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Über 400 Bürgerinitiativen wehren sich
Naturstromeuphorie in Deutschland und ihre Folgen

Datum aufwärts weiter
14.06.2001
..»Das 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm ist durch eine Richtlinienänderung noch kundenfreundlicher geworden. Bisher war es dem Kunden häufig nicht direkt ersichtlich, ob er ein gewerblicher oder privater Antragsteller ist. Nun ist die Trennung zwischen gewerblichen und privaten Antragstellern beim 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm aufgehoben. Gleichzeitig wurden die Darlehenshöchstbeträge um 5 % abgesenkt. Dadurch können gewerbliche Antragsteller genauso viel Kreditmittel erhalten wie private. Der Kredithöchstbetrag entscheidet sich jetzt ausschließlich über die Anlagengröße. Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 5 kWp werden mit einem Kredithöchstbetrag von 12.825 DM je kWp gefördert. Der darüber hinausgehende Leistungsanteil wird mit einem maximalen Kreditbetrag von 6.413 DM je kWp gefördert. "Durch diese Vereinfachung wurde das Umwelt-Programm noch kundenfreundlicher gestaltet. Jeder Kreditnehmer kann sich nun sehr einfach und schnell ausrechnen, wieviel Förderung er erhält", so Hans W. Reich, Sprecher der KfW.

Seit Programmstart 1999 hat sich die Anzahl der geförderten Anlagen vervielfacht. Im Jahr 2000 konnte das von der Bundesregierung anvisierte Ziel von 50 MWp erreicht werden. Die KfW kann im laufenden Jahr Vorhaben im 100.000-Dächer-Solarstrom-Programm bis zu einer Gesamtleistung von 65 Megawatt fördern. Die KfW wird zügig die Kreditanträge bearbeiten, wobei zunächst die noch offenen Anträge aus 2000 entschieden werden.

Die langfristige Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen im 100.000 Dächer-Solarstrom-Programm zu einem besonders attraktiven Zinssatz (derzeit 1,91 % p. a. effektiv), schafft weiterhin einen Anreiz in diese Technologie zu investieren.« KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau

Kunden, die sich über das Programm beraten lassen wollen, können unser Informationszentrum zum Ortstarif unter der Rufnummer 0180 – 1 33 55 77 erreichen. http://www.kfw.de/cgi-bin/show.asp?pk=378

Anmerkung: Die KfW teilt nicht mit, daß dieses von ihr geförderte gewaltige technische Solar-Potential jeden Abend von der Sonne bei ihrem Untergang ausgeschaltet und morgens nur bei gutem Wetter wieder eingeschaltet wird. Sie teilt auch nicht mit, daß damit Kernkraftwerke ersetzt werden sollen.

Irreführung Klimaschutz
Nach dem Willen unserer Politiker sollen Solarstromanlagen per CO2-freier Stromproduktion das Klima "schützen". Das können sie jedoch nur tagsüber bei schönem Wetter. Wer oder was schützt das Klima zu anderen Zeiten?

 

14.06.2001
Grünes Licht mit grünen Parlamentariern: Planung für nukleares Endlager in Finnland mit einer Mehrheit von 159 zu drei Stimmen.
HELSINKI, Finland, May 23, 2001 (ENS) - Finland took an important step toward securing long term, underground storage of high level nuclear waste on Friday, when the Finnish Parliament approved a plan to build a test facility in Olkiluoto, Eurajoki on the country's west coast. If all goes according to schedule, it could be expanded into a larger, permanent disposal site. For full text and graphics visit:
http://ens-news.com/ens/may2001/2001L-05-23-04.html

14.06.2001
..Voss contra Hustedt – Windkraft-Streit in grüner Bundestagsfraktion / „Abwiegeln und verharmlosen – unseriös und gefährlich“.

Daß Michaele Hustedt als energiepolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion lediglich die Interessen von Windkraft-und Atomkonzernen wie Siemens sowie der ebenfalls am Windkraftgeschäft profitierenden Rüstungsindustrie vertritt – und das auf platteste Weise – ist echten Naturschützern bis zum Erbrechen geläufig. Schließlich sind unter Rot-Grün die Rüstungsexporte auch in Krisengebiete gegenüber der Kohl-Ära kräftig gestiegen, wurde gegen Völkerrecht ein Krieg gegen Jugoslawien geführt,  werden Siemens-Atomprojekte im Ausland teils politisch geschickt gefördert.

Neu ist dagegen, daß eine angesehene ostdeutsche Grünen-Politikerin wie Sylvia Voss, naturschutzpolitische Sprecherin der Fraktion, sich Hustedt-Plattitüden nicht länger gefallen läßt, sich vom Schröder-Trittin-Windkraft-Kurs deutlich distanziert. Der Anlaß – ein Hustedt-Traktat von Anfang Juni, mit dem Titel: „Windenergie und Naturschutz sind vereinbar!“, darin die üblichen abwiegelnden Argumente.Vögel und Wildtiere würden kaum verdrängt, der Diskoeffekt sei begrenzt, Windkraft eine Touristenattraktion.

Ursula Voss platzte offenbar der Kragen – zumal Michaele Hustedt den Text als Position der ganzen Bundestagsfraktion verkaufte. Die couragierte Brandenburgerin mit Bodenhaftung betonte am 11. Juni in einer Erklärung, daß das Hustedt-Traktat keineswegs in der Bundestagsfraktion abgestimmt worden sei, auch nicht in den entsprechenden Fachgremien. Zudem sei es unlauter, politisch wenig hilfreich, derart über Windkraftprobleme hinwegzusehen und zu –schreiben. „Als Ärztin ziehe ich aber auch die Aussagen zu Diskoeffekt, Schattenwurf, Schallentwicklung und Infraschall ernsthaft in Zweifel. Dies im übrigen aus kommunalen Erfahrungen und den Argumentationen betroffener Bürgerinnen und Bürger.“ Abwiegeln und verharmlosen sei nicht nur unseriös, auch gefährlich. Es gebe bereits sehr deutliche Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, die ganz andere Tatsachen aufdeckten als Michaele Hustedt es darstelle. „Sie zeigen mit erdrückender Deutlichkeit negative Auswirkungen besonders auf wandernde Vogelarten.“ Absurd sei, Windkraft als Touristenattraktion hinzustellen, der Widerstand in Tourismusregionen wachse ständig, bestes Bauland nahe Windkraftwerken könne kaum noch vermarktet werden.

Man kennt das – Minister wie Trittin kassieren pro Monat Spitzengehälter um die dreißigtausend Mark, pflegen entsprechende Lebensstile, finanziert auch von jenen Steuerzahlern, die in übelsten Problemregionen wohnen müssen, darunter in von Windkraftwerken zerstörten Landschaften. Doch in Hör- und Sichtweite kreisender Rotoren schlägt die rot-grüne Politprominenz ihre Domizile lieber nicht auf. Ursula Voss aus der Nachwende-Problemregion Brandenburg, mit hoher Arbeitslosigkeit, bewußt und absichtlich zerstörter Industrie und Landwirtschaft, desillusionierten Menschen, zeigt auch auf dieses Grünen-Tabu: “Im Übrigen sollte sich jeder und jede dabei ehrlich die Frage beantworten, selbst an betroffenen Orten leben zu wollen und zu können.“ Klaus Hart

 

14.06.2001
..Nutzung der Windenergie: Knatsch bei den Grünen? Michaele Hustedt: "Windkraft und Naturschutz sind vereinbar!" - Windanlagen kämen der Allgemeinheit teuer zu stehen, ebenso erheblich sei der Flächenbedarf. Vögel und Wild würden vertrieben, die Anlagen seien zu laut und außerdem hässlich. Argumente, die jedoch leicht zu widerlegen sind - meint die Sprecherin der grünen Energiefraktion.

Die Ärztin und Naturschutz-Sprecherin Sylvia Voß bemängelt die fehlende Abstimmung in der Fraktion und widerspricht ihrer Parteifreundin: Ihre Antwort: "Windkraft ist als regenerative Energie ein Teil des Weges in eine neue Energiezukunft. Das heißt jedoch nicht, hier plötzlich alle Bedenken beiseite zu schieben und zu postulieren, daß Windkraft per se gut ist, weil es eine regenerative Energie ist." Bürgerinitiativen "schießen wie Pilze aus dem Boden", beklagt sie die unmittelbaren Auswirkungen und bezweifelt die Aussagen von Michaele Hustedt.  Hier weiter lesen...

Wie Pilze aus dem Boden
Baesweiler Gegenwind
 

13.06.2001
..Welches grüne Leitbild? "Ökologisierung der Landwirtschaft" (Renate Künast) oder "Der Bauer als Energiewirt" (Michaele Hustedt). In Deutschland macht man "Klimaschutz" und in Brasilien werden für unseren "Bedarf" Amazonaswald und Savannen vernichtet. »Eine Kurskorrektur der deutschen Agrarpolitik haben jetzt  brasilianische Aktivisten der Umwelt-, Landlosen- und Menschenrechtsbewegung auf einer Rundreise durch Deutschland gefordert – in Ministerien, im Bundestag, bei Rundtischgesprächen, vor der Evangelischen Akademie in Loccum. Hauptsächlich ging es dabei um Soja – die besonders eiweißhaltigen Bohnen werden auch hierzulande immer mehr verfüttert, der Anbau in Brasilien schafft aber immer mehr Umwelt- und Sozialprobleme..
Hier weiter lesen...
13.06.2001
..Neue Erkenntnisse? Ideologische Glaubenssätze werden meist kritiklos übernommen und verbreitet: "Erneuerbare Energien sind grundsätzlich gut", "Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt", "Der Bauer als Energiewirt, Leitbild einer neuen Landwirtschaftspolitik" (Michaele Hustedt), "Energie wird immer knapper",  etc. Wie wäre es einmal anders herum mit der folgenden Fragestellung: "Warum füllen sich Öl- und Gasfelder wieder auf, und manchmal sogar so schnell wie man sie leer pumpen kann?" Thomas Gold, Dr. sc.D. F.R.S. Professor em., Cornell Universität Ithaca N.Y. 14853 USA, ist dieser Frage nachgegangen und hat ein Buch dazu publiziert. Lesen Sie die Rezension...

Biosphäre in der heißen Tiefe
 

13.06.2001
..Dezentrale Energieversorgung? Nach Ansicht der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA), Wien, liegt die Zukunft für die Atomwirtschaft bei Mini-Kraftwerken mit einer Leistung von 10 bis 50% der heutigen KKW. Es gebe bereits zwischen 20 und 30 solcher Entwicklungsprojekte, z.B. in China, Indien, Russland, den USA und Südafrika. Nach Ansicht von Experten ist ein Kraftwerksblock von maximal 300 MW eine stimmige Größe für die neuen Marktbedingungen. Von tamletter@trurnit.de 13.06.2001
13.06.2001
..Antrag der CDU für die heutige Umweltausschußsitzung im Landtag Düsseldorf um 13,30 Uhr.

Nachhaltige Nutzung der Windkraft...
 

13.06.2001
Experten, welche Energiepreise und Energielieferung in der ersten Woche der Neuen Strombörse für England und Wales (NETA) untersuchten, kamen zu dem Ergebnis, daß ein Windpark einen Verlust beim Verkauf von Strom in das Netz machen würde....Wer unzuverlässig liefert wird mit Preisabschlägen bestraft...

Turn them off
A new system for buying and selling electricity had a potentially devastating effect on the value of wind power in the UK in its first week of operation...
 

12.06.2001
..Windkraft zunehmend in der Kritik
Die CDU-Landtagsfraktion in NRW will Konflikte abbauen. Angesichts wachsender Bürgerproteste drängt die CDU-Landtagsfraktion auf ein Handlungskonzept der Landesregierung in Sachen "Windkraft". "Die Sorgen von Bürgern, die sich in stark anwachsenden Protesten gegen den Bau neuer Windkraftanlagen besonders im Münsterland, in Ostwestfalen, am Niederrhein, im Erftkreis und der Eifel ausdrücken, hat die CDU-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag aufgegriffen...hier weiter lesen
Die umfangreiche Antwort des Umweltministerium NRW kann per download vom Landtagserver auf den heimischen Rechner geladen werden (umständliche pdf-Datei 1,92 MB).
12.06.2001
..AKW-Diskussion: »Ich wohne in der Wesermarsch und kann Ihnen sagen, dass mich der Anblick des AKW Unterweser auch nach Jahren noch immer wieder beängstigt und ankotzt. Genausoweit entfernt von mir in entgegengesetzter Richtung liegt der Windpark Wehrder - ein Anblick, den ich immer wieder genieße. Was wollen Sie denn? Ein AKW? Oder sollen die Windparks einfach nur weit genug von Ihnen weg sein?« - schreibt ein Leser im Gästebucheintrag Nr. 113.
Anmerkung: Für das Kernkraftwerk Kleinensiel/Unterweser wurden laut Atomkonsens eine Reststrommenge ab 1.1.2000 von 117,98 TWh vereinbart. Nimmt man dessen bisherige durchschnittliche Lieferung von 9,51 TWh/Jahr als Maß für den Weiterbetrieb, dann verbleiben dem Kraftwerk noch gut 12 Jahre Laufzeit ab 1.1.2001. Seit dem wirtschaftlichen Betriebsbeginn 1979 wird es dann ca. 32 Jahre am Netz gearbeitet haben. So auch andere Kraftwerke. Die Vereinbarung zum Atomausstieg orientiert sich nach den noch zu liefernden Reststrommengen und nicht an einem fixierten Enddatum. Wenn nun durch Stromlieferungen von Windkraftanlagen Kernkraftwerke geringer ausgelastet werden, dann verlängert sich so zwangsläufig deren Laufzeit. Beispiel: Würde sich für obiges KKW durch den Windpark Wehrder die Auslastung von 9,51 TWh/Jahr auf 8 TWh/Jahr reduzieren, dann verblieben ihm rein rechnerisch eine längere Laufzeit von ca. 14,75 Jahre. Dies gilt gleichermaßen auch für andere Kraftwerke, welche durch erneuerbare Energien entlastet werden. Ob der obige Leser aus dem Gästebuch den Sinn seiner Aussage hinterfragen wird? Der politische Nutzen von WKA: Sie verlängern den Atomausstieg. Der bisher nur paraphierte Vertrag wurde gestern von den Vertragsparteien unterzeichnet.
Den geringen wirtschaftlichen Nutzen von Windkraftanlagen erkennen wiederum immer mehr Leute. "Dürftige Bilanz" titelt die Wormser Zeitung vom 02.06.2001 ihren Beitrag über die extreme Zunahme von Windkraftanlagen (WKA) in Rheinhessen. Die Verhältnismäßigkeit sei nicht mehr gegeben.

 

12.06.2001
..Blitzschlag läßt Rotorblatt platzen: »WINDHAUSEN (be). Mit moderner Kunst hat das Aussehen dieser Windmühle bei Windhausen eher weniger zu tun. Ein Blitzschlag hat vergangene Woche stattdessen das Windkraftwerk stark beschädigt. Durch den "Volltreffer" des Blitzes ist in einem Rotorblatt eine enorme Hitze entstanden, die das Blatt regelrecht aufplatzen ließ, sowie den Kunststoffmantel und Metallteile zum Schmelzen brachte. Auch die technischen Einrichtungen wurden in Mitleidenschaft gezogen." Wenige km weiter rechnet die BI Lauterbach Reuters mit dem baldigen Baubeginn einer heftig bekämpften WKA. Privatgrundstücke wurden dort eingezäunt und die engen Feldwege mit Pfählen abgegrenzt, um "Abwege"der Sattelschlepper zu verhindern« - berichtete die Oberhessische Zeitung am 05.06.2001.
11.06.2001
..Strom aus Geflügelmist. RWE Power plant im emsländischen Meppen den Bau eines Biomassekraftwerks mit einer Leistung von 20 Megawatt. Damit soll die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ausgebaut werden. Das Biomassekraftwerk, das mit Reststoffen aus Geflügelmastbetrieben der Region befeuert wird, soll ab Mitte 2003 rund 140 Millionen kWh Strom erzeugen. Das deckt den Energiebedarf einer Stadt mit ca. 25.000 Einwohnern. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 60 Millionen Euro. http://www.rwepower.com

Anmerkung: "Die neue Biomassen-Verordnung ist da" - jubelten erst kürzlich die Grünen und ließen über ihre Gazetten die Geburt des neuen Gesetzes zur Erzeugung von Strom aus Biomasse verkünden. "Strom und Wärme aus Biogas kommen vom Bauern nebenan" meldete z.B. die Neue Osnabrücker Zeitung am 24.5 2001 und pries "mehr Unabhängigkeit von Ölscheichs und vom Dollarkurs". Worum geht es? Nun, zum Beispiel um die energetische Verwertung der Gülle von tausenden Mastschweineplätzen, zehntausenden Hühnern u.a. Geflügel samt nachwachsendem Rohstoff Mais von gut bezahlten Stilllegungsflächen. Geschäftsführer, Diplom-Kaufleute, Energieagenturen u.dergl. beackern dank grüner Hilfe ein neues Geschäftsfeld im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - bei den Bauern.

Im Gegensatz zu einem Landwirt, welcher sein Mini-Biomassekraftwerk im Netzparallelbetrieb und somit additiv fahren muß, kann RWE als Energieversorger ein 20 MW-Kraftwerk, gesteuert von der zugeordneten  Netzleitstelle, im Kraftwerksparallelbetrieb fahren und somit andere Energieträger wirklich substituieren. Bio-Masse statt Klasse? Das wäre dann die erste Frage danach, ob sich ein energiepolitisch sinnvoller Einsatz der Biomassenutzung auch ökologisch "rentiert". Die zweite Frage: Wieviel Hühner müssen wir energetisch verwerten, um unseren Anteil an den gemäß Kyoto-Protokoll zu berücksichtigenden Spurengasen zu erzielen? Für 1 kWh ~ 0,58 kg CO2 haben wir den globalen Umrechnungswert für elektrischen Strom (obwohl es keinen globalen Strom gibt, genau so wenig wie eine globale Temperatur). Dritte Frage: Wieviel kg Geflügel müssen wir verwerten, um 1 kWh CO2-freien Strom zu gewinnen? Biomasse und Biogase sollen laut Trittins Studie "Klimaschutz durch Nutzung erneuerbarer Energien" immerhin 8,6% Beitrag am Substitutionspotential leisten - doppelt soviel wie gegenwärtig die Wasserkraft.

Kleinvieh macht Strom

Kleinvieh macht aber auch Ärger:
»Unterschriften gegen Putenmast - Listen sollen am 17. Mai übergeben werden« - titelte http://www.harlinger.de am 9.4.2001 seinen Beitrag zur Biomasse:

»-ime- Wittmund. "Am 17. Mai werde ich dem Rat in der Sitzung die Unterschriften übergeben", sagte Jens Multhaupt. Und es sind nicht wenige Unterschriften, die der 1. Vorsitzende des Bade- und Verkehrsverein Carolinensiel gesammelt hat, um seinem Protest gegen die geplante Putenmastanlage und gegen Massentierhaltung Ausdruck zu verleihen. Seit Mitte März lagen die Listen in Carolinensieler Geschäften, im Wangerland und in Wittmund aus. Am Sonnabend informierte Multhaupt Interessierte beim Wittmunder Bürgerbüro der SPD über die geplante Putenmastanlage vor den Toren Carolinensiels. 

Auch Kreislandwirt Erich Hinrichs kam vorbei und diskutierte mit Multhaupt über die Anlage. "Ich kann die Ängste der Bürger nachvollziehen", sagte Hinrichs. Doch so eine Aktion könne auch einen Imageschaden für den Badeort nach sich ziehen, warnte er. "Wir haben eine Diskussion im Landkreis ausgelöst, und das ist schon ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Multhaupt. Immerhin hat der Carolinensieler in über drei Wochen 1.800 Unterschriften gesammelt. Die Listen sollen auch an den Landwirt geschickt werden, der die Anlage bauen möchte.«

11.06.2001
..BETRÄCHTLICHER" FLÄCHENBEDARF? »Dem Ausbau der Windenergie wird vorgehalten, in hohem Maße Fläche zu verbrauchen. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung aus Braunkohle schneidet die Windenergie aber sehr gut ab: Bei einer jährlichen Stromerzeugung von rund 150 Milliarden kWh hat die deutsche Braunkohle derzeit einen Flächenbedarf von rund 700 km². Für die gleiche Strommenge würden Windkraft-Anlagen nur 15 Prozent dieser Fläche in Anspruch nehmen. Das im Rheinland geplante Braunkohleprojekt Garzweiler II soll auf einer knapp 50 km² großen Fläche jährlich rund 30 Milliarden kWh liefern. Auf der gleichen Fläche könnten Windturbinen der 1,5 MW-Klasse das Dreifache an Strom produzieren, ohne - im Gegensatz zur Braunkohle - die Fläche tatsächlich zu verbrauchen. Denn nur ein Prozent der Fläche wird tatsächlich genutzt, 99 Prozent kann weiterhin z.B. der Nutztierhaltung dienen.« Michaele Hustedt MdB, Energiepolitische Sprecherin, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Anmerkung: Ohne die Richtigkeit der von M. Hustedt in die Diskussion geworfenen Zahlen zu hinterfragen (welche sowieso stets nachgeplappert werden), stellen sich bei der von ihr vorgenommenen Schlußfolgerung - 99 Prozent der von WKA beanspruchten Flächen könne noch der Nutztierhaltung dienen - doch Fragen nach ihrem Umwelt- und Sozialverständnis: Welche Nutztiere meint sie damit? Massentierhaltung für die Biostromerzeugung? Wer wehrt sich eigentlich gegen die Windkraftanlagen - Nutztiere, oder die im Bereich von WKA lebenden Menschen, welche der Ansicht sind, daß sie in den 99% WKA-Landflächen aus vielfach genannten Gründen nicht wohnen und leben möchten?
Die Umweltpädagogin übersieht bei ihrem Substitutionsanspruch WKA gegen Braunkohle, daß Windkraftanlagen nicht selbständig, sondern nur als additive Stromerzeuger in einem von konventionellen Kraftwerken gestütztem Netz funktionieren. Ohne konventionelle Kraftweke könnten sie nämlich überhaupt keinen Strom in das öffentliche Netz einspeisen. Wegen ihres diskontinuierlichen, vom Wind abhängigen Betriebes sind sie nicht in der Lage, eine konstante Netzspannung und -frequenz aufzubauen noch zu halten. Die heimische Braunkohle ist zu einem Viertel an unserer Stromproduktion beteiligt - und damit gleichermaßen am Betrieb von Windkraftanlagen, welche nur dazu dienen, zusätzliche Megawatt statt Negawatt produzieren. Schließlich sind sie keine Stromsparmaschinen.

Michaele Hustedt, MdB und energiepolitische Sprecherin der Grünen Der Club of Rome prognostizierte in seinem Report „Die Grenzen des Wachstums” aus dem Jahr 1972, daß ohne eine grundlegende Umstellung des menschlichen Wirtschaftens bis zur Jahrtausendwende Erdöl und andere wichtige Ressourcen verknappen und einen Kollaps der zivilisierten Welt auslösen würden. Inzwischen haben wir die Jahrtausendwende hinter uns.

Trotz weiteren Wachstums der Wirtschaft und gesteigerten Ressourcenverbrauchs stehen wir heute eher vor dem Problem, daß das Angebot an Rohstoffen zu üppig ist, als daß Mangel herrscht. Das gilt auch z. B. für die deutsche Braunkohle. Ihr wurde schon vor 50 Jahren ein nahes Ende vorausgesagt. Heute gehört sie zu den wichtigsten, zu wirtschaftlichen Bedingungen gewinnbare heimische Energiequelle.  

Mit Windkraftanlagen wird es die vom Club of Rome geforderte grundlegende Umstellung des Wirtschaftens ganz sicher nicht geben. Aufgrund der geringen Leistungsdichte des Windes erhöhen sie dagegen den Material-Input pro erzielter Kilowattstunde und verringern somit die Gesamt-Effizienz des Stromversorgungssystems.
 
11.06.2001
..LANDSCHAFTSBILD:
»Windenergie und Naturschutz sind vereinbar! Sind Windkraftanlagen hässlich? Wir meinen: nein. Eingriffe in das Landschaftsbild sind Bestandteil der menschlichen Entwicklung und insofern keine Besonderheit von Windkraft-Anlagen. Über 180.000 Strommasten stehen verteilt über das gesamte Bundesgebiet. Dagegen gibt es nur rund 10.000 Windkraftanlagen in Deutschland. Zudem werden die Anlagen nicht willkürlich aufgestellt. Regionalplanung und kommunale Flächennutzungsplanung bieten genügend Instrumente, so dass Belange des Landschafts- und Naturschutzes unter Beteiligung aller Betroffenen berücksichtigt werden. Gesetzlich unterliegt die Aufstellung dem Baurecht, das der kommunalen und regionalen Planung die Möglichkeit zur umfassenden Gestaltung einräumt. Dabei geht es um eine Standortplanung auf regionaler Ebene mit der Ausweisung von Vorrang- bzw. Ausschlussgebieten, die den umweltverträglichen Ausbau von Windkraftanlagen sichert.«
Michaele Hustedt MdB, Energiepolitische Sprecherin, Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Anmerkung: Es gab Zeiten, da wurden die 180.000 Strommasten bitterlich bekämpft und manchmal sogar unter Lebensgefahr abgesägt. Heute werden sie von den Grünen als Rechtfertigung herangezogen, um weitere Türme in die Landschaften zu stellen. Damit widerlegen sie aber auch gleichzeitig die Funktionsfähigkeit einer von ihnen propagierten "dezentralen" Energieversorgung. Denn WKA benötigen zur Aufnahme des von ihnen produzierten Stromes das von zentralen Kraftwerken betriebene Hochspannungsnetz. Traue keinem Grünen, denn dazu lautet ihr Motto, nicht anstatt!

 

10.06.2001
..Anhörung der FDP-Fraktion zum Stopp industrieller Windkraft-Großanlagen.
Auf Einladung der FDP-Fraktion fand am 06. Juni 2001 eine Anhörung "zum Stopp industrieller Windkraft-Großanlagen" mit 60 Bürgerinitiativen aus NRW im Düsseldorfer Landtag statt. Über 150 Personen diskutierten mit dem Fraktionsvorsitzenden Jürgen W. Möllemann (2. v. re.) und dem agrarpolitischen Sprecher Felix Becker über Windkraftanlagen. Vorgestellt wurde der FDP-Antrag "Ja zum effizienten Klimaschutz - Nein zur Zerstörung des Landschaftsbildes durch Windkraft-Großanlagen" durch den umweltpolitischen Sprecher Holger Ellerbrock (3. v. re.). Dr. Gerhard Papke (1. v. re.) wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion zog das Fazit: 

Rundschau-Bericht


"Die Anhörung hat gezeigt, dass der Protest gegen die industrielle Windkraft-Nutzung sich zu einer landesweiten Bürgerbewegung ausgeweitet hat. Die betroffene Bevölkerung erwartet, dass die Landesregierung entschlossen gegen die Verschandelung ihrer Heimat vorgeht." Vorne links mit Plakat: Anton Dinslaken von der BI Baesweiler-West 2010 und 3. v. li. ist Helmut Jacobs von der Bürgerinitiative Binse aus Monschau-Mützenich.
 
10.06.2001
..Ca. 82% des Primärenergieverbrauchs der BRD stammen aus Mineralöl und Erdgas. Ein großer Teil davon fließt als Verkehrsleistungen auf die Straße. Lassen sich mit den "gewaltigen" Energiemengen des Offshore-Windes die Öl- und Gasbohrinseln durch Windstrominseln ersetzen, oder kommen sie samt ihren Unterwasser-Leitungen lediglich hinzu?

Windstrom aus dem Meer statt Öl und Gas
- oder wofür?
 

09.06.2001
..Trittin unterstützt Windparks in der Nordsee
dpa Berlin/Borkum, 07.06.2001: »Mit Blick auf ihre Klimaschutzziele will die Bundesregierung jetzt verstärkt auf Windkraft setzen. "Für uns ist die Windkraft zur Zeit unter den erneuerbaren Energien diejenige, die das größte Wachstumspotenzial hat", sagte Umweltminister Jürgen Trittin. Die ersten Windparks sollen ab 2003 in der Nordsee errichtet werden. Ins Auge gefasst sind zwei Standpunkte bei Sylt und am Borkum Riff.«

Greenpeace macht mobil für die riesigen Windparks auf See

Windenergie ist von geringem Nutzen - Zum Einsatz von Greenpeace für Windparks schreibt Rainer Schopf, Memmert/Juist.
»Prof. Binswanger, Leiter des Instituts für Ökologie und Wirtschaft der Uni St. Gallen, schrieb über die Windenergie unter anderem: "Der Beitrag der Windenergie zur Kohlendioxydreduktion ist völlig unbedeutend und bleibt es selbst bei einer Verzehn- oder Verzwanzigfachung der Windturbinen (wobei eine Verzehn- oder Verzwanzigfachung der negativen Effekte in Kauf genommen werden muss). Der Schriftsteller Max Frisch schrieb einmal: "Ich wollte nicht wissen, sondern glauben." Das scheint auch vielen Umweltschützern so zu gehen. Sie wollen an die Windenergie glauben, auch wenn sie wissen (müssten), dass der Windglaube eine windige Sache ist."

Fakten belegen zweifelsfrei, dass die Windenergienutzung keine umweltpolitische Erfolgsstory ist, sondern ein ökologisches Desaster. Der größte Teil der klimaschädlichen Emissionen stammt nicht aus der Stromerzeugung, sondern vom Verkehr und von der Landwirtschaft. Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass die Windenergie von geringem Nutzen ist. Dafür ist der ökologische Schaden umso größer. Das zeigen schon die verbauten Vogelbiotope und die in öde Technoparks umgewandelten Landschaftsteile.

Es gibt genug Gründe und Anlass, am gehätschelten Glauben, dass Windenergie den Klima-Gau verhindern kann, irre zu werden. Aber was medienwirksam als "umweltfreundlich" deklariert wird, lässt sich politisch und wirtschaftlich gut verkaufen, und so ist die Industrialisierung der Küstenlandschaft wie die des Meeres definitiv politisch gewollt. Ökologie, einst "everybody's darling", wird zum Vehikel und Alibi für Naturverbrauch umfunktioniert. Greenpeace, Grüne und Umweltverbände sind zu Handlagern einer "Energiewende" geworden, die es nicht gibt.«

Reiner Schopf ist seit 26 Jahren Vogelwart auf der Insel Memmert bei Juist

Der Nutzen der Windenergie
Das relativ geringe energetische Potential des Windes schaltet bei jeder Flaute das gewaltige technische Potential der Windkraftanlagen aus der Stromversorgung ab. Die Sonne macht es noch konsequenter: Sie geht einfach jeden Abend unter und überläßt das gesamte technische Potential der Solarstromerzeugung für den Rest des Tages sich selbst.

 

09.06.2001
..Das globale Klima ist ein Nicht-Gleichgewichtszustand in steter irreversibler Veränderung. Das Klima ist ein offenes nicht-lineares System und weder wahrhaftig modellierbar noch wahrhaftig vorhersehbar. Klimaprognosen sind keine gesicherte Erkenntnis, man muß sie glauben. Was auf's Hörensagen geglaubt und weiter gesagt wird ist Mythos, der Mythos der Klimakatastrophe, ob heiß oder kalt. Die Übereinstimmung von retrospektiven Modellierungen des Klimas mit dem Verlauf der globalen Temperaturen ist ein notwendiges aber kein hinreichendes Kriterium für ihre Richtigkeit; die Validierung von Modellen des offenen Systems Klima ist unmöglich. Konsensus unter Wissenschaftlern ist kein Ersatz für gesicherte Erkenntnis. Es gibt kein Klimagleichgewicht; es gibt kein ökologisches Gleichgewicht; Leben ist Dynamik und nie und nimmer im Gleichgewicht. Daher ist die "Wiederherstellung des ökologischen oder klimatischen Gleichgewichts" eine Nonsens-Leerformel der Politik.

"Schutz" ist für das nicht wahrhaftig modellierbare, nicht vorhersehbare offene System Klima unmöglich; Klimaschutz ist eine menschliche Anmaßung. "Jetzt handeln" auf Basis ungesicherter Erkenntnisse ist unverantwortlich. Auch die fortschreitend "besseren" Modellierungen bieten nicht die Sicherheit, die Entscheidungsträger benötigen. Wer prophezeit, es wird garantiert wärmer bzw. kälter, der kann dies nicht reinen Gewissens tun. Das sollte man beherzigen, auch wenn es nur wahr und nicht politisch korrekt ist. Es schält sich immer deutlicher heraus, daß Kohlendioxid ein Faktor unter vielen klimabestimmenden Faktoren ist, dessen Rolle in den letzten 20 Jahren (politisch gewollt?) wesentlich überschätzt bzw. hochgerechnet wurde.

Das IPCC hat Prognosen von Zunahmen der globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 auf vergleichbarer Emissionsbasis (business as usual) publiziert. 1990 wurden 3, 1995 nur noch 2 Grad vorhergesagt. Mit der nicht unwahrscheinlichen Annahme des Einbaus weiterer, eher abkühlender Effekte in die Klimamodellierungen kann man bis 2005 die IPCC-Prognose Null Grad für die anthropogene Klimaerwärmung erwarten (Lernkurve; ungesicherte Erkenntnis). In den achtziger Jahren wurden für solche Zunahmen 5, ja bis zu 9 Grad prognostiziert.

Forscher sollten keine Politik machen, schon gar nicht mit ungesicherter Erkenntnis. Politiker sollten Begründungen für ihr Handeln nicht auf Forscher abschieben, die wir nicht gewählt haben und deren Institute von uns Steuerzahlern finanziert werden. Mit fossiler Energie effizienter und umweltgerechter umzugehen ist aus mehreren nicht-klimatischen Gründen notwendig und auch für Politiker offensichtlich. Kohlendioxid ist kein Schadstoff; zusammen mit dem Treibhausgas Wasser(dampf) ist es die Basis für das Leben auf unserem blauen Planeten. Die wesentliche ökologische Gefahr für die Menschheit ist das zu schnelle Wachstum sowohl ihrer Zahl als auch ihrer Bedürfnisse und das unzureichende Wachstum ihrer Vernunft. (Vgl. mein Büchlein "Eiswissen und Lernkurve" (1998), Verlag A. Erdl, Trostberg, ISBN 3-925249-44-3)
Dr. Heinrich Röck 83308 Trostberg/Obb.

09.06.2001
..Offshore - die nachhaltige Dimension?
Während onshore nahezu 10.000 Windkraftanlagen installiert sind und in Ausbeute stehen, soll aus "Klimaschutzgründen" die Zerstörung der Oberfläche der Erde auf das Meer hinausgetragen werden. Denn an Land wird es immer enger und Gegenwind bläst zunehmend in Planer- und Politikerstuben.

Mit rund 10 Terawattstunden (TWh; 1 TWh = 1 Mrd. kWh) deckten laut BMU die Windkraftanlagen über 2 Prozent des Strombedarfs ab. In seinem Positionspapier macht das Bundesumweltministerium trotz Computermodelle zur "Klimaberechnung" keine Angaben über den bereits erzielten "Klimagewinn", z.B. in vermiedenen Temperatursteigerungsraten. »Zur Erreichung der von der Bundesregierung gesetzten Zielwerte müssten bis zum Jahr 2010 insges. 15.000 MW Windenergieleistung in Deutschland installiert sein, davon 3.000 MW auf dem Meer. Die Windenergie würde dann ab dem Jahr 2010 etwa 31 TWh (31 Mrd. kWh) Strom bereitstellen und damit einen Anteil von mehr als 6% an der Stromerzeugung erreichen; dieser Windstrom würde im Jahr 2010 dann rund 18 Mio. t CO2 einsparen« - lautet eine der wichtigsten Begründungen für das gewaltige Offshore-Vorhaben im Positionspapier des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zur Windenergienutzung im Offshore-Bereich.

Die Rede ist stets vom "Klimaschutz", dieser Begriff ist jedoch nirgends konkret und physikalisch definiert, um Maßnahmen sachgerecht überprüfen und nachvollziehen zu können. Wie lautet eigentlich die Umrechnungsformel für vermiedene CO2-Mengen in Tonnen zu einem vermiedenen Temperaturanstieg in Grad Celsius? Ende des Jahres 2000 waren in Deutschland insgesamt etwa 6.100 MW Windkraftleistung am Netz und haben kein einziges (Kern)Kraftwerk substituiert. Warum nicht? Weil es auch dafür keine Umrechnung gibt und geben kann. Und da soll man dem Bundesumweltministerium seinen "Klimaschutz" glauben?

»Der amerikanische Philosoph Mencken beschrieb praktische und praktizierte Politik als Methode, die Bevölkerung mit herbeigeredeten Gespenstern zu erschrecken, sie kontinuierlich in diesem Alarmzustand zu erhalten und anzubieten, die Gespenster zu vertreiben, falls man sie, die richtigen Politiker, wähle. Mencken überzeichnete provokativ. Im Fall der Klimapolitik läßt der moderne Politiker die Gespenster modellieren und mit dem Computer die erschreckende Zukunft berechnen, hier die zukünftige anthropogene Klimakatastrophe. Der Politiker profiliert sich dann mit der beabsichtigten Rettung des Klimas, was ihm über Wahlen zur Macht verhilft.« Zitat aus Röck, Heinrich: "Klima und Politik"

Offshore
Windenergienutzung und Umweltschutz?
 

08.06.2001
..Artenvernichter Trittin: Grüne Liga stellt Strafanzeige gegen Unbekannt, richtet Beschwerde an EU in Brüssel - NABU-Bundesvorstand bleibt dagegen erwartungsgemäß untätig.
Die couragierte Grüne Liga Brandenburgs nimmt, wie bereits angekündigt, die von Bundesumweltminister Jürgen Trittin vorsätzlich verursachte Vernichtung von Fischadler- und Wanderfalkenbruten – im Vorfeld der Rheinsberger Castor-Transporte – nicht hin. Wie der ostdeutsche Grüne-Liga-Sprecher und Artenexperte Norbert Wilke am Freitag gegenüber dieser Website erklärte, werde beim Landesumweltamt in Potsdam Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Die Anzeige richte sich deshalb nicht direkt gegen Trittin, weil befragte Rechtsexperten keine Einigung darüber erzielen konnten, welche Behörde definitiv vor Ort, am stillgelegten DDR-Atomkraftwerk Rheinsberg, gehandelt habe. Zeitgleich und unabhängig von der Anzeige werde die Grüne Liga Brandenburgs eine EU-Beschwerde an die zuständigen Brüsseler Stellen richten – „wegen Verstoßes gegen europäisches Artenschutzrecht“. „Ich denke, dort weiß man noch nichts von dem Fall  - mich interessiert, wie sich die EU-Behörde verhalten wird.“ Die Region am Großen Stechlinsee sei schließlich wegen der Fischadler als EU-Vogelschutzgebiet, Special Protected Area, ausgewiesen worden. „Und wenn von sieben angegebenen Bruten vier in einem Jahr verlustig gehen - dann ist das ein erheblicher Eingriff!“

Von Brandenburger Artenschützern hieß es, der NABU-Bundesvorstand behandle den Fall dagegen wie eine heiße Kartoffel. Wie aus der Bonner NABU-Zentrale zu erfahren war, hat der Bundesvorstand bisher in dem Fall überhaupt nichts unternommen und habe dies auch nicht vor.

Das stillgelegte AKW ist in Bundesbesitz, wird von einer bundeseigenen Firma abgebaut. Laut Angaben des Brandenburger Innenministeriums wurde der Castor-Transport-Termin von Minister Trittin festgelegt – für die geforderte Absicherung durch Polizei und Bundesgrenzschutz schon im Vorfeld sind wie üblich die Behörden des jeweiligen Bundeslandes zuständig. Trittin, so hatten Grüne Liga und Artenschutzexperten zuvor erklärt, habe das Bundesnaturschutzgesetz sowie die entsprechenden EU-Richtlinien verletzt, weil er entgegen massiven Umweltschützerprotesten den Castor-Transport nicht absagte und damit vorsätzlich die Vernichtung von Fischadler-und Wanderfalkenbruten bewirkte. Beide Arten sind vom Aussterben bedroht und genießen deshalb den höchsten Schutzstatus.

Traut sich Vox-TV?
Am 23. Juni wird der private TV-Sender Vox während einer Artenschutz-Spezialsendung um 19.10 Uhr Minister Trittin interviewen. Leser dieser Website können dann erneut überprüfen, wie es um die Pressefreiheit in Deutschland steht. Traut sich Vox, Trittin auf seine Rolle als Artenvernichter anzusprechen oder nicht? Schließlich hatten die Kommerzmedien, die sogenannten Qualitätszeitungen inbegriffen, den Fall Rheinsberg bislang verschwiegen.
Unter Naturschützern Brandenburgs erregte Aufsehen, wie der dortige SPD-Umwelt- und Landwirtschaftsminister Wolfgang Birthler Anfang Mai die Trittin-Artenschutz-Linie verteidigte. Auf Anfrage dieser Website zur vorsätzlichen Verletzung des Bundesnaturschutzgesetzes betonte Birthler, bei Castor-Transporten müsse man Abstriche im Naturschutz machen – die Frage der Gesetzesverletzung sei Abwägungssache. Dies sagt genug. Interessant dürfte sein, ob die großen deutschen Umweltorganisationen, Umweltpolitiker der Parteien, darunter der opportunistischen PDS, etwa doch noch auf Trittins Gesetzesverstöße in Ostdeutschland reagieren – energische Reaktionen oder „halten zu Gnaden“? 
 
08.06.2001
..»In der Sonne findet eine pausenlose Kernfusion statt. Deswegen strahlt sie so schön. Ihre Energie können wir nutzen, ohne die Umwelt zu gefährden. Wir steuern um auf erneuerbare Energieformen: Sonne - Wind - Biomasse« - möchte das  Bundes-Umweltministerium auf seiner Webseite am 7.6.2001 das Volk für Investitionen in Milliardenhöhe motivieren. Aber sie wissen ja, wie ein Propagandaerfolg angestrebt wird: Ständige Wiederholung, lineare Vereinfachung und gefühlsmäßige Steigerung.

Die Sonne - ein Kernkraftwerk mit unbegrenzter Laufzeit? Aber doch nicht für die Solarstromerzeugung! Die Laufzeit ist täglich begrenzt - von morgens bis abends. Und weil das Kernkraftwerk Sonne so weit entfernt ist, ist ihre Strahlungsleistung so schwach, daß sie für eine zuverlässige Stromversorgung nicht ausreicht. Nicht die auf die Erde eingestrahlten Energiemengen ermöglichen eine Stromversorgung, sondern nur die bereitstehenden elektrischen Leistungen von Solargeneratoren vor Ort. Und die schalten trotz geplantem Milliardenaufwand jede Nacht ab. Herr Trittin sollte mal einen Nachhilfekurs in Physik belegen, damit seine Mitarbeiter ihn nicht ständig blamieren können.

08.06.2001
..Spanische Impressionen - Das Landschaftsbild der Klimaschützer.
Windmühlen (éolicas) "bereichern" die Landschaft. So wie im nebenstehendem Bild verändern sie die Windverhältnisse einer ganzen Region. Im Windschatten der Hauptwindrichtung wird es wärmer und trockener.
 
 
 
 
 
 

Central eólica "El Canto" bei Merindades de Burgos.
 
 
 

Auch in Spanien gibt es Probleme mit den Windmühlen

07.06.2001
..Diskussion über Offshore-Parks: Mit dem Schiff "Beluga" steuert Greenpeace die ostfriesischen Inseln und Sylt an. Die Umweltschützer wollen die Bevölkerung und die Touristen über die in der Nordsee geplanten Offshore-Windparks informieren. Planer, Hersteller und auch Vertreter der zuständigen Genehmigungsbehörden werden an den Veranstaltungen teilnehmen. Die erste Veranstaltung findet am Freitag, 8. Juni, um 14 Uhr in der Schiffshalle auf dem Burkana-Hafen-Gelände auf Borkum statt.
Ostfriesen-Zeitung 02.06.2001, S. 10
Anmerkung: Auf der BELUGA, die damals in Norddeich lag, lernte ich vor mehr als 15 Jahren Monika Griefahn kennen, damals Greenpeace-"Aktivistin". Auf meine Frage, warum es Greenpeace nicht schaffe, die Gefährdung des Wattenmeeres öffentlich zu vertreten und warum Greenpeace offensichtlich eiliges und zudem fehlerhaftes Material zum Brutvogelschutz verbreite (nach Greenpeace war damals der Eissturmvogel als Brutvogel im Watt gefährdet, der hier aber nur als seltener verdrifteter Irrgast erscheint), explodierte sie vor Publikum und raunzte mich an, ich solle mich man lieber um den Weltpark Antarktis kümmern, der sei wichtiger. Auf meine Entgegnung, dass dieser schon wegen der Entfernung ausserhalb meines Einflussbereiches läge, hatte ich die Lacher auf meiner Seite. Nun wird Greenpeace Deutschland mit seinem Propagandaschiff den Zubau der südlichen Nordsee mit mindestens 140 m hohen Rotoren propagieren, aus "Klimaschutzgründen". Der Gründer MacTaggart setzte sich noch für den Meeresnaturschutz ein. Das haben seine Epigonen in Hamburg wohl vergessen. Die sitzen mit Planern und Genehmigungsbehören im wahrsten Sinne des Wortes "in einem Boot". Wie sich die Zeiten ändern! M.K.
 
07.06.2001
..Die Nordsee dreht durch... Mehr Watt im Wattenmeer... Leserbrief von Jochen Schmidt hier lesen...



Alle Gedanken und Überlegungen zu alternativen oder erneuerbaren Energien sind positiv und anerkennenswert, wenn es um den Schutz und die Gesundheit der Menschen, der Natur und der Landschaft geht. So sind auch alle Diskussionen, gleich ob sie sachlich, fachlich, emotional oder bewusst, ob für oder gegen geführt werden, zu würdigen, da sie dazu dienen, den richtigen Weg, die Wahrheit für eine pragmatische Lösung zu finden.

Nun sehen die Bewohner der norddeutschen Küstengebiete, von Emden bis Rügen, dass ihr Heimatbild, ihre Landschaft und Natur sich jetzt und für die Zukunft, bei allem Wohlwollen für alternative Energien, durch den Bau von tausenden von Windkraftanlagen so rigoros deformiert, wie man es vorher nie geahnt hätte. Und da liegen einzig und allein die großen Widersprüche. Denn die Bewohner lieben ihre Heimat, so wie sie sie seit Jahrzehnten (und darüber hinaus) kennen.

Wo steht geschrieben, und wer will den lrrglauben verbreiten, dass Klimaschutz vor dem Schutz von Natur, Landschaft und deren Bewohner geht? Viele sind der irrigen Meinung. So klingt es immer wieder durch. Es ist ein grober Trugschluss, denn es kostet die Norddeutschen, und überwiegend die, ihre alte Heimat.

Dass wir in der BRD einen boomenden Markt für Windkraft-Kraft-Anlagen (WKA) haben, liegt mehr am EEG (Erneuerbare Energien-Gesetz) als an einer vom Anfang an bestehenden Nachfrage. Ohne dieses Gesetz mit den gesetzlich geregelten hohen Beihilfen würde man kaum Windkraft-Anlagen in Deutschland finden. Denn die Windkraft ist heute noch extrem unrentabel. So wird das große energiewirtschaftliche Handicap der Windkraft, nämlich die ausgeprägte Divergenz zwischen der Unzuverlässigkeit der Windenergie und den zeitlichen und quantitativen Ansprüchen an den Strombedarf immer großzügig verschwiegen. Für Energie-Fachleute ist Windstrom deshalb nur "Strom zweiter Klasse". Dieses Handicap lässt sich auch durch noch so angestrengtes energie- und umweltpolitisches Wunschdenken befriedigend nicht überbrücken. Remmer Deharde, Terrasse 6, Jever


Lizenz zum Gelddrucken
Es stimmt: Die "Windenergie boomt" und mit ihr die große Umverteilung von unten nach oben. Das erleben hautnah zurzeit ungezählte Kunden der Stromversorger an deren Rechnungen: Noch nie waren die Nachforderungen für die letzten zwölf Monate so hoch wie jetzt, noch nie waren die Strompreiserhöhungen so groß wie jetzt. Die Stromversorger, hier zu Lande hauptsächlich die EWE, wälzen ungeniert die Kosten, die ihnen durch die Windindustrie und deren Stromeinspeisungsgesetze entstehen, auf Otto Normalverbraucher ab. Und das, obwohl die Stromversorger, wie z. B. die EWE, selbst eigene "Windmühlen" besitzen und davon profitieren. Was an dieser Umverteilung von unten nach oben "sozialverträglich" sein soll, wie der Geschäftsführer der Windenergie GmbH Oldenburg, Reinhard Vöhringer, uns weismachen will, bleibt für immer unerfindlich.

Unrichtig ist ebenso, dass die auf dem Gebiet der Stadt Jever geplanten sechs "Windmühlen" 9000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen könnten. Diese Minikraftwerke können in Wahrheit keinen einzigen Haushalt mit dem ununterbrochen gleichmäßigen Strom versorgen, den ein heutiger Haushalt mit seinen hochempfindlichen Fernsehgeräten, Gefriertruhen, Waschmaschinen, Computern usw. benötigt. Unabhängige und namhafte Wissenschaftler aller beteiligten Fachrichtungen weisen überzeugend nach, dass die Windlobby (Interessengruppe) keine einzige ihrer Versprechungen halten kann. Das kann jeder, der lesen kann und sich die Zeit dazu nimmt, selbst nachprüfen.

Die Windlobby selbst weiß das auch. Das zeigt sich demjenigen in aller Deutlichkeit, der ihre Leserbriefe sehr genau und kritisch liest: Ihr übereinstimmendes, charakteristisches Merkmal ist die manipulative Gedankenführung. Auch Herr Vöhringer pflegt in seinem Leserbrief vom 31. Mai diesen Stil: Die Leserschaft und Jevers Stadträte gedanklich geschickt beeinflussen und in die von der Windlobby gewünschte Richtung lenken. Das Ziel: An möglichst vielen Standorten "Die Lizenz zum Gelddrucken", wie nach politischer Absegnung des Windparks Funnens-Grimmens-Bassens so treffend gesagt wurde.

 Dabei interessiert die Windlobbyisten nicht im geringsten die beispiellose Verschandelung unserer Kulturlandschaften und ebenso wenig der notwendige Naturschutz. Es interessiert sie auch nicht, dass ihr fetter Gewinn großenteils aus den mageren Geldbeuteln der kleinen Leute und sozial Schwachen stammt. Obendrein genieren sie sich nicht, ihr Tun sittlich verdienstvoll zu nennen. Nein, der Windenergie-Boom ist kein Grund, "stolz zu sein", sondern Anlass, sich in Grund und Boden zu schämen.

Wilfried Lose, Jever; Erika Eilers, Hohenkirchen, P. Erfeling-Eickelberg, Schortens
Leserbriefe in Jeversches Wochenblatt vom 02.06.2001 S.4


Es klingt toll: Eine Windkraftanlage versorgt 800 Vierpersonenhaushalte mit Strom!
Unser Ort Rothenberg wurde auserkoren, Standort von 4 solchen WKA’s zu werden. Das müßte reichen, um die Gemeinde Rothenberg im Blick auf die Stromversorgung unabhängig zu machen. Wir könnten uns damit vom Netz der konventionellen Anbieter lösen. Diese Chance hätten außer uns auch viele andere Gemeinden. Warum tun sie es nicht? Stellen Sie sich vor, es ist morgens um 07.00 Uhr. Der örtliche Zimmererbetrieb schaltet seine Maschinen ein. Ebenso die beiden Schreinereien, die KFZ-Werkstatt und der örtliche Schlosser. In 800 Häusern läuft die Kaffeemaschine und der Toaster wird liefert frischen Toast. Auf den Herden bruzzelt ein Spiegelei oder der Eierkocher dampft...

Formulieren wir es besser im Konjunktiv: all das könnte geschehen, aber nichts geschieht. Es ist leider windstill. Jetzt könnte man ja in den Keller gehen und frisch eingelagerte Kilowatts hoch holen. Kann man nicht. Eventuelle Überproduktion kann nicht gespeichert werden. Schwarzmalerei? Also gut. Gehen wir davon aus, der Wind weht und die Rotoren drehen sich. Rechnerisch – gemessen an dem statistischen Jahresbedarf – reicht der Strom. Aber nicht morgens um 7.00 Uhr. Denn wenn die Elektrogeräte angeschaltet werden, ziehen sie mehr Energie als während des normalen Gebrauchs. Spitzenlast muss von der WKA gefahren werden. Aber die kümmert sich nicht darum, sondern nur darum ob der Wind weht oder nicht.

Soweit mir bekannt ist, wurde bislang wegen der hohen Energieversorgung durch WKA’s noch kein konventionelles Kraftwerk abschaltet. Irrwitzigerweise funktionieren die WKA’s nur, weil sie permanent und ohne Leistungsminderung durch konventionelle Kraftwerke unterstützt werden. Damit aber wird dieser „ökologische“ Strom zur reinen Augenwischerei. Den Strom, der rein aus einer WKA käme, könnte tatsächlich niemand nutzen. Computer und Druckmaschinen sind auf Strom mit 50Hz angewiesen. Kein WKA-Anlagebetreiber wird eine Garantie dafür geben können, dass Sie Strom in der benötigten Stärke und mit der benötigten Frequenz bekommen.

Wer braucht eigentlich WKA’s? So weh es mir tut: Die „Grünen“ und ihre roten Regierungsgenossen um ihr vermeintlich ökologisches Gesicht zu wahren. Darum auch wirft die Windenergie so hohe Gewinne ab. Sie wird nämlich staatlich subventioniert. Anleger in Windenergie werden Gewinne machen. Damit aber wird die Perversität und Sündhaftigkeit des heutigen Geldgeschäfts nur um eine Blüte reicher. Die Anleger interessiert einen feuchten Sch... ob Landschaften mit 100 Meter hohen Kolossen (so hoch wie ein 33stöckiges Hochhaus!) verschandelt wird, ob Tiere den Infraschall fliehen, ob Eisflug körperliche und der Hexentanz (Lichtreflexionen der Rotoren) seelische Schäden anrichten. Die Anleger interessiert auch nicht ob der Fremdenverkehr in einem kleinen Dorf im Odenwald durch die Errichtung solcher Anlagen an einem der schönsten Spazierwege zerstört wird. Die Anleger interessiert nur die Rendite. Die mag ja gut sein. Und nach uns die Sintflut.

Um eines klarzustellen: Ich bin kein Freund der AKW’s und kein Anhänger der Kohlekraftwerke. Es enttäuscht meine ökologische Ideologie, dass alternative Energien zur Zeit noch Unsinn sind. Photovoltaik hat eine katastrophale Ökobilanz. Die Herstellung eine Photovoltaikanlage verschlingt zumindest heute noch mehr Energie, als sie jemals während ihrer Betriebszeit liefert. Schlimm, dass die Brennstoffzelle den Treibhauseffekt noch verstärkt. Ich habe den Eindruck dass die relativ konstante Wasserkraft der Flüsse, eine gute nachhaltige Energie sein könnte.

So bitter es ist. Die Forderung der „Grünen“ nach einem Spritpreis von 5,- DM macht Sinn. Allerdings nur dann, wenn die Ökosteuer dazu genutzt würde, Energiesparmaßnahmen zu fördern, und nicht dafür drauf geht, ökologischen Unsinn wie Windenergie zu fördern. Damit machen sie sich zu Handlangern eines kapitalistischen und naturverachtenden Systems. Wenn mein Auto mit einem oder zwei Liter auf 100 Kilometer auskommt, bin ich gerne bereit, 5,- DM zu zahlen. Aber hier zeigt sich wieder die Perversität der freien Marktwirtschaft. Niemand will, dass Energie gespart wird. Man lebt ja ganz gut davon, Energie zu verkaufen. Das ist der wahre Grund, warum es das 1–Liter-Auto noch nicht gibt.

Reinhold Hoffmann Odenwaldstraße 17, 64757 Rothenberg


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