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Über 400 Bürgerinitiativen wehren sich 
  Aspekte gegen Sichtbehinderung, Lärm und Zerstörung des Orts- und Landschaftsbildes in Verbindung mit der unökologischen und unwirtschaftlichen Nutzung einer regenerativen Energieform. Hier finden Sie keine nach oben steigenden Gewinnkurven, sondern die zunehmenden Probleme mit der Windkraft
Windkraftanlagen können im gemeinsamen Netz weder Kern- noch Kohlekraftwerke ersetzen
 Jede Medaille hat zwei Seiten - ab hier sehen Sie die Rückseite der vorne polierten Medaille und finden fortlaufend eine Menge Informationen, kritische Themen, Pressespiegel und Beiträge im Zusammenhang mit der Nutzung der Windenergie
Windkrafteuphorie in Deutschland und ihre Folgen
Datum aufwärts weiter
22.06.2001
..Wenn drei Prozent einen (politischen) Unfug bemerken, dann verbleiben immerhin noch 97% Wähler (Mitglieder). Ob es aber bei den drei Prozent bleibt?

Ich lasse mich nicht gerne veralbern
WKA-Konsequenz eines NABU-Mitglieds, Schatzmeister der CDU des Kreises Wesel und ehemals stellvertretender Landrat des Kreises Wesel.
 

22.06.2001
..Die Euro-Umstellung - bald ist sie endgültig. Zuvor können Sie noch Ihr Schwarzgeld, z.B. aus Drogengeschäften, platzieren.

»Platzierungsbeginn für den Windpark Oldenbroker Feld: Die verbindliche Netzanschlusszusage der EWE AG liegt vor, die erste Teilbaugenehmigung für den Wegebau wurde durch den Landkreis Wesermarsch erteilt.

Die WPO Windpark Oldenbroker Feld GmbH & Co. Betriebs KG wird in der Gemeinde Ovelgönne, Landkreis Wesermarsch, vier VESTAS V 66/1,65 MW sowie vier VESTAS V 80/2,0 MW errichten und betreiben. Die Anlagen sollen im Dezember 2001 grünen Strom in das Netz der EWE AG einspeisen.

Mit der Planung und Realisierung dieses Windparks wurde die Projekt GmbH, Oldenburg, beauftragt, die ebenfalls der Planungsgemeinschaft Energie und Umwelt angehört. Das Eigenkapital des durch die Projekt Ökovest GmbH konzipierten Fonds soll durch die Aufnahme weiterer Kommanditisten auf 4.602.000 Euro erhöht werden. Beitritte sind ab 5.000 Euro möglich.

Die bewährt konservative, betriebswirtschaftliche Konzeptionierung ermöglicht Interessenten bei dem Windparkfonds Oldenbroker Feld Renditen (berechnet nach der internen Zinsfußmethode) nach Steuern von bis zu 10,07% p.a., je nach Abhängigkeit vom persönlichen Steuersatz. Die geplanten Ausschüttungen betragen bei einer Laufzeit von 20 Jahren insgesamt 304,33% der geleisteten Kommanditeinlagen.« Von iwr-mailservice, Oldenburg, den 22. Juni 2001

»Kein Geld in die Rüstung, kein Geld in die Atomwirtschaft und kein Geld für Apartheid. Wir wollten ökologische Produktion und Handel mit ökologischen Produkten fördern, selbstverwaltete oder genossenschaftlich organisierte Betriebe stärken und Projekte unterstützen, die dem Frieden oder der Emanzipation dienen« - lautet ein Ziel der gescheiterten Ökobank. Aber woher stammt das Geld von Mitgesellschaftern am "ökologischen" Projekt?

Öko-Invest
 

22.06.2001
..Vogelschützer-Kritik an den Bundesvorstand
Zur NABU-Beschwerde gegen WKA des Landesverband Niedersachsen (siehe: NABU-Spitze ändert Windkraft-Position weiter unten am 19.06.) ist anzumerken: Der NABU LV Niedersachsen hatte in der Tat 1998 eine Beschwerde bei der EU gegen WKA-Standorte in Niedersachsen eingereicht, allerdings so weit abgespeckt, dass die regionalen NABU-Mitarbeiter, die die Beschwerde vorbereitet hatten, sie nicht wiedererkannten.

Die EU wollte diese magere Beschwerde nicht bearbeiten und die Beschwerde einstellen. Die NABU-Leute vor Ort waren nicht "amused". Die Konferenz der Natur- und Umweltschutzvertbände Ostfriesland (verbändeunabhängige ehrenamtliche Naturschützer der Region) hatte bereits 1997 eine Beschwerde gegen den WKA-Standort Wybelsum bei Emden bei der EU eingelegt. Erst als die Konferenzbeschwerde und die ungekürzte NABU-Beschwerde von der Konferenz und der NABU-Gruppe Emden erneut in Brüssel vorgelegt wurde, nahm die EU die Beschwerde an und teilte der Konferenz am 9.8.2000 mit, dass "die Kommission am 5. Juli 2000 Klageeinreichung beim Europäischen Gerichtshof beschlossen" habe (EU-Kommission, Generaldirektion Umwelt, Direktion B, ENV.B.3. Rchtsfragen, Nr. 97/4360). Von "Baustopps" (von den Musiol spricht) kann dagegen überhaupt keine Rede sein.

Über die Gründe der nicht vollständigen Weiterleitung durch den NABU LV-Niedersachsen kann man spekulieren; das hat was mit der desolaten Haushaltslage und der Verbändeförderung durch das Land zu tun. Dass der NABU-Bundesverband nun seinen Kurs ändert, ist sicherlich vor dem Hintergrund der gigantischen Offshore-Planungen zu begrüßen, legitimiert aber keine Geschichtsfälschung  (und kommt zu spät!).

Manfred Knake, Konferenz der Natur- und Umweltschutzverbände Ost-Friesland
26427 Esens-Holtgast
 

22.06.2001
..Zitat - gilt heute noch: "Wir haben zu konstatieren, daß Windenergie trotz aller technischen Fortschritte derzeit nicht wirtschaftlich erzeugt wird. ... Wir haben diesen Markt mit einem gewaltigen Subventionsprogramm geschaffen. Auch dagegen habe ich nichts, obwohl ich glaube, daß wir diese Mittel, wer immer sie bezahlt, vergeuden, weil es sicher effizientere Möglichkeiten gibt. ... Damit wird das nächste Ärgernis provoziert: Die Nutznießer der Übersubventionierung errichten immer neue Anlagen, ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt. Die dort lebenden Menschen müssen dies ertragen" (PreussenElektra-Chef Hans-Dieter Harig in DIE WELT vom 11.5.1998). Aufgelesen von Jochen Schmidt
21.06.2001
..ENERCON-Windparks abreißen – fordert Ostfrieslands NABU-Geschäftsführer Matthias Bergmann / “Fast alle Küsten-Windparks verstoßen gegen EU-Vogelschutzrichtlinie“.

Nach Frank Musiol, Energie-Referent des NABU-Bundesvorstandes, setzt sich jetzt auch Ostfrieslands NABU-Geschäftsführer Matthias Bergmann dafür ein, naturzerstörende Windkraftanlagen so rasch wie möglich abzureißen. Gegenüber dieser Website wies er vor allem auf die von Marktführer ENERCON mit Sitz in Aurich produzierten Windkraftwerke, die in Ostfriesland stehen. Der Landkreis sei bemüht gewesen, dieses Unternehmen zu fördern, gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie dessen Anlagen in der Region aufstellen zu lassen. „Daher sind an der Küste hier bei uns viele Windparks entstanden, die man heute nicht mehr genehmigt hätte. Wir haben in unserer EU-Beschwerde deutlich gemacht, daß dort eine Flurbereinigung erfolgen muß, daß diese Anlagen und Windparks, die damals in den Vogelschutzgebieten genehmigt wurden, jetzt raus müssen!“
Gemäß Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes gelte dies nicht nur für offiziell ausgewiesene, sondern auch für faktische Vogelschutzgebiete – wegen deren ebenfalls hoher avifaunistischer Bedeutung. Musiol hatte zuvor betont:“Durch Windanlagen sind Brut-oder Rastgebiete zerstört oder in ihrer Funktion eingeschränkt worden – dies war vor allem in Ostfriesland der Fall!“ Damit sei auch gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie verstoßen worden.

Behördentricks
Bergmann erläuterte gegenüber dieser Website üble Behördentricks: “Inzwischen hat man nachgeholt, große Küstenstreifen als Vogelschutzgebiet zu melden – Windparks wurden jedoch ausgespart. Im Falle von Weener-Dwarstief hat die Bezirksregierung zugegeben beziehungsweise argumentiert, daß der Bereich wegen der Störwirkung des Windparks nicht mehr die frühere Bedeutung habe. So ist das hier gelaufen!“ Laut Bergmann gab es bereits zu Beginn des Windkraft-Ausbaus niederländische und dänische Studien, denen zufolge größere Wiesenvögel das Umfeld von Windparks, etwa 300 – 500 Meter, als Brutgebiete meiden. Arten wie Kiebitz, Uferschnepfe und Großer Brachvogel, die recht hohe Fluchtdistanzen aufweisen, hielten sich eindeutig von diesen Windparks fern. „Dadurch werden große Areale entvölkert und entwertet. Im Prinzip kann man das mehr oder weniger bei fast allen Küsten-Windparks beobachten -  bei Ackerbauflächen ist es nicht so extrem wie in Wiesenland-und Moorgebieten.“

Im Rheiderland, so Bergmann, gehe sein Verband jetzt in die zweite Instanz. Dort seien vor dem Windpark-Bau die Wildgänsezahlen hoch gewesen. „Danach wurden die Flächen nur noch in Ausnahmefällen von einem Bruchteil der bisherigen Wildgänse genutzt. In Hohegaste haben wir ganz konkret nachgewiesen, daß durch den Windpark 350 Hektar als Rast- und Äsungsgebiet für Wildgänse entfallen sind.“

Bergmann bekräftigte ferner, daß der NABU-Bundesvorstand anders als der NABU Ostfriesland „einige Probleme zuvor noch nicht so gesehen hat“. Zu den Warnungen des Wilhelmshavener Artenexperten Dr. Klaus-Michael Exo, wonach durch Windkraftwerke an Land-Standorten in der Regel jährlich etwa fünfzig bzw. bis zu fünfzig Vögel pro Anlage getötet werden, an exponierten Standorten sogar bis zu neunhundert, meinte er: “In der Nordsee, wo riesige Offshore-Windparks geplant werden, ist der Vogelzug immens höher, können die Vögel Gefahren sehr viel schlechter erkennen, sind etwa bei Sturm und Nebel nur noch eingeschränkt manövrierfähig. Wenn dort hunderte Anlagen stehen, haben diese Riesenschwärme kaum noch eine Ausweichmöglichkeit, wird das eine Todesfalle. Die Einschätzungen von Exo stimmen.“

Wer hat Recht – NABU-Artenexperten oder Bundespräsident Rau, das Bundesumweltministerium und die Windkraftlobby?
In voller Kenntnis der von Musiol, Bergmann, Exo, Succow und anderen Experten vorgebrachten Kritik an Ostfrieslands naturzerstörenden, meist von ENERCON gefertigten Windkraftwerken, hatte Bundespräsident Dr. h.c. mult. Johannes Rau (SPD) am 15. Oktober 2000 in Potsdam ENERCON-Geschäftsführer Aloys Wobben den Deutschen Umweltpreis überreicht und damit klargestellt, welche Interessen er vertritt. In seiner Ansprache sagte Rau, Wobben verbinde mit dem ökologisch Richtigen das ökonomisch Erfolgreiche. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe würdigte Wobben als „Umweltschützer“. „Windkraftanlagen: Keine Gefahr für Mensch und Tier“ steht in dem von taz-Autor Michael Franken herausgegebenen, für echte Naturschützer sehr lesenswerten Buch „Rauher Wind – der organisierte Widerstand gegen die Windkraft“.

Franken erhielt von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, Eurosolar, die der SPD-Politiker Hermann Scheer leitet, letztes Jahr den Deutschen Solarpreis. Der Bundesverband Windenergie e.V., Lobbyorganisation der Windkraftindustrie, betont in seinem landesweit an Medien und Privatpersonen verteilten Info-Material kategorisch, daß an Windkraftwerken Vögel umkommen, sei ein Vorurteil. „Bei der Suche nach getöteten Vögeln durch Windenergieanlagen war bisher immer Fehlanzeige“, heißt es wörtlich. Im März veröffentlichte die taz eine ganzseitige teure Anzeige des Bundesumweltministeriums, vom Steuerzahler finanziert, auf der es heißt:“Wir fördern erneuerbare Energien, die ungefährlich für Mensch und Umwelt sind.“ (KH)
 

21.06.2001
..Grüne kritisieren Schließung von Güterverkehrsstellen der Bahn - In Niedersachsen seien hunderte Firmen betroffen.
In einer Pressemitteilung vom 21.06.2001 kritisieren die Landtagsgrünen von Niedersachsen die geplante Schließung von Güterverkehrsstellen der Deutschen Bahn AG: "Angesichts der aktuellen Verkehrsprognosen, die ein weiteres Wachstum des Transportaufkommens anzeigen, ist das genau die falsche Konsequenz", sagte der verkehrspolitische Sprecher Stefan Wenzel am Donnerstag in Hannover.

Anmerkung: Ist die richtige Konsequenz der Grünen in der Energiepolitik etwa die Abschaffung von fossil betriebenen Kraftwerken für eine zuverlässige Stromversorgung? Mit zeitweise - bei Wind und Sonnenschein - produziertem Strom von Wind- und Solaranlagen lassen sich weder Signalanlagen und Weichen noch E-Loks zuverlässig betreiben.

 
21.06.2001
..Wir sind hier, um unserem Unmut parteiübergreifend Ausdruck zu verleihen! Die Belastungen sind unverhältnismäßig, diese Anlagen sind hochsubventionierte Gelddruckmaschinen, die Geldverschwendung von etlichen Milliarden Mark, wir haben hier keinen Fortschritt vor uns, diese Anlagen sind ökologisch fragwürdig, diese Anlagen sind auch ökonomisch unsinnig, das lassen wir uns nicht bieten! Landrat Eyerkaufer stört den Frieden in unserer Heimat... 

Keine Windkraftanlagen auf dem Landrücken
Rede des hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Norbert Herr

Demonstration gegen ein geplantes Umweltverbrechen
Rede der Bürgerinitiative: »Auf dem "Landrücken" und auf der "Steinkammer" geben plötzlich Menschen den Ton an, die weit entfernt von uns leben und überhaupt kein Gefühl oder Gespür für unseren Natur- und Lebensraum haben...«

Die Fuldaer Zeitung vom 19.06.2001 berichtet:
»Rund 350 Bürgerinnen und Bürger haben nach Angaben der Veranstalter auf dem Höhenzug Steinkammer beim Fliedener Ortsteil Rückers gegen die geplante Windkraftanlage demonstriert. Die "Bürgerinitiative (BI) gegen Windkraft auf dem Landrücken" ließ laut Pressenotiz mehrere mit Gas gefüllte Ballons auf 130 Meter aufsteigen und machte so deutlich, wie hoch die sieben Anlagen, die von der Firma Renertec aus Brachtal geplant sind, über das Land hinaus ragen werden. Die Windräder würden besonders den Bürgern aus Rückers, Leimenhof, Keutzelbuch, Elm und Hutten Schaden zufügen, hieß es. 

Fliedens Bürgermeister Winfried Kreß teilte mit, die Gemeinde habe einen Fachanwalt beauftragt, gemeinsam mit betroffenen Anliegern ein  Widerspruchsverfahren gegen die Baugenehmigung einzuleiten, um gegebenenfalls in  eine Klage gegen die Betreiber einzusteigen. Auch der Landkreis Fulda werde  klagen.

Wie Eberhard Schöppner von der BI betonte, handele es sich bei der Steinkammer um ein botanisch interessantes Naherholungs- und Quellgebiet, das zum Naturpark Hessische Rhön gehöre und dem Erholungssuchenden mit Runderwanderwegen, Grillplätzen, einer Schutzhütte und seiner parkähnlichen Landschaft, herrliche Aussichten biete. Die Anlagen würden Natur und Lebensraum zerstören, aber letztendlich keinen Nutzen für die Menschheit bringen, sagte Schöppner.

CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Norbert Herr zählte an dauerhaften Belästigungen auf: Lärm, blitzendes Sonnenlicht auf den Rotoren, Schattenwurf, Eiswurf. Außerdem werde das Landschaftsbild kilometerweit zerstört und der Vogelzug beeinträchtigt. Die Windanlagen bezeichnete er als "hochsubventionierte Gelddruckmaschinen". Pro Jahr würde ein Mast mit 344000 Mark bezuschusst. Statt Windkraft befürwortete Herr Energie aus Wasserstoff. Angesichts einiger Abstürze von Rotorblättern in jüngster Zeit forderte er eine Haftpflichtversicherung. In Mittelgebirgslagen mache die Windkraftnutzung noch weniger Sinn: Würden hier 1200 Volllaststunden erreicht, seien es an den Küsten etwa 2100 pro Jahr. Kritik übte er an Landrat Eyerkaufer, der mit der Baugenehmigung den Frieden in der Region störe und sie für Touristen unattraktiv mache. Schlüchterns Bürgermeister Falko Fritzsch mache er zum Vorwurf, dass er sich über die Wünsche der Bürger hinwegsetze. Herr wörtlich: "Er vertritt die Interessen kapitalkräftiger Profiteure und ignoriert dabei die ohnmächtige Wut der Bevölkerungsmehrheit."«
 

21.06.2001
..Frankfurter Ökobank steht vor dem Aus - berichtet das Darmstädter Echo heute wie folgt:
»FRANKFURT (dpa). Die genossenschaftliche Ökobank Frankfurt muss wegen Millionenverlusten ihr Bankgeschäft aufgeben. Es soll ausgegliedert und an die BAG Bankaktiengesellschaft Hamm übertragen werden, die dem Genossenschaftsverbund angehört. Das bestätigte gestern eine Sprecherin der 1988 gegründeten Ökobank. "Die BAG Hamm ist eine Zwischenlösung. Wir wollen einen Partner finden, der die Ökobank übernimmt", hieß es. Die Vertreterversammlung der Bank soll am 30. Juni über die Ausgliederung entscheiden. "Aus eigenen Mitteln könne das Geschäft nicht weitergeführt werden. Für 1999 und 2000 seien Wertberichffgungen von 17 und 13 Millionen Mark vorgenommen worden. Grund seien unter anderem drei Kreditausfälle von insgesamt zwölf Millionen Mark für ökologische Bauprojekte. Die Ökobank musste deshalb den Sicherungsfonds der Volks- und Raiffeisenbanken in Anspruch nehmen. Formal soll die Ökobank-Genossenschaft trotz des Fiaskos im Bankgeschäft weiter bestehen.«
Anmerkung: "Viele machen nur Wind, wir nutzen ihn". Mit diesem Slogan preist die Ökobank ihr WKA-Beteiligungsangebot "Windenergiefonds Borsum-Ahlerstedt" an. Mit zwei Standorten der Windpark Borsum GmbH & Co. KG und der Windpark Ahlerstedt GmbH & Co. KG offeriert sie 25 Windenergieanlagen des Typs ENERCON mit einer Nennleistung von zusammen 45 Megawatt. Ob eine Stromerzeugung per Windkraftanlagen wirklich ökologisch ist, wird nicht hinterfragt, einfach hingenommen, weil das Erneuerbare-Energien-Gesetz es halt ermöglicht und eine interessante Rendite einspielt. Gefördert werden Blockheizkraftwerke, Solaranlagen, Windkraftanlagen, kleine und mittlere Wasserkraftanlagen,
Ökobank-Offerte
die energetische Nutzung von Biomasse einschließlich Biogas und kleine und mittlere Wasserkraftanlagen sowie große in Einzelfallentscheidungen. Die Auflistung von geförderten regenerativen Stromerzeugungsanlagen für die Netzeinspeisung läßt die dahinter stehende Absicht erkennen: Ausbau einer dezentralen Energieerzeugung und -versorgung zu Lasten des bisherigen zentralen Systems. Die Gründe für diese Absicht werden nicht genannt - dezentrale Energieerzeugung wird als "ökologisch" vorausgesetzt. In einem anderen Politikbereich fordern Umweltschutzverbände, grüne Parteien und andere Nicht-Regierungs-Organisationen seit vielen Jahren den Umstieg vom dezentralen Individualverkehr auf den zentralen öffentlichen Personenverkehr - aus ökologischen Gründen. Einer dieser Gründe könnte z.B. der geringere Verbrauch von Natur und Ressourcen sein. Schließlich ist der Materialaufwand und Raumbedarf für eine Straßenbahn, welche 1.000 Personen 1 km befördert erheblich geringer als derjenige von 1.000 Individual-Automobilisten, welche 1 km Strecke zurücklegen.
Weshalb soll diese Sichtweise bei der öffentlichen Energieversorgung eigentlich nicht gelten? Hunderttausende Einzelstromerzeuger mit niedrigen Wirkungsgraden haben - umgerechnet auf eine Kilowattstunde - einen wesentlich höheren Material-Input und Raumbedarf als einige wenige zentral funktionierende Anlagen mit hoher Leistungsdichte. 10.000 deutsche Windkraftanlagen liefern den Beweis: Ohne daß im Gegenzug Kraftwerke und Hochspannungsleitungen abgebaut wurden und ohne daß sich für den Endabnehmer irgend etwas geändert hat, wurde und wird weiterhin ein gewaltiges technisches Potential in die Landschaften gestellt. Der Ressourcenverbrauch läßt grüßen! wh
20.06.2001
..Rendite aus Sonne und Wind - erneuerbares Geld aus erneuerbaren Energien?

Ökovision
Können Wind- und Solarstromanlagen sich durch eigene Kraft am Markt behaupten? Gibt es bei Aktionären die Umwelt- und Sozialverträglichkeit vor Gewinnmaximierung?
 

20.06.2001
..Millionen-Schwindel mit Öko-Projekten: »In einem der größten Fälle von Anlagebetrügerei der vergangenen Jahre hat die Staatsanwaltschaft München I jetzt Anklage gegen vier Verantwortliche der Wirtschaftsanalyse und Beratungs AG (Wabag) er hoben. Der Firmenverbund mit Sitz in Oberhaching soll bundesweit Tausende von Kapitalanlegern und die öffentliche Hand um insgesamt rund 190 Millionen Mark betrogen haben...« SZ vom 21.04.2001 - München

Anlagebetrüger unterwegs
 

20.06.2001
..Mit Windmühlen dem Atomstrom das Licht ausblasen?
»Dt. Umweltminister Trittin schmiedet die merkwürdigsten Allianzen: In der Energiepolitik brachte er es fertig, Umweltverbände und Energiekonzerne für die Windkraft zu begeistern - die einen, weil sie meinten, durch massiven Einsatz von Windmühlen dem Atomstrom das Licht ausblasen zu können; die anderen, weil sie als kapitalkräftige Unternehmen auf einem hochsubventionierten neuen Markt erhebliche Vorteile für sich erkannt haben. Den Schaden hat die Bevölkerung, die dem Vordringen dieser Industrieanlagen schutzlos ausgeliefert ist und sie außerdem noch bezahlen muß....
Merkwürdige Allianzen
(solange der Link verfügbar ist)
20.06.2001
..Heute jährt sich zum 25. Mal der Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES). Im Rahmen einer Festveranstaltung feiern heute das Bundesumweltministerium und das Bundesamt fuer Naturschutz gemeinsam mit Naturschutzverbaenden sowie Bürgerinnen und Bürgern dieses Jubilaeum. "Das Washingtoner Artenschutzuebereinkommen hat sich als eines der effektivsten Werkzeuge im weltweiten Kampf gegen den Artenschwund erwiesen. Es ist ein einmaliges Beispiel dafuer, wie effektiv internationale Handelskontrollen als Umweltschutzmassnahmen sein koennen", sagte Bundesumweltminister Juergen Trittin. Hier weiter lesen...

Anmerkung: »Verschiedene Grosswale, mehrere gefleckte Katzen, zwei für den Handel mit ihren Schenkeln bedeutsame Froscharten, alle Störarten und südamerikanische Frauenschuhorchideen« zu schützen ist ein international bedeutsames Anliegen der Naturschützer. Aber wie sieht es bei uns zu Hause aus? Darf sich unsere Umweltpolitk mit internationalen Leistungen schmücken, wenn sie ihre Artenschützer zu Hause ignoriert? »Unser Ziel muss es sein, fuer die Praxis Orientierungshilfen zu entwickeln und anzuwenden, um dadurch eine einheitliche und langfristig angelegte naturverträgliche Nutzung der biologischen Ressourcen zu gewährleisten«, formuliert Prof. Dr. Hartmut Vogtmann, Praesident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Sollen etwa Windkraftanlagen mit ihren Artenverdrängungen in den Ländern der Dritten Welt als praktische "Orientierungshilfen" zum Schutz der stetig abnehmenden Ressource Landschaft gelten?
 

20.06.2001
..Wer benötigt eigentlich Trittins Strom von der Sonne?
»Trittin will Solarenergie bis 2010 verzehnfachen "Wir müssen uns beim Solarstrom mehr anstrengen" Deutschland kann bis ins Jahr 2010 nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) etwa zehn Mal mehr Solarenergie erzeugen als heute. "Wir müssen uns beim Solarstrom mehr anstrengen", forderte Trittin zur Eröffnung der Weltmesse für erneuerbare Energien "Solar Energy 2001" in Berlin. Für die Energieversorgung der Zukunft verlangte Trittin, mehr Energie einzusparen, die vorhandenen Energiequellen effizienter zu nutzen und mehr erneuerbare Energien wie etwa die Sonnenenergie zu nutzen.
Die Bundesregierung verfolge das Ziel, den vereinbarten Atomausstieg umzusetzen und langfristig die fossilen Energieträger wie Kohle oder Öl abzulösen. Die Förderung erneuerbarer Energien sei wichtig für den Klimaschutz und schaffe neue Arbeitsplätze: "Allein bei den erneuerbaren Energien sind in Deutschland schon etwa 70.000 Arbeitsplätze entstanden. Hier sind wir im internationalen Maßstab führend."
Nach Angaben Trittins produzieren die Solaranlagen in Deutschland derzeit hundert Megawattstunden Strom im Jahr. Auch wenn die Produktion bis in zehn Jahren planmäßig auf tausend Megawattstunden gewachsen sein sollte, werde sie damit nur die Größenordnung der Windenergie von Anfang der 90er Jahre erreichen. 
Trittin wertete es als Erfolg der Bundesregierung, dass es in Deutschland wieder "ein halbes Dutzend" Solarfabriken gebe. "Als wir vor drei Jahren die Regierung übernommen haben, hatte die letzte Solarfabrik gerade zugemacht." Die Weichen für einen weiteren Ausbau der Solarenergie seien gestellt. Trittin verwies auf das 100.000-Dächer-Solarstromprogramm der Bundesregierung, das bis ins Jahr 2003 rund 300 Megawattstunden pro Jahr liefern soll. Die Messe "Solar Energy 2001" hat noch bis Sonntag geöffnet« - schreibt http://www.freiepresse.de am 09.06.2001
Woher werden wir nach dem vereinbarten Atomausstieg und nach der Ablösung fossiler Energieträger wie Kohle und Öl unseren Strom beziehen? Können Sonne und Wind die jeweils erforderliche elektrische Leistung für unsere Steckdosen auch wirklich zeitgerecht bereitstellen?
Zuverlässige Haltestellenbeleuchtung mit Strom von der Sonne? Die geht doch abends unter!

ÖPNV-Haltestelle "Windmühle" in Darmstadt

20.06.2001
..Kommentar zum NRW Windenergie-Erlaß: »Es bestätigt eine ideologische und nicht mehr gesetzeskonforme Regelung, wenn das Verlegen unter- oder oberirdischer Leitungen als Eingriffsregelung gilt, hingegen der Bau von einer bzw. zwei 130 bzw. 180 m hohen WKA nicht.

Der Bau von WKA in Landschaftsschutzgebieten wird in NRW zum Regelfall. Inzwischen stehen fast 100 WKA in Schutzgebieten mit steigender Tendenz. Deren Genehmigungsverfahren ist ein Skandal. Einflussnahme aus Düsseldorf ist die Regel. Hier wird ein Schutzgebiet (Schutz des Landschaftsbildes) politisch von „Grünen“ aus angeblich umweltpolitischen Gründen systematisch ausgelöscht. Bei der Grundsteinlegung solcher Anlagen in Schutzgebieten ist Minister Vesper besonders gern zu gewinnen (z.B. Grundsteinlegung Windpark Schöneseiffen im Landschaftschutzgebiet Naturpark Nordeifel). Dabei hat NRW nicht einmal die Pflichtflächen im Rahmen von FFH und Natura 2000 nach Brüssel gemeldet. Wenn aber immer mehr Schutzgebiete zugunsten von WKA aufgegeben werden, wie soll dann in Zukunft den bekannten Anforderungen an Schutzgebiete durch Brüssel/EU Folge geleistet werden.

Louis-BNatSchG, 2000, führt in seiner Kommentierung zum BNatSchG aus, dass die Privilegierung gemäß § 35 Abs.1 Nr. 6 BauGB nicht auf Schutzgebiete durchzugreifen vermag, da sie nur für sog. einfachgesetzliche Flächen gilt. Hiermit setzt sich der Erlass nicht auseinander.« tm
 

19.06.2001
..Die zwei stärksten Windkraftanlagen der Welt mit einer Leistung von je 2,5 Megawatt sind in Mahlberg (Baden-Württemberg) offiziell eingeweiht worden. So stand es im Wirtschaftsteil des Naumburger Tageblattes (Mitteldeutsche Zeitung) am 05.06.2001.

Anmerkung: Und so können Sie sich den Anblick vorstellen.
 

19.06.2001
..Naturschutzbund (NABU) geht in Berufung
»oz Weener. Eine Klage des Naturschutzbunds gegen den Windpark Weener-Dwarstief hat das Verwaltungsgericht Oldenburg abgewiesen. Das teilte gestern der Naturschutzbund (Nabu) Niedersachsen mit und kündigtegleichzeitig Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg an. Der Nabu hatte geklagt, weil der Windpark seiner Ansicht nach gegen die europäische Vogelschutzrichtlinie verstößt. Das Gebiet dient Bläss- und Nonnengänsen als Nahrungspalette, außerdem kommen an der Stelle Goldregenpfeifer und Kiebitze vor.
Vor dem Oberverwaltungsgericht will der Naturschutzbund nicht nur klären lassen, ob der Windpark gegen die Vogelschutzrichtlinie verstößt. "Es geht auch darum, ob der Nabu in solchen Verfahren überhaupt klagebefugt ist", meint Nabu-Landesgeschäftsführer Olaf Tschilpte.« Ostfriesen-Zeitung (S. 12) 08.06.2001
19.06.2001
..NABU-Spitze ändert Windkraft-Position: Naturzerstörende Anlagen abreißen! / Setzten sich Argumente des ostdeutschen NABU-Vize Succow durch?
Frank Musiol, Energie-Referent des NABU-Bundesvorstandes, hat gegenüber dieser Website in bislang unbekannter Schärfe die Windkraft-Nutzung in Deutschland kritisiert. „Durch Windanlagen sind Brut-oder Rastgebiete zerstört oder in ihrer Funktion eingeschränkt worden – dies war vor allem in Ostfriesland der Fall!“ Damit sei auch gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie verstoßen worden. Auf die Frage, ob der NABU darauf dringen werde, daß an den betreffenden Stellen die Windkraftwerke abgerissen werden, um Zerstörungen rückgängig machen zu können, betonte Musiol: “Wir haben aus diesem Grunde auch bereits beim Europäischen Gerichtshof Klagen eingereicht – das machen unsere Landesverbände, nicht der Bundesverband. Diese Klagen haben teilweise schon Baustopps erwirkt.“ Beschwerden seien zudem bei der  EU-Kommission eingereicht worden. „Das haben wir natürlich konsequent getan – die Landesverbände sind da aktiv.“

Korrektur von NABU-Vorstands-Positionen
Musiol räumte ein, der Bundesvorstand habe am Beginn der Windkraftnutzung diese unkritischer gesehen. „In den letzten Jahren verstehen wir unsere Rolle vor allem darin, den Ausbau zu lenken, zu versuchen, daß keine Naturschutz-Interessen unter die Räder geraten.“ Noch 1999 hatte Musiol in einem Zeitschriftenbeitrag betont:“Der Konflikt um die Windenergie ist vermeidbar“. Er ist es nicht, wie inzwischen fast jedermann sieht.

Ob Windkraftanlagen das Landschaftsbild stören, sei sicherlich in erster Linie vom persönlichen Empfinden abhängig. Der Experte, der gegenüber dieser Website sagte, kein Ornithologe zu sein, hatte weiter erklärt: “Die Auswirkungen auf die Vogelwelt sind inzwischen recht gut untersucht. Das Risiko der Kollision kann gerade durch die steigenden Anlagengrößen als äußerst gering bezeichnet werden.“ Dies war auch die Lesart der Banken, Windkraftkonzerne und der rot-grünen Bundesregierung.

Artenexperten wie Dr. Klaus Michael Exo vom Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven wußten indessen, daß durch Windkraftwerke an Land in der Regel jährlich etwa fünfzig bzw. bis zu fünfzig Vögel pro Anlage getötet werden, die Verluste an exponierten Standorten sogar rund neunhundert Tiere pro Anlage und Jahr erreichen. Im Offshore-Bereich, so Exo gegenüber dieser Website,  sei mit noch höheren Verlusten zu rechnen.

Musiol hatte zudem betont, die Potentiale für den Windenergie-Ausbau an Land seien groß. Auch dies stellt sich nun für ihn offensichtlich ganz anders dar. Der NABU-Energieexperte übte zudem jetzt vorsichtige Kritik an der energiepolitischen Grünen-Sprecherin Michaele Hustedt – und damit am Kurs von Umweltminister Trittin sowie der rot-grünen Bundesregierung. Auf die Frage, ob es einen Gegensatz zur Hustedt-Position gebe, meinte Musiol: „Frau Hustedt ist etwas unkritischer – wir wollen die Naturschutzbelange strikt beachtet sehen. Ich kann mir vorstellen, daß Frau Hustedt mehr auf Tempo drücken möchte.“

Gegenüber dieser Website äußerte er sich auch zu einem taz-Beitrag vom vergangenen Sonnabend, wonach NABU und WWF Windräder auf Nord-und Ostsee grundsätzlich ablehnen. Laut taz hatte diese Position, vertreten auf einem zweitägigen Berliner Fachkongreß zur Offshore-Windkraft-Nutzung, bei den versammelten Windkraftunternehmern Entsetzen ausgelöst. „Aufgrund der Tatsache, daß es wahrscheinlich keine konfliktarmen Gebiete in der Ostsee gibt“, so Musiol gegenüber der Website, „schlagen wir vor, dort von den Planungen abzusehen.“ In der Nordsee seien die Möglichkeiten größer. Werde jetzt überstürzt geplant, könnten erneut wichtige Vogelvorkommen gestört werden. „Wir haben viele gebrannte Kinder in unseren Reihen, die zusehen mußten, daß es an Land passiert ist – auf See möchten wir das möglichst vermeiden.“ Holger Wesemüller vom WWF hatte Musiol auf dem Kongreß laut taz unterstützt: “Keiner der bislang in der Ostsee beantragten Standorte ist akzeptabel.“ Auch in der gesamten Zwölf-Seemeilen-Zone an der Nordsee sei die Windkraft unakzeptabel – schon weil Küstenbewohner und Urlauber keine Windräder auf dem offenen Meer sehen wollten.

Succow warnte bereits vor einem Jahr – „Windkraftprogramm nicht mehr verantwortbar“
Als Michael Succow, NABU-Vizepräsident und Träger des Alternativen Nobelpreises, vor rund einem Jahr auf die enormen Schäden für Natur und Landschaft durch Windkraftwerke hingewiesen hatte, war die taz nicht bereit, dessen Argumente abzudrucken, zitierte indessen Musiol: “Succow bezieht sich auf einige ostdeutsche Gebiete, wo der Naturschutz nicht ausreichend beachtet wurde“, zudem gebe es Gesetze, die Vogelarten und Anwohner schützen. Succow hatte sich indessen sehr wohl auf ganz Deutschland bezogen, ausdrücklich auf Niedersachsen verwiesen, zwischen Fehmarn und Rügen verglichen. Jetzt gibt Musiol offensichtlich dem NABU-Vize nachträglich Recht, betont nun auch die absurde Zerstörung der niedersächsischen Küstenlandschaft durch Windkraftwerke.

Die nach Auffassung vieler Naturschützer klar von der Windkraftbranche gesponserte taz rückt indessen ebenfalls vorsichtig von bislang heftig bis aggressiv vertretenen  Standpunkten ab, übernimmt erstmals Grundsatzargumente der windkraftkritischen Umweltschutzbewegung. „Die Windindustrie“, steht in einem Kommentar vom letzten Sonnabend,“ sieht sich zwar gern als „gute Industrie“, die das Klima schützt. Das mag stimmen, dennoch gibt es keinen „guten“ Eingriff in die Natur – immer wird Tieren ein Stück Lebensraum genommen...Insofern ist es gut, daß sich WWF und Naturschutzbund nicht beirren lassen und die bislang in der Ostsee vorgeschlagenen Standorte ablehnen.“

Offensichtlich ist zuvielen taz-Lesern inzwischen wider Erwarten doch noch klargeworden, daß vor allem Großbanken sowie Atom- und Rüstungskonzerne von Anfang an beim Windkraftgeschäft den großen Reibach machen – also wagt das Blatt, um nicht eines Tages übel dazustehen, böse noch mehr an Glaubwürdigkeit zu verlieren, nun vorsichtig hin und wieder mal Kritik an den taz-Windkraft-Inserenten: Gerne werde unterschlagen, daß deutsche Unternehmen beim Anlagenbau in flachem, küstennahem Wasser von Dänemark, Großbritannien und Spanien“mitmischen“. „Angesichts des offenen Binnenmarkts ist gar nicht einzusehen, warum in Deutschland unbegrenzt küstennahe Parks erlaubt werden sollen. Diese Zonen sind nun einmal in Deutschland ökologisch sensibler als in Dänemark.“...“Wie scheinheilig die Argumente der Industrieverbände sind, zeigt das Beispiel der Prokon Nord. Diese Windkraftprojektierer haben den ersten Antrag in Deutschland auf ein Offshorewindrad gestellt.“

Kommerzpresse reagiert auf Leserskepsis
Auch die „Frankfurter Rundschau“ läßt aus guten Gründen neuerdings von bisherigem unkritischen Lob und Hudel, bezeichnet Windkraftwerke als Anlagen, die häßlich sind, Krach machen, die Landschaft verschandeln, zitiert Schleswig-Holsteins Umweltminister Klaus Müller von den Bündnisgrünen: “Man darf die Offshore-Windparks nicht romantisieren. Das sind richtige Industrieanlagen.“

Windkraftkritische Umweltschützer hören dies mit schwarzem Humor, haben schließlich seit vielen Jahren nichts anderes als Müller und Musiol  bekräftigt, wurden dafür als weltfremde, fortschrittsfeindliche Spinner beschimpft...(K.H.)
 

18.06.2001
..Weltmeister: »Deutschland ist das Land der Megawattanlagen. Die durchschnittliche Leistungsgröße der neu errichteten Anlagen hat sich in den letzten Jahren vervielfacht und beträgt inzwischen über 1.200 Kilowatt. Der Grund für diese Entwicklung: Mit steigender Anlagengröße sinkt der Kilowattpreis für den erzeugten Windstrom. Zudem werden die guten Flächen für Windkraftanlagen in Deutschland langsam knapp. Denn trotz vergleichbar schwacher Windverhältnisse ist Deutschland in Sachen "Wind" Weltmeister. Allein im Jahr 2000 wurden zwischen Nordsee und Alpen über 1.600 Megawatt Windkraftleistung installiert. Das entspricht 37 Prozent des weltweiten Neubaus«  - informiert das IWR am 15.06.2001.
Anmerkung: Ist das nicht eine spezifische Art des Doping - trotz schwacher Windverhältnisse Weltmeister zu sein?
18.06.2001
..Grüner Knatsch? »Windkraft ist als regenerative Energie ein Teil des Weges in eine neue Energiezukunft. Das heißt jedoch nicht, hier plötzlich alle Bedenken beiseite zu schieben und zu postulieren, dass Windkraft per se gut ist, weil es eine regenerative Energie ist. Mehr... konnten viele vor einigen Tagen noch lesen. Jetzt nicht mehr. Der Link ist tot! Der nachfolgende Leserbrief an Frau Voß hatte Freude bereitet. Ein späterer Leserbrief sorgte dagegen für Enttäuschung.

Sehr geehrte Frau Voß, mit sehr viel Freude las ich auf Ihrer Internet-Seite Ihre Stellungnahme zum Thema ‚Windkraft’. Sie sprechen mir, meiner Familie, unseren Nachbarn und Tausenden anderen Betroffenen aus der Seele! Seit 1997 stehen in ca.700 m Entfernung zu unseren Grundstücken, die teilweise im Naturschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet liegen, 4 Windkraftanlagen auf einem exponierten Standort.
Zuerst war es nur die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und der Ausblick auf für diese Gegend überdimensionierte technische Bauwerke. Mit der Zeit beobachteten wir aber, dass das nicht alles ist. Zugvögel, die ich seit meiner Kindheit dort regelmäßig im Herbst beobachtete, machen einen ‚riesengroßen Bogen’ um die sonst von ihnen als Äsungsfläche genutzte, jetzt windkraftbestandene Fläche. Bei meinem bisher einzigen ‚Vor-Ort-Besuch’ entdeckte ich auch prompt einen an den Anlagen zerschellten Raben.

Aber das ist noch nicht alles. Die Rotor- und Windbewegung macht es uns nicht mehr möglich, im Sommer bei offenem Fenster zu schlafen - ein Genuss, der uns bis dato sehr viel wert war. Ebenso wird man durch den Lärm der Anlagen davon abgehalten, einen unbeschwerten Naturgenuss im Garten zu erleben. Ständig (bei Wind) hört man das ‚Wutsch-Wutsch’ der Anlagen, und wir haben das Gefühl, dass dieser Lärm in den letzten Jahren an Lautstärke zugenommen hat. Deshalb rege ich auf diesem Wege an, eine intervallmässige Überprüfung der Anlagen bezüglich der verursachten Dezibel rechtskräftig festzusetzen und durch das zuständige Bauamt überprüfen zu lassen. Sinnvoll erscheint mir dafür ein Abstand von 1- 2 Jahren, so ähnlich wie beim TÜV fürs Auto.

Des Weiteren ist der bisher geforderte Abstand zu Wohnbebauung viel zu gering bemessen. Bezogen auf den Schattenschlag sind die Windkraftanlagen in unserem Ort in viel zu geringerem Abstand zur Bebauung errichtet worden, da sich im Winter der Schatten regelmäßig an unseren und den Gebäuden unserer Nachbarn bricht. Mir erscheinen – immer in Abhängigkeit der topographischen Verhältnisse - Abstände von 2.000 m zur nächsten Wohnbebauung im Flachland als hinnehmbar. Dazu möchte ich Ihnen noch eine weitere Beobachtung schildern. In ca. 4.000 m Entfernung zu ‚unseren’ Windkraftanlagen befindet sich ein See, der im Sommer von den Einwohnern unseres Dorfes und der anliegenden Gemeinden zum Baden genutzt wird. Bei ungünstigen Windverhältnissen ist der Lärm der Anlagen noch bis dorthin vernehmbar.

Mir scheint außerdem, als würde der Ausbau der Windenergie überwiegend den Leuten nutzen, denen entweder das Land gehört (unser Bauer bekommt 10.000 DM pro Anlage pro Jahr auf 25 Jahre, ein Betrag, den er mit seiner Landwirtschaft in seinem ganzen Leben nicht erwirtschaftet hat) oder die in Windkraftaktien investieren. Ich habe einen Bekannten, der in Windkraft investiert und sich dabei eine ‚goldene Nase’ verdient.

Bei den regenerativen Energien geht es doch (eigentlich) nicht darum, dass sich einige wenige auf Kosten vieler Anwohner und vieler erschlagener Vögel bereichern. Es geht um den Klimaschutz und darum, dass auch unsere Kinder und Enkel noch die wundervolle Schönheit der Natur erleben dürfen. Deshalb ist es meines Erachtens nach ebenfalls an der Zeit, die ‚überkommerzialisierte’ Nutzung der Windkraft zu beenden, sprich das EEG zu kippen, die Einspeisevergütungen also soweit herunterzusetzen, dass wirtschaftlich betriebene Anlagen überleben und Anlagen in Gebieten, in denen die Windkraftnutzung aufgrund zu wenig wehenden Windes nicht effektiv betrieben werden kann, dort besser auf andere Formen der regenerativen Energie auszuweichen.

Apropos ‚ausweichen’, selbst im Urlaub oder auf dem Weg dorthin ist es fast nicht mehr möglich, den wie Spargel aus dem Boden schiessenden Windkraftanlagen auszuweichen. Vormals fast unberührte Landschaften sind nun von Windkraftanlagen und Technik dominiert. Wie soll man dort Erholung finden, die in unserer immer lauter und hektischer werdenden Welt lebensnotwendig wird? Stille Rückzugsräume, um den Alltag hinter sich lassen zu können, werden immer wichtiger, und sie werden uns von einer überspannten Windkraftpolitik genommen. Deshalb wird es endlich Zeit, diese zu stoppen!
Mit freundlichen Grüßen Miren-Madlon Kober

Sehr geehrte Frau Voß, auf  Ihrer Web-Seite finde ich unter "Kontroverse Windkraftnutzung" zwar die Ausführungen von Frau Hustedt, Ihre Antwort läßt sich aber leider nicht öffnen! 
Ist der Text vielleicht einer "parteiinternen Zensur" zum Opfer gefallen? Das wäre schade, denn mit den Menschen "verderben" es sich die "GRÜNEN" zur Zeit ja komplett. Im Unterschied zu BSE, gegen dessen Gefahren sich jeder Einzelne selbst schützen kann, indem er Vegetarier wird, können sich betroffene Anlieger von 
Windkraftindustrieanlagen zur Zeit ja noch kaum wehren. Je stärker aber die WKAs der Bevölkerung auf den Leib rücken, desdo größer wird das Protestpotential werden. 

Am 06.06.01 trafen wir bei der Anhörung der FDP-NRW zu diesem Thema auf mehr als 150 Mitglieder von ca. 60 Bürgerinitiativen gegen WKAs allein aus NRW. Bundesweit soll es inzwischen mehr als 500 Bürgerinitiativen geben. Das allein spricht schon eine deutliche Sprache. 

Wenn die Durchsetzung der Windkraftnutzung in der Nähe von Wohngebieten (nach meiner Ansicht sollte zu von Menschen genutzten Gebäuden der Mindestabstand für Einzelanlagen 3 km und für "Windparks" 5 km betragen, wenn man sich schon nicht ganz zum Stopp weiterer Installationen entschließen kann) so wie zur Zeit weitergeht, werden sich nach der FDP auch die CDU und die SPD dafür aussprechen müssen, dem Gesundheitsschutz für die Bürger den Vorrang vor dem Ausbau der Windenergietechnik in besiedelten Gebieten zu geben. 

Noch wissen ca. 80% der Bevölkerung (so wie ich bis zum 07. Mai dieses Jahres) nicht, was tatsächlich auf sie zukommt. Die Frage, ob ich die Nutzung von Windenergie gut finde, hätte ich im April auch noch mit ja beantwortet, weil ich dabei an menschenleere Standorte wie z.B. bei Paderborn gedacht hätte. Dass es Gesetze gibt, mit denen die Gestaltungsrechte der Gemeinden übergangen werden ("Privilegierung"), um der Bevölkerung in den Gemeinden Windkraftindustrieanlagen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld aufzuzwingen, hätte ich mir nie "träumen" lassen. 

Ich bin seit kurzem SPD-Mitglied und mein Hauptthema in dieser Angelegenheit ist die Gesundheit. Wenn aber die Klagen der echten Naturschützer über die Schäden der "Windräder" in unseren Naherholungsgebieten nur annähernd stimmen, werden die "GRÜNEN" die 5%-Hürde bei den nächsten Wahlen bald nicht mehr schaffen. 

Ob sich WKAs wirtschaftlich rechnen oder nicht (z.B. ein wichtiger Kritikpunkt im Antrag der FDP vom 06.06.01), ist für den "typischen" Wähler der "GRÜNEN" sicher nicht von hauptsächlicher Bedeutung. Wenn aber die Nachrichten über die Ausbeute der "Kranichhäcksler" in der Vogelwelt die echten Naturfreunde mehrheitlich erreichen werden (und dazu trägt jeder neue Standort bei!), wird Ihre Partei leider ihre Basis bei den Wählern verlieren. Das wäre sehr schade, denn dann hätte die SPD bei Koaltionsverhandlungen keine große Auswahl mehr. 

Wenn Sie mir den Text Ihrer Antwort zu "Kontroverse Windkraftnutzung" vielleicht als Anhang einer eMail schicken könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar. 
Mit freundlichen Grüßen, Uwe Jürgens
 

18.06.2001
..Aktuelle Infos aus dem Hügelland zwischen Rhein und Donnersberg...
18.06.2001
..»Der amerikanische Philosoph Mencken beschrieb praktische und praktizierte Politik als die Methode, die Bevölkerung mit herbeigeredeten Gespenstern zu erschrecken, sie kontinuierlich in diesem Alarmzustand zu erhalten und anzubieten, die Gespenster zu vertreiben, falls man sie, die richtigen Politiker, wähle. Mencken überzeichnete provokativ. Im Fall der Klimapolitik lässt der moderne Politiker die Gespenster modellieren und mit dem Computer die erschreckende Zukunft berechnen, hier die zukünftige anthropogene Klimakatastrophe. Der Politiker profiliert sich dann mit der beabsichtigten Rettung des Klimas, was ihm über Wahlen zur Macht verhilft.«

Unser Planet Erde - der klimatologisch richtiger "Wasser" heißen müßte - hat auch eine vom Wasser(dampf) bestimmte Atmosphäre. Doch unsere Politik hat CO2 als klimatologische Leitsubstanz bestimmt, welches intensiv bekämpft werden muß. Ihren Propagandaerfolg sichert sie sich mit drei altbewährten Regeln: ständige Wiederholung, lineare Vereinfachung und gefühlsmäßige Steigerung...

Klima und Politik
eine kleine Feierabendlektüre
 

16.06.2001
..Vor allem Wiesen haben innerhalb des Wiener Stadtgebiets eine besondere Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Hier ergibt sich bei Errichtung von Windkraftanlagen nicht nur aus der Sicht des Vogelschutzes ein Konfliktpotential. Ähnliches kann - in abgeschwächter Form - auch für bestimmte Brachflächen gelten.

Vogelschutz und Windkraftanlagen in Wien

»Da die Windkraftanlagen üblicherweise auf großteils sehr offenen Standorten errichtet werden, kann zunächst innerhalb Wiens die typische Avifauna der Offenlandschaften zumindest einzelne Brutplätze oder -gebiete verlieren. Auf Grund der Literaturdaten sind wahrscheinlich Feldlerche, Haubenlerche und eventuell Rebhuhn stärker betroffen. (Brütende Watvögel, die in der Literatur öfters angesprochen werden, gibt es in Wien kaum). Darüber hinaus verlieren auch einige Brutvögel der Umgebung zumindest im engsten Bereich der Anlagen Nahrungsflächen. Laut Literatur sind das vor allem größere Arten (zu erwarten Enten, Tauben, diverse Greife; weniger Krähen, Turmfalke). Einzelanlagen üben vielleicht einen noch tolerierbaren Effekt aus, eine Häufung von Windrädern (Windparks) in der Nähe von Brut- und Rastgewässern ist aber als überaus problematisch zu betrachten. Durch Abstandhalten der Vögel können Teile der Gewässer unattraktiv werden. Durch ständige notwendige Ausweichmanöver können z. B.
auch Nahrungsflüge energetisch aufwendiger werden (was nachteilige Effekte auf Kondition, Überwinterung und Bruterfolg der Vögel zur Folge hat)...«
 

16.06.2001
..VERDRÄNGEN WINDANLAGEN VÖGEL UND WILDTIERE? Kaum: Anfänglich beobachtete Verdrängungseffekte sind zurückgegangen - viele Tiere haben sich relativ schnell an die veränderte Umgebung gewöhnt. Windturbinen sind für das Wild eine "kalkulierbare Störquelle" - behauptet Michaele Hustedt MdB und energiepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag.

Die Windkraft kontra Naturschutz beschreiben konkret Thomas Clemens und Christiane Lammen in ihrer Studienarbeit. »Somit kollidieren in krasser Weise die Nutzungsansprüche des Naturschutzes mit denen der Windenergie. Verschärft wird der Nutzungskonflikt zwischen Windkraftnutzung einerseits und den Naturschutzinteressen andererseits durch den Bau immer größerer Windkraftanlagen... Es stellt sich die Frage: Welche Auswirkungen sind auf Brut- und Rastvögel zu erwarten, wenn Windkraftanlagen bei den bisher geltenden Abstandsregelungen zu Landeshauptdeichen, Naturschutzgebieten und Gewässern doppelt so groß sind? Größere Windkraftanlagen bedeuten aufgrund ihre Größe und Bewegung, erhöhter Lärmemissionen und höher- und weiterreichende Verwirbelungen auf der Leeseite eine entsprechend größere Störung für die Vögel...« 

Nutzungskonflikt
zwischen Windkraftanlagen und Rastplätzen von Küstenvögeln
 

16.06.2001
..Naturschutz in Brandenburg: Deutschland hat einen neuen überaus attraktiven Naturpark – mit so vielen Klarwasserseen, zehn insgesamt, sowie Fisch- und Seeadlern wie nirgendwo sonst. Er ist der elfte Brandenburgs, heißt Stechlin-Ruppiner Land, liegt sechzig Kilometer von Berlin entfernt, grenzt direkt an Mecklenburg-Vorpommern und ist mit dem Nationalpark Müritz verbunden. Dennoch stimmen Artenschützer der Region  in Lob und Hudel von Potsdamer Politikern und der Kommerzpresse nicht mit ein, nennen die Entscheidung für den Naturpark „eine Katastrophe für den Naturschutz“.
Hier weiter lesen...
16.06.2001
..WKA-Echo aus Brandenburg
Am 01.06.2001 wurde der "Sachliche Teilplan Windenergienutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung" von der Landesregierung und im speziellen vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Raumordnung für rechtskräftig erklärt.
Die von der Regionalversammlung ausgewiesenen Flächen für Windenergiegewinnung in der Norduckermark sind somit bestätigt und können bebaut werden. Totschlagargument seitens der Landesregierung gegenüber dem Vorwurf der Überdimensionierung ist dabei immer wieder die mit diesem Plan in Kraft getretene sogenannte "geordnete Planung der Windenergiegebiete". Bei einem Flächenverbrauch von 5,3 Anlagen pro 1.000 ha - konkret nördlich von Prenzlau bereits zu besichtigen - wirkt dieser Satz wie eine Farce.
Eine derart hohe Konzentration von Windrädern widerspricht jedem Argument der geordneten Planung.
Der Uckermärkische Landschaftsschutzverband e.V. hat mit sachlichen Argumenten versucht, eine Flächenreduzierung zu erreichen und wollte diese in einem vom Umweltminister zugesicherten persönlichem Gespräch erläutern. Aber weder auf die Argumente, noch zu einem persönlichen Gespräch war man im Hause Birthlers bereit, einzugehen. Mit dem Halbsatz, daß die aufgeführten Argumente geprüft werden, wurde das Anliegen der Bürgerinitiativen und somit der vor Ort lebenden Bevölkerung zurückgewiesen und kaltschnäuzig ignoriert. Selbst die vom Verband aufgezeigten Rechtsverstöße im Zusammenhang mit der Aufstellung der Planung standen der Absegnung des Planes offensichtlich nicht im Wege.
Was ist das für eine Politik? Ohne Rücksicht auf gesundheitliche Folgen für die betroffene Bevölkerung werden Pläne durchgepeitscht, einzig und allein der ideologischen Statistik folgend.
In Sachen Windkraft werden allerorts die Augen verschlossen und mit den üblichen Mitteln der Macht Tatsachen geschaffen. Leidtragender ist der Bürger vor Ort. Wie immer wieder seitens des Verbandes betont, werden durch das hemmungslose Errichten von Windkraftanlagen mögliche Entwicklungschancen für die Region vollständig ausgebremst bzw. für Jahrzehnte blockiert.
Unter dem Deckmantel der Ökologie und durch Subventionen mit Steuergeldern füllen sich einzig und allein die Geldsäckchen der Investoren.

Iris Drews
Vorsitzende des Uckermärkischen Umwelt- und Landschaftsschutzverbandes
 

16.06.2001
..»In Bleckmar wird es keine Windkraftanlagen geben. Das gab Bergens Bürgermeister Rainer Prokop während der Berger Ratssitzung bekannt. Die Stadt hatte Flächen für Windkraft nur bei Offen ausgewiesen. Ein Investor interessierte sich für eine Fläche bei Bleckmar. Eine entsprechende Bauvoranfrage lehnte der Landkreis als zuständige Behörde ab, weil die Stadt Bergen das Einvernehmen nicht erteilte, berichtete Prokop weiter. Gegen diesen negativen Bescheid des Landkreises hat der Investor Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. Das Gericht gab jedoch der Stadt Recht. Die Planungshoheit der Kommunen wäre durch Investoren außer Kraft gesetzt. Diese Begründung des Gerichts sei hilfreich, freut sich der Berger Verwaltungschef. Der Investor legte gegen das Urteil Berufung ein. Da er keine Begründung geliefert habe, habe das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Berufung zurückgewiesen. Damit gebe es einen unanfechtbaren Beschluß. Die Stadt könne dadurch ihre langfristige Planung für diesen Bereich, der in Richtung Naturschutz und Tourismusförderung gehe, weiter verfolgen« (dr). Cellesche Zeitung am 13.06.2001
16.06.2001
..So euphorisch die Sprüche von Politikern - so bitter die Klagen der Bürger:Rückläufige Touristenzahlen, Wertverlust von Immobilien, Lärm, Wegfall eines Erholungsraumes im Rhein-Main-Gebiet, Gefahren für Natur- und Vogelschutz, Zerstörung des Landschaftsbildes...

WKA-Landesschau Rheinland-Pfalz
 

16.06.2001
..Land behält Beteiligung am DEWI
-lia- Wilhelmshaven. Der niedersächsische Landtag hat gestern in Hannover beschlossen, dass das Land Niedersachsen auch weiterhin seine Beteiligung am Deutschen Institut für Windenergie (DEWI) in Wilhelmshaven behält. Dies teilte gestern Nachmittag Landtagsabgeordnete Karin Evers-Meyer (SPD) unserer Zeitung mit. Das Parlament hat damit gegen einen Beschluss des Rechnungshofes gestimmt, der sich für eine Privatisierung des Instituts ausgesprochen hatte. Das DEWI erfülle wichtige Aufgaben in der Grundlagenforschung der Windkraft und helfe natürlich auch bei der Umsetzung, so Karin Evers-Meyer. Deshalb sei es der richtige Beschluss des Landtages gewesen, diese unabhängige und neutrale Einrichtung am Standort Wilhelmshaven zu sichern. Jeversches Wochenblatt, (S. 1) 15.06.2001

Anmerkung: Sonst wurde das DEWI immer als "unabhängiges Institut"  gehandelt. Jetzt kommen die Fakten auf den Tisch: Genau wie bei der Niedersächischen Energieagentur steckt auch beim DEWI das Land drin. Das DEWI machte übrigens ein Gutachten für Greenpeace zur Off-Shore-Nutzung, mit dem Greenpeace den Zubau der Nordsee mit Windturbinen propagiert. D.h., das Land instrumentalisiert Greenpeace über das DEWI für seine fragwürdigen Windkraft-Ziele. M.K.
 

15.06.2001
..Windkraft soll Atomstrom zu 60 Prozent ersetzen - Ministerium will Projekte vorantreiben
ap Berlin/Borkum. Wer in 30 Jahren über die Nordsee fliegt, wird wahrscheinlich eine ganz andere Art von Meer zu sehen bekommen: ein Meer von Windmühlen. 2.500 Quadratkilometer Seefläche ein Quadrat mit 50 Kilometern Seitenlänge - sind für die rund 4.000 Windräder nötig, die das Bundesumweltministerium gerne für die deutsche Stromversorgung hätte. Bisher existiert allerdings vor deutschen Küsten noch kein einziger der gewünschten Offshore-Windparks.

"Wir betreten hier Neuland", meinte der Staatssekretär Rainer Baake im Umweltministerium am Donnerstag bei einem Fachkongress in Berlin zum Stand der Zukunftstechnik. Umweltschützer sind betört von den Möglichkeiten zur Nutzung praktisch unerschöpflicher Energie ohne Abfall und ohne schädliche Auswirkungen auf das Klima.

Das Umweltministerium hält Windparks auf See für einen "unverzichtbaren Bestandteil der Energiewende", wie Baake sagte. Die Bundesregierung hat massive Verringerung von Treibhausgasen versprochen und muss dafür langfristig Gas- und Kohlekraftwerke ersetzen. Der Atomausstieg setzt sie zusätzlich unter Druck. Nach einem Positionspapier des Ministeriums könnte die Windkraft bis 2030 bis zu 60 Prozent der fehlenden Leistung auffangen - schreibt der Anzeiger für Harlingerland (S. 8) vom 15.06.2001

Anmerkung: »Das wäre die flächenhafteste Naturzerstörung in der Nordsee, die es je gegeben hat, dank rot-grüner Regierung« - teilt ein "betörter" Naturschützer von der Küste zu dem obigen Beitrag mit. Das 43seitige Positionspapier kann auf den heimischen Rechner geladen werden. Das Wörtchen Atom, Atomstrom oder Atomausstieg kommt darin jedoch nicht vor. "CO2" dagegen in 14 versichiedenen Kombinationen mit Emissionen, Einsparen und Vermeidung. Also geht es um die Eliminierung von Kohlekraftwerken. U.a. findet sich auch ein Abschnitt über "Erste Pilot-Windparks und umwelt- und naturschutzbezogene Forschung". »Damit wird es Herstellern und Betreibern der Anlagen ermöglicht, Erfahrungen zu sammeln und konstruktive Verbesserungen an den Bauteilen auch mit Blick auf die Vermeidung und Verminderung von Auswirkungen auf die Meeresumwelt vorzunehmen« - lautet die Schönsprecherei des Umweltministeriums. In der ersten Ausbauphase von 2007 bis 2010 sollen 2.000 - 3.000 MW Leistung installiert werden, in der weiteren Ausbauphase von 2010 - 2030 20.000 - 25.000 MW. Der Strom aus Anlagen, die bis zum 31.12.2006 in Betrieb gehen, wird für 9 Jahre mit 17,8 Pf/kWh vergütet, danach mit 12,1 Pf/kWh. Anlagen, die nach diesem Stichtag errichtet werden, werden wie Anlagen an Land behandelt und erhalten die höhere Vergütungsstufe nur noch für die ersten 5 Jahre. Wer unter dieser Vorgabe glaubt, daß Rücksichten auf die Natur und einer naturschutzbezogenen Forschung genommen werden soll, muß wirklich betört sein.

Ohne die Richtigkeit des vorgelegten Zahlenmaterials zu hinterfragen, dürfte doch allen Beteiligten am Offshore-Projekt - ähnlich einer Segelschiffbesatzung - klar sein: Auch auf dem Meer gibt es Flauten bis zur vollständigen Windstille und somit einen vollständigen Ausfall der Windkraftanlagen. Welche Kraftwerke liefern dann die benötigte elektrische Leistung, wenn "Gas- und Kohlekraftwerke", wie oben formuliert, durch Windkraftwerke ersetzt sein werden? Natürlich Kernkraftwerke - oder? Und in Phasen der Windstille dann aber auch gleich zwangsläufig zu 100%. Unserere rot-grüne Regierung hat sich immerhin mit den Betreibern geeinigt, ihnen keine politischen Hindernisse mehr in den Weg zu legen. Rot-Grün hat im vergangenen Jahr auch das Abschlußdokument der New Yorker Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons) ohne Wenn und Aber und ohne Gegenvotum unterzeichnet: “Die Konferenz erkennt die Vorteile der friedlichen Atomenergie-Nutzung und nuklearer Techniken an“, steht da geschrieben, „und ihren Beitrag, um in den Entwicklungsländern nachhaltige Entwicklung zu erreichen sowie um generell das Wohlergehen und die Lebensqualität der Menschheit zu verbessern.“ Und dafür dienen die Windkraftanlagen, und nicht, wie die Zeitungsmeldung die politischen Sprüche weitergibt, Atomstrom zu ersetzen. wh
 

15.06.2001
..Artenschutzexperte Dr. Klaus-Michael Exo:
Enorme Vogelverluste durch Windkraftwerke - Schwedische Studie: bis zu neunhundert getötete Vögel pro Anlage und Jahr
Der Artenexperte Dr. Klaus-Michael Exo vom Institut für Vogelforschung in Wilhelmshaven hat mit Fakten die Position der windkraftkritischen Umweltschutzbewegung Deutschlands bestätigt, wonach es durch Windkraftwerke zu enormen Vogelverlusten kommt. Wie Exo gegenüber dieser Webseite jetzt erläuterte, werden durch Windkraftwerke an Land-Standorten in der Regel jährlich etwa "fünfzig bzw. bis zu fünfzig" Vögel pro Anlage getötet. Dies betreffe Tiere jeder Größe, auch Wildgänse, Schwäne oder Schwarzstörche. „In Gebieten mit Konzentrationen an Großvögeln – und auch bei Windkraftwerken direkt in Zugschneisen an der Küste können die Verluste wesentlich höher sein.“

Exo bezog sich bei seinen Angaben auf Untersuchungen deutscher und niederländischer Fachleute sowie auf eine tabellarische interne Studie dänischer Experten. „Eine schwedische Studie kommt auf bis zu neunhundert getötete Vögel pro Anlage und Jahr – weil die betreffenden Windkraftwerke sehr exponiert gestanden haben.“

Im Offshore-Bereich, so der Artenforscher, „rechnen wir mit höheren Verlusten als an Land, weil auf dem Meer gerade große Vogelarten vorkommen, die weniger manövrierfähig und daher erfahrungsgemäß mehr durch Windanlagen gefährdet sind.“

Exo erinnerte dabei an die hohe Todesrate von Adlern an Windkraftwerken in den USA sowie von seltenen Geiern in „Windparks“ bei Gibraltar. „Das befürchten wir auch auf See.“ Er bestätigte, daß Windkraftwerke ein neuer, zusätzlicher Faktor der Artenvernichtung sind. Auch der Scheucheffekt sei als „gravierend“ einzuschätzen. „An der ganzen ostfriesischen Küste ist oft ohne Planung vorgegangen worden – viele Klagen liegen gegen Windparks vor, die in FFH-Gebieten errichtet wurden. Die müssen da raus!“

Der renommierte Wissenschaftler widerspricht mit diesen Angaben grundsätzlich den Argumenten der rot-grünen Bundesregierung, insbesondere Umweltminister Trittin sowie Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion.

In einem Windenergie-„Positionspapier hatte Hustedt im Juni  betont:“Der so genannte Vogelschlag, also Kollisionen von Vögeln mit den Flügeln der Rotoren – spielt laut wissenschaftlich fundierten Untersuchungen keine Rolle.“

Legt man Exos wissenschaftliche Daten zugrunde, multipliziert die Zahl von derzeit rund 9.600 Windkraftwerken mit der angegebenen Jahres-Vogel-Verlust-Ziffer (etwa/bis zu 50 vernichtete Tiere), ergeben sich aus dem Resultat auch interessante Rückschlüsse auf das Umweltbewußtsein der Grünen-Politikerin. Die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Sylvia Voss aus dem von Windkraftwerken bereits beträchtlich umweltbelasteten Brandenburg, widersprach Hustedt heftig: Abwiegeln und verharmlosen sei nicht nur unseriös, auch gefährlich.

Exo wies gegenüber dieser Website ferner  auf die Fragwürdigkeit offizieller Prognosen hin. So sei die Lebensdauer von Windkraftwerken weit geringer als immer angegeben, zudem werde der Faktor Reserveleistung stets nicht berücksichtigt: Im häufigen Fall einer Flaute, damit abnehmender Windanlagenleistung, müssen die konventionellen Kraftwerke sofort einspringen, deshalb schon vorher Reserveleistung vorhalten, dafür konventionelle Brennstoffe verbrauchen. kh

Anmerkung:»Die Landtagsgrünen haben die vom Kabinett verabschiedete Liste der Vogelschutzgebiete in Niedersachsen kritisiert. Diese Auflistung werde den Anforderungen des EU-Vogelschutzes nicht gerecht, sagte die umweltpolitische Sprecherin Dorothea Steiner in Hannover. "Das Umweltministerium hat die absolute Minimalvariante gewählt. Wichtige, von den Naturschutzverbänden vorgeschlagene Gebiete, in denen seltene Vogelarten vorkommen, werden nicht unter Schutz gestellt. Dagegen wurden die Streichvorschläge von Seiten der Bezirksregierungen in vollem Umfang übernommen." Der Einfluss von lokalpolitischen Interessen hätte dabei eine größere Rolle gespielt als fachliche Argumente.
"Die Tatsache, dass sogenannte faktische Vogelschutzgebiete, die alle Kriterien erfüllen und wertvolle Vogelarten beheimaten, bei der Meldung außen vor geblieben sind, wird mit Sicherheit zu einer längeren Auseinandersetzung mit Brüssel führen", sagte die Grünen-Politikerin. Die Landesregierung habe damit weder den beteiligten Regionen noch dem Naturschutz einen Dienst erwiesen.« Pressemitteilung vom 12.06.2001

Frage: Wer setzt sich mit Brüssel auseinander - grüne Politiker oder Vogelschützer, denen die Grünen riesige Windkraftanlagen in die Schutzgebiete gesetzt haben? Diese Form der Verhöhnung des Volkes samt seinen ehrenamtlich tätigen Vogelschützern ist wohl nicht mehr zu überbieten!
 

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