemeinden wehren sich gegen Windkraftstandorte. Damit rückt das grüne Ziel einer Energiewende mit "alternativen" Energien - welche nur additiv wirksam sind - und dem gleichzeitigen Atom- und Kohleausstieg in stetig zunehmende Entfernung. Auch die Gastronomen des Odenwaldes sorgen sich aus verständlichen Gründen um den Landschaftsschutz, welcher bei etablierten Naturschützern offenbar seine Bedeutung verloren hat - sofern es sich dabei um die Energieproduktion handelt. Und das Rennen um die besten Standorte im Meer können sich nur die ganz Großen leisten. Ist oder war das schon immer die grüne Zielrichtung mittels dezentraler Erzeugung vor Ort und in Verbrauchernähe? Offenbar scheinen bei diversen Politikern - weniger bei Geschäftemachern - einige Dimensionen in Unordnung geraten zu sein. Können mit riesigen Windflüglern wirklich Kern- und Kohlekraftwerke ersetzt werden - oder sind dabei nicht doch besser die energetischen Nutzungen zu bedenken? 

Redakteure einer norddeutschen Zeitung haben sich etwas intensiver mit der Euphorie über Offshore-Anlagen befaßt. "Unwirtschaftlich" lautet ihr Urteil und sie haben daher einen eindrucksvollen Bericht verfaßt:
Die Entzauberung der Offshore-Windparks

..Strompreis explodiert - berichtet Stromtarife.de und kann aber besondere Gründe dafür nicht ausmachen. Nun, der Preis an der Börse dürfte sich wohl nach dem Angebot richten - insbesondere zu Hochlastzeiten. Unsere Regierung, welche "Erneuerbare Energien" fördert - welche z.B. wie Windkraftanlagen aus wetterbedingten Gründen zu Hochlastzeiten gerade mal außer Betrieb sind - und zudem konventionelle Kraftwerke abschalten will, sorgt so für den entsprechenden Mangel und unterstützt die Hochpreispolitik und das Geschäft von Stromerzeugern - nicht das der Verbraucher in Haushalten, Gewerbe und Industrie.

..Terminsache 22.06.2002
Klimaveränderung durch Treibhausgase im Kreuzfeuer der Wissenschaft - Symposium in München

21.06.2002
..Die BI Baesweiler West produziert ihre nächste WKA-Bürgerfunksendung auf Antenne AC, 107,8 MHz, jeweils dienstags ab 20.00 Uhr, 14-täglich. Die nächste Sendung wird am 25.06.02 ausgestrahlt. Gast im Studio ist Felix Becker (MdL), landschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion in NRW.

..»Solange gesicherte Erkenntnisse zur Reaktion von Greifvögeln auf WKA fehlen, sollten Windkraftanlagen vorsorglich in einem Abstand von mindestens 500, möglichst 800 -1.000 m zu Greifvogel-Brutgebieten (z.B. Feldgehölzen) errichtet werden. Eine Konzentration der Anlagen als Windparks an geeigneten Stellen erscheint zudem günstiger als die Errichtung vieler kleinerer Anlagen in der Landschaft...« - ist eine der Schlußfolgerungen für die Praxis der Errichtung von WKA. Aber wie vereinbart sich dann die Methode des Anlegens von Feldgehölzen als "Ausgleichsmaßnahme" für Windkraftanlagen mit einer solchen Schlußfolgerung? Gibt es denn überall genügend Möglichkeiten, in entsprechend geeigneter Entfernung von WKA einfach Feldgehölze anzulegen, um z.B. neue Brutgebiete zu schaffen? Und gibt es überhaupt "Vorher-Untersuchungen", welche derartige Ausgleichsmaßnahmen rechtfertigen können? Man bedenke weiterhin, daß moderene WKA-Rotoren mit ihren Flächenkreisen bis zu einem Hektar die Vögel nicht nur physiologisch stören, sondern ihnen grundsätzlich den Luftraum als ihren Flug- und Lebensraum streitig machen. Die REpower Systems AG entwickelt z.Zt. ein Rotorblatt mit 125 m Durchmesser, um sich u.a. auch auf das sogenannte Repowering vorzubereiten, dem Ersatz von alten und "kleinen" Windkraftanlagen gegen neue mit größeren Dimensionen. 

Ornithologische Studie
zu den Auswirkungen des Windparks bei Nitzschka (Lkr. Altenburger Land).

17.06.2002
.."Grenze der Belastbarkeit deutlich überschritten" (Lauterbacher Anzeiger vom 11.06.02 - Zusammenfassung)
"Keine weiteren Windkraftanlagen im Gebiet des Naturparks" - dies ist der Titel einer Resolution, mit der sich der Vorstand des Zweckverbandes Naturpark Hoher Vogelsberg vor wenigen Tagen an den Hessischen Ministerpräsidenten gewandt hat. In dem von Rudolf Marx unterzeichneten Schreiben - der Landrat ist Vorsitzender des Zweckverbandsvorstandes - wird Roland Koch aufgefordert, im Bundesrat initiativ zu werden.
Die Kernforderungen: Einschränkung der Privilegierung von WKA nach dem BauGG und die Veränderung des EEG mit dem Ziel, die Privilegierung zu reduzieren.
"Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, der Vorstand des Zweckverbandes Naturpark Hoher Vogelsberg bittet Sie herzlich, den Naturräumen eine Chance zu belassen und die Verschandelung der Landschaft stoppen zu helfen", heißt es wörtlich in dem Schreiben. 150 WKA stehen bereits im Vogelsberg, weitere 50 , tlw. bis 150m hoch, sind in Planung. Der Zweckverband habe große Sorge, dass die Zunahme der WKA nicht nur den Tourismus schädigt, sondern auch Landschaftsbild, Erholung, Arten- und Biotopvielfalt stark beeinträchtigt.
Die Grenze der Belastbarkeit sei deutlich überschritten, zusätzliche Anlagen seien nicht mehr hinnehmbar. Es gelte gleichzeitig, in der Landes- und Regionalplanung darauf hinzuwirken, dass die berechtigten Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes hinreichend berücksichtigt werden. Der Zweckverband unterstützt die Forderung des Naturschutzbundes NABU, der die Erstellung eines Gesamtgutachtens für notwendig hält, das die Umweltverträglichkeit aller Windkraftstandorte nachhaltig bewerten soll. 

Leider trommeln SPD und "Grüne" im Kreistag für eine noch weitere Verschandelung der Vogelsberger Landschaft durch Windindustrieanlagen. Absurd ist der Vorwurf, der Kreis greife in die Autonomie der Kommunen ein. Die Entscheidung über den Bau gewaltiger Großindustrieanlagen darf nicht durch fragwürdige Interessen einzelner Bürgermeister bestimmt werden. Die schädlichen Auswirkungen der nutzlosen, aber aufdringlichen Riesenrotoren machen eben nicht an der Gemeindegrenze halt, eine ganze Region wird zersiedelt und verliert an Entwicklungschancen und Lebensqualität. 
Wie steht es mit der Autonomie der Kommunen, denen wider Willen ein Windindustriegebiet an die Gemeindegrenze gesetzt wird? Sie haben keinen Einfluß darauf, dass sie die nächsten Jahrzehnte in einer dröhnenden Karusselllandschaft leben müssen. Der Windkrafteifer des Herrn Dr. Siefart ist verständlich, ist er doch Geschäftsführer der "Hessen-Wind". Wessen Interessen er wohl im Kreis vertritt? 
Im Interesse der Bevölkerung ist ein sofortiger Planungsstop und ein umfassendes Gutachten über die Auswirkungen der bestehenden Anlagen auf Menschen, Landschaft, Lebensraum und Tiere im gesamten Vogelsberg, wie es etwa der Naturschutzbund NABU fordert.
Auch ein vorzeitiger Abbau besonders schädlicher Anlagen sollte bald kein Tabu mehr sein. Michael Schier

14.06.2002
Diskussionsveranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Hannover.
Am Freitag, 14. Juni 2002 16.00 bis 20.00 Uhr
ANDOR Plaza-Hotel Hannover, Raschplatz (direkt hinter dem Hauptbahnhof)
Thema: Windenergienutzung im Binnenland
 Auf  dem Podium:
Walter Hirche, Geburtshelfer des Winderfolges
Jens Peter Molly, Institutsleiter Deutsches Windinstitut Wilhelmshaven DEWI
Peter Dietze - als Kenner der Klimazusammenhänge 
Dietmar Ufer - kompetent zu Energiefragen,
Dr. Schenk  -  als Jurist vertraut mit den Gesetzesgrundlagen

Anmeldungen bei der Fr.Naumann-Stiftung:
Tel.  0511 - 16 99 97 - 0
Fax  0511 - 16 99 97 17
E-Mail: fnst.hannover@fnst.org

11.06.2002
..Reichen die Standorte für die "Energiewende"? Der Bodenseeraum soll frei bleiben!
Windkraftanlagen im Bodenseeraum?

..Im Gegensatz zur energetisch ineffizienten Wirkung im zentralen, mit Wärmekraftwerken gesteuerten Stromnetz üben Windkraftanlagen mit ihren Dimensionen an exponierten Lagen eine sehr effiziente Beeinträchtigung mit großer Fernwirkung auf Landschaft und Menschen aus. Soll die Allgemeinheit aus "energiepolitischen Gründen" wirklich diese Beeinträchtigungen hinnehmen - wie ein WKA-Betreiber in seiner Berufungsklage fordert? Die konzeptionelle Sicherstellung der energetischen Versorgung einer Region muß raumplanerisch bewältigt werden und kann weder einer Kommune noch der betriebswirtschaftlichen Lust und Laune  einzelner WKA-Betreiber überlassen bleiben. Die abschließende Abwägung der Standorte ("Eignungsgebiet" bzw. "Ausschlußgebiet") ist Sache der Regionalplanung und nicht der Privilegierung nach § 35 BauGB.

Im Namen des Volkes
Oberverwaltungsgericht Bayern: Az. 26 B 01.2234 / Au 4 K 00.950 - Berufung abgewiesen. Vorbescheidsantrag für eine Windenergieanlage.

07.06.2002
..Die Verpflichtung zur Vergütung nach § 8.2 EEG galt für Solarstromanlagen bis zu einer Gesamtleistung von 350 MW. Danach sollte eine Anschlußregelung gefunden werden. Die besagte Grenze haben die Parlamentarier mit rotgrüner Mehrheit nun (5.6.2002) auf 1.000 MW erhöht. Was bedeutet das in der Praxis? Maximal 1.000 MW werden mit Solarzellen im Sommer nur zur Mittagszeit erzielt. Ziehen Wolken auf, dann entfallen schlagartig 1.000 MW Leistung und konventionelle Kraftwerke müssen einspringen - nachts sowieso. Das ganze System dieser ungesteuerten Mehrfachstromerzeugung aus Sonne, Wind und Bio - neben der gesteuerten konventionellen - in das öffentlich Netz führt neben den derzeit steigenden Kraftstoffen auch noch zunehmend zu steigenden Strompreisen. 

..In Mittelhessen haben sich in den letzten Wochen etwas überraschende Entwicklungen ergeben. Bedingt durch Klagen von betroffenen Kommunen über Ungleichbehandlungen bei der Windkraftanlagenplanung hat der Hessische Städte- und Gemeindebund Vertreter aller drei Regierungspräsidien (Kassel, Gießen, Darmstadt) zu einem Clearinggespräch eingeladen. Hierbei ergab sich, daß die beiden Vertreter von Gießen mit ihrer intensiv windkraftfördernden Meinung allein standen. Im Bereich des RP Gießen wurden Windkraftflächenplanungen in einer Intensität durchgepeitscht wie sonst nirgends im übrigen Hessen. Allein im mittelhessischen Vogelsbergkreis stehen mehr Windräder als im gesamten Bundesland Baden Württemberg. Die verantwortlichen Herren beim RP Gießen waren bereits im Regierungspräsidium zu den Zeiten des vorherigen Regierungspräsidents Hartmut Bäumer (GRÜNE) und wurden vom jetzigen RP Schmied (CDU) sozusagen mitgeerbt. Gegen diese beiden Personen liegen viele Klagen und auch Dienstaufsichtsbeschwerden vor. Nach Vorliegen des Ergebnisprotokolls dieser Clearingsitzung will der Hess. 
Städte- und Gemeindebund entsprechende neue Handlungsvorschläge an die Kommunen heraussenden:

DEN KOMMUNEN SOLL DIE MÖGLICHKEIT ERÖFFNET WERDEN, SÄMTLICHE WIND-VORRANGFLÄCHEN AUS DEM REGIONALPLAN LÖSCHEN ZU LASSEN (per Abweichungsverfahren). 

Gemäß Hess. Städte und Gemeindebund ist es nämlich ein FAKT, daß die derzeit im Regionalplan Mittelhessen ausgewiesenen VORRANGFLÄCHEN für Windkraft NICHT RECHTENS SEIEN - wegen mangelhafter Abwägung! Eine Anpassungspflicht nach §1 Abs. 4 BauGB könne von den Kommunen nicht verlangt werden. Die Städte und Gemeinden können somit Flächennutzungspläne beschließen, die GAR KEINE Windkraft-Vorrangflächen enthalten und dieses mit entgegenstehenden öffentlichen Belange im sogenannten Erläuterungsbericht zum Flächennutzungsplan ausführlich begründen. Werner Eisenkopf
 
04.06.2002
..Klimaschutz praktisch - mit Null Leistung? 
präsentiert von Umweltkontor für seine Windkraftwerke. Der bei Flauten anstehende Meßwert 0 kW einer WKA in Schwalmtal offenbart die Misere des "Klimaschutzes", welcher wohl ebenfalls nur dann funktioniert, wenn der Wind weht. Und wie funktioniert der Atomausstieg, wenn die Windräder garnicht rotieren?
Schattenboxen
Menüpunkt Anlagenüberwachung.

Anmerkung: WKA-Betreiber und andere Interessierte können sich bei http://www.wetter.com anmelden und per täglichen Newsletter für mehrere Standorte das jeweilige Wetter samt Windstärken kostenlos abonnieren. Mit den gemeldeten Windstärkedaten kann sich jeder eine Datenbank erstellen, um z.B. die mittlere Windstärke einer Woche, eines Monats oder eines Jahres zu ermitteln. 

..Anthropogen frei gesetztes CO2 sei "Schuld" am Abschmelzen der Polkappen, dem sukzessiven Anstieg des Meeresspiegels, der Überschwemmung von Küstenländern und dem Untergang von Inseln im Pazifik. Wer das wirklich glaubt, sollte einmal überlegen, daß die vom Menschen veranlaßten Verbrennungen nur ein geringfügiger Teil dessen sind, was in der Natur seit Jahrmillionen vor sich geht. Der Ausbruch eines Vulkans kann mit einem Schlag die weltweite AGENDA 21 mit ihren diversen Protokollen ad absurdum führen. Bedenkt man weiter, daß CO2 wiederum selbst nur als geringfügiger Anteil - als sogenanntes "Spurengas" - in unserer Atmosphäre vorkommt, dann sollte eigentlich klar werden, wem das ganze Theater dienen soll: Dem weltweiten Ausbau der Kernenergie. Dies dürfte wohl auch der Grund sein, weshalb nun auch der amerikanische Präsident G.W. Bush über die Weltpresse verlauten ließ, daß er die dramatischen Folgen des CO2-bedingten Klimawandels erkenne. 

Was hat das mit der Windstromproduktion zu tun? Weil sie selbst direkt vor Ort CO2-frei ist, spricht man ihr eine "klimaschützende" Wirkung zu. Ob an anderer Stelle deshalb CO2 eingespart wird, ist genau so wenig bewiesen, wie der Treibhauseffekt. Wenn immer mehr fossil betriebene Kraftwerke wegen WKA in den ineffizienten Regelbetrieb getrieben werden, dann bleibt von einer CO2-Ersparnis nämlich nichts mehr übrig. Und ob der marginale Windstrom als "Spurenstrom" im Gesamtsystem der Energieerzeugung mit dem Spurengas CO2 auch noch das globale Klima zu "schützen" vermag? Na ja... wer's glaubt, mag selig werden. 

FREISPRUCH  FÜR  CO2
von Wolfgang Thüne. Unabhängige Wissenschaftler lassen sich vom IPCC-Theater nicht beeindrucken.

..Eine Methode, sich mit überflüssigen Windkraftanlagen den politischen und finanziellen Handlungsspielraum zu nehmen, praktiziert unser nördlicher Nachbar Dänemark. Dort sind Windkraftanlagen infolge der Absenkung der Einspeisevergütung nicht mehr auskömmlich. Also übernimmt sie der Staat. Die Zeche bezahlen die Wähler, wer sonst? 
Dänischer Königsweg

..In Groß-Britannien operiert die Regierung mit den gleichen Argumenten: Windkraftanlagen emittieren keine Abgase und sind weitaus sicherer als nukleare Anlagen. Leider ist dies immer nur die Hälfte der Wahrheit. Die andere Hälfte: Ohne Wind produzieren sie keinen Strom. Aber den hätten alle gerne und zu jeder Zeit. 
Craze for wind
 
03.06.2002
..Ende 2001 gab es in Deutschland über 11.500 Windkraftanlagen am Netz mit einer installierten Leistung von rund 8.750 Megawatt. Das teilte neulich die Bundesregierung als Antwort auf eine große Anfrage im Parlament mit. Mit zwei Prozent Anteil an der Stromlieferung sei Deutschland die Nummer 1 in der Welt. Weil es an Land eng würde, sollen sich die Windriesen hinaus aufs Meer ausbreiten etc. etc.. 
Was teilt die Bundesregierung nicht mit? Nun, ob der von den weltmeisterlich vielen WKA produzierte Strom den Atomausstieg verlängert, verkürzt oder überhaupt ermöglicht. Bekanntlich haben die Kernkraftwerke bis zu ihrem vereinbarten Abschalten eine vereinbarte Liefermenge. Je mehr Strom aber von WKA geliefert wird, desto länger dauert es, bis die KKW ihre Liefermengen erfüllen können und desto länger bleiben sie am Netz. Unsere Regierung teilt auch nicht mit, daß 8.750 MW WKA-Leistung zusammen derjenigen der Kernkraftwerke Biblis A und B in Hessen, Brokdorf und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein, Lingen und Grohnde in Niedersachsen und Grafenrheinfeld in Bayern entspricht und sie deswegen eigentlich diese Kraftwerke stilllegen möchte. 
Oder: Woher bei Windflauten der Strom kommen soll - aus deutschen Kraftwerken oder von auswärtigen?
Sie teilt auch nicht mit, wie es mit der Stromversorgungssicherheit bestellt ist, wenn Netzbetreiber infolge des Windkraftausbaus ihre Investitionen in Kraftwerke und Leitungen zurückfahren. Auch nicht, daß sie immer mehr Probleme und Widerstände von Windkraftgegnern erfährt, welche ihre Sicht der Dinge publizieren. 

Information oder Desinformation?
Politische Selbstdarstellung mit weltmeisterlichen Zahlen ohne qualifizierte Zusammenhänge. 

Bürgerinitiative Schwarzwald informiert
über Schaden und Nutzen

Wind-Schaden
in Zahlen
 

02.06.2002
..Während in Finnland ein neues Kernkraftwerk gebaut wird, bereitet sich Rußland auf die Entsorgung vor. WKA-Betreiber versichern ihre wetterbedingten Ausfälle und wir wissen bei Windstille wenigstens, woher der Strom kommen soll. Denn unsere Kohleverstromung und der daraus resultierende "Treibhauseffekt" sind ja schließlich gefährlicher als radioaktiver Müll in Rußland und anderswo! Weshalb versichern wir uns eigentlich nicht gegen den Treibhauseffekt? Das würde doch auch noch Arbeitsplätze schaffen, oder?
RUSSIA PLANS NUCLEAR DUMP FOR SOVIET TEST SITE
MOSCOW, Russia, May 29, 2002 (ENS) - Russia has chosen the former Soviet nuclear test site Novaya Zemlya in the far north as a disposal site for high-level nuclear waste.
For full text and graphics visit: http://ens-news.com/ens/may2002/2002-05-29-04.asp

..Umwelt-Spaßgesellschaft: Gewisse Umweltschützer scheinen die Umwelt und ihre Belange aus den Augen verloren zu haben. Daher offerieren sie ein bundesweit einmaliges Angebot: "Windrad-Klettern" heißt der neue Extremsport für Sportfreunde in Nordfriesland. Umweltschützer aus Wiedingharde bieten geführte Touren an, bei denen Kletterer die bis zu 45 Meter hohen Windräder von außen besteigen können. Vielleicht können sie nach erfolgtem Aufstieg die Umwelt von hoch droben wieder finden.

wiedingharder-infozentrum.de
 

01.06.2002
Der grüne Umelttraum - hinter jedes Haus ein Windrad?
Für den Fall, daß kein Wind weht, bekommt jedes Haus noch eine Solaranlage. Für den Fall, daß keine Sonne scheint, bekommt jedes Haus auch noch eine Biomasseanlage zur Stromerzeugung. Alle speisen dann in das "virtuelle Netz" und wir sind mit drei verschiedenen Kraftwerkstypen pro Haushalt gegen alle wetterbedingten Stromausfälle abgesichert und können endlich die ungeliebten und "klimaschädlichen" Wärmekraftwerke ausmustern! Doch wie sollte das - was bisher noch nicht einmal in einem einzigen Dorf funktioniert - in einer Stadt oder einem Ballungsraum funktionieren? Wer das virtuelle Netz steuern und wie es technisch funktionieren soll, steht nirgends beschrieben. Und wenn bei günstigen Wetterlagen alle Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind: Genügend Sonne, Wind und Biomasse - welcher Betreiber darf vorrangig einspeisen, damit sich seine Anlage auch rentiert? Und welcher Betreiber darf Strom liefern, wenn es weder Sonne, Wind noch Bio gibt, zum Beispiel im Winter? 

Obige Abbildung publizierte das Tageblatt online.de vom 31.5.2002 für seinen Beitrag:
»Windkraft: Kontrolle der Gemeinden lasch - Landkreis Stade mahnt Ausgleichsmaßnahmen in der Landschaft an«, in welchem das Kreisbauamt in einem Brief an die Rathäuser „eindringlich“ auffordert, darauf zu achten, dass Umweltauflagen eingehalten werden. »Wer einen Windpark baut, muss für diesen Eingriff in die Landschaft einen Ausgleich schaffen: In Frage kommen zum Beispiel Heckenpflanzungen, die Anlage von Streuobstwiesen oder der Ankauf von Flächen für naturnahe Bewirtschaftung. Gemeinden, die in Bebauungsplänen den Windpark-Investoren Zahl, Abstand, Höhe und Gestaltung der Rotoren vorschreiben, müssten auch die vertraglich vereinbarten Ausgleichsmaßnahmen kontrollieren ... In einigen Fällen lieferten die Windräder zwar bereits Strom – die Flächen für die Kompensation stünden aber gar nicht zur Verfügung. "Das Interesse der Kommunen den Ausgleich für den Eingriff in die Natur zu überprüfen, ist in einigen Fällen offenbar gering“, kritisiert der Kreisbaudezernent Friedrich Tönjes.«



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